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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik AA-Zelle mit 1,8V laden ?


Autor: luxx (Gast)
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Hallo,

mal ne Frage zu Akkus:
Kann ich auf Dauer(also der Akku sollte damit >500 Zyklen mitmachen)
2 paralelle AA zellen 1,2V ca. 950mAh mit 1,8V laden?
Der Ladestrom ist ca. 300mA

luxx

Autor: Christian Fasthuber (fasti)
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Hi!

Den Kapazitätswerten zufolge meinst du wahrscheinlich AAA nicht AA....
Bei 1,8V fließt aber wesentlich mehr Strom als für die Akkus gut wäre.

Wenn du eine Konstantspannungsquelle da anschliesst, wird der Strom
wesentlich mehr als 300mA betragen sondern eher im Bereich einiger
Ampere liegen. Wenn du mit 1,8V weiterlädst obwohl die Zelle voll ist,
kann es passieren, dass die Zelle Schaden nimmt, bzw. sogar leck wird
Das Überdruckventil in der Zelle entlässt den entstehenden Wasserstoff,
der durch die Zersetzung des Elektrolyts bei einer vollen Zelle entsteht
und damit natürlich auch das Elektrolyt.

Es wäre gut zu wissen um welche Chemie es sich handelt. NiCd können
etwas mehr ab als NiMH in Bezug auf Strom. Normalerweise sollte man
Akkus mit Konstantstrom laden und der Strom sollte 1C (also bei dir
950mA) bis maximal 2C (bei guten Ladern) nicht übersteigen und das auch
nur bei Schnelladefähigen Akkus. Qualitätszellen von z.B: Sanyo sind
hierfür sehr gut geeignet. Lade diese mit knapp 1C und die Kapazität
nach knapp 50 Ladezyklen hat sich bei mir noch nicht nennenswert
verringert.
Bei mehr als 500 Zyklen nimmt aber die Kapazität egal bei welcher
Chemie und Ladungsart schon signifikant ab.

ciao

Fasti

Autor: luxx (Gast)
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nein es sind AA, und zwar NICD.
halten die das?

Autor: Rahul (Gast)
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Im Regelfall werden NiCd-Akkus mit 1/10C über 14 Stunden geladen.
Wenn du ihnen quasi konstant 300mA verpasst, werden sie keine 500
Zyklen schaffen, sondern eher nur 1-2...
Bei der Parallelschaltung von Akkus kann man dann noch so nette Effekte
wie Ausgleichsströme beobachten, da die Akkus nie exakt die gleiche
Kapazität und Spannung haben.
Ich würde dir einen einzelnen Akku mit mehr Kapazität und einer etwas
aufwändigeren Ladeschaltung empfehlen.

Autor: Christian Fasthuber (fasti)
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Hi!

Das mit der guten Regelschaltung von Rahul, dem kann ich nur
beipflichten. Allerdings das mit den 1/10 C und 14 Stunden ist schon
lange überholt. Bei 14 Stunden laden werden NiCd Zellen meist
überladen. Der tatsächliche Lade-Bedarf liegt bei 110-120% der
entnehmbaren Leistung und 1/10 C wird normalerweise nur bei
ungeregelten Ladegeräten benutzt, um die Erwärmung der Zellen im Rahmen
zu halten. Mit einer guten Ladeschaltung kann man bedenkenlos 1/2 bis 1C
laden ohne einen Zyklenverlust zu haben, im Gegenteil mit einer guten
Ladeschaltung werden meist sogar mehr Zyklen bei kürzeren Ladezeiten
erreicht, da für die Akkus das rechtzeitige Abschalten bevor er
überlädt ein essentielles Lebendsdauerkriterium darstellt.
Wie Rahul schon sagte das mit dem Parallelschalten ist auch nicht gut,
weil du einen geschlossenen Kreis hast, in dem Ströme fliessen können
da Akkus nie exakt gleich sind.

Autor: TravelRec. (Gast)
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Wenn Du die Akkus über einen Widerstand mit 300mA maximal lädst und die
Ladeschlußspannung am Akku von 1,35V nicht überschreitest, also beim
Erreichen von 1,35V abschaltest und nach einiger Zeit wieder
einschaltest und so weiter, kannst Du eine sogenannte Erhaltungsladung
realisieren. Das wird auch bei Schnurlostelefonen oft so gemacht. Durch
die Spannungsüberwachung werden die Ladepulse schließlich so kurz, daß
der Akku am Ende nur noch die Selbstentladung ausgleicht.

Autor: luxx (Gast)
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danke erst mal.
um dass gleich zu klarzustellen. ich will den Akku nicht dauerhaft mit
300mA laden sondern nur bis er voll ist und "peakt". wann das ist
findet der ADC vom uC raus.

luxx

Autor: TravelRec. (Gast)
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Das mit dem Peak ist ein guter Ansatz, allerdings mußt Du den auch
wirklich zuverlässig erkennen, sonst fliegt Dir der Akku um die Ohren.
Deshalb der Vorschlag mit der Ladeschlußspannung - ist ungefährlicher
und durch die Erhaltungsladung ist der Akku immer maximal voll.
Natürlich nur, solage die Zellen noch nicht vertrocknet sind ;-)

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