Hallo Mikrocontroller Community!
Ich habe ein Netzlistenproblem mit KiCad.
Der Footprint des Optocouplers 6N138 hat als Bauteilsymbol die Belegung
2-8. Das zugewiesene DIP behandelt KiCad jedoch mit 1-6.
Somit bekomme ich eine Fehlermeldung, dass er die Pins ab 6 nicht
findet.
Zudem habe ich für einen DIN5 MIDI Stecker (als Input) nur 2 Pin Header
als Verbindungen zum - am Gehäuse montierten - Stecker vergeben.
Die Pins am MIDI Port sind 4 & 5; die Pin Header sind jedoch 1 & 2.
Wieder bekomme ich eine Fehlermeldung & im PCB Editor verbindet er
nicht. Manuelles Verbinden geht ja - soweit ich probiert habe - ohne
vorher vergebene In&Outs ja generell nicht.
Kann mir jemand bei dieser Problemstellung helfen?
Möchte wirklich gerne meine DIY MIDI-Faderbox fertig stellen.
Liebe Grüße,
Philip.
Für deinen Steckverbinder kannst du das so nicht machen. Da musst du
schon den tatsächlich verwendeten in den Schaltplan setzen, also einen
mit 2 Pins. Für den kannst du auch problemlos die Pins des Footprints
zuweisen.
Bis Kicad 5 kannst du den tatsächlich angeschlossenen Stecker dann nur
mit Tricks im Schaltplan unterbringen, wurde neulich hier diskutiert:
Beitrag "KiCad: Bauteile im Schaltplan die nicht auf PCB kommen"
Ab V6 (bzw. den aktuellen 5.99er Previews) kannst du auch
Schaltplanteile als "Exclude from board" kennzeichnen. Auf diese Weise
kann man dann die komplett angeschlossene externe Mimik dokumentieren
(wie im verlinkten Thread auch gezeigt).
Aber Vorsicht: falls du dich zum Installieren einer 5.99 entschließt,
dort wurde massiv am Dateiformat geändert, die damit erzeugten Dateien
sind nicht rückwärtskompatibel mit V5.
Hallo Jörg,
die MIDI Buchse habe ich gegen einen PinHeader1x2 ausgetauscht, da mir
das von dir beschriebene Verfahren nicht gelungen ist.
Da es unter der neuen Version nicht mehr unterstützt wird, ist das
natürlich klar.
Danke für die Beschreibung!
Ich hätte jedoch noch ein Anliegen:
Ich habe die Kupferlagen für +5V & GND erstellt.
Bei 2 Kondensatoren meldet mir der DRC, dass die beiden GND Verbindungen
keinen Anschluss haben.
In der 3D View kann ich aber sehen, dass die Verbindungen bestehen.
Wenn ich die Pins mit dem Tool für die elektrischen Verbindungen
anklickee, wird mir nur eine Verbindung zwischen den beiden
Kondensatoren ermöglicht.
An was kann das liegen?
lg
Achso, die müssen separat noch mal miteinander Verbunden werden...
Wenn sie sich aber auf der gleichen GND Leitung befinden, wieso müssen
die separat verbunden werden?
Deine Füllfläche kann nicht verbunden werden, du hast sie mit einem
Signal zerschnitten, beide können nicht automatisch miteinander
verbunden werden.
In soeinem Fall entweder dein Signal anders routen oder einfach eine
Brücke aus Draht später einlöten. (Das ist sicher einseitig, oder?)
Man kann Masseverbindungen natürlich auch nur über Kupferfüllflächen
machen, aber man sollte dabei sorgfältig drauf achten, dass die Flächen
am Ende auch sinnvoll sind.
Was mich an deinen Flächen (bzw. dem, was man davon sieht) stört ist,
dass sie einerseits "Antennen" bilden (größere Zungen, die "frei
schwebend" sind und kein Via nahe dem Ende der Zunge haben) und dass die
Anschlüsse an die Cs nur über einen einzigen winzigen Steg einer
Wärmefalle erfolgen.
Generell ist es eine gute Idee, die Massenanbindung zuerst einmal
"solide" mit Leiterzügen durchzuziehen. Damit wird sichergestellt, dass
am Ende auch wirklich an allen entsprechenden Pins die Verbindung da
ist. Erst gegen Ende des Arbeitszyklusses geht man dann hin und
platziert Füllflächen. Wenn einem dann die anfänglichen Leiterzüge
irgendwo "im Weg" sind (bspw. weil ein Pin mit 4 Stegen einer Wärmefalle
angeschlossen ist und der ursprüngliche Leiterzug diagonal noch dazu
kommt), dann kann man davon wieder was löschen. Aber in jedem Falle
sollte man, wenn man mit Füllflächen arbeitet, diese möglichst
großflächig verbinden.
@ Thomas & Johannes
Achja, die Leiterbahnen trennen ja die Kupferschicht...
Hätte die Kupferflächen erst zum schluss machen sollen.
Werde das Layout natürlich noch einmal überarbeiten; nachträgliches
Ausbessern werde ich vermeiden, soweit ich kann.
@ Jörg
Habe die Kupferflächen (natürlich aus Faulheit) anfangs gesetzt, um die
GND und +5V Verbindungen mal aus dem Wirr-warr zu befreien, um etwas
mehr Übersicht über die weiteren Verbindungen zu haben.
Werde das Layout nochmal neu machen & die Masseverbindungen als erstes -
wie du es geraten hast - mit Leitungen verbinden.
Danke für die Tipps!
Zu den "Antennen" habe ich eine Frage: wie verhindert ein Via
Einstreuungen?
Philip H. schrieb:> wie verhindert ein Via Einstreuungen?
Indem man die Füllflächen auf beiden Seiten damit möglichst gut verteilt
verbindet.
Habe mal versucht, das durch Highlighting der GND-Füllflächen an einem
aktuellen Board von mir darzustellen. Überall, wo die Füllfläche auf
einer Seite zerschnitten ist, werden Vias so platziert, dass möglichst
die Fläche auf der anderen Seite an dieser Stelle "übernehmen" kann. Ich
hoffe, man kann erkennen, was ich meine.
Du legst die Kupfer (Füll-) Flächen an, und mit "B" werden sie wann
immer nötig neu berechnet. Du legst sie nicht einmal an, und dann
bleiben sie für immer so.
@ Thomas
ja das habe ich nach dem Ändern der bereits vorhandenen - und zu
löschenden - GND Spuren gemacht.
Im DRC wird auch immer gefragt, ob man die Flächen erneut berechnen
will.
Den Shortcut dafür habe ich jedoch gesucht, danke!
An den markierten Stellen würde ich irgendwo Vias unterbringen.
Vorausgesetzt natürlich, auf der Rückseite ist an den Stellen auch eine
GND-Füllfläche.
@ Jörg
Die Verteilung leuchtet mir ein; wurde alles übernommen.
Habe das Board soweit fertig gestellt. Werde mir das mal bestellen & ich
hoffe, das ganze klappt so wie ich es mir vorstelle.
Danke für die kompetente Hilfe! Super Forum, werde in Zukunft öfter
darauf zurück greifen.