Gast
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Hallo zusammen, ich löte wie von euch vielleicht auch einige meine Baugruppen mit der Heißluftstation. Leider hatte ich hier vermehrt das Problem das z.B. das Kunststoffpodest von SMD Elektrolytkondesatoren, oder diverse SMD Stecker dabei angeschmolzen sind. (Die reflow festen Stecker, die Wüstenluft war einfach ein bisschen zu viel) Leider ist das vor allem für etwas professionellere Prototypen keine Option. Daher habe ich mich eine lange Zeit nach Alternativen umgeschaut. Toaster Ofen und die klassischen China IC-Chip-Heater haben dafür immer nur mäßig funktioniert. Ich bin dann vor einiger Zeit beim stöbern durch diverse Foren auch auf den Dampfphasen Thread in diesem Forum hier gestoßen. Die beschriebenen Aufbauten haben mir ganz gut gefallen, weshalb ich mich an diesem Thema auch einmal selbst versuchen wollte. Das Ergebnis möchte ich euch hier gerne vorstellen. Als Basis für die Dampfphase dient ein Edelstahlbehälter aus dem Gastronomiebereich. Ich habe recht lange gesucht bis ich eine zufriedenstellende Größe gefunden habe. Ziel der Suche war es einen Topf zu finden der eine ausreichende Grundfläche bietet, und zugleich tief genug ist um ein vernünftiges Lötprofil zu liefern. Entschieden hab ich mich für einen Topf mit einer Grundfläche von 25cm X 25cm und einer Höhe von ca. 30cm. In diesen habe ich ein 1100W Heizelement ursprünglich für einen Toaster Ofen gedacht integriert. Damit ich das Gerät nicht mit allzu viel Galden beladen muss, sorgt ein großer Alublock für etwas Verdrängung. Die thermischen Eigenschaften sollten darunter nicht allzu viel leiden, da Aluminium eine geringere spezifische Wärmekapazität als Galden hat. Die Oberfläche des Alublocks ist zwar begrenzt, und in diesem findet auch keine Konvektion statt, dennoch sollte sich der Einfluss in Grenzen halten. Dank des Alublocks brauche ich aktuell „nur“ 200ml Galden, was für mich ein guter Kompromiss ist. Um zukünftig ein schönes Profil fahren zu können, habe ich eine absenkbare Auflage in den Aufbau integriert. Das Lochblech ist an vier Bowdenzügen aufgehangen, welche über eine Spindel das Podest verfahren. Der Deckel der Lötanlage wird ebenso über Bowdenzüge durch einen Rollenmechanismus angehoben oder abgesenkt. So verbrenne ich mir nicht die Hände wenn ich die Platine aus dem heißen Bottich fischen muss. Unter besagten Bottich befinden sich vier Lüfter, welche das Galden nach Beendigung des Lötprozess abkühlen. Das funktioniert aktuell ganz gut. Das Galden kann schnell genug abgekühlt werden, ohne das dies wieder an der gelöteten Platine kondensiert. (Die sich zu diesem Zeitpunkt wieder unter dem Deckel befindet) Gekühlt wird das ganze über zwei Radiatoren welche mit je zwei 120mm Lüftern ausgestattet sind. Das Wasser wird durch vier GPU Kühlblocks gepumpt, welche an den Seiten des Bottich flächig angeschraubt wurden. Ich hab ein paar Bilder des Prototypen angehangen, sowie ein paar aktuelle Bilder der lötstellen. Die gesamte Elektronik wird in nächster Zeit noch auf einem Controller Board untergebracht. Ebenso soll es ein schönes Display geben ? Der nächste Schritt wird sein ein schönes Profil zu implemetieren, was dann auch für glänzende Lötstellen sorgen sollte. Hier noch ein Kurzes Video: https://youtu.be/Du0YXhiLl0w






