Forum: Offtopic Materialempfehlung für Ersatz eine Gummidichtscheibe eines Rohrbelüfters?


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von Thomas O. (kosmos)


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Hallo, ich habe hier eigentlich pünktlich alle 2 Jahre zur kalten 
Jahreszeit ein kleines Problem, das sich eine Gummidichtung in einem 
Rohrbelüfter (wahrschewinlich aus Silikon) wellt, dadurch nicht mehr 
richtig abdichtet und es zu einer Geruchsbelästigung kommt. Ich habe 
hier die ersten 2 Jahre das Teil komplett ersetzt bekommen, danach trat 
es wieder auf ich habe es zerlegt dem Hersteller ein paar Bilder zum 
Problem geschickt und gefragt ob Sie mir nicht ein paar neue Dichtungen 
schicken können, da das Problem ja sicherlich wieder auftreten wird. Nun 
gut habe 4 neue Dichtungen bekommen es war wieder 2 Jahre Ruhe und 
gerade eben habe ich wieder eine Dichtung ersetzt, 2 habe ich jetzt noch 
aber in 6 Jahren werden diese dann aufgebraucht sein.

Jetzt gehts mir darum ein passendes Material zu finden das sich nicht 
unter diesem Wärmeeinfluss verzieht. Ich habe eine Video des Herstellers 
zur Funktionsweise eingestellt.

Diese Gummidichtscheibe ist also von unten auf einen Stiehl an einem 
Teller befestigt dieser leichte Plastikteller drückt sie per Schwerkraft 
gegen die Dichtungsfläche nach unten. Ich vermute jetzt das entweder 
durch das etwas zu kleine Loch in der Mitte sich der Gummi mit der Zeit 
verzieht oder er sich  durch die Temperaturunterschiede zw. Kanalgase 
und der Raumtemperatur verzieht.

Das Ausgangsmaterial ist etwa 0,8-1mm stark, aus rotem, sehr weichem 
Material wegen der Dichtwirkung sondert etwas Öl ab. Ich vermute das es 
ein Silikonwerkstoff ist.

https://youtu.be/OtDfaXLrVzE?t=198

hat jemand eine Idee was man da nehmen kann? Oder meint ihr es liegt 
vielleicht an dem zu kleinen Lochdurchmesser welches durch die 
Schrumpfung des Gummis auch kleiner wird und dann den ganzen Gummi 
verspannt.

von Dieter S. (dolivo)


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Eventuell aus Leder eine Scheibe zurechtschneiden.

von Sebbl M. (sbm)


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Hi, kann mir kaum vorstellen, dass Silikon sich so verändert. Dachte 
immer, das ist fast so passiv wie Teflon. Sicher, dass es nicht EPDM 
oder so ist?
Wann das Ding nicht wabbelig sein muss könnte man auch überlegen eine 
Dichtscheibe auf eine aussteifende, aber ganz ganz leichte Teflonplatte 
zu nieten.

Ich habe einen Durgo eingebaut. Seit fast 4 Jahren keine Probleme.
Kostet etwas mehr, wurde mir aber vom Sani sehr ans Herz gelegt. 
Vielleicht weiß ich jetzt warum.
https://www.durgo.de/

Alternativ: Wäscheklammer auf die Nase

von Thomas O. (kosmos)


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Ich weiß nicht aus was es ist, die 2 Dichtungen in der Tüte sind 
zumindestens etwas ölig und die ausgebaute Dichtung ist eher trocken, 
vielleicht liegts am verflüchtigen dieses Öles.

Teflon dürfte zu hart zum abdichten sein, aber das wäre eine Idee es mit 
dem Teller zu verkleben. Ich werde mal schauen mir ein paar aus 
verschiedenen Materialien anfertigen zu lassen und dann auch gleich mit 
größerem Mittelloch.

Das System funktioniert ansonsten, wegen einer Dichtung werde ich jetzt 
nicht extra ein Durgo reinbauen. Aber gut das es auch eine Beurteilung 
eines anderen Herstellers gibt, falls sich jemand soetwas anschaffen 
will, ist ein Erfahrungsbericht nicht schlecht.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Welche Temperaturen treten in der konkreten Anwendung auf? Wenn es 
weniger als 80 ... 90 Grad sind, würde ich mal eine selbstgemachte 
Dichtung aus dem 3D-Drucker probieren, Material: TPU (thermal plastic 
urethan).

von Frank B. (frank501)


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Wenn es ausblutet, könnte es Einkomponentensilikon sein.
Wenn 2k-Silikon vorhanden ist, könnte man sich daraus eine entsprechend 
dicke Folie gießen und die Dichtung passend daraus schneiden.

von Thomas O. (kosmos)


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Ich denke mehr wie 40-50 Grad sollte da nicht erreicht werden.

Die eine Seite müsste eben sehr glatt sein damit keine Gase an der 
Dichtfläche durchkommen.

von Wollvieh W. (wollvieh)


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Luft ist nicht so fies wie Wasser. Klospülkästen haben eine ähnliche Art 
von großer Ringdichtung, und da rinnt es beim kleinsten Kalkkrümel oder 
Kerbe im Dichtungssitz.

Ich würde auch mal bei den Bodenbelägen schauen, Gummimatten, PVC, 
Geschäumtes mit glatter Oberfläche.

Bei Silikon gab es eine zeitlang selbstzerstörende Tastenmatten von 
Fernbedienungen und Telefonen. Durch Zersetzung trat das Öl aus und 
isolierte die Kontaktflächen. Die Dichtungen scheinen ein ähnliches 
Schicksal zu erleiden.

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