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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Was machen um ein bischen Praxis zu bekommen?


Autor: hab einen (Gast)
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Hallo,

ich studiere momentan im 2. Semester E-Technik. Ich hab folgendes
Problem, das ganze ist eigentlich bisher nur Theorie, die ich auch
interessant finde.
Allerdings denk ich mir das ein bischen Praxis nicht schaden kann.
Bloß ich hab keinen Ahnung was ich machen Soll, da haben es die
Informatiker irgendwie leichter zum Programmieren findet man immer
etwas.
Könnt ihr mir da ein paar Ratschläge geben was ich machen könnte?

Greets

Autor: Bri (Gast)
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Wolltest du nicht schon immer mal ein Labornetzteil zu Hause haben?
Steuerbar über RS232 oder USB, mit Mikrocontroller und LCD Display. Bau
dir eins!

Oder schau die mal die Uhr an:

http://www.thinkgeek.com/homeoffice/lights/7437

Bau dir so eine, funkgesteuert mit DCF.

Autor: Sebastian (Gast)
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Hallo,

naja die Kreativität kommt nur mit dem Wissen. Also uC kaufen,
Steckbrett oder besser gleich Ätzmaterialien und los gehts. Erst mal
ein paar LEDs zum blinken bringen. Dann versuchen die LEDs über den PC,
am einfachsten mittels RS232, ansteuern. Dann geht irgendwann die Post
ab....

Digitaltechnik finde ich preißgünstiger zum Einstieg. Für Analogtechnik
brauchste mindestens ein Oszilloskop.

Sebastian.

Autor: Kai Riek (kairiek)
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Hallo,

darf ich annehmen dass du an einer Uni studierst -> kein
Praxissemester. Da kann ich dir Ferienjobs/Praktika in den
Semesterferien empfehlen. Auch ein Nebenjob, wenn du möchtest. Such dir
eine Firma die so was anbietet.
Aber mit den Vorschlägen von Bri und Sebastian solltest du dich auch
anfreunden; learning by doing... auch wenns mal daneben geht...

MFG

Kai

Autor: hab einen (Gast)
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@Kai Riek (kairiek)

nein, ich studiert an einer FH.
Ich hab auch schon an eine Stelle als Werkstudent gedacht, aber
irgendwie fehlen mir dazu noch die Kenntnisse. Ich kann ja schlecht in
die Bewerbung schreiben hier bin ich, aber können tue ich nichts. Mein
erstes Praktikum werde ich warscheinlich in den Sommersemesterferien
machen. Aber bis dahin will auch irgend was machen.
Ich glaub ich wer mir mal einen uC zulegen wenn ich wieder Geld habe
und damit ein bischen Rumspielen. Mir fehlt halt das, wie es in der
Informatik ist wo man Privat noch eine Menge möglichkeiten hat etwas zu
machen.
Ich komm mir deshalb auch manchmal so vor als hätte ich den Falschen
Studiengang weil ich eben bisher mit Elektronik noch garnichts gemacht
habe.

Autor: Tom (Gast)
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Ich hatte mal das gleiche Problem. Ich habe mir dann eine
Elektronikzeitschrift mit Schaltungsbeispielen gekauft. Da war eine
Alarmanlage fuers Auto drin. Also habe ich mir einen Loetkolben, ein
Multimeter, eine Platine und die Bauteile gekauft. Dann habe ich die
Schaltung zusammengeloetet und in Betrieb genommen und ins Auto meiner
Freundin eingebaut.

Was konnte ich danach? Zumindest loeten.

Kurze Zeit spaeter machte ich dann mein Fachpraktikum und was musste
ich machen? Eine Platine loeten. Das ging dann problemlos.

Als Elektrotechniker sollte man so oder so einen Loetkolben und ein
Multimeter besitzen. Die Investition ist also nie falsch.

Autor: Tom (Gast)
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Hallo,

also, learning by doing ist immerhin schon mal ein Argument....

....als Werksstudent solltest Du zumindest ein wenig Erfahrung mit
Messgeräten (Oszi), MS Windows + Anwendungen oder Unix/Linux und
diverse Lötaufgaben erledigen können....

...alles andere kommt dann auch nach und nach...

....quasi empfand ich zunächst das erste "ins kalte Wasser
schmeissen" meiner Betreuer auch als störend, aber als späterer
Ingenieur wirst auch noch oft genug mit Dingen konfrontiert, die Du Dir
anschließend etwaig och erarbeiten mußt....ergo ist Eigeninitiative
wirklich kein unbeschriebendes Blatt....

Gruß
Tom

PS.: wurde Dir einen Werkstudentenjob wirklich empfehlen....

Autor: Peponne Pepe (peponne)
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Hallo,

Ich studiere auch an einer FH, und muss feststellen was für
Unterschiede unter uns Kommilitonen sind.

Wir sind ja sozusagen bunt durcheinander gewürfelt, FOS, BOS, Gymni und
andere...

Welche mit Berufserfahrung spielen sich gewissermaßen in den
Versuchsaufbauten, nur ohne privates Interesse an der E-Technik sind
sie auch nicht wirklich besser, eher schlechter da sie meinen sie
können es und dann bist halt doch irgendwie aus dem Stoff draußen.

Die Idee mit dem uC weiß nicht ob das bei dir schon die beste Lösung
ist, denke du solltest dir erstmal einigermaßen a Grundausstattung
zulegen.

- Lötstation regelbar
- gute Entlötpumpe
- diverse Zangen und Schraubendreher
-  analog Oszi (vll. bei Ebay für den Anfang)
- (Analoges Messgerät)
- Digitales Messgerät
- diverse 4mm Leitungen, Prüfspitzen, Adapter etc.
- Labornetzteil 5V const und 0-30V Regelbar (kann man selber bauen)
- Funktionsgenerator (gibts Bausätze)
- ...
Beliebig erweiterbar, und ich denk hier in diesem Thread kommen hierzu
sicher noch Ratschläge zu der Erweiterung ;-)

Dann kannst du mal falls du Netzteil, F-Generator selbst gebaut hast
den Schaltplan zu Gemüte nehmen und zu verstehen versuchen, vll. auch
messen was vor sich geht aber das würd ich am Anfang lieber an einem
Bausatz machen der von der Netzspannung getrennt ist.

Dann einige Bauteile anschaffen, R, C, L, Transistoren, Dioden, ... und
selber Schaltungen aufbauen, Steckboard oder Lötaugen-,
Streifenrasterplatine etc.
Wenn diese grundlagen dann einigermaßen sitzen, mit uC anfangen dann
dürfte nichts mehr schief gehen.

Zudem in der BIB gibt's sicher auch einige Bücher die Sinnvolle
Schaltungen und Tipps parat haben bzw. nützliches vermitteln.

Autor: Alex (Gast)
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bau dir nen bot:

www.roboternetz.de

oder nen metalldetektor:

www.pulsdetektor.de

nimm dir irgendwas vor was dich interessiert damit der eigenantrieb
erhalten bleibt und du dich an der sache festbeißt... ansosnten
verpufft die ganze sache und liegt bei zeiten in der ecke

Autor: ,,,, (Gast)
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> Wolltest du nicht schon immer mal ein Labornetzteil zu Hause
> haben? Steuerbar über RS232 oder USB, mit Mikrocontroller und
> LCD Display. Bau dir eins!

Prinzipiell eine gute Idee. Nur lasse RS232, USB, Mikrocontroller und
LCD erstmal weg und beschäftige dich nur mit dem Regler. Du lernst sehr
viel, bis du den vernünftig hinbekommen hast. Einfach OP und Referenz
und Spannungsteiler am Ausgang ist nicht der Bringer. Leider sind viele
Selbstbauprojekte so aufgebaut und die Leute wundern sich dann, warum
das Teil anfängt zu schwingen, wenn der Laststrom mal plötzlich von 1A
auf 5A springt.

Man bekommt so auch mal ein Gefühl dafür, warum prof. Geräte preislich
nahezu unerschwinglich sind.

Autor: hab einen (Gast)
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Netzteil hab ich schon mal während der FOS bei einen Praktikum bei
Siemens gebaut. Löten kann ich also.
Aber irgendwas nachbauen ist nicht ganz das was ich mir Vorstelle.

Für das ganze Zubehör wo schau ich da am besten und was kostet mich das
in etwa?

Für eine Werkstudenten stelle bei SiemensVDO, was sollte ich am besten
dafür lernen um eine zu bekommen?
Momentan bin ich dabei mir Python beizubringen, da mir ein Bekannter
erzählt hat, der Werkstudent ist das er hauptsächlich kleine Programme
zu Messdatenerfassung schreibt allerdings mit VB.

Autor: Jean-pierre B. (schoppe)
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eine werkstudentenstelle bei siemens kann sehr unterschiedlich aussehen,
je nach dem für welches projekt die dich einsetzen. pauschal kann man
keine antwort darauf geben. Du solltest allerdings in den Grundlagen
relativ fit sein. Also Assembler, C, C++, VB evtl. PHP, Perl, VHDL.
Natürlich noch einiges an naturwissenschaftlichem Verständniss (Mathe,
Physik), dann noch Kenntnisse in Elektrotechnik und Digitaltechnik und
noch ein bisschen Glück. Würde die Profs auch nochmal fragen,
vielleicht haben die Verbindungen dahin. Wie gesagt, glaube nicht dass
dir jemand (ausser jmd. von Siemens der auf der Suche ist) genau sagen
kann was du wissen/lernen solltest

Autor: ,,,, (Gast)
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> Also Assembler, C, C++, VB evtl. PHP, Perl, VHDL

Interessant, dass Assembler noch eine Rolle spielt; finde ich im
übrigen auch sehr gut. Nur verstehe ich dann nicht, warum an vielen
Unis Assembler gestrichen wurde* und stattdessen z. B. Java gelehrt
wird.



*) Bezogen jetzt auf Studiengänge der Ingenieurwissenschaften

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Wenn es darum geht Programmier- und Softwaredesigngrundlagen zu lehren,
dann ist Assembler sicherlich die am schlechtesten geeignete Sprache,
da man mehr Zeit mit Spezialitäten der Prozessorarchitektur verbringt
als mit dem was man eigentlich lernen soll.

Autor: Tobias Schneider (tobias)
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Hi,
ich denke maml , man soll da auch nicht eine bestimmt Sprache lernen
sondern wie man seine Programme strukturiert und Algorithmen zum loesen
von Problemen findet. Die eigendliche Programmiersprache kann da nur ein
Hilfsmittel sein und wird sich im laufe des BErufslebens wohl noch x-mal
aendern....
Deshalb werden wir im ABI auch nicht in JAVA sonden in UML geprueft ;)

Gruss Tobias

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