Tonertransfer irgendwie mit *rissen*

OP #372978
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Hallo, habe probleme mit der Tonertransfermethode nach
http://thomaspfeifer.net/platinen_aetzen.htm

Platine schaut aus wie auf dem Foto, auf der einen hälfte perfekt, aus
der anderen haben die bahnen risse.

Woran kann das liegen??? Ich bügel nach etlichen versuchen jetzt schon
auf max. stufe und lasse die platine auch gut abkühlen bevor ich sie
vorsichtig abspüle.

Gibt es noch irgendwelche besonderen tipps beim bügeln???
Gast #372987
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bin wohl zu blöd -.-

Hat einer ne idee wie ich es hinkrigen könnte oder was ich mit der
platine noch machen kann??

ich fahr heut zu 99% eh noch zum C also ne neue platine kauf ich
bestimmt
Gast #372989
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Ich bin seit kurzem auch ein wenig am experimertieren.

Zuerst habe ich Papier aus diversen Zeitschriften verwandt, mit denen
ich aber nicht die besten Ergebnisse erziehlt habe. Zum Schluss bin ich
beim Auktionskatalog von Crott und Muser gelandet ;-) . Dieser hat ein
sehr glattes unbeschichetes Papier.

Hier mal meibe Arbeitsweise:
- Drucken mit viel Toner
- Papier zurecht schneiden und um die Platinenkante falzen
- Eine zweite Platine auflegen
- mit einem Tuch abdecken
- Auf Stufe "Leinen" (die höchste) etwa zwei Minuten bügen. Sich
hierbei mit ein paar Kilo auf das Bügeleisen stützen
- Bügeleisen wegnehmen und direkt ein paar Gewichte (Bücher, Hantel,
...) auflegen, da sich die meisten Papiersorten schon beim abkühlen
wellen
- einige Minuten auskühlen lassen
- Bücher kurz wegnehmen und das Papier auf der Leiterplatte ein wenig
mit einem "Blumenbesprüher" befeuchten und dann die Abdeckplatine und
die Gewichte wieder drauf packen
- dies einige Zeit durchziehen lassen - das Papier "verklebt jetzt die
Platinen
- die Platinen in warmes Wasser legen und abwarten. Nach einiger Zeit
fallen die Platinen auseinander und die letzen Papierreste lassen sich
durch leichtes Reiben von der Leiterplatte entfernen.

Die feinsten Leiterbahnen sind bei mir momentan 0,2 mm und es sind
keinerlei Fehlstellen erkennbar. Bei Intresse kann ich (sobald fertig)
Bilder schicken.
Gast #372990
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Nachtrag:

Vorbehandlung der Platinen bei mir:

kurz mit ATA abscheuern, heiß abspülen und abtrocknen. Danach mit einem
Platinen-Schleifschwamm (Feines Schleimittel in Kautschukträgermasse)
leicht aufgerauht.
Gast #372994
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An Backpapier hatte ich auch schon gedacht. Allerdings kann das böse ins
Auge gehen, da dies beschichtet ist und zu mindest auf meinem steht das
es maximal 220° verträgt. Sicherlich ist da auch noch ein paar Grad
Reserve, doch weiss ich nicht wie heiß es in der Fixireinheit des
Druckers zu geht.

Zum ätzen werde ich erst morgen kommen. Werd bei Erfolg mal ein Foto
schicken. Der Druck sah zu mindest auch unter dem Mikroskop bislang
sehr gut aus.
OP #372997
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Keine Platine is grad beim abkühlen

ich meine "Meine Platine is grad beim abkühlen"

würde nix aber deutlich besser als die letzten male... ich versuchs mal
mit noch länger bügeln.

Müssen die leiterbahnen nach dem bügeln deutlich durchs papier
schimmern??? bei mir sieht man sie nur schlecht
OP #373001
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wieder nix ich brauch irgend nen tipp wie ich das hinkrig denn ich denke
nach dem vielen abschleifen is die kupferschicht nimma all zu dick.

Also ich verwende nen Kyocera F-800T laserdrucker mit original toner,
is der toner vlt. schlecht??? Hab nur mal gehört das der laserjet III
Original Toner nicht geeignet ist
Gast #373004
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So, meine Platine ist fertig. Im großen und ganze bin ich sehr zu
Frieden mit dem Ergebniss.

Die Leiterbahnen sind am Rand nur minimal vom Ätzen angegriffen. Mit
einer vernünftigen Ätzanlage dürfte dies wohl noch besser werden. Die
einzige wirkliche Unschönheit ist, dass in großen Pads anscheinend die
Abdeckung nicht komplett dicht hielt und die Oberfläche ein wenig
angegriffen wurde. Technisch ist dies aber kein Problem.

Beim anhängenden Bild sind die dünnen Leiterbahnen 0,2 und die dicken
0,3 mm stark.

Noch ein paar Worte zum Material:
Drucker: HP laserjet 1200 mit original Toner; Ausdruck mit maximalem
Tonerauftrag.
Ätzen mit EisenIIIChlorid
Angehängte Dateien:
Gast #373006
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@ludiwg:
spar dir teures papier zu kaufen
nehm einfach eine seite mit schwarz/weiß bedrucktem focus/spiegel etc.
und druck da das layout drauf

die "risse" kommen daher, dass der Toner nicht vollständig
übergegangen ist.

ich leg immer ein (fasernfreies) tuch über das papier und fahr dann
langsam mit dem bügeleisen jedes stück gezieht an.

die platine leg ich danach zum abkühlen in den kühlschrank.

das papier nicht einfach abziehen, sondern ich legs immer in ne
spüli-wasser mischung und lass das papier vom wasser aufweichen, dann
löst es sich schon fast von selbst und man verhindert, dass das papier
toner mitreist und somit hässliche risse sich bilden

mfg
stefan
Gast #373008
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Das ist hauptsächlich dafür da den Druck des Bügeleisens ein wenig zu
verteilen (wofür ich die zweite Platine nehme).

Wenn Du sonst mit der Kante des Bügeleisens über die Leiterbahnen
streichst und dabei das Bügeleisen leicht verkantest, passiert es recht
leicht, dass der Toner platt gedrückt wird - was bei geringen
Leiterbahnabständen zu Kurzschlüssen führen kann.

Hast Du es evtl. schon mal mit dem einbrennen versucht, wie es auf der
Seite beschrieben wird zu dem du den Link gepostet hast?
Gast #373010
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Sorry, hast recht. Einbrennen kommt ja erst nachdem das Papier weg ist.
Bei Dir ist ja das Problem, das der Toner nich auf der Platine halten /
sich übertragen lassen will.

Ich vermute, das Dein Problem ist, das sich das Papier wellt (entweder
beim abkühlen oder sobal es feucht wird. kann es leider nich
ausprobieren, da ich keinen Reichelt Katalog habe). Bei mir war es bei
allen Papiersorten der Fall. Und speziell wenn man einzelne
Leiterbahnen auf weiter Flur alleine liegen hat hat es mir diese in den
ersten Versuchen immmer weg gerissen. Dadurch bin ich auf die Idee mit
den zwei Leiterplatten und nahezu konstanten Anpressdruck gekommen,
wodurch das Papier halt keine Möglichkeit hat sich zu verziehen.
Gast #373012
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Hallo ,

nach 8 Fehlgeschlagenen Versuchen hab ich jetzt meine erste Platine mit
Tonertransfer geschafft :) Bei mir war das Hauptproblem zuwenig Druck
und/oder zuwenig Temp. Ich habe Muddis Bügeleisen jetzt auf Stufe
"Alles Was Geht" und drücke das es bedenklich knackt. Und ich habe es
noch nicht geschafft den Toner plattzudrücken. Wichtig ist auch das du
mit dem Druck jede Stelle der Platine erreichst ggf. das Bügeleisen
immer wieder neu ansetzten.
#373013
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also ich bügle garnicht so heiß und nur mit leichtem druck :) komisch.
mein papier ist auch reichelt. allerdings werfe ich die platine schon
im heißen zustand direkt ins wasser, irgendwie klappt dann bei mir das
ablösen fehlerfrei und kein toner bleibt auf dem papier.

was mich sehr wundert und ich nicht machen würd eist das
"abschleifen" der platine. bist du sicher das da kein furchen und
unebenheiten enstehen? Ich nehme immer nur eine poliblock ganz am
anfang, und wenn ein bügelvorgang nicht funktioniert reinige ich nur
noch mit Aceton, ganz ohne mechanischen Abrieb.
#373014
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achja, ganz wichtig ist aus allen richtungen ständig wechselnd zu
bügeln, damit alles gleichmäßig warm wird, also immerwieder drehen und
die position des bügeleisens verändern. auch habe ich gemerkt, das mein
eisen (evtl. ja auch nur meins) nicht 100% gerade ist, d.h. die spitze
steht leicht hoch, wenn mans auf dne tishc stellt. deshalb den druck
auch mal von vorne nach hinten ändern, sodass alle teile der sohle zum
aufliegen kommen.
OP #373015
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So jetzt hab ich jede stelle gezielt und mit SEHR viel druck abgebügelt
und noch sofort im heißen zustand ins kalte spülmittlewasser geworfen.

Und siehe da: Nach vorsichtigem ablösen: Nichts verlaufen, auch nichts
abgegangen!!!! einfach PERFEKT!!!

Danke an alle die hier mitgeholfen haben!!!!!
#373017
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Schaut schon halbwegs brauchbar aus, Ich hätt da alerdings noch grosse
Kupferflächen verteilt, sonst ist dein Natriumpersulfat nach drei
Platinen schon alle.

Die restlichen Papierfasern kann man unter Wasser mit dem Daumen
wegrubbeln, hält der Toner normalerweise problemlos aus.

(Könnt ja mal jemand ausrechnen, ob Toner oder Ätzmittel billiger ist)

/Ernst
OP #373018
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lol^^

ich hatte als ich den ausdruck erstellt habe nocht nicht gewusst wie
ich Masseflächen aus quadraten erstelle. Die schwarzen hielten so gut
wie gar nicht, werde ich aber in zukunft einplanen.

Die papierfasern wegzurubbeln trau ich mich ned weils so schön
geweorden is die ätzt eh weg
#373021
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Apropos Tonertransfer:

Ich hab hier noch ne Packung "TEC200" Transferfolien (Chemitec GmbH)
für sowas.
(anno 1988, 10stück DinA4 für 22 DM)
In der Anleitung die dabei war wurde vorgeschlagen, die Platine auf
eine Herdplatte zu legen, Kupfer nach oben, Folie drüber, und dann mit
einer Gummiwalze plattdrücken.

Fürs Bügeleisen schlagen die 140° vor, "Baumwolle/Leinen"
Einstellung.

Und ein Hinweis auf ein Spezielles, in der Entwicklung befindliches
Transfergerät mit beheizbaren Walzen (=> Laminiergerät) fehlt auch
nicht...

Vielleicht scanne ich diese "Anwendungstechnischen Informationen" zum
"neuen und schnellen Weg zu gedruckten Schaltungen" mal ein, damit ihr
auch was von habt ;)

/Ernst

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