Warum diff. Videoübertragung galvanisch getrennt?

OP #5307366
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Ich habe gerade meine Ritto Videosprechanlage repariert.
Hier wird mit einem Videoumsetzer ein differentielles Videosignal
über 2 Adern Klingeldraht übertragen. Dazu ist auf der Umsetzerplatine
ein 2. Trafo aufgelötet, der eine galvanisch getrennte 2. Spannung 
erzeugt. Das Videosignal geht dann über einen Optokoppler zur Trennung, 
danach wird mit der 2. Spannung weiterverarbeitet.
Meine Frage ist, warum wird das differentielle Signal galvanisch 
entkoppelt übertragen. Ist das eine Vorsichtsmaßnahme, da der Einsatz 
dieser Universal-Anschlußplatine nicht definiert ist, oder ist das 
systembedingt bei einer diff. Videoübertragung immer standard.

Gruß,
Markus
Gast #5307902
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Der Strom der Stromversorgung verursacht einen Spannungsabfall auf der 
GND Leitung, welcher sich (ohne Potentialtrennung) auf das Videosignal 
aufaddieren würde. Dadurch würde das Videosignal unbrauchbar werden.
Gast #5307944
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Ein idealer differentieller Eingang wertet nur die Differenz zwischen 
den Leitungen aus. Das heißt es ist egal ob zum Beispiel 12V und 10V 
oder 2V und 0V anliegen, die Differenz ist immer 2V.

Allerdings haben reale Eingänge einen Common-Mode-Bereich, den die 
Eingangssignale nicht verlassen dürfen. Um mit realen ICs näher ans 
Ideal zu kommen werden Trafos eingesetzt. Diese filtern den Gleichanteil 
komplett raus, die Spannungen der differenziellen Eingänge des ICs 
liegen dann immer innerhalb des Common-Mode-Bereichs.
Gast #5307946
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Nachtrag:
Es ist ein Vorsichtsmaßnahme. Es gibt auch differenzielle Übertragungen 
(USB, SATA, ...) ohne einen Trafo.

Grundsätzlich wird das gemacht wenn mit starken Unterschieden des 
Groundpegels zwischen Sender und Empfänger zu rechnen ist (Zum Beispiel 
bei Ethernet).

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