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Forum: Mechanik, Gehäuse, Werkzeug Status 3D-Druck


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Autor: Martin (Gast)
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Hallo zusammen,

ich wundere mich immer wieder, wie so die aktuelle "Stimmung" um 
3D-Druck aussieht. Irgendwie scheint so die Luft raus zu sein... da ich 
auch nur eine begrenzte Sichtweite habe, wäre ich an anderen Meinungen 
interessiert. So sieht meine aus:
Vor ein paar Jahren gab es einen riesen-Hype um 3D-Druck, der sich 
anscheinend komplett aufgelöst hat. 3D-Druck ist in der Industrie 
etabliert, für Prototypen (oft) und Serienteile (wenige). Ich nutze 
3D-Drucker regelmässig beruflich und auch privat (habe einen Prusa 
MK3S). Wieviele Drucker privat im Einsatz sind und auch genutzt 
werden...? Prusa hat kürzlich den 100000sten Drucker ausgeliefert. 
Chinesendrucker für ein paar hundert Euro scheint es wie Sand am Meer zu 
geben.
Aber insgesamt ist es sehr ruhig geworden im Hobby-FDM-Sektor. Prusa 
macht nach dem MK3S und dem Fiasko MMU2 keine Anstalten, etwas 
weiterzuentwickeln und hat eh mit dem SL1 zu tun. Allerdings sind die 
STL-Drucker m.E. viel zu speziell für Hobbyanwender. Von den Chinesen 
hört man nur, dass sie das zum 123. Mal das gleiche Rezept ein paar Cent 
billiger aufkochen. Die letzte Innovation (wenn man das so nennen kann) 
scheinen mir die leisen Trinamic-Treiber zu sein (und auch das ist eine 
Weile her). Gefühlt also Stillstand im FDM-Sektor. Sogar dem Tom 
Sanladerer ist die Lust am Druckerbasteln fast vergangen.
Was meint Ihr? Ich denke, der FDM-Prozess hat Grenzen (Genauigkeit, 
Qualität, Material, Geschwindigkeit) und die wird von den meisten 
aktuellen Hobbydruckern mehr oder weniger erreicht. Irgendwo einen 
Schrittmotor durch ein closed-loop-Servo oder ein Luftlager einzubauen, 
würde schlicht nur Kosten erzeugen und keine bessere Druckqualität 
erreichen.
Worauf ich gehofft hatte, wäre noch lösliches Stützmaterial (PVA oder 
BVOH) gewesen, aber davon redet niemand mehr. Natürlich können das (lt. 
Datenblatt) UM5 oder BCN3D, aber zu welchem Preis... Versuche wie MMU2 
gibt es, aber hier sieht man, dass es ein gigantischer Schritt ist von 
einem theoretisch funktionierendem Setup zu einem praxistauglich zu 95% 
zuverlässigen Gerät zu kommen.
Von den SLS-Maschinen hört man auch nichts mehr. Nachdem die zentralen 
Patente ausgelaufen sind, könnte man ja günstigere Formiga-Alternativen 
bauen, aber die Pulverei ist vermutlich eine Riesenschweinerei nur mit 
eigener Werkstatt (und Absaugung) nutzbar.

Was meint Ihr - wie stehts mit den Hobbydruckern?

- Martin

Autor: Alex G. (dragongamer)
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Es gibt schon einen Thread wo hierüber neulichst diskutiert wurde: 
Beitrag "Beschäftigt ihr euch mit 3D-Druckern?"

Denke eigentlich nicht dass die Luft generell raus ist. Es wird nicht 
mehr unsinnigerweise groß in den Medien berichtet wie man mit 3D Druck 
sein leben revolutionieren kann etc. Aber jeder mit auch nur ein Wenig 
interesse an Technik, bekommt trotzdem mit dass es 3D Drucker gibt und 
hat wahrscheinlich schon evaluiert ob ihm persönlich die Anschaffung 
wert ist.
An jeder Wissenschaftlichen Hochschule und Uni gibt es 3D Drucker mit 
denen man rumprobieren kann.


Was die Druckqualität bei Hobby-Fillamentdruckern angeht scheint es wohl 
einfach so, dass selbst in China nicht möglich ist, die scheinbar 
notwendige Qualität der viel teureren Industriedruckern, dem Hobbyisten 
zu ermöglichen.
Nicht sicher woran genau es scheitert. Wahrscheinlich müsste man durch 
die Bank weg alle Komponenten präziser und teurer gestallten oder gar 
werkskalibrieren. Daher reichen solch kleine Anpassungen nach Anleitung 
nicht wirklich.


Da ich persönlich das immer wieder evaluiere sehe ich den größten 
Fortschritt an der Preissenkung von SLA Druckern. Da gibt es schon 
Modelle mit brauchbarem Bauraum unter 700€ und Winzlinge für 200€

Wie man so hört sind die prinzipbedingt weniger fehleranfällig und 
einstellungsbedürftig als Fillamentdrucker, wodurch sie auch für einen 
Hobbyisten geeignet sind, dessen hobby nicht 3D Druck selbst ist, 
sondern diesen nur zum Mittel zum Zweck einsetzen will.

Autor: Max D. (max_d)
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3D-Druck ist halt in den letzten Jahren vom Zweck zum Mittel geworden.
Ist die natürliche Entwicklung einer Technologie.
Erstmal ist es neu und experimentell und eigentlich zu nichts nütze 
ausser eben neu zu sein.
Dann finden sich schlaue Leute (sehr oft nachdem die Patentblockade 
abgelaufen ist) die sich damit befassen wie man das Konzept sinnvoll 
einsetzen kann.
In der "Endphase" ist das Ergebnis fest in seiner Funktion in der 
Gesselschaft/Industrie integriert.
Je nach Anwendung kommt dann irgendwann eine andere Lösung daher die es 
ersetzt oder obsolet macht.

Autor: Flip B. (frickelfreak)
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die hardware für fdm ist nun ok. Es finden noch 
konstruktionsoptimierungen bzgl preis und bewegungsdynamik statt. 
abnehmbare druckbetten, netzwerkanschlüsse etablieren sich. Slicer 
werden weiterwntwickelt (ganz aktuell nonplanar upper layers)
Neue verfahren kommen. MSLA  ist für mich ein echter hit und mit dem 
entsprechenden workflow weniger aufwändig als FDM. Diese maschinen 
werden nun auch optimiert.

Weiterhin sehe ich schritte für bessere integration mit anderen 
fertigungsmethoden Bohren, fräsen, lp-direktbelichtung (da bin ich 
aktuell dran, 2-seitige Leiterplatten mit lötstopp und duko im 
direktbelichtungsdruck)

Autor: Olaf (Gast)
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Ich wuerde auch sagen das es da nicht mehr viel zu reden gibt. Das was 
ich mir vor 4-5Jahren selbst zusammengebastelt habe bekommst du 
mittlerweile guenstiger als ein Paket aus China und es funktioniert 
genauso.

Ein Grossteil der Nutzer sind naiv und ohne technische Vorbildung und 
stossen dann an die Grenzen bei der Modellerstellung. Wer interessiert 
ist kann sich aber mit so einem Drucker stark weiterbilden. Das ist wie 
die Entwicklung des Internets wo wir ende der 80er auch fast nur nette 
Leute hatten mit einer etwas einseitig ausgerichteten technischen 
Orientierung und es heute die breite Gesellschaft mit ihren 
Schwachkoepfen, Betruegern und Geldgeilen gibt, aber eben auch einen 
vereinfachten Zugang fuer Leute ohne diese technische Orientierung. 
Diese Entwicklung (kommerzialisierung) kann man derzeit auch bei den 
3D-Druckern beobachten.

Mit anderen Worten, es wird Zeit das eine neue interessante 
Herausforderung am Horizont auftaucht. Drucken wird langweilig. :-D

Olaf

Autor: vn nn (Gast)
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Autor: bernte (Gast)
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schon wieder ein aktiver
Meinungsforscher unterwegs?


in letzter Zeit dauernd diese dummen threads mit
was denkt ihr darüber
was haltet ihr von


geh in ein 3d druck forum und tschüss

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