Transistor (BD250C) als Temperatursensor

#398663
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Hallo,
ist es möglich den Transistor als Temperatursensor einzusetzen? Ich
habe bereits den Wiederstand bei 0°C und 100°C zwischen Emitter und
Kollektor gemessen. Wenn der Wiederstand jetzt linear zur Temperatur
wäre dann könnte man den Transistor doch als Sensor benutzen. Weiß
einer ob der Wiederstand linear zur Temperatur ist? Im Datenblatt habe
ich dazu nichts gefunden.
Gast #398664
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Wenn es auch lineal ist, bringt es dir nichts, es gibt keine
Transistoren, die gleiche Eigenschaften haben. Also wenn es um ein
Einzelgeraet geht, dann koennte es klappen (natuerlich wenn die
wirklich lineal sind), ansonst wurde es keiner empfehlen.
#398665
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Die Basis-Emitter-Spannung ( bei konstantem Strom ) ist jedenfalls mit
der Temperatur verknüpft.
Die Formel findet man in jedem Transistorlehrbuch. Das geht aber
logarithmisch, oder umgekehrt: mit linear steigender Spannung nimmt der
Strom exponentiell zu. Damit ließen sich schöne Logarithmierer bauen,
wenn die starke Temperaturabhängigkeit nicht wäre.
Gast #398667
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>Am liebsten wäre es mir
>ja wenn es ein Bauteil geben würde womit ich die Temperatur digital
>auslesen könnte und das sollte noch möglichst genau sein.

Gibt es doch schon lange. Z.B der SMT 160. Zur Orientierung beim großen
C Artikel 183093 und 183113, dort wie immer etwas teurer. Die Temperatur
errechnet sich aus dem Verhältnis der Pulsweite (Pulsweitenmodulation).
Gast #398669
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Da gibt es sehr sehr viele.

Geh zum Beispiel einfach mal bei Maxim auf die HP und suche nach
Temperatursensoren. Spontan könnte ich dir z.B. den Typ DS1621 nennen.
Der gibt die Temperatur über eine I2C Schnittstelle, Genauigkeit
+-0,5°C
Gast #398670
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Das entspricht dem "dynamischen Temperaturmesser" aus elektor 1/93.


Für einen PN-Übergang in Durchlaßrichtung wird angesetzt:

U_ak = W_g / q - (T*k) / q * ln[(A*T^n)/I_f]

Beaufschlagt man diesen mit zwei Strömen, so stellt sich eine
Differenzspannung ein:

deltaU_ak = (T*k) / q * ln(I_f2 / I_f1)

Für die Temperaturabhängigkeit gilt:

d(deltaU_ak)/dT  = (k/q) * ln(I_f2 / I_f1)

Das Verhältnis von I_f2/I_f1 lässt sich relativ einfach herstellen. In
der Formel für deltaU_ak tauchen nur Naturkonstanten und eingeprägte
Ströme neben der Temperatur auf. Daher ist die Messung gegenüber
Exemplarstreuungen unempfindlich (was W_g, A und n betrifft). Verwenden
sollte man die Basis-Emitter-Diode (B-C kurschluss) eines
Niederfrequenztransistors mit hoher Stromverstärkung (z.B. 2N2907). Das
Ganze soll von -20 ... +120°C funktionieren. Tauscht man den Transistor
mit seinesgleichen, so schlägt dies mit maximal +-0,2°C zu Buche.


Dieses Meßprinzip wollte ich schon immer mal Umsetzen, weil zum
Verheizen von Sensoren ein 2N2907  einfach wesentlich günstiger ist als
ein DS1820.

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