In den letzten Wochen habe ich einen neuen Raum als Werkstatt bezogen,
und unsere Lichterketten zusammengesucht, fit gemacht, und auf mehrere
Weihnachtsbäume verteilt.
Die Lichterketten sind seit Verkauf in unserem Familienbesitz.
Die älteste von OSRAM (Werbespruch: "OSRAM- die helle Freude !"), Werk
Berlin, Nähe Warschauer Straße, das Gebäude existiert noch.
Hergestellt Ende der 30er Jahre oder 40er Jahre, von meinen Großeltern.
Die Lichterkettenleitung ist am Stecker trennbar.
Ursprünglich war die Leitung gummiert und stoffummantelt- ich habe in
meiner Lehrzeit die bröselig gewordenen Leitungen bereits gegen schwarze
Einzelader- Litzen getauscht.
Dann haben wir noch von den Eltern 2 baugleiche vom Hersteller IKA, das
war ein DDR- Firmenzusammenschluß, die "Vereinigung Volkseigener
Betriebe für Installationen, Kabel und Apparate".
Der eigentliche Hersteller war aber NARVA Berlin, das war der DDR-
Nachfolger von OSRAM, dasselbe Werk.
Die Rückseite zeigt das Datum 1956.
Die stoffummantelte Leitung ist noch ok.
Die Kette ist nicht trennbar.
Dann noch die gleiche Lichterkette mit trennbarer Leitung, etwa Baujahr
1968.
2 Ketten sind in Betrieb, für die dritte IKA- Kette habe ich nicht mehr
genug Kerzenbirnen.
Dafür haben wir noch eine NoName- Kette aus den 90er Jahren in Betrieb,
ähnliche Kerzenbirnen, dafür aber Halteklammern, die absoluter Schrott
sind.
Die Kerzenbirnen der alten Ketten sind zum Teil die originalen "Glüwo",
das war der ursprüngliche Name des Berliner Werks (Glühlampenwerk
OSRAM), teils NARVA- Erstbestückung und Ersatzkerzen späterer DDR-
Jahre.
Die "Glüwo"- Kerzen haben im Sockel (im Gewinde) eine Kurzschlußbrücke,
die aktiv wird, wenn die Kerze durchbrennt, das sind 2 Metallscheiben
mit einer dünnen Oxydschicht dazwischen. Wenn der Faden durchgebrannt
ist, steht an den Metallscheiben die Netzspannung, wenn auch mit einem
Innenwiderstand durch die anderen Lampenfäden.
Das reicht, um die dünne Oxydschicht durchschlagen zu lassen, die Kerze
bleibt dunkel, aber die anderen Kerzen brennen weiter. Man sollte dann
schnell die Kerze wechseln, da die brennenden Kerzen nun mehr Spannung
bekommen als vorher.
Spätere Herstellungsjahre haben diese nützliche Funktion noch,
irgendwann aber gab es die nicht mehr.
Ich wünsche allen Mitlesern "Frohe Weihnachten" !!!
@Roland P,
Da ich historische Funk- und Rundfunktechnik restauriere, sind zu
restaurierende Geräte, aber auch das meiste Meßequipment sehr alt, ja.
Im Hintergrund, nicht zu sehen, wartet aber auch ein etwas modernerer
Fernseher, Plasma- Display, auf die Reparatur.
http://edi.bplaced.net/
Geil!!
Richtig alte Kerzenketten,
NARVA: TAGHELL
Am Besten finde ich das Röhrenvoltmeter da
am fenster neben dem neben dem Netzteil.
Ist noch mit echtem mechanischen Chopperrelais
und teltransistorisiert.
mfg
@Mercedes,
Die Kerzenketten sind hell, ja, ich betreibe sie jedoch am Trafo mit
Unterspannung, so hell muß nicht sein, und die Kerzen leben länger-
einige sind noch aus der Vorkriegszeit, einige aus den 50ern, der größte
Teil aus den 60er/70er Jahren.
Ich werde in den nächsten Tagen welche ordern, weil keine Reservekerzen
mehr vorhanden sind, eine Lichterkette hat auch so keine mehr, nach so
vielen Jahrzehnten Benutzung muß jetzt langsam eine Neubestückung her.
Ich habe auch noch Urdox- und NTC- Widerstände, mal sehen, ob ich was
passendes finde, um die Lichterkette sanft anlaufen zu lassen.
Das Rörenvoltmeter hat weder Chopper noch Transis.
Nur eine Doppeltriode und Stabiröhre drin.
Ein Voltmeter MIT Chopper und Transis habe ich aber auch- zur Zeit in
Reparatur. Das hat 2 Chopperrelais und 2 Elektrometerröhren im Eingang,
etwa 150 Transistoren, kein IC, und die Anzeige wird mit Glühlampen und
einer Lichtschacht- Optik realisiert, das Gerät ist auf 4 Stellen hinter
dem Komma genau, enthält ein eigenes, hochgenaues Spannungsnormal.
Beitrag "Digitalvoltmeter Elpo 524 Polen Unterlagen gesucht"
Es ist noch mehr Meßtechnik vorhanden, ich bin noch am Umziehen und
einrichten.