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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik "normaler" Quarz - Grundtonquarz - unterschiede?


Autor: newbee (Gast)
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Hallo!

Kann mir bitte jemand erklären, was der unterschied zwischen
"normalen" Quarzen und Grundton-Quarzen ist?
Ich dachte immer, dass 24MHz gleich 24MHz sind, ...

danke euch schon mal

mfg
newbee

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

"normale" Quarze sind sie alle...
Es gibt Grundton- (Grundwellen-) und Oberwellenquarze.
Unterschiede sind konstruktiver Natur.
Oberwellenquarze schwingen auf einer Oberwelle ihrer mechanischen
Resonanz, Grundwellenquarze auf der mechanischen Resonanz.
Ein Oberwellenquarz braucht eine Oszillatorschaltung mit einem auf die
Oberwelle abgestimmten Schwingkreis.
Normalerweise sind Grundwellenquarze in kHz, Oberwellenquarze in MHz
angegeben. Sollten sie zumindest...
Für die üblichen digitalen Quarzschaltungen braucht man
Grundwellenquarze. Ein Oberwellenquarz wird an einem AVR entweder auf
seiner Grundwelle (bei 24MHz vermutlich 8MHz) schwingen oder garnicht.

Das Ganze hängt damit zusammen, daß es schwieriger ist (war?), Quarze
für hohe Frequenzen zu fertigen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Wolfgang Horn (Gast)
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Hi, Anonymus,

Schwingquarze sind Resonanzkörper, deren Abmessungen die Frequenz des
Grundtons fast ganz bestimmen, aber nicht völlig.

Der Kristall an sich läßt sich auch auf Oberwellen des Grundtons
anregen, bei der 3., 5. und weitere ungeradzahlige.

Die Frequenz, die am Oszillator zu messen ist, ist noch durch die
Kontaktierung des Quarzes und die Oszillatorschaltung selbst
beeinflußt, durch Kapazitäten und Induktivitäten.

Folge: So, wie die Frequenz des Oszillators bei der Grundwelle schon
ein klein wenig neben der mechanischen Resonanzfrequenz liegt, liegen
auch die Oberwellen nicht exakt auf dem mathematischen Vielfachen des
Grundtons.

Folge: Willst Du einen Quarzoszillator mit einem Quarz in Oberwelle
aufbauen, mußt Du dem Quarzhersteller dies angeben. Er schleift den
Quarz dann so, daß er trotz der Nebeneffekte auf der gewünschten
Frequenz schwingt.

Möglicherweise sind Deine Anforderungen an die Qualität des Tones so
gering, daß Du ihn auch durch Ziehen des Quarzes erreichen kannst
(meist Serienschaltung des Quarzes mit einem Trimmer).

Literatur: Googele bei Quarzherstellern und mit dem Namen "Bernd
Neubig".

Ciao
Wolfgang Horn
 einer Obermit einem Quarz nicht auf der Oberwelle die uweil die
GrundwDiese Oberwellen sind aber nicht genau diejenige, die


 durch

Autor: Marko B. (Gast)
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Und dann macht es auch noch einen Unterschied, ob der Quarz für
Reihenresonanz oder Parallelresonanz ausgelegt ist.

Autor: Fred (Gast)
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Hi,

nur mal so als Anmerkung. Ich glaube mal gelesen zu haben, dass z.B. im
Modellbau für die Funksteuerungen (27MHZ, 40MHz und 41MHz-Band) keine
Grundtonquarze verwendet werden, da es einfacher/billiger ist, diese
Frequenzen mit Oberwellenquarzen zu realisieren. Und in Anbetracht der
relativ kleinen Kanalabstände (ich glaube ca. 10kHz) sollten diese
Frequenzen recht genau einstellbar sein.
Gruß

Fred

Autor: johnny.m (Gast)
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I.d.R. kann man davon ausgehen, dass Frequenzen bis ungefähr 20MHz als
Grundtonquarze realisiert werden. Bei Frequenzen über 20MHz kommen
meist Obertonquarze zum Einsatz.

Autor: Arno H. (Gast)
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Hier kannst Du Grundlagen wie das Quarzkochbuch in Deutsch oder andere
Artikel herunterladen:
http://www.axtal.com/index-deutsch.html
Arno

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo,
kann mir jemand sagen, wo ich einen Grundwellenquarz mit 24MHz bekomme?
Oder wie ich das erkenne, dass das eine Grundwellenquarz ist.
vielen dank im voraus
lg
Stefan

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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Reichelt schreibts im Katalog dazu, erkennen kann man es nur daran, daß 
der 24MHz-Quarz nicht auf 8 MHz schwingen will.
Die Impedanz von Grundwellenquarzen ist auch niedriger, wenn ich recht 
weiß.

Autor: Stefan (Gast)
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Ok danke vielmals

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