Sense Widerstände beim L298

#349557
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Hi,

ich will ein paar L298 an einen AVR hängen, und sehe nun, dass die L298
je 2 Sense-Widerstände haben. So wie ich es dem Datenblatt entnehme,
sind die dazu da, dass man die abfallende Spannung messen kann, und
dadurch evtl. Strombegrenzung zu machen.

Meine Fragen dazu sind:

1. Ist es vielleicht keine gute Idee L298 an ein AVR zu hängen ?
2. Muss ich die an den Sense-Widerständen abfallende Spannung messen ?
Und wenn ja, wieso ?
3. Kann ich anstatt den Sense-Widerständen die Ausgänge direkt auf GND
legen (um Bauteile zu sparen) ?
#349559
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Danke für die Info...

:-)

Ich will eigentlich 7 Schrittmotoren mit einem Mega 8535 steuern, und
dazu müsste es doch reichen 4 Ein-/Ausgänge pro L298 daran zu hängen,
um alle 7 zu steuern. Ist doch platzsparender und kostengünstiger, als
noch extra 7 L297 dazwischenzuschalten, wenn ich alles zum schluss
sowieso über einen AVR steuern will, oder ?
Gast #349561
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Gerade bei der Ansteuerung von Schrittmotoren sind die Sense-Widerstände
sinnvoll. Du gewinnst dadurch Drehmoment und die Motoren werden nicht so
heiß. Der L297 nimmt Dir das ab, mit dem AVR kann man das aber auch
lösen.

Jetzt kommt es auf die Schrittmotoren an. Bei hohen Leistungen und
hohen Drehmomenten lohnt sich das eventuell. Hast Du mal ein paar
Daten?

mfg, Stefan.
Gast #349562
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>Gerade bei der Ansteuerung von Schrittmotoren sind die
Sense->Widerstände sinnvoll. Du gewinnst dadurch Drehmoment und die
Motoren >werden nicht so heiß. Der L297 nimmt Dir das ab, mit dem AVR
kann >man das aber auch lösen.

Total ungenau!

Wenn man die Motoren mit ihrer Nennspannung betreibt, sind die
Sense-Widerstände völlig uninteressant (quasi "Senseless Resistors).
Die Widerstände werden erst dann wichtig, wenn man die Motoren mit
einer höheren Spannung als der Nennspannung betreibt.
Das macht man, um die Schrittgeschwindigkeit zu erhöhen.
Durch die höhere Spannung fliesst aber auch ein höherer Strom (Ohmsches
Gesetz).
Um zu verhindern, dass die Schrittmotoren den Wärmetot sterben,
schaltet man die Spannung ab, sobald der Schritt ausgeführt wurde.
Wenn aber kein Strom fliesst (weil keine Spannung vorhanden ist), dann
gibt es auch kein Haltemoment, welches bei vielen Anwendungen nötig
ist. Um das Haltemoment beizubehalten, muß also der Strom wieder
eingeschaltet werden.
Diese Betriebsart nennt sich Chopper-Betrieb, bei dem der Motorstrom
gemessen wird, um in dessen Abhängigkeit die Betriebsspannung zu- und
abzuschalten.
Je nach Antrieb schaltet man auch von der höheren (Schritt-) Spannung
auf eine niedrigere. Dann braucht man die Sense-Widerstände, um
festzustellen, dass ein Schritt gemacht wurde.
Für Microstepping ist das natürlich auch interessant...
Gast #349563
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>Durch die höhere Spannung fliesst aber auch ein höherer Strom (Ohmsches
Gesetz).

Eine Motorenwicklung ist aber nicht nur ohmscher Widerstand, sondern
beinhaltet eine Induktivität. Diese Induktivität bewirkt, daß der Strom
nach dem Einschalten der Spannung nur langsam ansteigt. Dieses Problem
umgeht man mittels Choppern, indem man erstmal eine viel höhere
Spannung anlegt, wodurch der Strom entsprechend schneller ansteigt, und
die Spannung genau dann abschaltet, wenn der (durch die Induktivität im
Anstieg verzögerte) Strom den gewünschten Wert erreicht hat. Nach dem
Abschalten der Spannung sinkt der Strom nicht schlagartig, sondern nur
langsam ab, und sobald er etwas gefallen ist, wird die Spannung wieder
zugeschaltet, usw. Es ergibt sich dadurch ein flach sägezahnförmiger
Stromverlauf etwa um den gewünschten Wert herum.

>schaltet man die Spannung ab, sobald der Schritt ausgeführt wurde

Das ist nicht richtig so. Die Chopperfrequenz kann viel höher als die
Schrittfrequenz sein, d.h. dieser Vorgang des An- und Abschaltens der
Wicklung wiederholt sich im Langsamlauf mehrfach während eines
Schritts. Damit erledigt sich auch gleich das mit dem Haltemoment, das
geht im Chopperbetrieb natürlich auch.

Es stimmt schon, was Stefan schreibt, eine Chopper-Ansteuerung ist für
Schrittmotoren eigentlich sehr sinnvoll, sonst werden die Dinger warm,
sind langsam und haben wenig Drehmoment.

Ob der L297/L298 dafür noch zeitgemäß ist, ist eine andere Frage,
mittlerweile gibt es glaub ich besseres, aber ich kann grad keine
Beispiele nennen, vielleicht kennt sich da jemand besser auch.

MfG Olaf
#1144112
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Erstens mal: Warum machst Du damit nicht einen neuen Thread auf und 
gräbst einen uralten Thread wieder aus? Sollen sich die Leute hier jetzt 
erst mal den ganzen Rotz von vor zweieinhalb Jahren durchlesen, bevor 
sie merken, dass das keinen Sinn mehr hat?

Zweitens: Die "Sense-Spannung" ergibt sich aus den Sense-Widerständen 
und dem durch sie fließenden Strom nach dem ohmschen Gesetz. Die 
Spannung, bei der die Strombegrenzung greift, wird über einen 
Spannungsteiler am Pin Vref des L297 eingestellt.

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