mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Wind schlägt Fenster zu!


Autor: Stefe_O (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Tach, ist grade so windig und ich wohne im 6. OG. Folgendes: Ich mache
Durchzug. Der Wind steht auf zwei Fenster und zwar frontal. Auf der
anderen Seite ist ein Fenster auf und eine Balkontür.

Plötzlich frischt der Wind weiter auf. Es pfeift und bang: Die Fenster
auf der Windseite knallen zu! Warum?

Stefe_O

Autor: Wolfram (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Warum?
Du hast vergessen etwas ins Fenster zu klemmen, das verhindert das es
zufällt? ;-)

Autor: Harry (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Im Zimmer entsteht ein Überdruck wenn der Wind durchs Fenster
hineinbläst. Im Bereich wo die Luft aus dem Fenster ausströmt entsteht
dadurch wiederum ein Unterdruck, und da die Fenster nach innen
aufgehehen -> BUMM.

Autor: Peter (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Warum fällt der benachbarte dominostein um, wenn ich einen anstosse?
ist doch fast das gleiche..

Der Druck von aussen ist so hoch, dass die Luft in der Wohnung nicht
schnell genug duch andere Fenster endwichen kann..

Autor: Wolfram (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also ich tippe eher auf Bernoulli-Effekt, bei grösseren Schiffen die zu
nahe aneinander vorbeifahren gibt das noch einen grösseren BUMM.

Autor: Stefe_O (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Also, die Fenster auf der Windseite sind gekippt, die auf der anderen
Seite ganz auf. Warum sollte die Luft nicht entweichen können?

Stefe_O

Autor: Copper (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wolfram meint vermutlich, dass die einströmende Luft durch die gekippten
Fenster einen niedrigeren Druck als die im Zimmerninneren aufweist.

Durch den Windstoß hat sich der Druckunterschied noch erhöht.

Autor: Karl heinz Buchegger (kbucheg)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Das Prinzip ist das gleiche nach dem auch ein Flugzeug fliegt:
Wolfram hat ihn schon angesprochen: Das Zauberwort heisst
Bernoulli bzw. Gasgleichung.

Je schneller eine Gas fliesst, desto kleiner ist sein
Druck. (vereinfachte Gasgleichung: p*v = const)
Auf der einen Seite des Fensters fliesst die Luft vorbei
auf der anderen Seite steht die Luft. Ergo herrscht auf der
Seite mit der Strömung ein geringerer Luftdruck als auf der
anderen Seite. Es gibt also eine Druckdifferenz zwischen
den beiden Seiten. Nach: Druck = Kraft / Fläche folgt
daraus, dass dadurch eine Kraft entsteht. Diese Kraft
wirkt in Richtung der Seite mit der Luftströmung und sorgt
dafür, dass sich das Fenster bewegt.
Perverserweise wird durch das sich bewegende Fenster, der Spalt
für die durchströmende Luft kleiner. Dadurch wird die Strömung
selbst noch mehr beschleunigt, sie fliesst noch schneller,
wodurch der Unterdruck noch größer wird und die Kraft noch
mehr anwächst.
Dadurch erklärt sich auch das Phänomen, dass sich das Fenster
am Anfang erst ganz langsam bewegt und immer schneller zufällt,
je kleiner der Spalt wird.

Autor: Stefe_O (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Wind bläst aber nicht parallel zu den Fenstern!

Stefe_O

Autor: Karl heinz Buchegger (kbucheg)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Wenn es offen steht schon :-)

Autor: Wolfram (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Experiment:
nimm mal 2 Blätter Papier halte sie parallel mit Abstand 2-3cm und
puste zwischen die beiden Blätter von oben. Was passiert?

Autor: Karl heinz Buchegger (kbucheg)
Datum:
Angehängte Dateien:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ausserdem ist das völlig Wurscht.
Sobald sich eine Luftströmung bewegt hat sie einen geringeren
Druck als eine sich nicht bewegende Luft.

Ist das Fenster gekippt, so bildet das Fenster mit dem
Rahmen an 3 Seiten einen Spalt. Bläst der Wind auf das
Fenster zu, so quält sich die Luft durch diesen Spalt.
Sie fliesst über die Fensteroberfläche zum Spalt (denn nur
dort kann sie abfliessen) -> Unterdruck -> Bäng.



                     |
                     |
-----+               |           +----------
     |              / \          | Wand
-----+             /   \         +----------
       <----------      -------->

      +--------------------------+
      +----------Fenster---------+

Bei einer normalen Strömung reicht vielleicht die Kraft
nicht aus, das Fenster zu bewegen. Erst in einer Boe
kommt genug zusammen.

Sag, hast du nie den berühmten Versuch mit 2 Postkarten und
2 Stricknadeln gemacht?

Jede Postkarte wird an einer Kante umgeknickt und jeweils
eine Postkarte mit dem so entstandenen Falz an einer Stricknadel
aufgehängt. Hält man nun die beiden Stricknadeln (mit den
daranhängenden Postkarten) relativ nahe zueinander und bläst
zwischen die Postkarten hinein, was passiert?
Überraschung: Die Postkarten bewegen sich aufeinander zu und
nicht etwa voneinander weg.

Autor: Wolfram (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Karl Heinz Buchegger:
ich war vielleicht schneller, aber du hast eindeutig die besseren
Zeichnungen.
;-)

Autor: John (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@Karl Heinz Buchegger:
Wow, schön skizziert (die gif)!

Autor: Harry (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Jetzt hört doch mal auf den Karl Heinz zu verarschen. Ihr könnt bestimmt
auch nicht besser zeichnen.

Autor: Benedikt (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Man glaubt garnicht wie stark die Kräfte von Luft sein können:
Man nehme eine Kunstoffscheibe, bohre ein Loch rein, und klebt da ein
Stück Rohr drauf. Darauf steckt man einen Druchluftschlauch. Jetzt legt
 man eine zweite Kunstoffscheibe darunter und schaltet die Luft ein:
Die untere Kunstoffscheibe springt nach oben an die obere, und hält die
Luftaustrittsöffnung zu. Dann knallt es und der Druckluftschlauch fliegt
weg...

Autor: John (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
ICH HABE IHN NICHT VERARSCHT.
Ich finde die Zeichnung wirklich gut.

Autor: Wolfram (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>Ich finde die Zeichnung wirklich gut.
Ich auch!
Wie sagte schon mein Physiklehrer:
"Eine Zeichnung ist die halbe Lösung."

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Yahoo-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.