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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik (Farb?)display für 50 cent, wie am besten testen?


Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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Hallo,

habe heute in der Stadt für 50 cent ein display bekommen (es liegn
keine informationen vor)

Habe die dinger jetzt genauer unter die Lupe genommen und habe gesehen
das bei einem leiter bereits ein folienleiter beschädigt ist (ist dann
wohl mein versuchskaninchen)

Der 20-polihe anschluss hat jede menge verbundene VCC und GND leitungen
und datenleitungen (testpunkte sind beschriftet):

CK1IN+
CK1IN_
R1IN0+
R1IN0_
R1IN1+
R1IN1_
R2IN+
R2IN_

Ich denke die R eingänge sind für die einzelenn farben (analogwert) und
CK halt für clock...

lässt sich das ding 1. an nen monitorausgang eines PC's oder an Scart
oder sonstwas anschließen (kommt einem die belegung sonst wie bekannt
vor?)

Welche spannung würdet ihr zum Test mal anlegen? 1,5V und langsam
hochtasten? sollte beim anschalten des stroms was angezeigt werden?

Wie gesagt 1 scheint undbeschädingt und bei einem is ein folienleiter
ab (das heißt warscheinlich ein achtel des displays wird nicht gehen)

Eine nummer oder bezeichung konnte ich leider auch nicht finden

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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hab mal ein foto vom controller gemacht, hab aber im internet kein
datenblatt finden können

Autor: hans dieter (Gast)
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wenn du pech hast, dann brauchst du eine symmetrische
spannungs-versorgung und einen extra inverter für die
hintergrund-beleuchtung. wenn der inverter nicht läuft brauchste mit
dem rest eigentlich nicht anfangen, weil du dann nicht wirklich was
siehst

Autor: lordludwig (not logged in) (Gast)
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hintergrundbeleuchtung ist nicht vorhanden, ich werde mir aber wenn es
läuft eine leuchfolie besorgen.

Die 2 spannungsanschlüsse heißen laut aufschrift VCC und GND und nicht
V+ und V- oder so, also denke ich das es normale 3,3V oder 5V sind.
Denkt ihr das man beim anlegen was sehen müsste? Kennt einer den Chip
oder sagen einem die Anschlüsse was?

Autor: lordludwig (not logged in) (Gast)
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achja, die display is so halb durchsichtig (wenn ichs gegens lichthalte
seh ich alles gräulich durch (schwarze folie hinten drauf)

Autor: Benedikt (Gast)
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Ich kann dir sagen was die Leitungen sind:
Das sind symmetrische, serielle Leitungen (vermutlich LVDS interface):
C ist der Takt und die Rs sind die 3 seriellen Datenleitungen. Darüber
werden RGB und Sync übertragen.

Autor: mc.emi (Gast)
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wie wär's mit nem spiegel anstatt einer hintergrundbeleuchtung? ich
würd's zuerst mal ausprobieren ;)

Autor: Sven Johannes (Gast)
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Moin...

Kannst du eigentlich gleich entsorgen, es sei denn du verfügst über
deutlich mehr Erfahrung als aus deinem Posing ersichtlich ist.

Du hast den Teil bekommen, der die direkte Ansteuerung der Matrix
übernimmt, aber nicht die Umsetzung von einem dokumentierten Format in
Kommandos für den Controller.

Die Beschriftung der Testpunkte läßt differentielle Ansteuerung (LVDS
vermutlich) erahnen; stumpfes Anlegen von Testspannungen bringt
bestenfalls nichts, vermutlich aber zerstörte Hardware. Freilaufende
Eingänge sind auch beliebte Kandidaten für verfrühes Ableben. Analog
ist da mit Sicherheit nichts.

Ohne Takt passiert auch exakt nichts Produktives und der darf sich auch
nur in einem bestimmten Rahmen bewegen. Wenn der Controller den Takt für
die Zellen aus diesem CLK generiert setzt nach einigen Sekunden die
Zersetzung des Kristalls ein.

Wenn du denn Inverter für die Hintergrundbeleuchtung identifizieren
kannst wirst du den schnell in Betrieb bekommen. Die sind eher robust
und vertragen auch mal falsche Spannungen.

--
 SJ

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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hab ich mir schon fast gedacht :-/

also es gibt keinen standart anschluss der das gleche protokoll benutzt
(scart oder Monitoranschluss des PC's)

will das ding ja nicht umbedingt direkt ansteuern.

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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wie gesagt hat das ding keine hintergrundbeleuchtung...

wenn ich 3,6V anlege habe ich sehr schlechten kontrast, wenn ich aber
ca. 5V anlegen sehe ich an der stelle wo der folienleiter ab is was
leicht dunkleres als auf dem gesammten anderen display.

Nach einigen sekunden bilden sich balken mit 1 pixel breite in allen
möglichen farben. Ist das evtl. die zersetzung von der Sven geprochen
hat? Hab dann strom sofort abgeschaltet (farben wurden immer intensiver
und sind ca. 0,5 sekunden nach dem strom abschalten wieder
verschwunden)

Kaputt gegangen is denk ich nix, display wird beim einschalten immer
noch n bissl heller bis auf die stelle wo der leiter ab is.

Im moment halte ich das ding gegens licht, ich denke ne
hintergrudbeleuchtung müsste schon sehr stark sein um das dann weiß zu
bekommen?!

Hinten is so ne dunkle folie drauf, darf ich die evtl. abziehen oder is
das so ne polirisierungsfolie oder wie das auch immer heißt?

Autor: Andreas B. (Gast)
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Die Folie könnte eventuell ein Filter sein, wenn du den wegnimmst wirds
schon heller, aber überall...
Die Anschlüsse könnte LVDS sein, so ein Display hatte ich schon aus
einem Notebook. Dafür kannst du von Hand wahrscheinlich keine
Ansteuerung bauen. Es gibt spezielle Grafikkarten dafür, die sind
jedoch so teuer, das es günstiger kommt ein TFT zu kaufen bei dem die
Ansteuerung klar ist...

mfg Andreas

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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könnten das ned auch die RGB leitungen + FBAS (takt) von nem SCART
stecker sein?

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das ist ziemlich unwahrscheinlich. Auf dem Photo kann man etwas
undeutlich die für LVDS übliche Leiterbahnführung erkennen - vier
Pärchen von Leiterbahnen mit Platz dazwischen.

Das ist mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit ein
LVDS-Interface.

Die Folie ist in der Tat ein Polarisationsfilter, aber der ist zum
Betrieb des Displays wichtig. Daß das Display so dunkel erscheint, ist
kein besonderer Umstand, im nicht angesteuerten Zustand sind die Pixel
eines TFT-Displays lichtundurchlässig, also schwarz.
Eine richtige Hintergrundbeleuchtung für TFT-Displays ist übrigens
verdammt hell, das passt also schon.

Wäre mehr über das Display bekannt (Auflösung, Timinganforderungen),
dann ließe es sich mit einer Ansteuerungsplatine wie dieser hier

http://www.aaronn.de/shop/pd-667281847.htm?default...

ansteuern, sofern die Auflösung mindestens 640x480 beträgt.

Diese Platine ist übrigens eine interessante und auch verhältnismäßig
günstige Möglichkeit, um aus "nackten" TFT-Panels vollständige
Monitore zu bauen. Aaronn liefert auch an "Normalsterbliche", der auf
der Seite genannte Preis ist allerdings ohne MwSt.
Ob das ganze wirtschaftlich sinnvoll ist, steht hingegen auf einem ganz
anderen Blatt, da man mittlerweile einfache 19"-TFT-Monitore für 200
EUR bekommt ...

Autor: Ludwig Wagner (lordludwig)
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scheint wohl wirklich LVDS zu sein :(

Das mit den pärchen auf den platinen stimmt auch so wie du es gesagt
hast.

Und die 62€ + Märchensteuer sind mir zu teuer um ein 50 cent display
zum laufen zu bekommen. Mit etwas glück bekomm ich demnächst ein Laptop
geschenkt bei dem der Monitor noch funktioniert und ich hab ein billiges
display für meinen DIY-Beamer.

Das display hätte immerhin VGA gehabt (pixel auf einen cm gezählt und
dann gerechnet)

Autor: Hauke Radtki (Gast)
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viele Via Epia borads haben LVDS anschlüsse on board ... hab aber noch
keinen gesehen der den irgendwie genutzt hat ^^

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Manche EPIA-Boards haben einen mit LVDS bezeichneten Anschluss, das ist
aber irreführend, denn LVDS-Signale erhält man nur mit einer
Zusatzplatine, auf der die erforderlichen LVDS-Transceiver
untergebracht sind. Alternativ wird auch eine Zusatzplatine mit
TMDS-Transceiver angeboten, die aus dem ganzen ein DVI-Interface
macht.

Am Anschluss selbst liegen parallele Bilddaten an; die
Anschlussbelegung des Steckers (im Handbuch angegeben) klärt sogar über
die Signalnamen auf.

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