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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Störempflindlichkeit Tiny-Controller: Wer hat Idee ?


Autor: UBoot-Stocki (Gast)
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hi,

ich habe eine Schaltung incl. Programm mit einem Tiny26-Prozessor 
entwickelt. Von meinem Gerät werden 3 Ausgänge eines 
Modellbau-Empfängers abgefragt und daraus Informationen für eine ganze 
"Batterie" von Servos ermittelt (In Summe 6 Stück -> Wenn alle arbeiten 
brauchen die ca. 2A Strom). Alles hängt (umständehalber) an einer 5V 
Spannungsversorgung, welche fast nicht einbricht (3A-Regler) Das ganze 
Funktioniert im Normalfall einwandfrei! Insbesondere hat mein Problem 
nichts mit dem auf dem Controller laufenen Programm zu tun.

Mein Problem:

Wenn ich in eine der drei Leitungen vom Empfänger zum Controller einen 
(PIC-gesteuerten) Lageregler einschleife hängt sic nach kurzer Zeit (3-5 
Sec.) mein Controller auf und tut nichts mehr. Das Problem ist 
reprduzierbar. Nach einem Reset gehts wieder für 2-3 Sec.
Offensichtlich (was ich aber trotz Scope nicht sehen/messen kann) stört 
der PIC-Lageregler über die Spannungsversorgung den AVR und bringt Ihn 
zum Absturz.

Frage:

Was kann ich tun? Ich habe es erfolglos mit Abblock-Kondensatoren 
(100nF) aber auch 100uF Stützkondis versucht. Wer hat noch Ideen? Wie 
kann man sowas messen ?

Könnte es noch was anderes sein ?

Gruß

UBoot-Socki

Autor: crazy horse (Gast)
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reset-Pin beschaltet?
brown-out programmiert?
falsche Masseführung?

Autor: Gerhard (Gast)
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Hi,

hatte selbes Problem mit dem at90s2313 bei einer Servomotorsteuerung.

Am Steckbrett aufgebaut funzte alles ganz gut.
Also Platine gemacht (natürlich alles eng zusammen)
und nichts ging mehr. Störungen nach und nach .
Hab dann festgestellt dass über die Versorgungsspannung
und über den TL783 Spannungsregler sowie den 7805, welche beide am 
selben Kühlkörper ganz in der Nähe der Leistungs-Mosfet's der Endstufe 
montiert waren , die Störspitzen
eingeschleift wurden.

Die ganze Spannungsregelung etwas entfernt von den Fet's
aufgebaut (70mm) und alles läuft prima trotz der hohen
Ströme u. Spannungen. (bis 35A bei 65 Volt)

Häng doch erstmal einen Elko ca. 1000uF parallel zu den 5V.
Kann auch schon helfen.

Gruss Gerhard

Autor: Michael E. (Gast)
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Hallo,

ich kann zwar keinen Beitrag zu dem Problem abgeben.
Aber ich interessiere mich auch für Servoansteuerung.
Könnte Ihr mir verraten wie Ihr die Ansteuerung realisiert?
Nutzt Ihr die interne PWM oder programmiert Ihr Zeitschleifen?
Beispielcode wäre sehr entgegenkommend.


Gruß Michael

Autor: ERDI - Soft (Gast)
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Man sollte die Spannungsversorgungsleitungen auf jeden Fall getrennt 
routen. Vom Spannungsregler sternförmig mit den Leitungen weggehen und 
dabei für Digital-, sowie Analogteil ne eigene Leitung benutzen. So 
kommen Störungen über die Spannungsversorgung nicht zum anderen Teil.

Vielleicht hilft euch das ja etwas.


Gruß, ERDI - Soft.

Autor: crazy horse (Gast)
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@Michael
mit PWM wird das nichts gescheites, da man dann nur einen Steuerbereich 
von etwa 5% hätte (Signal 1-2ms, Gesamtzyklus 20ms), ausserdem könnte 
man nur ein Servo bedienen.
Irgendwo habe ich eine Programm, um mit einem 2313 8 Servos vom PC aus 
zu stellen.
Im Prinzip gings so: Timer1 ist der Zeitgeber, Interrupt Output-Compare.
In der ISR werden:
-alle Servoausgänge zurückgesetzt
-der Zeitgeber zurückgesetzt,
-ein Zähler incrementiert
-das OCR-Register mit dem Wert des nächsten Servos geladen
-der entsprechende Portpin eingeschaltet+
Sind alle Servos bedient worden, wird noch die Impulspause generiert, 
dann gehts von vorne los.

Autor: UBoot-Stocki (Gast)
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Hi,

@Michael:

Ein Programm dafür habe ich vor einiger Zeit unter "Codesammlung" 
gepostet ("http://www.mikrocontroller.net/forum/read-4-7047.html";) Es 
funktioniert für einen Kanal sehr gut. Wenn man es mit vielen Kanälen zu 
tun hat, findet man schnell keine geeigneten Chips.

Im Moment versuche ich daher einen anderen Weg. Der ATTiny hat einen 
PIN-Change-Interrupt. Der ist ideal geeignet um die Empfängersignale 
abzufragen. M.E. ist das Hauptproblem jeder Servo-Lösung, daß die Servos 
nicht "ruckeln" oder "zuckeln". Mit meiner jetzigen Variante funktionert 
das einwandfrei. Wenn alles fertig ist, poste ich es hier ...

Gruß

UBoot-Stocki

Autor: thomas b (Gast)
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TIP: keine Schleifen in's Layout

Wenn ich mit solchen Problemen zu kämpfen hab, dann ist fast immer eine 
Schleife schuld. Je großer die Fläche der Schleife, desto größer der 
Störeffekt. Ich tippe auf die Masse.

Messen ist ohne Oszi nicht ganz einfach, zur Not ein Spannungsmesser auf 
Wechselspannung stellen und sehr kleinen Messbereich wählen (geht aber 
nicht immer, da die Frequenz der Einstrahlung sehr hoch ist). Ist eine 
Wechselspannung zwischen der Masse der Spannungsquelle und der Masse des 
AVR's zu messen, dann ist es eindeutig eine Masseschleife.

Ist ein Layout zu Deinem Aufbau verfügbar?

cu tb

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