Gast
#6335122
Hallo! Ein Projekt habe ich noch in der Warteschleife und zwar ein Strömungsmessgerät, welches dann als Spirometer zur Bestimmung des Lungenvolumens dienen soll. Als Sensor kommt der MPX5010 zum Einsatz. Dieser besitzt zwei Druckeingänge, um den Differenzdruck messen zu können. Die Empfindlichkeit beträgt 0.45V/kPa. Ein erster Funktionstest verlief erfolgreich. Konnte durch Einsaugen schön Spannungen bis 4.5V erzielen bei 5V Versorgungsspannung. Zur Messung des Lungenvolumens muss natürlich der aktuelle Volumsfluss dV/dt bekannt sein. Diesen könnte ich mit einem gewöhnlichen Strömungsmessgerät basierend auf einem Schaufelrad bestimmen nur ist dies mMn viel zu ungenau, da sich zum Beispiel das Schaufelrad aufgrund der Trägheit noch weiterdreht, auch wenn keine Strömung mehr vorliegt. Deshalb habe ich mich für die Druckmessung entschieden. Der Gesamtdruck besteht ja aus statischen, dynamischen und Schweredruck (Bernoulligleichung). Die Summe der drei Drücke ist entlang eines Strömungspfades konstant. Gehe ich von einer Höhendifferenz h = 0 aus, so fällt der Schweredruck weg. Übrig bleibt die Summe aus statischen und dynamischen Druck, also die Gleichung p_stat_1 + 0.5 ro v_1² = p_stat_2 + 0.5 ro v_2² Nun messe ich einen statischen Druck außerhalb des Spirometerrohres, wo v_1 = 0 gilt. Daraus folgt für die Gleichung: p_stat_1 = p_stat_2 + 0.5 ro v_2² Umgeformt nach v_2 ergibt sich der Ausdruck: v_2 = Wurzel[2 * (p_stat_1 - p_stat_2) / ro] Die Druckdifferent p_stat_1 - p_stat_2 wird eben mit dem MPX5010 gemessen. Dessen Ausgangsspannung hat einen geringen (ca. 0.2V) offset, welcher von der ausgegebenen Spannung abgezogen werden muss. Die Empfindlichkeit beträgt wie oben erwähnt 0.45V/kPa. Daraus folgt die Beziehung: p_stat_1 - p_stat_2 = 1000 * [(U_out - U_offset) / 0.45] Eingesetzt in die obige Gleichung für v_2 ergibt sich der finale Ausdruck v_2 = Wurzel[(2000 / (0.45 * ro)) * (U_out - U_offset)] mit ro = Luftdiche = ca. 1.25 kg/m³ Aus v_2 und dem Strömungsquerschnitt A_2 ergibt sich der momentane Volumsfluss dV/dt = A_2 * v_2. Für das innerhalb der Zeit dt durchströmende Volumen dV gilt dann: dV = A_2 v_2 dt Diese Volumselemente müssen im Arduinoprogramm nur noch aufsummiert werden, um das Lungenvolumen V zu erhalten. Als Zeitschrittweite werde ich dt = ca. 1ms wählen. Der Sensor um ca. 14 Euro ist bereits aus China eingetroffen. Als nächstes werde ich mich um den Bau der Venturidüse kümmern... ;)

















