Elektret Mikrofon schalten

OP #5447470
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Hallo zusammen,

ich möchte gerne ein Elektret Mikrofon mit einem einfach Schiebeschalter 
ein- und ausschalten, ohne, dass in irgendeiner Weise ein Knacken 
entsteht. Ich denke, dass es die vernünftigste Variante ist den 
Signaleingang vom Vorverstärker gegen Masse zu schalten, anstatt das 
Signal einfach zu unterbrechen, was aber natürlich erstmal nicht gegen 
das Knacken hilft.

Wie bewerkstellige ich das am besten?

Vielen Dank im Voraus.

Viele Grüße

oxxe
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #5447479
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Am allerwichtigsten ist es, das Signal gleichspannungsfrei zu schalten, 
d.h. Du solltest sehr darauf achten, dass die Gleichspannungen 
beidseitig durch Koppelkondensatoren abgetrennt sind und zudem durch 
hochohmige Widerstände auf ein gemeinsames Massepotential gezogen 
werden.

Gerade bei älteren Geräte entsteht ein Knacken beim Schalten oder 
Kratzen beim Betätigen von Lautstärkestellern nicht etwa (nur) durch 
korrodierte Kontakte, sondern durch Leckströme von Koppelkondensatoren, 
z.B. Elkos.
Gast #5447492
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Du musst die Spanung über dem Koppelkondesator messen und dafür sorgen, 
das sich diese Spannung auch im ausgeschaltetem Zustand nicht ändert.
Das lästige knacken ist der Umladestrom, wenn sich das Koppel-C über 
deinen Schalter a) nach Masse zB entlädt oder b) oder wieder auf halbes 
Betriebsspannungspotenzial (oder wo auch immer hin) gezogen wird, wenn 
Du das Mikro wieder einschalten möchtest.
(Firma: Schweigstill IT) Persönliche Seite #5447498
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Nachtrag:
Wenn man das Signal z.B. auf einen OP mit 1 nA Eingangstrom legt und 
diesen Eingang mit z.B. 10 kOhm auf Masse zieht, liegen bei offenem 
Eingang bereits 10 uV an. Bei einem hochempfindlichen Mikrofoneingang 
kann ein solcher Spannungssprung beim Schalten schon ordentlich krachen.

Irgendein Hersteller bietet (oder bot?) spezielle Analogschalter an, die 
mit einer entsprechend langsamen Rampe schalten, um das Knacken zu 
unterdrücken. Auf die Schnelle konnte ich sie aber nicht finden. Bei 
heutigen digitalen Systemen erfolgen Signalquellenumschaltungen aber 
meist in (DSP-)Software, so dass man hier ein sanftes Muting durchführen 
kann, so dass der Bedarf an speziellen Analogschaltern deutlich gesunken 
sein dürfte.

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