WLAN Antennenverstärker - nicht töten!

OP #360711
Hi

also bevor hier wer schreit das hier ist ne theoretische Überlegung.

Wenn ich mir bei Eba* oder so angucke was da an WLAN Verstärkern
verkauft wird frage ich mich doch mal wie das geht.

So wie ich WLAN verstehe senden und empfangen sender und empfänger auf
der gleichen Frequenz regeln das mit dem Timing.
Jetzt meine Frage, wie läuft das dann mit dem dem Verstärker?
Man müsste ja die Antenne sowohl an den Ausgang des Verstärkers als
auch an den Eingang anschliessen. Warum?

Karte sendet

signal aus karte - signal druch verstärker - signal an antenne

Karte empfängt

signal von antenna - signal am verstärker vorbei - signal an karte

ABER:
wird das nicht so ein "infinite loop" wo das signal immer wieder
zurückgespeist wird? Wie funktionieren diese Dinger?

Grüse

  Tobi A.

Ach so nur für den Fall das mit einer unterstellen mag das ich wirklich
so was bauen will - und selbst wenn. Ich bin an der Uni, wir haben
Messkammern mit >100 dB Dämpfung an die Umwelt, da könnte man so was
mal für Versuchszwecke aufbauen und testen ob es läuft oder nicht ohne
jemand zu stören. Aber - nein ich hab besseres zu tun als meine Zeit
damit zu verschwenden :-)
Gast
Wenn immer nur entweder gesendet oder empfangen wird, dann kann man die
Antenne mit PIN-Dioden (spezielle Schaltdioden für HF-Anwendungen) auf
Sender oder Empfänger schalten, je nachdem. Um den Empfänger zu
schützen, kann man zusätzliche PIN-Dioden vorsehen, die den
Empfängereingang im Sendefall kurzschliessen, um zu hohe Pegel an der
Stelle zu verhindern.
Gast
Für automatisch einschaltenen Funk-Endstufen gibts noch den Trick mit
aufgewickelten Lambda-Viertel-Koaxleitungen und Dioden. Das geht ohne
Relais oder "Intelligenz".  Die Dioden werden im Sendefall durch
Gleichrichtung der anliegenden Hochfrequenzspannung leitend und
schließen den direkten Umweg um die Endstufe nach Masse kurz. Das
Empfangssignal ist dazu zu schwach. Im Sendefall transformiert sich der
Kurzschluß der Diode nach einer Viertelwellenlänge in einen Leerlauf,
womit das Kabel für die Endstufe "nicht existiert". Das geht
allerdings nur für Modulationsarten mit konstanter Amplitude, wie FM
und AM.
Gast
Im Amateurfunk heißt so eine Schaltung "Vox" was irgendwas wie "voice
operated switch" bedeuten müßte, speziell für SSB-Modulation.
Hier das Prinzip der relaislosen Sende-Empfangsumschaltung, eine
2m-Band-Endstufe aus dem Elrad-Sonderheft "Amateurfunk" von 1980.
Für WLAN auf 2,4 GHz ist es aber schwierig, solche Dioden-Schalter
HF-technisch ordentlich zu bauen, es gibt höchstens fertige Module,
auch in Handies werden dazu integrierte Antennenweichen benutzt.
Angehängte Dateien:
Gast
ist schon etwas kompizierter, die Sendeleistung wird bei den Teilen in
Abhängigkeit von der Empfangsfeldstärke geregelt usw.
Gibt intergrierte Bausteine, vieles muss aber "zuFuß" gemacht
werden.

Nimmm zum spielen als Anregung den Vorschlag von DB1UG.
Ob du mit Koaxkabelstückchen hinkommst, glaube ich nicht. Mit
Striefenleitertechnik (Transmissionline) und vernünftigen Dioden ists
aber kein Problem. Messtechnik und Erfahrung vorrausgesetzt.
Gast
Konstant heißt eben, dass die Sendelistung nicht unter einen Minimalwert
fallen darf. Bei Einseitenband wird in den Gesprächspausen theoretisch
nichts ausgesandt. WLAN hat irgendwelche Phasen und Amplitudenschritte,
aber eine Minimalleistung gibts immer, (wenn das Augendiagramm keine
Nulldurchgänge hat, was man aus Linearitätsgründen vermeidet).
Gast
Was der Verweis auf Ewald DK2DB  und Gabi DB7ID, (daher der Name
ID-Elektronik ) soll versteh ich auch nicht. Ich hab die
20dB-13cm-Gitterparabolantenne und 13cm-Endstufe mit 10 Watt für ATV
von den beiden, aber da ist keine Sende/Empfangsumschaltung drin.

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