Das "noise shapen", wie Du es hier nennst, müsste VOR dem
Einsynchronisieren geschehen und zwar so, dass das Erfassen des Taktes
statistisch in der Amplitude / der Zeit getunnelt wird.
Da es aber in digitaler Eingang ist, also steilflankig verläuft, ist da
wenig Raum zur analogen Beaufschlagung von Rauschen in der Amplitude,
wenngleich das grundsätzlich funktioniert. Man kann so sogar
Analogsignale sampeln. Dazu habe Ich hier im Artikelbereich einen
Beitrag verfasst.
Allerdings bildet sich (s) das künstliche Rauschen stark in den
Frequenzbereich ab und muss massiv gefiltert werden, daher könnte man
auch gleich richtiges phase dithing im Zeitbereich betreiben. Das ist
besser zu kontrollieren.
Um die Methodik zu Ende zu denken, müsste das Signal aber stärker
überabgetastet werden, um überhaupt dithering zu verwenden und somit die
Faltungsprodukte, die beim "Mulitplizieren" des Eingangssignals mit dem
Takt des FPGAs entstehen, zu minimieren und im Spektrum zu verteilen.
Das Überabtasten ist auch deshalb nötig, damit überhaupt eine
Trägerfrequenz entsteht, welche die erwünschten "höheren
Frequenzanteile" beinhalten kann. Und man muss dann auch auf dieser
erhöhten Frequenz weiterarbeiten, um eine entsprechende Qualität des
Signals zu erhalten.
Wenn man weit unterhalb der Samplefrequenz arbeitet, also digitale
Signale im Bereich von max. 1/1000 der FPGA-Frequenz abtastet, dann
sollte es reichen, die Eingangsdaten einfach zu dezimieren. Zusätzliches
dithern wäre dann nicht nötig, bzw. kaum noch nutzbringend.
Wenn das eingehende Signal wiederum ein Takt ist, der zudem maximal ca
1/100 abwärts der FPGA-Frequenz liegt und nur sehr fein in der Phase
erfasst werden muss, gibt es noch eine weitere Möglichkeit der Filterung
/ Überabtastung, welches aus einer Kombilösung von dithering /
danymischem oversampling und einer geschickten Interpolation im
Frequenzbereich besteht. Für diese hätte Ich einen Core. Sampelt mit
einem 200MHz-FPGA PDM-Signale im Bereich bis 3MHz und berechnet das duty
cycle auf 10-4 genau, folgt dem Signal voll audiofähig. Funktioniert
z.B. für autark laufende PDM-Signale aus Mikrofonen, die nicht
synchronisiert sind, also aus einer fremden domain stammen.