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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Ausländische Experten händeringend gesucht


Autor: panzer (Gast)
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Moin,

da ist sie wieder, die mittlerweile wöchentlich erscheinende
Horror-meldung.

http://www.handelsblatt.com/news/Default.aspx?_p=2...

Kann mir mal jemand sagen, WO diese Leute mit dem genannten Einkommen
(84k€) gesucht werden? Oder herrscht immer noch Sommerloch??

Dazu im krassen Gegensatz stehen ja die mittlerweile fast täglich
laufenden Sendungen über Auswanderer im TV.

Gruss,
panzer

Autor: Axel (Gast)
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Das Problem ist, dass da in der Regel Spezialisten gesucht werden, die
der deutsche Arbeitsmarkt tatsächlich nicht hergibt.

Meine Firma sucht ja auch häufiger mal Ingenieure, aber derzeit ist die
Situation die, dass in Anbetracht der allgemeinen wirtschaftlichen
Situation keiner bereit ist, wegen eines Jobs umzuziehen. Das Risiko,
die Probezeit aus firmeninternen Gründen nicht zu  überstehen scheint
vielen zu gross.

Und wer derzeit einen Job hat, wechselt nicht. Mehr Geld will derzeit
niemand zahlen und für das gleiche Geld gibt niemand einen festen Job
auf.

Und Berufsanfänger, die flexibel sind, werden eben nicht gesucht.

Und ansonsten arbeitslose Ingenieure, die flexibel und erfahren sind,
haben sich bei uns noch fast keine beworben.

Gruss
Axel

Autor: panzer (Gast)
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@Axel:
Erzähl doch mal, welche Spezialisten ihr sucht.
Vielleicht auch noch die Firma.
Bei erfolgreicher Vermittlung gibt es ja vielleicht eine
Kopfgeld-Prämie ;-)

Gruss,
panzer

Autor: $$$ (Gast)
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Will auch mal was sagen:

Es wird die Zeit kommen, da werden die Unternehmen das doppelte der
genannten Summe für die sogenannten Spezialisten zahlen wollen.

Liebe "Dumbatzfirmen" ihr müßt euch die lieben Spezis schon selber
ausbilden.
Aber das wollt ihr ja nicht. Lieber kauft ihr sie ein.
Doch wenn niemand diese Spezialisten ausbildet, woher sollen die dann
bitteschön kommen? Diesen Gedankengang müssen Manager nicht verstehen.

Wir leben in einem Land mit der nahezu geringsten Geburtenrate der
Welt.
Unsere Wirtschaft gehört zu den Top 4 der Welt.

Wie kann es also sein, das diese riesige Wirtschaft keine
Ausbildungsplätze für die wenigen Schulabgänger stellen kann?

Wie kann das sein ????

Ständig wird von der Wirtschaft behauptet, es gäbe zu wenig
qualifiziertes Personal.
Wer soll denn dieses Personal qualifizieren, wenn nicht die
Wirtschaft.

Meine Warheit ist: Die AG's zocken ab und verschwenden keinen Cent in
die Ausbildung.

Gute nacht Deutschland in 20 Jahren guckst du dümmlich aus der Wäsche.

meine Meinung

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Dazu passt mein Artikel zum Ranjid von heute.

Das Problem ist, daß die Gehälter der ING nicht hoch genug sind. Würden
die sinnvoll mit dem firmenspezifischen Knohow mitwachsen, dann würden
auch nicht so viele wegwechseln und das Einarbeiten würde sich für die
Firmen lohnen. Ein Jung-ING ginge zu etwa dem rein, was er jetzt
bekommt, bleibt aber in der Firma, da er hier größere Gehaltsspünge
macht. Damit kann man dem Knowhoverlust begegnen.

Im Bereich des PM wird es ja auch so gemacht- da sind Kundenknowhow
sehr wichtige Aspekte und entsprechend wird gezahlt. Gfs kapieren es ja
diejenigen, die die Gehälter festsetzen, daß man auch die Entwickler
entsprechend dotieren muss. Solange nur die Sales-People die hohen
Summen samt Boni abstauben, wird sich nichts ändern.

Autor: DL4MCV (Gast)
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Genau so ist es. Und 20 Jahre wird es auch nicht mehr dauern.

Autor: ...... (Gast)
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Das ist wahrscheinlich wie mit dem IT-Boom vor Jahren, wo Händeringend
Computer-Indianer gesucht wurden. Die Blase ist zum Glück schneller
geplatzt wie der Flugplan Indien->>Deutschland das zugelassen hätte.
Wären wir nicht so eine Bananenrepublik die von Industielobbyisten
untergraben ist, gäbe es vielleicht schon eine etwas zukunftsweisendere
Politik, die ein wenig über das Quartalsdenken unserer Spitzenmanager
hinausgeht. Wenn das so weitergeht besitzt Deutschland bald den erste
Staat ohne Bevölkerung ...grins. Und Einwanderung soll das ändern? Ich
brauche nur mal kurz nach Berlin Wedding  Neukölln  Kreuzberg zu
schauen. Da wohnt unsere Zukunft mit einem Anteil von rund 80%. Wäre da
die Polizei nicht Überproportional im Einsatz, wär das schon längst ein
Bürgerkriegsgebiet. Rütlischule?! lässt Grüssen. Die positiven
Beispiele sind mir leider noch nicht in dem gleichen Prozentsatz
begegnet.

Autor: Joerg Miehle (Firma: TU Wien) (pinning)
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Die Frage ist doch, ob die Wirtschaft wirklich deutsche Fachkräfte
sucht. Dieses Gerücht, dass zuwenig Fachkräfte auf dem Markt sind wird
meiner Meinung nach bewusst unter die Politiker gestreut. Ziel ist es
die Zuwanderung vorwiegend studierter Arbeitskräfte zu erleichtern.
Zum Beispiel sind russische Physiker und Ingenieure etc. um ein
vielfaches billiger als deutsche Ingenieure (ich habe bei der Arbeit 5
Russen neben mir sitzen).
Das Groteske ist, dass viele Akademiker und Facharbeiter Deutschland
den Rücken kehren und die deutsche Politik darüber nachdenkt
ausländische Fachkräfte nach Deutschland zu holen.
Seltsame Vorgehensweise! Sollte man nicht bemüht sein, die teuer hier
im Lande ausgebildeten Kräfte zu halten? Nein! Die Deutschen müssen
gehen und Platz machen für billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die
Wirtschaft wünscht es so! Auf diese Entwicklung haben deutsche
Gewerkschaften keinen grossen Einfluss!

Autor: Matthias (Gast)
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@Joerg:
Auf diese Entwicklung haben deutsche Gewerkschaften keinen grossen
Einfluss ? Sie haben keinen, wollen aber auch keinen Einfluß besitzen,
weil Akademiker und sonstige gut ausgebildete, mündige Leute nicht
deren Zielgruppe sind. Für die Gewerkschaften sind Ingenieure schon
'Bonzenschweine'...

Autor: Joerg Miehle (Firma: TU Wien) (pinning)
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@Matthias:
Klar hast Du recht! Ich wollte es nur nicht so deutlich sagen.

Autor: Axel (Gast)
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Matthias:

Das ist eine typische Henne/Ei Diskussion. Ich bin ja nun wirklich kein
Freund von Gewerkschaften, aber die Ingenieure fühlen sich auch alle
sehr unabhängig, bis ihre Firma dann die Entlassung von ein paar
hundert Ings bekanntgibt. Dann wird plötzlich der Betriebsrat und die
Gewerkschaft ein durchaus geschätzter Ansprechpartner.

Dabei bemühen sich die Gewerkschaften durchaus zu den Ingenieuren
durchzudringen. Allerdings haben die massiv Probleme, sich auf die
besonderen Bedürfnisse der Ings einzustellen. Auf alte
Klassenkampfparolen reagieren die ein bischen skeptisch.

Gruss
Axel

Autor: Axel (Gast)
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"Das Groteske ist, dass viele Akademiker und Facharbeiter Deutschland
den Rücken kehren und die deutsche Politik darüber nachdenkt
ausländische Fachkräfte nach Deutschland zu holen.
Seltsame Vorgehensweise! Sollte man nicht bemüht sein, die teuer hier
im Lande ausgebildeten Kräfte zu halten? Nein! Die Deutschen müssen
gehen und Platz machen für billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Die
Wirtschaft wünscht es so!"

Nun, die gehen aber nicht wegen der zu niedrigen Gehälter. Ich würde
hier eher das ganze Umfeld mit den hohen Lohnnebenkosten, denen keine
adäquate Leistung gegenübersteht, hohe Steuern, usw. usf. sehen.

Die Brutto-Gehälter der Ings liegen in Deutschland durchaus im oberen
Bereich.

Man kann das also nicht der Wirtschaft vorwerfen. Denn auf die
Lohnnebenkosten haben die keinen Einfluss.

Gruss
Axel

Autor: Matthias (Gast)
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Axel:

Die gefühlte Unabhängigkeit der Ingenieure entstammt noch Zeiten, in
denen die Ingenieursgehälter erheblich über dem Durchschnittseinkommen
lagen und zudem die Devise galt: Wo entwickelt wird, wird produziert
und umgekehrt.
Eigentlich besitzen die Ings durchaus eine eigene Lobby, nämlich in
Form des VDI und VDE. Nur leider vertreten genannte Organisationen eher
die Interessen der Industrie anstatt der Einzelmitglieder. Diesbezüglich
beneide ich die Ärzte, die den mir zwar unsymphatischen, aber
kämpferischen Frank Montgomery an der Spitze haben.
Außerdem dürfte es noch ein rein praktisches Problem geben: Wie könnte
ein Streik von Ings aussehen ? Zum einen ist es unwahrscheinlich, daß
alle Ings, von BMW über Rohde&Schwarz bis BASF gleichzeitig in den
Ausstand gehen. Zum anderen würde die Öffentlichkeit davon kaum
tangiert werden. Ein Ing ist schließlich nichts, was man täglich
braucht, wie einen Müllmann oder Arzt.

Autor: Joerg Miehle (Firma: TU Wien) (pinning)
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Das habe ich auch nicht gesagt, dass die Fachkräfte wegen zu geringer
Löhne gehen.  Dies hat viele Gründe, ganz besonders jedoch ist
die allgemeine negative gesellschaftliche, wirtschaftliche und
politische Entwicklung daran schuld.
Beispiel Wissenschaft: Es wird viel zu wenig für die Forschung
ausgegeben. Was zur Folge hat das viele Wissenschaftler ins Ausland
abwandern.
Klar hat die Wirtschaft nicht den gewünschten Einfluss was die
Lohnnebenkosten angeht. Als Ausgleich wird halt nach billigeren
Fachkräften Ausschau gehalten. Die kosten dann ja auch weiniger an
Lohnnebenkosten (an denen die Unternehmen momentan eh' nichts ändern
können)und bekommen einen schlechteren Lohn. Ich weiss, dass die
Akademiker in meinem Betrieb, die allesamt aus der GUS kommen, deutlich
weniger bekommen als die deutschen Akademiker.

Autor: Patrick (Gast)
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Hi Alex,

>Dabei bemühen sich die Gewerkschaften durchaus zu den Ingenieuren
>durchzudringen. Allerdings haben die massiv Probleme, sich auf die
>besonderen Bedürfnisse der Ings einzustellen. Auf alte
>Klassenkampfparolen reagieren die ein bischen skeptisch.

Du sprichst 'das Problem' schon deutlich an: Die Gewerkschaften
bieten momentan nur Klassenkampfparolen und Neid-Parolen.
Das sich die Welt weiterentwickelt hat, ist an denen vorbeigegangen.
Globalisierung ist z.B. ein Thema auf das die Gewerkschaften keine
Antwort haben. Und wenn jemand erzählt, wie böse doch die Firmenchafs
sind, weil sie das ganze Geld abschöpfen und sich dann hinterher in
einen Audi A8 mit Fahrer setzt, macht sich einfach unglaubwürdig.

Autor: Axel (Gast)
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"Außerdem dürfte es noch ein rein praktisches Problem geben: Wie
könnte
ein Streik von Ings aussehen ? Zum einen ist es unwahrscheinlich, daß
alle Ings, von BMW über Rohde&Schwarz bis BASF gleichzeitig in den
Ausstand gehen. Zum anderen würde die Öffentlichkeit davon kaum
tangiert werden. Ein Ing ist schließlich nichts, was man täglich
braucht, wie einen Müllmann oder Arzt."

Das sehe ich eher anders herum. Denn der Streik der Ärzte tangiert die
Politiker (und das sind nun mal die Verhandlungspartner) überhaupt
nicht, es sei denn, das Wahlvolk wird langsam sauer, aber das dauert.

Aber wenn bei BMW die Entwicklung stockt und der Serienstart des neuen
3er verzögert wird, tut denen das sehr wohl weh.

Gruss
Axel

Autor: Axel (Gast)
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Aus der FAZ-Online:

"Einer der Streitpunkte ist die Einkommensgrenze. Mit ihr wird
festgelegt, wieviel Einkommen ein Zuwanderer für seine neue Stelle in
Deutschland nachweisen muß, um als Spitzenkraft zu gelten und damit
nach vereinfachten Regeln einwandern zu dürfen. Bislang liegt diese
Grenze bei 84.000 Euro im Jahr.

„Irrationale Abwehrhaltung“ überwinden

Das sei viel zuviel, argumentieren die Unternehmerverbände. Auch mit
weniger Einkommen könne jemand eine Spitzenkraft sein. In der
IT-Branche etwa, die nach der New Economy erheblich gelitten habe,
werde längst nicht mehr so viel verdient."

Da wird doch ganz klar in welche Richtung es geht. Die brauchen Leute,
wollen aber nicht mehr zahlen.

Gruss
Axel

Autor: Smörre (Gast)
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Zitate weiter oben von Axel:
Das Problem ist, dass da in der Regel Spezialisten gesucht werden, die
der deutsche Arbeitsmarkt tatsächlich nicht hergibt.

Richtig, weil von den Firmen der jeweils perfekte und bitteschön
maßgeschneiderte Ing. gesucht wird; Chance auf Einarbeitungszeit =
Fehlanzeige!
Die Grauzone soll bei 50000 arbeitslosen Ingenieuren in Deutschland
liegen, also eigentlich zuviele in Bezug auf die 15000 offenen Stellen,
oder ??!

Sind die ausländischen Fachkräfte nach dehnen jetzt geschriehen wird
wirklich besser?
Ja, was die Ausbildungszeit angeht, sicher - dann müßte man eben die
Ausbildung hier verbessern, ganz einfach; wenn ich eine Kurzauabildung
als Programmierer mache, brauche ich mich nicht mit Mathe, Physik, und
Profs mit Profilneurose rumschlagen, die Ihr "Fachgebiet" durchziehen
wollen.

"Und wer derzeit einen Job hat, wechselt nicht. Mehr Geld will
derzeit
niemand zahlen und für das gleiche Geld gibt niemand einen festen Job
auf."
-> dann müßt Ihr eben jemanden der zweite Wahl ist mal auf Probe
einstellen, gibt doch genug Leute, oder eben mehr zahlen, so sind nun
mal die Gesetze des Marktes.

"Und Berufsanfänger, die flexibel sind, werden eben nicht gesucht"
-> Wenn Eure Personalabteilung so unflexibel ist, habt Ihr es nicht
besser verdient!

"Und ansonsten arbeitslose Ingenieure, die flexibel und erfahren
sind,
haben sich bei uns noch fast keine beworben"
-> fast keine, waren also doch welche dabei?!

Also für irgendwas solltet Ihr Euch mal entscheiden ... kündigen kann
man ja immer noch.
Kein Wunder, daß man die Lust am Bewerben verliert, wenn man so was
hört ...

Autor: Axel (Gast)
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Smörre,

"Richtig, weil von den Firmen der jeweils perfekte und bitteschön
maßgeschneiderte Ing. gesucht wird; Chance auf Einarbeitungszeit =
Fehlanzeige!
Die Grauzone soll bei 50000 arbeitslosen Ingenieuren in Deutschland
liegen, also eigentlich zuviele in Bezug auf die 15000 offenen
Stellen,
oder ??!"

Im Kern sind wir uns da einig. Allerdings hat man unter diesen 50.000
Ingenieuren auch die gnaze Bandbreite. Der Rekord war mal ein Ing, der
nach dem Abschluss in 1996! in der Verwaltung gearbeitet hat und jetzt
nach seiner Entlassung es mal wieder als Ing versuchen wollte.

"Sind die ausländischen Fachkräfte nach dehnen jetzt geschriehen wird
wirklich besser? "
Klares nein. Ganz im Gegenteil. Ich habe in den USA und in Holland
selbst gearbeitet, in meiner derzeitigen Arbeit arbeite ich mit
Engländern und Japanern zusammen. Zusammengefasst ist die deutsche
Ingenieursausbildung in diesem Bereich mit Abstand die Beste.

"dann müßt Ihr eben jemanden der zweite Wahl ist mal auf Probe
einstellen, gibt doch genug Leute, oder eben mehr zahlen, so sind nun
mal die Gesetze des Marktes."

Hmm, ich bin da immer ein wenig gespalten. Wer keinen Job hat, für den
ist das sicher eine Option, solche haben wir auch verschiedentlich
schon eingestellt. Aber Leuten, die einen Job haben, würde man damit
schon heftig verarschen. Und für ein wenig mehr holt man niemanden
gutes aus einem festen Arbeitsverhältniss, da muss man deutlich mehr
zahlen.

"Wenn Eure Personalabteilung so unflexibel ist, habt Ihr es nicht
besser verdient!"

in einzelnen Bereichen wir das durchaus gemacht. Aber bei Jobs mit viel
Kundenkontakt ist das problematisch.

" fast keine, waren also doch welche dabei?!"
Die wurden auch eingestellt.

"kündigen kann man ja immer noch."
Nun, ja ich bin schon ganz froh, dass in dieser Firma nicht einfach mal
so gekündigt wird, sondern man sich vorher versucht Gedanken zu machen.


Davon abgesehen verteidige ich diese Zustände nicht unbedingt, ich
versuche lediglich,sie zu erklären.

Gruss
Axel

Autor: Matthias (Gast)
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> Der Rekord war mal ein Ing, der nach dem Abschluss in 1996!
> in der Verwaltung gearbeitet hat und jetzt
> nach seiner Entlassung es mal wieder als Ing versuchen wollte.

Na und ? Es wird immer von Flexibilität gesprochen, und daß man
heutzutage nicht lebenslang immer ein und dieselbe Tätigkeit ausführen
kann, aber wehe einer bricht tatsächlich aus dem starren Korsett aus.
Dann heißt es gleich, der 'rote Faden' fehlt...

Autor: Axel (Gast)
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"Na und ? Es wird immer von Flexibilität gesprochen, und daß man
heutzutage nicht lebenslang immer ein und dieselbe Tätigkeit ausführen
kann, aber wehe einer bricht tatsächlich aus dem starren Korsett aus.
Dann heißt es gleich, der 'rote Faden' fehlt."

Tja, wenn er wenigstens in der Zeit irgend etwas mit E-Technik gemacht
hätte. Privat oder so.

Das läuft für mich unter "Eigentlich kein Interesse am Beruf".  Ist
für Marketing vielleicht ok.

Gruss
Axel

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Hallo Axel, könnte man etwas mehr über eure Firma ertfahren? Geht es da
um Sepzialkenntnisse, oder warum findet ihr da niemanden ?

Grundsätzlich kann ich es verstehen, daß ein Firma nicht beliebig hoch
greifen kann , um woanders jemanden rauszukaufen, zumal der ein gut
funktionierende Umgebung aufgeben müsste  (und wer das nichz muss, wäre
nicht zurechtgekommen und den will man ja wiederum nicht haben :-))
Daher möchten die Firmen gerne eine großen Pool an Bewerbern haben,
Aaaaaaaber :

Wie soll so eine Gesellschaft funktionieren, in der es auf einen Topjob
mindestens 5 freie BEwerber gibt? Das wäre 4 ständig arbeitslose und
umsonstausgebildete Spitzenkräfte. Wer soll sowas finanizeren ???

Autor: Axel (Gast)
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"Geht es da um Sepzialkenntnisse, oder warum findet ihr da niemanden
?"
Ja, speziell ASIC, ASSP Entwicklung etc. , in der Lage bei Kunden einen
guten Eindruck zu hinterlassen und gewisse verkäuferische Talente.  Ich
weiss, so jemand IST nicht einfach zu finden. Allerdings sind die
Gehälter auch nicht sooo schlecht.

"Wie soll so eine Gesellschaft funktionieren, in der es auf einen
Topjob mindestens 5 freie BEwerber gibt? Das wäre 4 ständig arbeitslose
und umsonstausgebildete Spitzenkräfte. Wer soll sowas finanizeren ???"

Ich gebe Dir ja recht. Deswegen schreien ja die Firmen so nach
ausländischen Spitzenkräften. Man glaubt, das Problem zu umschiffen,
indem man Leute aus dem Ausland holt. Was allerdings meiner Meinung
nach auch nicht funktioniert, weil da das gleiche Problem besteht. Nur
auf einem noch höheren (Netto-)Gehaltsniveau.

Realistischerweise haben wir meiner Meinung nach derzeit eher das
Problem, dass man erstmal versuchen müsste, die Experten im Land zu
halten, statt nach neuen zu rufen.

Interessanterweise haben die Banken kein Problem damit, ihren
Top-Händlern Gehältern zu zahlen, die weit über denen der Vorstände
liegen, bei Top-Technikern würde kein Mensch auf die Idee kommen. Da
schreit man lieber nach Ausländern.

Gruss
Axel

Autor: Smörre (Gast)
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"Tja, wenn er wenigstens in der Zeit irgend etwas mit E-Technik
gemacht
hätte. Privat oder so.
Das läuft für mich unter "Eigentlich kein Interesse am Beruf".  Ist
für Marketing vielleicht ok."

-> ist schon interessant wie so gedacht wird und aus was für banalen
Gründen man eine Absage erhält. Kann man auch ganz anders
interpretieren!
Für mich sehr aufschlußreich, besten Dank.

Ich schätze mal Euer Problem ist, daß Ihr eher Fachidioten sucht, die
gibt es sicher auch (nur die sind schwierig zu finden, da die meist
schon Arbeit haben und mit Ihrer Situation mehr oder weniger zufrieden
sind und die denken nicht im Traum daran zu wechseln), aber da könntet
Ihr eigentlich auch auf Techniker zurückgreifen, die sind ja auch noch
billiger zu haben und genauso gut, besser oder auch schlechter was
Programmierung anbelangt.
Kundenrepräsentation kann ja auch anderswer übernehmen oder eben
interne Weiterschulung.
Nur bestimmte Dinge kann und wird ein Techniker nie zustande bringen,
manche Ing. auch nicht.

Na ja, die Situation wird sich noch weiter verschärfen, einige große
Firmen haben (bei dehnen ich mich mal beworben habe) haben das wohl
erkannt und handeln in Bezug auf Bewerbungen entsprechend ...
Aus dem Ausland ist auch nicht viel zu erwarten - wer wirklich was
kann, meidet Deutschland.

Autor: Axel (Gast)
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"-> ist schon interessant wie so gedacht wird und aus was für banalen
Gründen man eine Absage erhält. Kann man auch ganz anders
interpretieren!"

Wie denn ? Würde mich interessieren.

"Ich schätze mal Euer Problem ist, daß Ihr eher Fachidioten sucht,
die
gibt es sicher auch"
Nee, ganz im Gegenteil. Siehe unten.

"aber da könntet Ihr eigentlich auch auf Techniker zurückgreifen, die
sind ja auch noch billiger zu haben und genauso gut, besser oder auch
schlechter was Programmierung anbelangt."
Es geht hier nicht um Programmierung. Es geht darum Systementwürfe von
Kunden zu beurteilen und eigene Ideen einzubringen, die vor allem die
Fähigkeiten der eigenen Firma berücksichtigen sollen. Er soll ja die
Kunden nicht zur Konkurrenz treiben. Eigentlich klassisch ein Job für
Ingenieure, nicht Techniker.

"Kundenrepräsentation kann ja auch anderswer übernehmen"
Nein, das ist elementarer Bestandteil des Jobs.

"oder eben interne Weiterschulung."

Hier wird es natürlich auch ein bischen grundsätzlich. Wieso eigentlich
interne Weiterschulung ? Ich kann doch wohl von einem Ingenieur mit
abgeschlossenem Hochschulabschluss erwarten, dass der in der Lage ist,
eine Präsentation gescheit zu erarbeiten und vorzutragen. Denn nur mal
ein bischen Logik zusammenstoppeln kann jeder der 500.000 Ingenieure,
die jedes Jahr die chinesischen Hochschulen verlassen, ganz problemlos.


Tatsächlich hat man da in Deutschland teilweise ganz erschreckende
Erfahrungen. Ich habe es in meiner alten Firma schon erlebt, dass Leute
nicht in die USA oder schon nach England auf eine Dienstreise geschickt
werden konnten, weil die bei einem Gehalt von über 50.000€ weder einen
Reisepass noch eine Kreditkarte hatten.

Da frage ich mich schon, wie eigentlich manche Leute sich vorstellen,
gegen die überwältigende Konkurrenz aus Russland oder später China
anzustänkern, wenn schon die kleinste Anforderung zum Rufen nach
"interner" Ausbiildung führt.

Gruss
Axel

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>weder einen Reisepass noch eine Kreditkarte hatten.

Gehört das inzwischen zu den Einstellungskriterien? ;-)

Ein Ingenieur bekommt doch während des Studiums eigentlich "nur"
beigebracht, wie er möglichst schnell und effizient Lösungen
erarbeitet. Dass er sich selber weiterbildet gehört auch dazu. Das sind
aber teilweise Sachen, die einigen zu anstrengend sind (liegt aber in
der menschlichen Natur...).

Es ist auch nicht jeder Ingenieurs Sache, mit Kunden zu "verhandeln"
(sehe ich zumindest an mir), auch Präsentationen sind nicht unbedingt
jedermans Ding. Das steht aber in der Regel in der
Stellenausschreibung.
Wenn ich mir manche meiner Komillitonen angucken, wüsste ich nicht,
wofür die geeignet sind. Der eine hat zwar ne riesen Klappe (könnte
also auch Bwler sein), aber da kommt überwiegend nur heisse Luft raus,
ein anderer kriegt weder den Mund auf, noch kann er ohne fremde Hilfe
nicht mal eine Zylindersenkung in eine Zeichnung einzeichnen.
Teilweise habe ich den Eindruck, dass viele nur des Geldes wegen
Ingenieur werden...

Autor: Axel (Gast)
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"Ein Ingenieur bekommt doch während des Studiums eigentlich "nur"
beigebracht, wie er möglichst schnell und effizient Lösungen
erarbeitet. Dass er sich selber weiterbildet gehört auch dazu. Das
sind
aber teilweise Sachen, die einigen zu anstrengend sind (liegt aber in
der menschlichen Natur...).

Es ist auch nicht jeder Ingenieurs Sache, mit Kunden zu "verhandeln"
(sehe ich zumindest an mir), auch Präsentationen sind nicht unbedingt
jedermans Ding. Das steht aber in der Regel in der
Stellenausschreibung."

Ich sehe an der Stelle den Unterschied zwischen einem FH
Ingenieur/Techniker/Bachelor und einem TU-Ingenieur (Master), von dem
ich schon erwarte, dass er solche Dinge beherrscht, auch einen Blick
für das Ganze hat und prinzipiell mit Kunden umgehen kann, ohne die
Firma um Kopf und Kragen zu reden. Deswegen muss der TU Ingenieur ja
auch ein "richtiges!" Abi haben ;-)

Gruss
Axel

Autor: Smörre (Gast)
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Hallo Axel,

"Wie denn ? Würde mich interessieren."
->Der gute Mann muß ja irgendeine Motivation oder Zutrauen gehabt
haben, um sich bei Euch zu bewerben - es sei, er hat streubombenartig
seine Bewerbungen ins Volk geworfen; das sollte man in der Bewerbung
selbst erkennen, wenn man sich intensiv mit einer Bewerbung
auseindersetzt (wozu in der Personalabteilung wohl aus Zeitmangel die
wenigste Zeit verwendet, sonst gäbe es nicht so ein Trara um die
Aufmachung - da wird es höchste Zeit mal umzudenken, die guten Zeiten
sind vorbei; wer nur 5min zum Überfliegen von Bewerbungen braucht,
dessen Firma geht es eben zu gut).
Menschliche Schwächen sollte man auch mal einkalkulieren! Vielleicht
hat er schlicht vergessen seine Etechnik Hobbys zu erwähnen, wer weiß.
Der Hobby- und Freizeitbereich sagt nur bedingt was über die
Leistungsfähigkeit im Beruf aus (ein guter Chirug wird sich auch nicht
unbdingt nach Feierabend jeden Tag weiter mit Medizin befassen, oder?)
Und wenn Ihr dann auch noch jemand sucht, der auch noch repräsentieren
kann, dann ist einer der nach der Arbeit im Bereich Etechnik rumbastelt
eher eine introvertierte Persönlichkeit mit Defiziten im Umgang mit
Leuten.
Gut, kann sein, daß das er eine Null war; wer in der Verwaltung
arbeitet hat wohl eher zurecht ein negatives Image.

"Kundenrepräsentation kann ja auch anderswer übernehmen"
Nein, das ist elementarer Bestandteil des Jobs.
-> dann habt Ihr in der Tat ein Problem; wirklich gute Programmierer
können in aller Regel miserabel repräsentieren (bzw. haben dazu keine
Lust) und umgekehrt.

Wieso eigentlich
interne Weiterschulung ?
Weil Dir an der Uni bzw. FH bestimmte Dinge nur sehr defizitär
vermittelt werden - ich denk da nur an den sehr kurzen BWL Part im
Ing.-Studium, der ein absoluter Witz war. An einer richtigen BWL Uni
weht ein ganz anderer Wind.
Ökonomisch und technisch denken sind zwei paar Handschuhe.
Vorherige Berufserfahrung kann sehr gut sein, muß sie aber nicht
zwangsläufig sein - das ist auch einer der Irrtümer.

"Denn nur mal
ein bischen Logik zusammenstoppeln kann jeder der 500.000 Ingenieure,
die jedes Jahr die chinesischen Hochschulen verlassen, ganz
problemlos."
-> zusammenstoppeln hört sich nach programmiertechnischen Flickwerk
oder Wischiwaschi-Repräsentation an; das mögen deutsche Ing. nicht und
schon gar nicht deren Ausbilder-Profs. an der Hochschule; manche
Bedienungsanleitungen sprechen da übrigens Bände.
Vielleicht sind die ja von der Ausbildung wirklich besser, nur selbst
wenn die hier arbeiten würden - das wär für die selbst nur ein
willkommenes Sprungbrett auf den Weg nach oben bzw. Übergangsphase.

"Da frage ich mich schon, wie eigentlich manche Leute sich
vorstellen,
gegen die überwältigende Konkurrenz aus Russland oder später China
anzustänkern, wenn schon die kleinste Anforderung zum Rufen nach
"interner" Ausbiildung führt."

-> das liegt zu einem gewissen Grad am Hochschulsystem der BRD und der
Verbeamtung der Lehrkräfte; Du mußt eben Dutzende Fachdisziplinen
beherrschen bzw. erfolgreich absolvieren (wehe, das klappt nicht ...),
die Du nachher nie wieder brauchen wirst, und schlimmer noch: Du weißt
es auch, daß Du Dich mit überflüssiger Materie abquälen mußt, die Dich
schlicht ankotzt!
Ich kenne einige ausländische Kommolitonen, die waren froh als der
Ausbildungsspuk vorbei war und kehrten in Ihre Heimatländer zurück.

Na ja, mit Einführung der Studiengebühren wird es jetzt noch
interessanter; ich tipp mal auf eine easy-going Ausbilung, damit auch
ja jeder das Studium packt; sonst macht sich das nicht so gut im
Staatshaushalt.
Vielleicht ist das ja der Weg.

Autor: Axel (Gast)
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Smörre:

Ich akzeptiere ja, dass jemand in so einer Situatiuon versucht das
Beste draus zu machen. Nur, wenn man sich schon als E-Techniker bewirbt
und weiss, dass man Jahrelang aus dem Beruf raus ist, sollte man solche
Sachen "Vielleicht hat er schlicht vergessen seine Etechnik Hobbys zu
erwähnen, wer weiß." wohl nicht anführen brauchen. Da ist es doch
eigentlich selbstverständlich, dass man von nichts anderem schreibt, um
diese offensichtlichen Schwachstelle so gut es geht auszubügeln.

"-> dann habt Ihr in der Tat ein Problem; wirklich gute Programmierer
können in aller Regel miserabel repräsentieren (bzw. haben dazu keine
Lust) und umgekehrt. "
Naja, so geniale Programmierer müssen es auch nicht sein. Aber sollte
es schon mal gemacht haben.

"Weil Dir an der Uni bzw. FH bestimmte Dinge nur sehr defizitär
vermittelt werden"

Hmm, wir haben 50.000 arbeitslose Ingenieure. Vielleicht kann man sich
irgendwann nicht mehr darauf ausruhen, dass man etwas nicht in der Uni
und auch nicht im Betrieb gelernt hat. Sonst gehört man irgendwann zu
diesen 50.000. Dann ist man aber selbst schuld. Was leider nicht
heisst, dass es einen nicht trotzdem trifft.

"-> zusammenstoppeln hört sich nach programmiertechnischen Flickwerk
oder Wischiwaschi-Repräsentation an; das mögen deutsche Ing. nicht und
schon gar nicht deren Ausbilder-Profs. an der Hochschule;"
Zusammenstoppeln war etwas provokant. Damit meine ich eigentlich alles,
was reine Entwicklung nach vorgegebener Spezifikation ist.

"Vielleicht sind die ja von der Ausbildung wirklich besser,"
Sind die nicht. Aber die kosten nur ein Zehntel. Also müssen wir hier
in Deutschland zusätzliche Qualifikationen haben, mit denen wir die
restlichen 9/10 rechtfertigen können.

"Du mußt eben Dutzende Fachdisziplinen beherrschen bzw. erfolgreich
absolvieren (wehe, das klappt nicht ...), die Du nachher nie wieder
brauchen wirst, und schlimmer noch: Du weißt es auch, daß Du Dich mit
überflüssiger Materie abquälen mußt, die Dich schlicht ankotzt!"

Den Eindruck hatte ich damals auch. Heute ist für mich die Fähigkeit
geblieben, mich sehr schnell in ein unbekanntes Fachgebiert
einzulesen/arbeiten. Man lernt im Studium eben kein Wissen, sondern
technisches Denken. Das ist mehr Wert als alles Wissen. Und übrigends
ein entscheidender Vorteil, wenn ich mit ausländischen Ingenieuren
zusammengearbeitet habe.

Gruss
Axel

Autor: Jürgen Schuhmacher (Gast)
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Axel schreibt:

(Präsentation und Verhandlungsgeschick) "Ich sehe an der Stelle den
Unterschied zwischen einem FH Ingenieur/Techniker/Bachelor und einem
TU-Ingenieur (Master), von dem ich schon erwarte, dass er solche Dinge
beherrscht,"

ausserdem

" mich sehr schnell in ein unbekanntes Fachgebiert
einzulesen/arbeiten, Man lernt im Studium eben kein Wissen, sondern
technisches Denken."

Hm, das sind schonmal gesunde Ansichten denke ich.

ASIC hört sich auch nicht schlecht an. Wo treibt man euch denn im Netz
auf?

Autor: Smörre (Gast)
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Axel,

"Da ist es doch eigentlich selbstverständlich, dass man von nichts
anderem schreibt, um diese offensichtlichen Schwachstelle so gut es
geht auszubügeln."
-> Da stimme ich Dir grundsätzlich zu; nur andererseits ist das doch
nur Phrasendrescherei und ein guter Personalchef wird die
"phrasierten" Schwachstellen sofort erkennen und das entweder
akzeptieren oder nicht; was soll dann die ganze Lügerei?
Gut, vielleicht ein schlechter Verkäufer, ein Punkt für Dich - der Mann
ist für die Repräsentation und Marketing wohl eher nicht geeignet, so
würde ich das deuten.

Hmm, wir haben 50.000 arbeitslose Ingenieure. Vielleicht kann man sich
irgendwann nicht mehr darauf ausruhen, dass man etwas nicht in der Uni

und auch nicht im Betrieb gelernt hat.
-> lernen, wollen und können und von mir aus auch blenden sind
verschiedene Fähigkeiten; z.B.: manch einer wird nie gut in Sprachen
sein, weil ihm einfach das Talent fehlt, da kann er noch soviel machen,
andere sind einfach besser.
Dann sollte man sich besser auf das konzentrieren, was man kann,
anstatt zum Schaumschläger und Allrounder zu mutieren.

Sonst gehört man irgendwann zu
diesen 50.000. Dann ist man aber selbst schuld. Was leider nicht
heisst, dass es einen nicht trotzdem trifft.
-> stimmt, bisweilen auch durch unglückliche Umstände, und in der Masse
geht man dann irgendwann unter.
Wenn es radikale Reformen gäbe, würde sich die Arbeitslosigkeit nochmal
verdoppeln und danach eine sehr schnelle Gesundung eintreten; nur die
Leute werden ja nur noch verwaltet bzw. mit allerlei Mitteln aus der
Statistik gekickt, um sie zu schönen.


Sind die nicht. Aber die kosten nur ein Zehntel. Also müssen wir hier
in Deutschland zusätzliche Qualifikationen haben, mit denen wir die
restlichen 9/10 rechtfertigen können.
-> letztendlich sind die Endprodukte entscheidend und da haben die
Chinesen ernorm aufgeholt (ich war mal auf einer chinesischen Website
mit Digital-Satreceivern, made in China; ich hab nicht schlecht
gestaunt!)
Wird, glaube ich, kein gutes Ende hier geben. Es gilt der gute alte
Atari Slogan "Power without the price" und notfalls wird halt schnell
abgekupfert.
Wo das nicht geht, heißt es Glück gehabt; das sind dann die
Gewinnerfirmen in Deutschland und anderen Hochlohnländern - nur das
sind nicht so viele ...


" Heute ist für mich die Fähigkeit geblieben, mich sehr schnell in ein
unbekanntes Fachgebiert einzulesen/arbeiten. Man lernt im Studium eben
kein Wissen, sondern technisches Denken.
-> Du sagst es; das ist wohl noch der entscheidende Vorteil - nur ob
das so bleiben wird, da hab ich meine Zweifel, zumal es eben nur ein
Wunsch der Firmen ist, es ist ja immer noch mehr gefragt (zum Teil auch
noch ganz abstruse Sachen wie Frauenquote, etc.) und da kann man
teilweise nur mit den Kopf schütteln, wenn man die Stellenanzeigen so
liest.
Das ist ungefähr so, als ob die eine Seite Africaans und die andere
Chinesisch spricht - Englisch könnten sie zwar beide, nur das wird
nicht gesprochen, weil man das vermeiden muß, um seine Schwächen zu
verbergen oder um Superman zu finden.


"ASIC hört sich auch nicht schlecht an. Wo treibt man euch denn im
Netz auf?"
-> würd mich auch interessieren.

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