Generell gilt (mal abgesehen von der o.a. Problematik, was den Tiny15
betrifft): Im Prinzip kann man an SPI beliebig viele Slaves
anschließen. Nur wächst mit der Slave-Anzahl auch die Anzahl der
benötigten Slave-Select-Leitungen (SS). Bei 8 Slaves also entweder 8
Leitungen (für jeden Slave eine separate) oder gemultiplext 3
Leitungen, die dann aber für jeden Slave einen Adressdecoder
erforderlich machen. Wenn der Master nicht über ausreichend Portpins
für 8 separate SS-Leitungen verfügt, kann man ihm natürlich direkt
einen 3-zu-8-Demultiplexer vorschalten und damit jedem Slave separat
eine Select-Leitung zuführen, am µC aber nur drei Pins
'verschwenden'. Das Verfahren mit separaten SS-Leitungen bietet sich
v.a. dann an, wenn die Slaves 'sternförmig' verteilt sind, dann sind
es nur 4 Leitungen zu jedem Slave.
Ansonsten gäbe es die Möglichkeit mit TWI. Die hat den großen Vorteil,
dass sie unabhängig von der Anzahl der Slaves mit zwei Leitungen
auskommt. Allerdings ist die Anzahl der Slaves begrenzt (128 bei den
AVRs) und das Protokoll ist halt wesentlich komplizierter. TWI kann man
zur Not auch per Software implementieren.