Hallo.
Ich bräuchte ein Denkanstoß ...
Ich habe an der Eingangstür eine einfache alte Klingel. Wenn einer vorn
die Taste Drückt, kommt innen am Gong das typische "Ding-Dong". Fertig.
Nun überlege ich, wie ich das ganze mit möglichst wenig Aufwand und
Kosten in ein smartes System einbinden kann.
Klar, es gibt "einfache" DECT Klingeln (auch mit Sprechunktion) für etwa
200-300€.
Es gibt den "KlingelPaul", der bei Tastendruck ein ankommenden Anruf
simuliert und so an eine Telefonanlage angeschlossen die Telefone intern
"anruft". Kostet aber auch schlappe 70€.
Aber es muss doch noch einfacher und günstiger gehen ...
Was ich so überlegt habe ist, ein altes analoges Telefon auseinander
nehmen und ich sag einfach mal die Taste 1 auf den Taster der Klingel
legen und dann in der Telefonanlage einstellen, dass alle gehenden
Anrufe nach intern geleitet werden. Dann müsste man aber eine zweite
Taste zum "Abheben" haben und das ist wieder nicht sinnig ...
Vielleicht habt ihr weitere Ideen ...
Hast du denn überhaupt eine Telefonanlage und soll die Türklingel
darüber laufen? Ich hatte das damals so gelöst, das die Türklingel den
'Finde dein Mobilteil' Knopf an der DECT Basis betätigt.
Damit summten alle Mobilteile, ohne das man auch nur ein Telefon extra
brauchte, das abhebt und wählt.
Zumal man so ja nur einen Apparat anruft, wenn die Anlage keinen
Sammelruf unterstützt.
Die Frage ist halt, was für dich "smart" ist.
Alle Telefone im Haus klingeln lassen ? Sicher unsmart, wenn sich der
Klingelton nicht von einem Telefonanruf unterscheidet. Und von
Gegensprechanlage habe ich nichts gehört.
Also besser Funkklingrln installieren, die erfüllen dss flächendeckende
Klingrln besser, oder ein lauterer DingDong, das wäre smart.
Andere verstehen unter "Smart" Weiterleitung der Gegensprechanlage aufs
Handy OHNE dass der vor-der-Tür-stehende die Weiterleitung bemerkt, oder
gar Videotelefonie über Android wenn es im Netz sein sollte (es gibt
passende Apps).
Noch andere verstehen unter "smart" dass die Klingel keinen Krach macht
wenn man schläft, oder dass man über Morseklingeln die Tür auch ohne
Schlüssel öffnen kann.
Die Telefonanlage ist irgendwas olles von Siemens (habe keine
Modellnummer daran gefunden, hat aber 8 analoge Leitungen).
Die würde voraussichtlich auch raus fliegen...
Dafür kommt eine FritzBox 7490 zum Einsatz.
Ein kleines ZigBee Netzwerk wäre theoretisch auch verfügbar. Das
verwaltet bis dato einfach nur 4 Lichter und 2 Steckdosen. Aber das
wollte ich vorerst aus dem Spiel halten.
Matthias, an den habe ich garnicht gedacht ^^ Wäre ja eigentlich auch
simpel und schnell umgesetzt. Theoretisch würde ja längeres drücken dann
ein Anmeldevorgang auslösen, aber das weiß derjenige vor der Tür ja
nicht
Philipp Klaus K. schrieb:> Dazu gab es Artikel in c't 17/2017 und 17/2018:>> https://www.heise.de/ct/ausgabe/2017-17-Die-Tuerklingel-im-Heimnetz-3787241.html
Zitat daraus:
>> Der Postbote steht unten und klingelt. Wer jetzt gerade im Garten, im>> Keller oder auf dem Dachboden ist und die Klingel überhört, muss das>> Paket später woanders abholen.
die Paketler warten garnicht erst solange,
bis man aus Garten oder Keller hervorgekrochen kommt.
Für diesen Zweck kann man sich das sparen.
Wilhelm schrieb:> Ich habe an der Eingangstür eine einfache alte Klingel. Wenn einer vorn> die Taste Drückt, kommt innen am Gong das typische "Ding-Dong".
Interessant. Ich dachte immer, eine Klingel würde klingeln. Und ein Gong
würde Ding-Dong machen. Bei dir ist das anscheinend anders.
> Nun überlege ich, wie ich das ganze mit möglichst wenig Aufwand und> Kosten in ein smartes System einbinden kann.
Das kommt wohl ganz und gar auf das System an.
Diese Klingelstromkreise sind typisch 12V AC. Eine Diode, ein kleiner
Elko, Optokoppler und Vorwiderstand machen dir daraus ein Logiksignal.
Ob du das jetzt drahtgebunden an dein Schlausystem weitergibst. Oder
einen ESP als WLAN-Gateway verwendest. Oder Bluetooth, Zigbee und
weiß-der-Geier, hängt von deinen persönlichen Vorlieben und
Möglichkeiten ab.
Man könnte auch eine Starktonglocke verwenden, die an zentraler
Stelle installiert wird. Ein kräftiger Piezo-Hochleistungs-Summer
tut es ebenfalls.
Um Lärmterror (z.B. Klingelstreiche) zu unterbinden, schaltet nach
etwa zwei Sekunden ein Monoflop die Klingel für eine Weile stumm.
● J-A V. schrieb:> Format Schiffswerft. Aber mit Drehstromanschluss
Hatte auch nicht jeder. Manchmal wurde sich mit alten Kirchturmglocken
beholfen, denen ein Wankelmotor integriert wurde - also Benzintank.
Wilhelm schrieb:> Theoretisch würde ja längeres drücken dann> ein Anmeldevorgang auslösen
Das kannst du verhindern, indem du du dafür sorgst, das der Impuls nicht
so lang werden kann. Dafür kann man z.B. ein Monoflop nehmen oder ein
Relais, welches nur kurz anzieht und dann wieder abfällt. Meine
Konstruktion:
Ich hatte in der DECT Basis einen Optokoppler parallel zum Taster
gemacht und den Eingang des Optokopplers über Vorwiderstand an eine
kleine Klinkenbuchse angeschlossen, die ich ins Gehäuse gebohrt hatte.
An die Türklingel kam Gleichrichter, ein kleiner Elko und dann das Kabel
zur DECT Basis.
Wenn man da an die richtige Stelle einen Elko in Serie mit dem
Optokoppler schaltet, der auch langsam wieder entladen wird,wenn niemand
klingelt, hast du den kurzen Impuls für den Taster.
Ich habs so gemacht, weil ich sowieso das Schnurlose bei habe, wenn ich
hinten im Garten bin oder so.
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