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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik (möglichst idealen/"hochwertigen") Tiefpass berechnen


Autor: Hans Maier (Gast)
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Hallo,

um ein Signal zu unterdrücken/auszufiltern würde ich gerne einen
Tiefpass einsetzen. Der soll das Frequenzspektrum ab 25MHz möglichst
perfekt dämpfen/unterdrücken, darunter aber alles (möglichst in
Orignallage) durchlassen. Einen TP erster, oder zweiter Ordnung kann
ich ja noch (per Hand) ausrechnen, aber das ist ja alles andere als
ideal. Gibt es Programme die sowas können (bestenfalls mit
Grenzfrequenz ist X, als Induktivitäten stehen X, Y, Z zur Verfügung,
als Kapazitäten Normreihe)? Über den Nachbarn (Kinder/Student) hätte
ich Zugang zu Matlab/Simulink. Lohnt es sich da einzulesen?

Gruß,

Hans

Autor: T-Brox (Gast)
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Hallo!
Soll das Filter aktiv oder passiv ausgeführt werden? Sprich mit OPs
oder ohne? Wenn mit möglich ist, dann schaltet man einfach mehrere
Filter 2. Ordnung hintereinander, bis man die gewünschte Steilheit
erreicht. Bei der gewünschten Grenzfrequenz braucht man dann aber schon
ziemlich schnelle OPs ...
Bei passiven Filtern ist schon einiges an Rechenaufwand gegeben. Ich
weiß wohl von einer Schaltung aus der Elektor, wo mal ein extrem
steiles Filter entworfen wurde (12. Ordnung oder noch mehr).
Ein einfaches Programm für so steile Filter kenne ich jetzt (frei
verfügbar zumindest) nicht.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Jedes Filter soll "möglichst ideal" sein. Wenn du nicht konkret
angibst was wie stark gedämpft oder nicht gedämopft werden soll kann
man deine Frage nicht beantworten.

Autor: Florian Markowitsch (Gast)
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Ich weiß nicht ob dir, dass was hilft aber es gäbe einen Simulator für
Linux : Qucs heißt
der...http://linux.softpedia.com/get/Science-and-Enginee...

Autor: Hans Maier (Gast)
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Hallo,

danke für eure Antworten.

@T-Brox:
Gibt es denn so schnelle OPs (zu einem vernünftigem Preis) für
Privatanwender (Reichelt, Conrad)? Müssten dann ja doch schon ein paar
mehr sein. Deshalb würde ich das ganze halt lieber passiv (in SMD)
aufbauen wollen, zumal da auch keine extra Spannungsversorgung nötig
ist.

@Andreas:
bis 25Mhz halt keine Dämpfung, ab 26 sollte gar nichts mehr durchgehen
(min. 40dB). Je früher desto besser, meinetwegen auch schon ab
25,00001MHz alles dämpfen. Von der Welligkeit würde mir Tschebyscheff
gefallen. Ist sowas überhaupt möglich?

@Florian:
Danke für den Link, werde ich mal ausprobieren. Simulation könnte ich
später auch mit Spice an der Uni machen lassen. Aber gut auch etwas für
den Heimgebrauch zu haben.

@alle:
So richtig weiß ich noch nicht was ich genau möchte :=) Habe weder die
Bauteile (müsste bei Recihelt/Conrad mal sehen was verfügbar ist) noch
ein genaues Toleranzschema. Dachte (wohl besser: hoffte) es gibt eine
Software wo man mal schnell durchrechnen könnte was mit X. Ordnung
erreichbar ist.

Hans

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Hallo Hans,

hier gibts Filterentwurfsprogramme, auch eine freies (filter free)
http://www.nuhertz.com/download.html

Matlab bietet auch einiges.

Cheers
Detlef

Autor: Hans Maier (Gast)
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@Detlef:

danke für den Link. Leider kann die freie Version nur bis zur 3.
Ordnung. Die Preise für eine Vollversion sind, naja, sagen wir mal für
einen Privatanwender unbezahlbar ;=)

Trotzdem danke,

Hans

Autor: Hans (Gast)
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und was ist mit der phase????

was machst du eigentlich mit dem signal ???

elliptische filter sollten eigentlich das machen was du willst.. aber
halt die phase...

73

Autor: Detlef _a (detlef_a)
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Hallo Hans Maier,

beim Filterentwurf ist das wie im wirklichen Leben: hat man kein Geld
für nen Taxi muß man Bus fahren. Der Bus heißt beim Filterentwurf
'Saal Filterkatalog' und in diesem link führt Ralph Haensel die
Vorgehensweise beispielhaft vor:

http://www.ralph-haensel.de/studium/filterbeleg.pdf

Cheers
Detlef

PS: na klar, immer auf die Phase achten!

Autor: Hans (Gast)
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es gibt mitlerweile massig filter design tools.. eigentlich hat jeder
op-hersteller sein eigenes ;D

damit ist das bus-fahr problem schonmal nicht gegeben g


btw matlab ist schon ok.. aber schau dir mal octave und gnuplot an..
damit kannst du noch mehr lustige sachen machen... einlesen in das
lohnt sich...

und nebenbei hat man dann mit matlab auch keine probs weils sehr sehr
sehr ähnlich ist.. nur simulink fehlt octave noch...

73

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Was für ein OP soll das sein, der weit oberhalb von 25 MHz noch einen
idealen Tiefpaß macht? Das ist immer noch ein Fall für klassische
passive LC-Filter.
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltungssimulation
speziell Aade:
http://www.aade.com/filter.htm
kostenlose Analog-Filterberechnung,
Butterworth, Chebyshev, Elliptic (Cauer), Bessel, Legendre and Linear
Phase
low-pass, high-pass, band-Pass, and band-reject filters.
Coupled Resonator band-pass filters
Crystal Ladder band-pass filters using identical crystals

Autor: Hans Maier (Gast)
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Hallo,

Jungs ihr seid echt spitze!
Vielen Dank, habe nun gut zu tun und werde mal sehen was ich auf die
Reihe bekomme.

Schönes Wochenende,

Hans

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Für etwas höhere Frequenzen gibts hier noch was feines:
http://f6kbf.free.fr/main5e.html
sogenannte "tubular low pass filter" oder auch Koaxiale Tiefpässe,
aus Installations-Kupferrohr. Ich bin dabei, so ein Filter nachzubauen.
Die Beschreibung ist in französisch, aber der Autor hat einen Teil des
Excel-Berechnungsblatts in sein bestes Englisch übersetzt.
Niedrigste Frequenz der beschriebenen Filter ist 144 MHz für das
2m-Amateurband.

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