Hallo Ich habe für unsere Werkstatt eine Uhr mit einem Uno und einer RTC gebaut. An einem Ausgang ist noch ein 6m lange Leitung die eine Hupe ansteuert. Wenn jetzt jemand mit einem Wig Schweissgerät schweisst kommt es vor das der Uno abschmiert. (keine Anzeige mehr oder nur eine Zahl die sich nicht mehr ändert) Die RTC läuf im Hintergrund normal weiter. Wenn ich den Uno Spannungslos schalte und wieder einschalte ist alles normal. Wie kann ich den Uno enstörren das sowas nicht mehr vorkommt? Gruys
Hmmm... wie bringt man wohl störrische uC und Logik wieder zur Raisson? Naja, indem man sie vor der bösen realen Welt schützt. Böse EMP Energie sucht sich immer die Schwachen aus und lieben ungeschützte lange Leitungen und Elektronik. Ganz wichtig: kein uC Portpin darf ungeschützt die Bord verlassen. In dem genannten Fall wird EMP Energie in die Schaltung induziert intern starke Störstrom Impulse die den uC stark beeinflussen. Es sind die schnellen Stromänderungen, im Spiel mit hohen Ampere Werten, die hier die Ursache sind. Das heißt alle Ein- und Ausgänge müssen fachgerecht entkoppelt werden. Eingänge schützt man in der Regel mit einem Arsenal von richtig bemessenen RC Siebgliedern, Transientenschutz Komponenten , oder, wo es Sinn hat, mit Opto Isolatoren. Auch Pull-Up sollen so niederohmig wie möglich bemessen werden. Ausgänge schützt man entweder durch anwendungsgerechte Leistungsschalter wie Relais, Transistorausgänge, Opto-Isolatoren, e.t.z. man darf auch die Stromversorgung nicht vergessen und der Spannungsregler muß auch vor EMP Energie geschützt und gehärtet werden. Die empfindlichen Verstärker im Regler reagieren genauso auf solche Störungen. Auch sollte der Regler Eingang mit einer richtig bemessenen TVS Diode geschützt werden. Die Kondensatoren sollten großzügig bemessen sein. Es hilft auch die Stromversorgung mittels richtig bemessenen Common-Mode Filter zu führen um induzierte Energie zu schwächen. Die RESET Beschaltung verdient auch etwas Beachtung. Hochohmige und exponierte Reset Beschaltung kann auch problematisch sein. Gerade beim Arduino wo der Reset Eingang zum Starten des Bootloaders verwendet wird, besteht hier ein gewisse Empfindlichkeit gegen Störenergie. Ganz speziell wenn die Reset Leitung extern irgendwie noch genutzt wird. Die Steuerschaltung sollte am Besten auch in einem Schutzleiter geerdeten Gehäuse hausen und alle Verbindungen sollten so gefiltert sein, daß EMP Energie aussen um das Gehäuse geleitet wird. In anderen Worten: EMP Energie darf nicht einfach ungeschützt durch die Gehäuse Aussparungen fließen. Da diese Energien schnelle Anstiegs- und Abfallzeiten haben, induziert dieser Effekt die Störenergie in benachbarten Leitern und verursacht diese sporadischen Ausfälle. Es sind die schnellen Stromänderungen welche diese Schwierigkeiten verursachen. In ganz schwierigen Fällen muß man die Ein-und Ausgänge HF gerecht in die Schaltung führen. Das macht man mit Tiefpass Durchführungsfiltern und zusätzlichen internen Ableitmaßnahmen. In ganz schwierigen Fällen arbeitet man am besten mit Relaiskontakten. Man muß die ganze Störumwelt richtig erfassen und dann entsprechende konsequente Schutzmaßnahmen ergreifen. Ein Loch in der Strategie und EMP kann immer noch Schaden anrichten. Die alten Weller Magnastat Lötstationen erzeugen sehr starke induzierende EMP Störungen mit der man sehr leicht empfindliche Elektronik anhaltsmäßig untersuchen kann. Ferrit Klapphülsen können manchmal auch helfen. Zum Beispiel könnte man die Ausgangsleitung mit soviel wie möglich Windungen um einen alten Ferrit Antennenstab wickeln. Das blockiert die induzierte Energie im Kabel ähnlich einem Common-Mode Filter. Das alleine könnte möglicherweise die Störanfälligkeit reduzieren oder eliminieren. Das gleiche gilt für die Steuerleitungen. Die klappbaren Ferrit Kabelfilter Hülsen könnten auch wirksam sein. Wenn sie im Durchmesser groß genug sind, dann am besten das Kabelpaar so oft wie möglich mit ein paar Windungen durchführen um den Effekt zu erhöhen.
Wenn es störrt, dann teste mal mit verdrillter Leitung... Und es wäre auch angebracht, Deine Ausgangsschaltungen sichtbar zu machen...
Man sollte erstmal ermitteln, was da abschmiert. Der AVR wird es nicht sein. Ich hab da oft eine Heart-Beat-LED programmiert, die mit ~0,5Hz blinkt. Solange sie das tut, ist der AVR o.k. Es kann ein Softwarebug sein, z.B. durch Eingangssignale wird ein nicht bedachter Zustand erreicht. Es kann auch sein, daß die Anzeige sich verklemmt, wenn sie an langen Leitungen hängt. Man kann LCDs z.B. alle Sekunde neu initialisieren (Busmode, Format). Das ist für den Benutzer unsichtbar. Ausgänge, die man rausführt, sollten einen Schutzwiderstand in Reihe haben (100R..1k), Eingänge auch (1k..10k).
... den watchdog timer aktivieren, damit ein reset kommt, wenn der nano im nirvarna verweilt. ... hw initialisierungen zyklisch wiederholen ... sleep status benutzen mt
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