ZVS für Zeilentrafo

Gast #398282
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Hi,
Ich möchte einen Flyback-Driver für einen Zeilentrafo bauen.
Da Ich folgenden Text (Zitat) auf der Seite www.elhv.de gefunden habe:

Es ist SEHR EMPFEHLENSWERT alle Bauteile etwas stärker zu
dimensionieren.
Die Dioden müssen ultraschnell sein! Ich benutze mindestens drei
parallel geschaltete Dioden des Typs 1N4148. Einzelne solcher Dioden
sterben in Sekunden! Außerdem müssen mindestens vier dieser
parallelgaschalteten Dioden in Reihe geschaltet werden!

wollte ich fragen, ob jemand genau so schnelle Dioden kennt, die
allerdings die anliegende Spannung und Stromstärke bei einer viel
kleineren Stückzahl im Dauerbetrieb aushalten.
Gast #398283
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Autsch! Bizarre Konstruktion.

Dioden parallelzuschalten ist ohne Serienwiderstände nicht
empfehlenswert. Und sie hintereinander zu schalten ist ohne
Parallelwiderstände ebenso wenig empfehlenswert. Weil sich sonst weder
Strom noch Spannung ausgleichen, im Gegenteil.

Hersteller haben Internet-Seiten. Überlicherweise mit parametrischer
Suche, d.h. suche nach bestimmten Eigenschaften.
Gast #398285
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1N4148 ist ja wohl ein Witz. Schau Dir mal BY500/500-1000 an. 5A bei
500-1000V, 200ns. Oder wenn 200V reichen, BYV32-200, 16A, 35ns. Gibts
alle für kleines Geld bei Reichelt.

Diese Royer-Schaltung ist schon irgendwie cool, aber besonders hohe
Spannung kommt da nicht raus. OK, dafür ordentlich Power.
Gast #398289
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Übrigens kommen da dann keine 30kV mehr raus, weil der Zeilentrafo eben
nicht mehr als Sperrwandler betrieben wird. 3-4kV sind vielleicht
möglich. Übrigens sollte man für diese Schaltung, falls möglich, den
Luftspalt im Zeilentrafo entfernen.
Gast #398290
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Es kommen durchaus noch 20kV am Ausgang raus, ist nur eine Frage der
Eingangsspannung...
Als Dioden kann ich u.a. UF400x empfehlen, das sind im Prinzip die
bekannten 1N400x Dioden, nur mit Schaltzeiten von <100ns.

Mit dieser Schaltung habe ich schon 500W aus einem Zeilentrafo
(genauer: Diodensplittrafo) geholt, und das ist keine Seltenheit.
Gast #398292
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Ein normaler Zeilentrafo hat etwa 100 Primärwindungen, an denen rund 1kV
anliegen.
Bei der ZVS Schaltung verwendet man rund 10 Windungen, benötigt also
nur 1/10 der Spannung. Da sich die Betriebsspannung verdoppelt, reichen
also theoretisch etwa 35V Betriebsspannung für die normale
Ausgangsspannung aus. In der Prxis ist es etwas mehr, da die orginalen
1000V nur positiv sind, während bei der ZVS Schaltung eine symmetrische
Wechselspannung anliegt. Mit rund 50V sollte man also problemlos 20-30kV
erreichen.

Und ja, ich habe schon einige Teslaspulen gesehen, die per ZVS
Schaltung mit einem Zeilentrafo betrieben wurden.
Gast #398293
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Um der ganze Rätselraterei ein ende zu setzen lol, und für die dies
noch nicht gefunden haben, hier die Seite mit der alles anfing:
http://www.elhv.de/ZVS.htm

Dankenswerterweise muss man dazu sagen, dass ich vom Webmaster von
elhv.de nachträglich die erlaubnis erteilt bekommen habe, den Text hier
zu verwenden, deswegen an dieser stelle meinen dank an ihn.
Gast #398294
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PS:

Wie sieht das eigentlich aus, kann man ne Royer-Schaltung auch zum
betreiben einer Zündspule eines autos nutzen?
Ich mein, es fehlt ja die Mittelanzapfung, die man bei der prim. Spule
des ZT vornehmen kann.

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