Gameboy Cam: Kurze Belichtungszeit

Gast #352725
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Hallo

Da schon einige hier etwas Erfahrung mit der Gameboy-Kamera gemacht
haben, wage ich die Frage hier mal: Hat die Kamera Probleme bei kurzen
Belichtungszeiten? bei mir wird die eine Seite des Bildes dann
wesentlich dunkler als der Rest, und bei noch kürzerer Belichtungszeit
ist ein bestimmter Bildbereich schon gar nicht mehr mit Bilddaten,
sondern lediglich mit Rauschen gefüllt - scharf abgegrenzt zum
Rest-Bild übrigens!

Gruss

Michael

PS: Ich verzichte bewusst auf Schaltplan und Code, einerseits ist er
viel zu komplex, andererseits würde mich vorerst nur mal interessieren,
ob jemand eine ähnliche Erfahrung gemacht hat.
Gast #352727
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Das wäre jetzt auch meine Frage gewesen.

Meine Erfahrung sagt: Das Auslesen des Bildes spielt - zumindest
unterhalb einer bestimmten auslesegeschwindigkeit - in die Belichtung
mit rein. Daher wären ein paar zusätzliche Informationen hilfreich:

- Auslesetakt
- Verwendete Minimale Belichtungszeit
- Registersettings in der GBCam
Gast #352728
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Was eben ganz rätselhaft ist: Die Verdunkelung bzw. der verrauschte
Bereich steht nicht am Anfang des Bildes (d.h. in den ersten paar
ausgelesenen Zeilen) sondern am Anfang einer Spalte (d.h. in den ersten
paar dutzend Pixeln pro Zeile).

Ich bin mir mittlerweile fast zu 100% sicher, dass dies GBCam-intern
bedingt ist. Werde nachher mal ein paar zusätzliche Infos posten.
Gast #352729
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Das untere Belichtungsregister ist für ein vollständiges Bild minimal
auf 17, das obere auf 0 eingestellt (= 272 Mikrosekunden). Ab ca dem
doppelten ist auch keine Verdunkelung am Rand mehr feststellbar.

Der Takt liegt - wenn ich mich nicht verrechnet habe - bei 23 kHz. Ein
Taktschritt dauert also 43 Mikrosekunden.

Was mich etwas stutzig macht: Ich muss die Belichtungszeit sehr nahe
ans Minimum fahren, sonst sind meine Bilder krass überbelichtet.
Irgendwie seltsam?!?
Gast #352730
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So, ich habs dann wohl. Schrauben am Vref-Register hat Wunder bewirkt.

Datenblatt:

11.6.8. “V” register ( 3 bits )
It sets the output node voltage Vref.
Register Setting Vref (V)
V2 V1 V0
0 0 0 0.0
0 0 1 0.5
0 1 0 1.0
0 1 1 1.5
1 0 0 2.0
1 0 1 2.5
1 1 0 3.0
1 1 1 3.5

Ich verwende die interne Referenzspannung des AVR - also setze ich das
Register auch auf 2.5 V, d.h. 0b101. Nun habe ich testweise mal das
Register etwas tiefer gesetzt, auf 0.5 V - und siehe da, die Bilder
sind viel unkritischer bezüglich Belichtung. Vref ist wohl hier nicht
die maximale Analog-Spannung?
Gast #352732
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Nein, IIRC ist VRef die Referenzspannung für den unteren Schwarzpegel
(vom offset-wert mal abgesehen, aber das ist ein anderes Register).

2.5V ist auch etwas hoch da die Kamera nur 1.1V Hub hat.

23 KHz sind eine recht niedrige Ausleserate. Bei höheren Leseraten
bekommst Du bei kurzen Belichtungszeiten auch noch dunklere Bilder. Es
steht zwar niergendwo beschrieben, aber ich vermute, dass der
Kamerachip ohne Shutter arbeitet, so dass die Auslesezeit immer noch in
die Belichtungszeit mit eingeht.
Gast #352734
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> BTW, Im Roboternetz gibnt es da einen langen Thread zu, bei dem die
> Leute auch Code und Registzersettings gepostet haben.

Huu...ja, der ist wirklich laaang ^^. Soweit bin ich jetzt aber mit
meinem Ergebnis zufrieden, die Bilder sind ähnlich gut wie diejenigen
im Roboternetz und mit einem einfachen Algorithmus habe ich auch eine
sehr gute Edge-Extraction geschafft. (Besser als die GBCam-interne
finde ich.)

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