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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Wärmeleitfähiger Klebstoff, woher ?


Autor: Anfaenger (Gast)
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Hallo Forum,

ich bin unter die Modellheli-Piloten geraten und habe da ein Problem.

In meinem Empfänger tickt ein Tiny15 und der Steuert mit PWM meinen
Haupt- und meinen Heckmotor.

Auf einer zweiten Platine sind die FET für die Leistungsenstufen
untergebracht. Leider SMD und leider lausig gelötet.

Ich möchte nun durch Modifikation des Empfängers die FET freilegen und
da solche Kühlkörper draufkleben, wie man die für die Spannungsregler
auf den Motherboards in der PC Technik (Modding) kriegt.

Was mir fehlt ist ein richtig guter Kleber, mit dem ich die Alu (und
oder Kupfer) Kühlkörper auf die Gehäuse von den SMD FET kleben kann.

Der sollte natürlch wärmeleitend sein und in möglichst
haushaltsüblichen Gebinden verkauft werden.

Wäre euch dankbar, wenn Ihr mir da mal ein wenig Infos geben könntet,
was da so am Markt ist.

Danke.

Anfaenger

: Verschoben durch Admin
Autor: Sebastian K. (basti)
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Reichelt hat zwei verschiedene Wärmeleitkleber im Angebot...z.B. den: WK
709-5ML (Bestellnummer), kostet aber auch über 8Euro!

MFG

Autor: Hauke Radtki (Gast)
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Wärmeleitfähigen Kleber wirst du wahrscheinlich in dem gleichen Laden
bekommen, wo du die Kühler kaufst ... auch im PC bereich werden kühler
oft aufgeklebt anstatt wärmeleitpaste zu verwenden da der Kleber länger
hält (Wärmeleitpaste muss relativ häufig ausgetauscht werden da sie
verdunstet)

Autor: Frank (Gast)
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Wärmeleitpaste verdunstet nicht. Höchstens das Lösungsmittel. Das
schadet aber nicht so extrem, solange der Kühler nicht bewegt wird.

Warum möchtest Du die FETs kühlen? Solange Du den KK nur auf das
Plastikgehäuse klebst, kannst das Geld auch mir schenken. Ich sorge
dann durch einmaliges Handauflegen für Kühlung. Bei SMDs findet die
Wärmeleitung zum größten Teil über die Pins statt, entsprechende
Kühlflächen sind im Layout vorzusehen.

Autor: Anfaenger (Gast)
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Ich habe unter der Haube von dem Heli durch den Hauptrotor einen
leichten Luftstrom, der so lange da ist, wie die FET im PWM des Tiny15
befeuert werden.

Da müssen die kleinen 14 Beiner so 7,5 - 9 Ampere schalten bei 8 Volt.
Wenn ich da mit dem Kühlkörper dafür sorgen kann, das es zum einen
länger dauert, bis die Teile warm / heiß werden und dann im Betrieb
noch ein klein wenig Energie über den Kühlkörper abführen kann, dann
verhindert das evtl. das selbständige Auslöten der Teile. (Ist schon an
2 PIN passiert und der Heli lag mangels Antrieb auf dem Boden.

Die Kleber für den PC Bereich sind mir irgendwie nicht vertrauenswürdig
genug. Ich hatte in den letzten Monaten so viele PC Probleme wegen
Kühlertuning, das ich mit dem Tuningzeugs sehr vorsichtig geworden bin,
(Casemodding und passive Kühlung waren da die häufigste Todesursache von
Netzteilen, CPU und Festplatten)

Der Kleber von Reichelt sieht ganz gut aus. Mal weitersuchen, Conrad
bietet ja auch einen 2K Kleber an. Aber leider nur in großen 20 / 5 ml
Gebinden.

Anfaenger

Autor: @anfaenger (Gast)
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was hast du da für ein heli?

Autor: Profi (Gast)
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Bürklin hat auch welche:

Wärmeleitkleber für IC-Kühlkörper Typ Fischer WLK (B116.520)

Zweikomponenten-Epoxydharzkleber für poröse und nicht poröse
Oberflächen, Aushärtung bei 20 °C ca. 20 Std. bei 38 °C ca. 6 Std., bei
190 °C ca. 20 min. Mischungsverhältnis 1 : 10. Spezifischer
Wärmewiderstand: 120 °C cm/W, Temperaturbereich: –56 bis +149 °C.
Tabellenangaben: Typ, Menge Harz/Härter.

Typ    Bestell-  €-Stückpreis ab
     Nr.  1  10  50  100

WLK, Dose 5,0 g/0,5 g     65 B 426   8,30   7,35   6,60   6,35
WLK, Dose 10 g/1,0 g     65 B 428   12,60   11,20   10,—   9,65
WLK, Fläschchen 30 g/3,0 g     65 B 430   24,20   21,30   18,50  17,80


Wärmeleitfähige Klebestoffe Typ Loctite Output 315 (L186.800)

anwendbar als wärmeleitfähiger Klebstoff, der bei Raumtemperatur rasch
aushärtet. Er wurde für die Verklebung von elektronischen Bauteilen auf
Kühlkörper oder Leiterplatten entwickelt. Die hohe Wärmeleitfähigkeit
bewirkt ausgezeichnete Wärmeableitung für temperaturempfindliche
Bauteile. Der Kleber erzeugt durch seine auftragende Wirkung einen
gleichbleibenden Spalt von 0,15 mm zwischen den verklebten Bauteilen
und bewirkt so eine elektrische Isolierung, während die kontrollierte
Festigkeit Reparaturen erlaubt. Er ersetzt mechanische
Befestigungselemente, Epoxys, Bänder und andere Methoden zum Befestigen
von elektronischen Bauteilen auf Kühlkörpern. Typische Anwendungen sind
Verklebungen von elektronischen Bauteilen wie wärmeerzeugende ICs,
Leistungshalbleiter usw. auf Kühlkörper, Verkleben von Lüftern,
Verklebungen von Kühlkörpern auf Leiterplatten usw. Die Verbindung ist
normalerweise in 2,0 bis 5,0 Minuten handfest und nach 4,0 Stunden
vollständig ausgehärtet. Mitgeliefert wird eine 18 ml-Flasche
Aktivator.

Typ    Bestell-  €-Stückpreis ab
     Nr.  1  5

315, Wärmeleitkleber 25 ml     12 L 7250   23,80   21,40


Doppelseitig klebende Wärmeleitfolien Typ Fischer WLFT.. (B116.530)

thermisch leitend, einsetzbar als vollständiger Ersatz von mechanischen
Verbindungen. Durchgangswiderstand: spez. 10hoch14 Ohm/cm,
Durchschlagsfestigkeit: keine, Betriebstemperatur: –40 bis +150 °C,
Wärmewiderstand: 0,5 K/W, Folienstärke: 0,15 mm, Klebeschicht: Acryl,
Trägerfolie: Aluminium, Brennbarkeit: UL 94 V-0.

Typ    Bestell-  €-Stückpreis ab
     Nr.  1  10  50  100

WLFT R25, Rolle mit 1,0 m, 25 mm breit     65 B 441   14,70   13,—
11,70   11,30
WLFT P100, Zuschnitt 100 x 100 mm     65 B 442   7,35   6,50   5,85
5,65
© 1998 - 2005 Bürklin OHG

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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<<Da müssen die kleinen 14 Beiner so 7,5 - 9 Ampere schalten bei 8
Volt.>>

'Nabend

14Beiner? Was sind denn das für Fets?

AxelR.

Autor: Frank (Gast)
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Wenn sich die FETs selbst auslöten, sind die Kühlflächen im Layout schon
falsch dimensioniert. Wenn Du jetzt auch noch das letzte bischen
Luftstrom durch Kühlkörper abblockst, muss das nicht unbedingt besser
werden. Die Wärmeleitung über das Gehäuse ist sehr gering. In dem Fall
würde ich lieber einen Lüfter auf die Platine blasen lassen oder diese
mit einem neuen Layout nachbauen.

Ist das Problem schon immer vorhanden oder erst kürzlich? Vielleicht
ist auch die Schaltgeschwindigkeit zu klein, so dass hohe
Schaltverluste entstehen.

Autor: Marko B. (Gast)
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Du verwendest die falschen FETs. Der richtige FET wird bei 10A auch ohne
Kühlkörper nicht warm. Als Beispiel fällt mir spontan der IRF1404S ein,
gibts bei Reichelt.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-369848...
http://www.mikrocontroller.net/forum/read-1-278519...
usw.
http://www.mikrocontroller.net/forum/forum.php?que...

Nimm den IRLR2905, der bringts (N-Kanal). Den entsprechenden P-Kanal
habe ich auch (nicht nur ich) in einen der Posts benannt (IRFR5305)
Deine 14-Beiner interessieren mich trotzdem noch...
Gibts beide bei Reichelt für wenig Geld.

AxelR.

Autor: Marko B. (Gast)
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Axel: der IRLR2905 hat aber einen recht hohen RDSon von 27mOhm, würde
bei 10A also 2,7W verbraten, was schon recht viel ist. Der IRF1404
dagegen hat einen RDSon von 4mOhm und würde demnach bei 10A nur 0,4W
verheizen.

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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@marko
stimmt!

Autor: Winfried (Gast)
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Oft braucht es keine speziellen Kleber. 2K-Epoxy Normalhärtend reicht
meist aus, wenn die Klebefuge schön dünn ist. Epoxy gibt es ja überall
von Pattex, Uhu usw. Von schnellhärtendem würde ich abraten, ist nicht
so temperatur- und langzeitstabil.

Kommt halt immer drauf an, wie hoch die Ansprüche sind.

Autor: Anfaenger (Gast)
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Also dann mal der Reihe nach:

Die Heli ist ein Walkera DF 22E und ein Walkera DF 4 (Also billige
Kleinheli, weil ich ja noch blutiger Anfänger bin und die Dinger billig
zu reaprieren sind.)

Die FET sind China- / Japan Typen. 2 Parallel für den Hauptmotor und 1
für den Heckmotor.

Der Empfänger ist ein 4 bzw. 6 Kanal Kompaktteil mit Gyro, Regler und
Spannungsaufbereitung in einem.

Der Akku daran ist ein 11,1 V 3s LiPo Akku mit 10C Dauerentladestrom.

Lüfter scheidet aus, weil der Strom braucht und zu viel Gewicht. (Im
Moment hat der DF 22e 389 Gramm flugfertig und der DF 4 337 Gramm
flugfertig)

Eine Faustformel, die ich mal irgendwo gelesen habe, besagt bei e-Heli
das jedes Gramm zusätzliches Gewicht ca. 5 sec. Flugzeit kostet.

Der Empfänger kostet als Ersatzteil 29 bzw. 39 Euro. aber dafür kann
ich schon ganz schön viel forschen. Andere sind hingegangen und haben
die Serien-FET ausgelötet und durch IRF ??? Typen ersetzt. Geht auch,
will ich aber zunächst einmal nicht.

So, ich bestelle heute mittag sowieso bei Reichelt, dann werde ich den
Wärmeleitkleber gleich mitordern. Ausserdem habe ich hier noch einen
Chipsetkühler (passiv) gefunden. Den werde ich dann auf die FET
kleben.

Danke für alle eure Tipps.

Anfaenger

Autor: AxelR. (Gast)
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<<Die FET sind China- / Japan Typen. 2 Parallel für den Hauptmotor und
1
für den Heckmotor.>>

Schon gut, vergiss es.
Entschuldige bitte meine Neugier.
Das es keine Tchechischen Fets sind, war mir klar.

Ich würde die Fets auf jeden Fall tauschen, statt Kühlkörper
draufzukleben.

@all
welche Fets gibt es im SO14?

Danke
AxelR.

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Lüfter scheidet aus, weil der Strom braucht und zu viel Gewicht.

Naja, es muß ja nicht gleich ein 14cm-Lüfter sein. Es gibt sehr kleine,
die z.B. manchmal in CD-Brennern verbaut waren. Den Stromverbrauch wirst
du nicht bemerken, und ob dein Kühlkörper leichter wäre, ist auch
fraglich.

> Eine Faustformel, die ich mal irgendwo gelesen habe, besagt bei
> e-Heli das jedes Gramm zusätzliches Gewicht ca. 5 sec. Flugzeit
> kostet.

Ich kenne eine Sekunde pro Gramm als Faustformel.

> Andere sind hingegangen und haben die Serien-FET ausgelötet und
> durch IRF ??? Typen ersetzt. Geht auch, will ich aber zunächst
> einmal nicht.

Warum nicht? Die kosten viel weniger als der Kleber. Du sparst dir das
Gewicht des Kühlkörpers -> längere Flugzeit.
Durch den besseren Wirkungsgrad geht mehr von der Energie in den Motor
-> nochmal längere Flugzeit.
Wenn die FETs bei normaler Belastung sich schon auslöten, sind sie
absolut ungeeignet.

Autor: Unbekannter (Gast)
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> (Wärmeleitpaste muss relativ häufig ausgetauscht werden da
> sie verdunstet)

Ganz klar. Und bei meinem Auto muss ich alle vier Wochen die Luft im
Reifen wechseln, weil sie sonst schlecht wird und der Reifen dann eckig
wird.

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