Du musst versuchen dir sowas bildlich vorzustellen und die Formeln
erstmal ganz beiseite legen.
Also, um eine Feder um einen Weg x auszulenken ist eine Kraft nötig.
Wie groß diese Kraft ist beschreibt die Federkonstante C. Diese Kraft
ist nicht nur nötig um die Feder auszulenken, sondern auch um sie dort
zu halten. Klar, wenn du sie loslässt flitscht sie wieder zurück. Also
muss Cx eine Kraft sein!
Um eine Masse m zu beschleunigen ist eine Kraft F=mx'' nötig. Kommt
diese Masse in den Einflussbereich einer Schwerkraft wird sie angezogen
und es bildet sich die Gewichtskraft F=mg. Überlässt man die Masse nun
dem freien Fall, so wird sich ein Kräftegleichgewicht mx''=mg
einstellen. Du hast bestimmt schonmal gehört, dass man Schwerelosigkeit
im feiem Fall simuliert, das ist genau das Prinzip.
Ein Öldämpfer (der in der Skizze übrigens fehlt) ist aufgebaut wie ein
Zylinder, der sich frei in einem mit Öl gefülltem, geschlossenem Rohr
bewegen kann und somit eine Trennung zwischen zwei Holräumen darstellt.
Die einzige Verbindung zwischen den beiden Holräumen ist ein kleines
Loch im Zylinder. Wenn man nun den Zylinder bewegt, wird ein Holraum
gestaucht, der andere gedehnt. Diese Volumendifferenz an Öl muss durch
das kleine Loch ausgeglichen werden. Da das Öl eine gewisse Viskosität
hat ist dazu eine Kraft nötig. Diese Kraft ist natürlich proportional
zur Geschwindigkeit: Dx'
Zum Zeitpunkt t<0 hängt also deine Konstruktion aus Feder und parallel
dazu der Dämpfer an der Decke. Die Feder ist entspannt und nichts
bewegt sich. In Höhe des Hakens machst du einen Strich an die Wand und
schreibst x=0 daneben. Zum Zeitpunkt t=0 hängst du das Gewicht der
Masse m an den Haken und schaust was passiert. Die Konstruktion wird
nach unten gezogen, einige Zeit lang schwingen, wegen dem Dämpfer
langsam abklingen und schließlich ganz zur Ruhe kommen. Nun machst du
wieder in Höhe des Hakens einen zeiten Strich an die Wand, das ist dein
Endwert.
Wie man all diese Kräfte nun in eine Formel stopft ist ja schon zu
genüge beschrieben worden. Interessant ist villeicht noch, wie man zum
Endergebniss kommt:
Die Ableitungen des Weges existieren nur für den Zeitraum, in dem sich
der Weg ändert. Wo sich nichts ändert, da sind auch alle Ableitungen
gleich 0. Diese Ableitungen werden also nur benötigt um den
Einschwingvorgang zu beschreiben. Wenn man sich aber lediglich für den
Eingeschwungenen Zustand interessiert, kann man alle Ableitungen in der
DGL Null setzen und gucken was rauskommt.