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Forum: Offtopic gutes bleifreies Lötzinn


Autor: Markus (Gast)
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Hi,
ich bin noch verzweifelt auf der Suche nach einem GUTEN bleifreien
Lötzinn. Ich hab hier grad eins das mich zur Verzweiflung bringt. Lötet
sich als hätte es keine Flußmittelseele (vielleicht hab ich sogar pech
und die Seele ist tatächlich nur ganz dünn).

Halt der übliche 1mm Lötdraht. Hat da jemand gute Erfahrungen? Gibts
vielleicht sogar bleifreies Lot mit ner Schmelztemperatur <200°C?

Gruß
Markus

Autor: Black Fist (Gast)
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"Gut" und "bleifrei" schließen einander aus. :-((

Black Fist

Autor: Sven Johannes (Gast)
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Moin...

nein, nicht unbedingt, aber man muss einige Punkte beachten:
- Kupferanteil, sonst frisst es dir die feinen Leitungen weg.
- Silberanteil für niedrigen Schmelzpunkt
- DÜNN! Beim löten wird dann zwnagsweise immer frisches Lot
nachgeführt.
- 2,5% oder mehr Flußmitelanteil.

Und dann üben, üben, üben... ist wie nochmal löen lernen.
--
 SJ

Autor: Markus (Gast)
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ich weiß. aber was ist das brauchbarste vom unbrauchbaren? Bei SMD
Lotpaste hab ich ja auch was brauchbares gefunden.

Ich komm mir grad vor als wäre ich ein Lötanfänger

Autor: Löter (Gast)
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SN100C-SnCu0,7Ni Röhrenlot mit 0,5mm, 2,2% Flußmittel

von Balver Zinn

Autor: Thomas S. (Gast)
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Balver Zinn ist ok, aber relativ hoher Schmelzpunkt, da Reinzinn (keine
100 nur 99,3 :o)))). Kupfer sollte aber nicht schaden.
Ich bin mit Felder Sn95,5Ag3,8Cu0,7 recht zufrieden.

Thomas

Autor: Markus (Gast)
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Hab gestern mit Edsyn telefoniert. Die schicken mir Muster von
verschiedenen bleifreien Loten und haben mir auch ein paar gute Tips
gegeben was man beachten muß. Mal schauen ob ich das auf die Reihe
kriege

Autor: HariboHunter (Gast)
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gib doch bitte die guten tipps mal weiter, zusammen mit den Erfahrungen
die Du mit den Proben gemacht hast :o)

Autor: Markus (Gast)
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Naja, ein Problem ist das engere Temperaturfenster. Wenn man bei
bleifreiem Zinn zu heiß lötet ist das problematischer als bei
bleihaltigem.

Außerdem ist es bei bleifreiem Zinn bedeutend wichtiger die Lötstelle
vorzuwärmen. Das Fließverhalten ist schlechter. Die Lötspitze sollte
immer verzinnt sein.

Wenn eine Platine oder Bauteile etwas länger liegen und die Lötpads bzw
Anschlüsse schon leicht anoxidiert sind ist es bedeutend schlechter zu
löten. Hier sollte man vor dem Löten das Pad und die Beinchen mit
etwas Flußmittel gefügiger machen. Ich hab hier den FL88 Fluxi von
Edsyn, damit geht das bedeutend besser. (soll keine Schleichwerbung
sein)

Löten mit bleifreiem Zinn ist außerhalb der engen Grenzen so als würde
man ohne Flußmittel löten. Das Zinn schmiert und zieht sich wie
Kaugummi. Hier hilft nur das Einhalten der richtigen Temperatur und
Zugabe von zusätzlichem Flußmittel.

Wenn ich ein bissel mehr Erfahrung hab werd ich sicher was
ausführlicheres dazu schreiben. Die nette Lady von Edsyn musste auch
Schmunzeln als ich Ihr die Problematik geschildert hab. Bin sicher
nicht der Erste gewesen ;)

Autor: Markus (Gast)
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hab grad 6 !!! unterschiedliche Muster inkl. Datenblatt bekommen zum
Probieren. Da bin ich ja mal gespannt.

Autor: FPGAküchle (Gast)
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Nach Aussage unserer "Lötmädels" sind deine Forderungen ( T< 200 grd,
Flussmittel in der Lotdrahtseele) bei bleifrei unereichbar.

Nach deren Erfahrung braucht bleifrei mehr Flussmittel und ca 20 grd
mehr. Also die haben ihre Lötstationen für bleifrei auf ca. 240-260
grad und verwenden flussmittel zusätzlich zum im Lot befindlichen. Und
davon mehr als bei bleihaltig.

Autor: Markus (Gast)
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Bei SMD Paste gibts ein Lot mit 137°C. Aber bei Lötdraht gibts das wohl
nicht.

Hab mittlerweile etwas rumexperimentiert. Hab meinen Lötkolben auf ca
330-350°C eingestellt und halte mich daran die Lötstelle etwa eine
Sekunde lang vorzuwärmen. Dann geht es eigentlich problemlos, auch ohne
zusätzliches Flussmittel (saubere Platine vorausgesetzt)

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