Kondensator mit unbekannter Funktion in Schaltung

Gast #356558
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Hallo Zusammen,
im Augenblick bin ich gerade dabei, die Schaltung von einem
Schatzsuchgerät aufzunehmen.
Im Anhang mal die Eingangsbeschaltung der Empfängerspule (bei den
Kondensatorwerten bin ich mir nicht 100 % sicher).
Die Schaltung verstehe ich soweit, lediglich die Funktion (und
Auslegung) von Kondensator C62 ist mir schleierhaft.
Kann mir da jemand von euch weiterhelfen?
Angehängte Dateien:
Gast #356561
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Der Kondensator soll während des Powerup für Reset des OP's sorgen.
Allerdings fehlt ein Pullup-Widerstand für die sichere Funktion. Bei
AVRs beträgt er 4,7kOhm. Im Datenblatt wird der Wert für den OP
stehen.
Solche Kondensatoren stören mehr als dass sie helfen, aber mit nur 10pF
ist bei Taktfrequenzen unter 100MHz kein wesentlicher negativer Effekt
zu erwarten.
Gast #356565
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Der Kondensator C62 blockt eindeutig Wechselspannungsanteile auf Grund
der Größe, würde ich einfach mal behaupten das er Netzbrummen usw.
unterdrücken soll. Müsstest da mal die Grenzfrequenz fG ausrechnen. C22
 blockt ebenfalls Wechselspannungsanteile allerdings höherfrequente und
das auch noch einstellbar da ja ein Drehko C23 parallel geschaltet
ist.

Was mir ein bischen Schleierhaft vorkommt ist das im unteren Zweig die
Wechselspannung fast komplett geblockt wird und im oberen Zweig ein
gewisser Anteil Wechselspannung durchgelassen wird. Soll da eine
Gleichspannung mit einer Wechselspannung verglichen werden?!
Und wozu?

Würde mich wirklich interessieren wozu das gut sein soll.
Gast #356566
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> Der Kondensator C62 blockt eindeutig Wechselspannungsanteile auf
Grund
> der Größe, würde ich einfach mal behaupten das er Netzbrummen usw.
> unterdrücken soll.

Das ist Schmarrn. Rechne dir mal aus wie gross der Ausgangwiderstand
der vorangehenden Stufe sein müsste um 50Hz zu unterdrücken.
Gast #356568
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Also soweit ich weiß, funktioniert ein Metalldetektor nach folgendem
Prinzip.

Ein Schwingkreis erzeugt ein feste Frequenz.
Wenn nun ein Metall in die Nähe der Spule kommt, wird dem magnetischen
Wechselfeld der Spule Energie entzogen.

Die Aufgabe des Differenzverstärkers könnte nun sein, diesen Abfall zu
detektieren.
Gast #356570
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@manni

hmm klingt logisch, also müsste jetzt quasi hinter diese Schaltung noch
ein Schwellwertschalter der ab einer Differenz von x zum Bleistift eine
LED einschaltet, weil ansonsten würde das Dingen ja auf jede kleine
Störung reagieren.
Gast #356572
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Zwischen EMPF_A und EMPF_B hängt die Empfängerspule des Suchgerätes, die
zusammen mit C22 und C23 einen Schwingkreis bildet.
Mit C23 wird der Schwingkreis auf Resonanz abgeglichen.
Der OP arbeitet als Differenzverstärker.
Mein Problem ist nur der komische Kondensator C62.
Gast #356573
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Auf welche Resonanz? Da wird nicht viel resonieren. Es ist ja
Rückkopplung vorhanden.

Ich kann mir höchtens vorstellen, dass eine zweite Spule aktiv gespeist
eine bestimmte Frequenz abstrahlt und evtl. vorhandenes Metall die
Mitkopplung und somit die Ausgangsspannung verstärkt.

Der 10pF dient zur Störunterdrückung. Er entstört über den 470 pF auch
den anderen Eingang.
Gast #356574
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Hallo,

mit 10pF ist nicht viel zu entstören, es sei denn, der Kram arbeitet
auf 50MHz oder höher. Dagegen spricht aber die Kreiskapazität von rund
500pF. Eine Rückkopplung finde ich auch nicht, der Widerstand liegt am
invertierenden Eingang, er legt die Verstärkung fest.
Ich vermute mal, der 10pf kompensiert die Unsymmetrie der Kapazitäten
des Aufbaus und der Spule. Der ganze Kram ist ja sonst sehr symmetrisch
aufgebaut.

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #356575
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"der Widerstand liegt am
invertierenden Eingang, er legt die Verstärkung fest."

Beide Spannungsteiler bestimmen die Verstärkung, auch der am
nichtinvertierenden Eingang. Es handelt sich um einen
Differenzverstärker.

"mit 10pF ist nicht viel zu entstören, es sei denn, der Kram arbeitet
auf 50MHz oder höher."

Der 10 pF legt die Eingänge HF-mässig auf Masse. Er leitet
hochfrequente Störungen ab. Er soll ja nicht das Nutzsignal ableiten.
Gast #356576
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@DL4MCV:
Du hast recht, die Empfängerspule wird durch eine Sendespule angeregt.
Uber die Amplituden und/oder Pasenänderung (ganz genauu habe ich den
Rest der Schaltung noch nicht analysiert) wird Metall in der Nähe der
Spulenanordnung erkannt.
Ich habe jetzt testweise mal C62 entfernt und mit einem Oszi die
Signale am OP - Ausgang beobachtet --> Die Amplitude war ohne
Kondensator deutlich geringer! An der Schwingkreisabstimmung hatte sich
dabei nichts geändert.
Das spricht doch dann eigentlich gegen die Entstörungswirkung.

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