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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik selbstgewickelter Übertrager defekt?


Autor: Hans Bossert (Gast)
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Hallo,

ich weiß aus früheren Beiträgen, dass es hier im Forum einige gibt, die
sich mit Schaltreglern auskennen. Nun, ich habe da ein Problem:

Habe mir einen Sperrwandler (DC-DC 12V -> 300V) mit selbstgewickeltem
Übertrager aus dem Drosselspulenbausatz
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flNl...
gebaut. Laut des Berechnungsprogrammes von
http://schmidt-walter.fbe.fh-darmstadt.de
habe ich die Windungen und Drahtdurchmesser aufgebracht und auch einen
ausreichenden Luftspalt gelassen (der Übertrager fungiert gleichzeitig
als Speicherdrossel). Anfangs funktioniert alles prächtig, ich
probierte dann mit unterschiedlichen Luftspalten herum (im Bereich von
0,1mm +- 0,05mm).

Jetzt das Problem. Plötzlich hat der Ferritkern seine Eigenschaften
verloren. Er hat überhaupt keinen Al-Wert mehr, sprich, wenn ich die
Induktivität messe (Sinusspannung anlegen und Strom messen) macht es
keinen Unterschied, ob ich den Ferritkern an das Spulengehäuse montiere
oder nicht, die Induktivität bleibt gleich klein. Die Kupfer-Windungen
können es auch nicht sein, die habe ich mit dem Messgerät auf ihren
ohmschen Widerstand durchgemessen, alles in Ordnung.

Kann man einen Ferritkern so belasten, dass er den Geist aufgibt???

Danke für die Antworten.

Autor: AxelR. (Gast)
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abo
interessiert mich! Der kern war nicht zu heiss? Windungsschluss?

Autor: johnny.m (Gast)
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Ein Link auf Deinen Warenkorb bringts nicht so wirklich...

Autor: Hans Bossert (Gast)
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Ähm, Ok, die Conrad-Best.Nr.: 516597

Also der Kern war überhaupt nicht heiß. Dadurch, dass ich ihn noch
nicht verklebt hatte (wollte ja noch ein bisschen mit den Luftspalten
herumprobieren) machte er manchmal etwas laute Geräusche, aber das
waren nur die Vibrationen der noch nicht verbundenen Kernhälften. Die
Wärmeentwicklung war mit der Hand nicht zu spüren. Ach ja, ich hatte
ihn zwischenzeitlich mal mit einer Leistung von 6Watt beauftragt, aber
das müsste der EF20.1 doch (ausreichender Luftspalt vorausgesetzt)
aushalten, oder?

Ein Windungsschluss ist auszuschließen, wie gesagt ich habe sowohl
Wechselstrom- als auch Gleichstromwiderstand gemessen:
Gleichstromwiderstand in Ordnung (Kein Windungskurzschluss), aber
Wechselstromwiderstand viel zu klein (Kern hat keinen Einfluss mehr,
egal ob dran oder nicht dran)???

Autor: johnny.m (Gast)
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Wenn Du den Kern thermisch belastest, verliert er zwar bei seiner
Curie-Temperatur seine ferrimagnetischen Eigenschaften, die aber bei
Abkühlung wiederkommen. Wenn Du einen Plastik-Spulenkörper hast und
dieser keine Verformungen zeigt, ist es eher unwahrscheinlich, dass der
Kern in den Bereich der Curie-Temperatur (bei Ferriten meist 200-250°C)
geraten ist.

Autor: mika (Gast)
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abo

Autor: Olaf (Gast)
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Ich meine mich dunkel zu entsinnen in einem DAtenblatt eines Herstellers
gelesen zu haben das Ferrite bei Ueberlastung auch dauerhaft veraendern
kann.

Olaf

Autor: johnny.m (Gast)
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Dann wäre aber nicht nur der Ferrit überlastet worden und es gäbe
gewisse Spuren in seiner Schaltung...

Autor: Hans Bossert (Gast)
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Ich glaube ich weiß, woran es liegt. Ich habe gerade herausgefunden,
dass es einen signifikanten Unterschied macht, wo ich auf meinem
Steckbrett messe. Den Gleichstromwiderstand habe ich außerhalb vom
Steckbrett gemessen, den Wechselstromwiderstand auf ihm. Ich vermute
mal, das es da ein Kontaktproblem gibt, kann es mir aber noch nicht so
richtig erklären. Zumindest hat es nun wieder einen Unterschied
gemacht, ob ich den Kern einstecke oder nicht. Das ganze liegt
höchstwahrscheinlich an meinem Brett - das im Übrigen bald im Müll
landen wird ;-)

Tut mir leid für die unnötige Belästigung.

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