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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Diodenverhalten


Autor: the stupid beginner (Gast)
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Hallo
hier kommt mal wieder so ne unbeliebte Anfängerfrage, diesmal zu
Dioden.
Stimmt es das zB ne 1N4004 erst ab 2,0V Strom durchlässt?(so ne art
durchbruchspannung)
und stimmt es das mit jeder diode ca. 0,7V weniger gibt, durch einen
sogenannten "Staudammeffekt" ?

Mike Hampshow

Autor: Timmo H. (masterfx)
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Also wenn ich mir so die Kennlinie von der 1N4004 angucke unterscheidet
die sich eigentlich nicht von einer Standarddiode. Also ab 0,7V gehts
da auch los. Ja und an Siliziumdioden fallen eigentlich immer so um die
0,7V ab, also musst du das in deinen Berechnungen immer einbeziehen. Es
gibt aber auch spezielle da sind es nur 0,2-0,4V. Aber sowas brauch man
als "Heimanwender" eigentlich nicht.

Autor: >.......> (Gast)
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Autor: Dietmar (Gast)
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@the stupid beginner:

Hier kannst du mal die Daten der 1N4004 downloaden:

http://www.fairchildsemi.com/ds/1N/1N4004.pdf

Dort ist die Diodenkennlinie mal untypisch halblogarithmisch
dargestellt, nicht wie gewohnt linear.

Bei Nennstrom 1A liegen 0,95V an.
Bei 0,1A liegen 0,75V an.

Die typische Durchlaßspannung für Silizium liegt hier etwa bei 10
Prozent des Nennstromes.

Eine leistungsschwächere Diode zum Vergleich:

http://www.fairchildsemi.com/ds/1N/1N4148.pdf

Hier ist die Diodenkennlinie noch untypischer, nämlich voll
logarithmisch dargestellt (Gerade).

Beim Nennstrom 200 mA haben wir hier 1,05V, bei 10 Prozent des
Nennstromes etwa 0,77V.

Die typische Durchlaßspannung von 0,7V für Silizium wird also nur bei
einer kleinen Belastung von etwa 10 Prozent des Nennstromes und
Raumtemperatur liegen.

Die Durchlaßspannung ist beim Größenvergleich beider Dioden also
hauptsächlich eine Funktion der Geometrie (Siliziumfläche), des
Volumens und der Kühlung des Bauteils, aber auch noch einiger anderer
Parameter.

Also: 0,7V für Silizium sind ein grober Faustwert je nach Anwendung und
Belastung.

Gruß

Dietmar

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