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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Störungen in Leitungen


Autor: Niki Hammler (Gast)
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Abend.

Ich habe meine Relais meterweit vom Steuerschaltkreis mit dem AVR über 
ein meterlanges normales Kabel verbunden (ist also nur eine 
Steuerleitung). Das das keine gute Idee ist, hab ich sofort gemerkt: 
10000 Einstrahlungen ins Netz. Aber es geht leider nicht anders.
Jedes Mal wenn ich mit dem Relais das Licht einschalten wollte, hat es 
nur kurz aufgeflackert.
Das Relais hängt ja auf einer Seite an VCC, auf der anderen am ULN2803. 
Meine Erklärung ist demnach, dass sich die lange Steuerleitung durch den 
"riesen" Trafo in der Lampe gleich ein schmutziges Signal eingefangen 
hat, dadurch war eine Störung in VCC (oder eine Unterbrechung, ein 
Hacker, was auch immer) und so hat der Prozessor resettet und das Relais 
wieder auf 0.
Ich habe kurzerhand beide Drähe auf der Platine mit einem 10uF Elko 
verbunden. Dann bin ich draufgekommen, dass es vielleicht eine 1N4004 
zwischen VCC und der Leitung auch tun würde, doch dann hab ich ja wieder 
nur 3,5 Volt oder so und das Relais braucht 5-6Volt um sicher zu 
schalten.

Also die Schaltung muss immer gehen und es sollten keine solchen 
Ausfälle passieren. Was meint ihr, ist so ein Kondensator eine gute und 
vor allem sichere Lösung um solche Störungen zu einem grossen 
Sicherheitsgrad einfangen zu können?

mfg

Niki

Autor: Jürgen (Gast)
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Hast Du eine Freilaufdiode parallel zur Relais-Spule (in Sperrichtung) 
geschaltet? Wenn Du die wegläßt, passiert mit Sicherheit das, was Du 
beschreibst.

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Ich dachte, mit einem ULN2803 ist das nicht mehr nötig?!
Egal, ich werds einmal probieren. Ich hoffe ich bau sie richtig ein....

Autor: Lars (Gast)
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Ich hatte ein ähnliches Problem (ich habe über den  AVR mehrere 
Verbraucher geschaltet und es kam ggf. zu einem Reset). Das lag bei mir 
daran, dass ich ein Schaltnetzteil (ein altes PC-Netzteil) verwendet 
hatte um den AVR zu versorgen. Mit einem konventionellen Trafo-Netztzeil 
(mit ausreichender Leistung) konnten die Probleme behoben werden.

Autor: Niki Hammler (Gast)
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HIIIIIIIEEEELFE!!!!!!

Jedes 2. Mal geht es mit dem verdammten Relais nicht und es gibt einen 
vollen Reset!!
Ich weiss nicht ob es das Relais ist, oder das lange Kabel. Ich tippe 
ehrlich gesagt auf letzteres.
Ich habe jetzt am AVR Board einen 10uF Elko zwischen VCC und ULN2803 
Ausgang geschaltet. Dann geht das Kabel vielleicht 3 Meter lang (könnt 
sein dasses scheiss Kabel Qualität ist, ist ein uraltes Telephonkabel), 
und dann hab ich nocht DIREKT an das Relais die 1N4004 angelötet. Das 
heisst, normalerweise dürfte es nicht am Relais liegen sondern die 
Leitung fängt nur irgendwas auf.

Vielleicht gibt es ja einen kurzen Kurzschluss und dadurch einen RESET 
oder vielleicht geht nur ganz kurz der Strom aus und erzeugt einen 
Reset.

Hat keiner von euch schon solche Erfahtungen mit Kabel gemacht? Soll ich 
ein abgeschirmtes Kabel kaufen? Der Elko scheint sich's irgendwie voll 
nicht zu bringen....
Oder soll ich die Diode anstatt beim Relais auf die Platine dranlöten?

Oder eine Entstördrossel dazwischenschalten? Doch wie baue ich die ein 
und welche brauch ich?

Vielleicht funktioniert der Elko nicht, da der ULN2803 gegen Masse 
schaltet?
Hrmmmm.....

cu

Niki

Autor: Günter König (Gast)
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Salve Niki,

beschreibe doch mal die Stromversorgung für dein Projekt.
Ich vermute mal, der AVR macht alles richtig, weil nämlich der 
Anlaufstrom deines Relais das Netzteil in die Knie zwingt.
Bitte bedenke, das der Strom durch ein Relais im Einschaltmoment 
durchaus das 10fache des Nennstromes betragen kann.
Also, erste Massnahme: Schließe bitte mal einen Elko von 4700µF richtig 
gepolt und mit ausreichender Spannungsfestigkeit in die 
Versorgungsleitung des Boards.
Prüfe die Versorgungsspannung mit einem Oszilloskop. Achte auf 
Spannungssprünge beim Schalten des Relais.
Wenn möglich schliesse das Oszilloskop auch mal an den Resetpin des 
AVR`s und beobachte.

Und dann kannst du mich mal schlau machen: wieso in Gottes Namen machst 
du jetzt mit Relais rum wo doch die Triac`s so schön schalten???

Gruß,
Günter

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hallo!!!

Erstens, vielen Dank für diesen Tipp!!! Daran könnte es liegen! An 
Kondensatoren hab ich nicht die wahre Ausbeute...

Also das Netzteil ist ein stinknormales Universalnetzteil mit 15 Watt 
und ca 400mA hergibt. VOR dem 7805 ist ein Elko von 22uF eingebaut, und 
NACH dem 7805 2 Folienkondenatoren (ich glaub solche sinds) von je 
100nF. Also du meinst ich soll so einen min 4700er NACH dem 7805 und 
nicht davor anstecken oder? Und dabei ist es eh egal, falls der für 220 
Volt gebaut wäre, es wäre halt nur Verschwendung oder? (Weil von einem 
alten PC Netzteil fällt gerade ziemlich viel ab ;))
Aja, zu dem noch weil ich grad dran denke...kaum VERSUCHE ich das Relais 
zu schalten kann ich auf dem 7805 ein Ei kochen...er ist glühend 
heiss....das deutet irgendwie alles auf deine Beschreibung hin.
Das mit dem Osci werd' ich machen.

2.) Ein TRIAC mit Optokoppler hab ich ja schon oben auf dem Board und 
das ist für die Zimmerlampe reserviert. Das schaltet einfach perfekt. 
Lautlos, ohne Funken und sonstigem Zeugs.
Jedoch hab ich schon ein paar Relais zu Hause und es beruhigt mich 
irgendwie wenn ich physisch durch das durchsichtige Relais sehen kann 
dass da WIRKLICH eine physische Trennung stattfindet. Ich brauch auch 
nur einen Teil dazu, und eventuell eine Diode. Dann ist das alles 
billiger.
Und last but not least: Ich hab vor (und bei einem hab ichs schon 
gemacht) in einen Dreierverteiler so ein Relais einzubauen. Die Relais 
die ich hab können bis zu einer Leistung von über 2000 Watt schalten, 
dabei ist es egal, was, ob Lampen oder ganze Computer. Bei dem TRIAC 
kann ich ja durch die Phasenverschiebung wieder keine Motoren etc 
schalten (ich denke es wird aber sicher Bauteile für das geben).
Dann muss man das ganze noch löten und das wird so filigran dabei. Das 
Relais hab ich schön kompakt auf so eine Klemmerleiste geklebt und mit 
einer Rolle Isolierband bestückt. Alles schön kompakt, sicher und 
robust.


Aber dennoch, falls der Versuch mit dem Elko scheitern sollte werde ich 
mir ernsthaft überlegen ob ich mir das mit dem TRIAC/Optokoppler 
antue...



cu

Niki

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Jawoooohl!!!
Danke, danke, danke!!

Es scheint (fürs erste) echt zu gehen.
Jetzt hab ich zwar einen MEGA Klotz an Kondensator drauf und meine 
Platine gleicht eher einem Netzteil ;), jedoch scheint es echt zu gehen. 
Und wenn ich oft hintereinander das Relais schalte, wird nicht einmal 
der Spannungswandler extrem heiss.

Jedoch mag ich nur kurz hinzufügen dass es schon öfters so war dasses 
perfekt gegangen ist und dann wieder nicht. Falls es wieder Probs gibt, 
post' ich halt wieder.

Jedenfalls danke fürs erste!

Niki

Autor: Günter König (Gast)
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Holla Niki,
den Elko von 4700µ wenn überhaupt vor dem 7805 Schalten. Und denke 
daran, das der 7805 nur eine begrenzte Verlustleistung hat!!!!!

Und noch eine Frage von mir, kannst du Eagle Dateien (.sch für 
Schaltpläne und .brd für Platinen) lesen, hast du das Programm EAGLE 
3.55R3?
Da ich Hardwaremäßig reichlich rumgemacht habe könnte ich dir dann 
möglicherweise helfen z.B Schaltstufen m. Triac`s für AC, 
Anschnittsteuerungen, Eingangsbeschaltung der Analogeingänge beim 8535 
usw..

so denn,
Günter

Autor: Niki Hammler (Gast)
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Hallo!

Vielen Dank für deine Hilfe!
Der Elko steckt im Moment HINTER dem 7805. Der hat vielleicht Power 
drauf...schalte ich das Netzteil ab glimmen die LED's noch sekundenlang 
nach.
Ausserdem hab ich jetzt gehört, dass ich eventuell das Relais in den 
ungeregleten Kreis schalten sollte, VOR den 7805. Aber einmal kommen da 
9Volt rein, dann 12 Volt....das ist mir zu unsicher.
Also du meinst den Mega Elko vor den 7805?`Im Prinzip kein Problem wenns 
auch funktioniert! Ist es schlecht, ihn dahinter zu schalten?

Ja, ich habe Eagle, die Light Version, ist sogar schon mir der Platz 
ausgegangen mit der begrenzten Grösse der Light Version auf der Platine, 
jedoch geht es sonst recht gut. Bin halt noch beim Einarbeiten.
Ja, das wäre echt verdammt toll wenn du mir so ein paar Pläne zukommen 
lassen könntest!

Niki

PS: Ich habe als einzige "Sourcen" das Internet und 4 uralte Elektor's 
aus dem Jahre Schnee...

Autor: Jonas Diemer (Gast)
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Sorry, wenn ich mich so spät einklinke. wenn ich das durch das 
überfliegen richtig erkannt habe, macht dein mcu bei schaltlast ein 
reset.

dasselbe ist mir auch immer passiert, und zwar nur dann, wenn die reset 
leitung des ISP angeschlossen war. ist sie entfernt, so treten diese 
resets nicht auf.

habe deshalb die reset leitung mit nem kondensator (natürlich kein elko, 
weil die polung nicht eindeutig ist) gepuffert. nu passiert s nicht 
mehr. vielleicht liegts bei dir auch daran.

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