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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Was kann man mit Embedded XP anfangen?


Autor: Jürgen (Gast)
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Hallo Gemeinde,

Da ich von der FH als Student Windows Embedded XP bekomme, habe ich
mich gefragt für was ich das gebrauchen kann. Kann ich das
Betriebssystem einfach auf eine SD karte packen und dies an einen uC
anschliessen? Dem uC sagen von wo er booten soll. Evtl noch mit einem
LCD.
Oder ist das nicht so einfach.
Welche uC´s werden von Embedded XP überhaupt unterstützt?
Was sind die "mindest Systemanforderungen"?

Autor: yalu (Gast)
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Meines Wissens (lasse mich geren korrigieren, wenn's nicht stimmt):

Embedded XP ist im Vergleich zu normalem XP modular aufgebaut, d.h. man
kann bei der Installation einzelne Komponenten weglassen, so dass
schließlich für eine Minimalinstallation nur noch einige MB anstatt GB
auf dem Bootdevice benötigt werden. Damit kann man es auch auf
kleineren Flash-Speichern installieren.

Ansonsten ist es wie XP:  ist kompatibel mit praktisch allen
Windows-Anwendungen, läuft nur PCs mit x86-kompatiblen Prozessoren und
nervt.

Wer sich unter "embedded" etwas wirklich kleines und feines vorstellt
und trotzdem ein MS-OS installieren möchte, muss Windows CE nehmen. Das
unterstützt auch noch ein paar andere Prozessoren, insbesondere die
ARM-Familie mit Abkömmlingen wie Strongarm und Xscale.

Autor: Jojo S. (Gast)
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Wenn dein µC ein Pentium ist und du eine Standard PC Umgebung hast dann
geht das... Guck dir mal unter www.microsoft.com/embedded die Tutorials
und White papers dazu an.
XPe ist Windows Professional. Nur geliefert als Baukasten so das du es
auf eine embedded Hardware zuschneiden kannst. Typische Anwendungen
sind z.B. Kassensysteme (POS, McDonalds stellt z.B. gerade auf XPe um),
Messsysteme oder Steuerungen.
Insgesamt ist XPe aber recht komplex wg. der vielen Abhängigkeite der
Windowskomponenten untereinander, eine einfache Box die nur TCP/IP
können soll und Standard VGA braucht locker 100 MB Plattenplatz, das
können andere OS effizienter. Der grosse Vorteil ist das man nahezu
alle Windows Programme unverändert nutzen kann und für eigene
Entwicklungen die 'Standard' Entwicklungsumgebungen wie VisualStudio,
Delphi & Co. nutzen kann, einarbeiten in andere Entwicklungssysteme
entfällt.
Für µC's wie AVR, ARM u.a. ist das nicht zu gebrauchen.

Autor: Jürgen (Gast)
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Ach So ist das, dann braucht man also für XPe einen "von Neumann
Rechner" und eine x86 Prozessor Architektur.

Heisst das dann aber auch das man für Windows CE einfach einen
unterstützen Controller benötigt, eine Speicherkarte, und des LCD und
man kann sich im Keller mit genügend Erfahrung einen "besseren" mp3
Player fürs Auto basteln? Oder ist das dann auch nicht soooo einfach?

Habe mir gerade so nen Datenblatt mal angesehen, viele Controller haben
ja Anschlusspins für SDRAM, LCD Pannel, Ethernet usw alles dabei.


Grüße

ich

Autor: Sebastian Eckert (Gast)
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Na ja, Controller... eher ein komplettes Embedded-PC-Mainboard,
beispielsweise in 5.25"-Größe, oder aber als PC104-Baugruppe
(http://www.systerra.de/PC104-CPU.html#SYSNETIPC5A) oder sogar als
Modul (http://www.kontron.de/index.php?id=82&cat=11). In jedem Falle
muß es aber Intel x86-Architektur sein... und reichlich
Systemressourcen haben, zumindest im Vergleich zu typischen
Mikrocontrollern.

Autor: Jürgen (Gast)
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Die Embedded PC Mainboards sind ne super Sache. Dennoch interessiert
mich eher der aufbau. Wenn ein Controller eine AC97 Sound unterstützung
hat, sind dann die Klinkensteckerbuchsen einfach nur mit den
entsprechenden PINs am uC verbunden, oder benötigt man in dem Falle
trotzdem sowas wie eine "Soundkarte".
Viele haben auch eine MAC unterstützung. Langt es da einfach so eine
RJ45 dose anzustecken, oder bedarf es da etwas mehr?
Das gleiche mit der USB Unterstützung.
Langt da einfach die Hardware zu verbinden???



grüße
ich

Autor: Jojo S. (Gast)
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in den embedded PC's sind x86 CPUs und die entsprechenden Chipsätze
verbaut, und die stellen üblicherweise die Netzwerk und Soundfähigkeit
zur Verfügung. Das hat auch wenig mit µC zu tun, eher mit PC der auf
(relativ) geringe Stromaufnahme und Grösse optimiert ist. Wenn man so
ein Board nimmt kann man aber XPe oder CE nutzen und daraus einen MP3
Player bauen, wird dann aber auch ca. 150 € kosten. Wenn es unbedingt
ein Selbstbau MP3 Player werden soll dann guck dir mal das ARM Board
hier auf dem Homepage an. MP3 Dekodierung wird da per Software gemacht.
Weitere Lösungen gibt es wenn du die Suche hier benutzt, eine andere
Variante ist einen Dekoderchip VS10xx zu nehmen und den mit einen
Datenstrom per µC zu füttern, dafür braucht man kein OS.

Autor: Jürgen (Gast)
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Tach JojoS

Mir ging es garnicht darum etwas selber zu bauen, ich wollte mir
einfach nur mal einen überblick über das ganze machen. Das mit dem
mp3-Player war nur ein Beispiel. Mich hatte des einfach mal
interessiert wie sowas ungefähr geht.

danke für die schnellen Antworten.


gruß
ich

Autor: Thomas O. (Gast)
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wurde dau auch zu so nem Modul greifen wie es im Beitrag vorher verlinkt
ist. Wenn du das Betriebssystem von einer Speicherkarte laden willst
kauf dir nen Adaptar dann kannst du ne Compakt Flash direkt am IDE Port
anschließen. Die Ansteuerung ist anscheinend IDE/ATA-kompatibel, fra
mich nur wie man das Ding als Master bzw. Slave konfiguriert.

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