Bypassing Kondensator

Gast #5535728
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Meinst du die Stützkondensatoren?
Die sind dazu da, bei kurzen, schnellen Lastspitzen den Strom zu 
liefern. Dies ist besonders bei digitalen Bausteinen wichtig, die 
analogen wollen aber das auch: wechselstrommäßig sollten VCC und GND 
kurzgeschlossen sein.
Da sie möglichst mit Null Leitungslänge an die VCC-/GND-Pins angebunden 
sein sollen, bleibt einem nichts anderes übrig, als an jedes Bauteil, ja 
jeden Versorgungspin einen solchen zu machen, manchmal auch mehr als 
einen (abgestuft). Damit schließt das automatisch aus, dass nur einer 
pro Leitung reicht.
Die schützen nicht das Bauteil sondern stützen die 
Spannungsversorgung am Bauteil. Gleichzeitig reduzieren sie 
Störstrahlungen, weil diese Peakströme nur über kurze Wege bzw. 
Schleifen fließen und so die Antenne, die die Leitungen sonst 
aufspannen, klein bleibt.

Die Dimensionierung dieser Kondensatoren hängt von den erwarteten 
Aufgaben ab; ein Mikrofonvorverstärker will möglichst eine ruhige 
Spannung und hat keine Spitzenströme - hier wirkt das C als Stütze der 
Spannung und Filter vor Einstreuungen über die Versorgung. Man nimmt 
größere Werte, z.B. Elkos, im µF-Bereich.
Bei digitalen Schaltungen geht es vor allem um kurze, kräftige Spitzen. 
Hier sind kleine (Bauform) keramische Kondensatoren gefragt.

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