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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik SI-Einheiten in der Datenverarbeitung


Autor: Matthias H. (Gast)
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Hallo, es gibt da ein SI- Einheitensystem, von dem ich noch nie gehört
hab: http://www.zpg-gm.de/inhalte/medien/praefixe.htm . Kann mir da
jemand sagen, ob diese Einheiten in Deutschland überhaupt verwendet
werden? Mich wundert, dass es diese Einheiten nun schon seit vielen
Jahren gibt und sie nirgends auftauchen.

Autor: Matthias H. (Gast)
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oh sorry, scheinen doch nicht Bestandteil der SI zu sein

Autor: Detlev (Gast)
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Wie schon auf dieser Seite steht:

<zitat>
Die neuen, im International Standard IEC 60027-2 festgelegten, binären
Präfixe sind nicht Bestandteil der International System of Units (SI).
</zitat>

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Die Binärpräfixe werden durchaus benutzt - nur leider noch viel zu
selten, was immer wieder zu (unnötigen) Verwirrungen führt, weil mal
wieder eine "200 GByte"-Festplatte nur 186 "GByte" groß ist ...
oder daß mit dem "64 kBit/sec" schnellen ISDN nur 8000 Bytes pro
Sekunde übertragen werden können und nicht 8192.

Die Netzwerkstatistiken mancher (?) Linuxsysteme werden seit etlichen
Jahren mit Binärpräfixen ausgegeben; es geht also schon.


Aber vermutlich predigt man hier gegen Wände, ebenso wie bei
Nährwertangaben immer noch mit sogenannten "Kalorien" gearbeitet
wird, die (verschämt im Kleingedruckten) dann als "1 Kalorie = 1
kcal" umschrieben werden. Von dieser Ungeheuerlichkeit abgesehen ist
die offiziell zu verwendende Einheit seit Äonen das Joule.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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PS und KW...
Oder das Pfund (~0,5kg)

Autor: Rolf Magnus (Gast)
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> Die Binärpräfixe werden durchaus benutzt - nur leider noch viel zu
> selten,

Ich würde sie ja benutzen, aber sie klingen lächerlich - fast wie die
ersten Worte eines Kleinkindes (kibibit und gibibit... igitt).

> was immer wieder zu (unnötigen) Verwirrungen führt, weil mal
> wieder eine "200 GByte"-Festplatte nur 186 "GByte" groß ist ...

Das war aber schon immer so. Die Hersteller finden immer einen Weg,
mehr anzugeben, als drin ist. Wenn so eine Unterscheidung nicht wäre,
würden sie vermutlich die reservierten Sektoren, die einspringen
sollen, wenn ein Sektor kaputtgeht, mit dazuzählen. Die
SD-Karten-Hersteller machen's ja schon so. Oder bei den
Röhrenmonitoren, wo man die Diagonale der Röhre und nicht die des
sichtbaren Teils angibt. Die Werbung findet immer eine Entschuldigung,
um die Zahlen so manipulieren zu können, daß sie größer sind.

> Aber vermutlich predigt man hier gegen Wände, ebenso wie bei
> Nährwertangaben immer noch mit sogenannten "Kalorien" gearbeitet
> wird, die (verschämt im Kleingedruckten) dann als "1 Kalorie = 1
> kcal" umschrieben werden.

Letzens im Radio gehört: Beim Ablecken einer Briefmarke nimmt man 0,5
Kalorien [hier wohl wirklich als solche gemeint] zu sich.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> aber sie klingen lächerlich

D'accord. Aber daran muss man sich halt gewöhnen. "Euro" ist auch
der beknacktestmögliche Name, der für die europäische Einheitswährung
verwendet werden konnte - und doch hat sich kaum wer darüber
aufgeregt.

> Das war aber schon immer so.
> Die Hersteller finden immer einen Weg,
> mehr anzugeben, als drin ist.

Sehe ich anders. Eine 200 GByte-Festplatte hat eine Kapazität von 200 *
10^9 Bytes, das ist korrekt angegeben.
Und die Hersteller weisen auch darauf hin, daß 1 GByte == 10^9 Bytes
sind - das ist halt einfach korrekt.

Damals, zur Zeit der MFM- und RLL-Festplatten, da war das bei einigen
Festplattenherstellern allerdings wirklich abstrus; Seagate
beispielsweise gab Bruttokapazitäten als Bestandteil der
Typenbezeichnung an - die ST225 beispielsweise hatte -brutto- 25 MByte,
aber faktisch nutzbar nur 20 MByte. Die Differenz ging jedoch nicht für
Reservesektoren drauf (sowas schickes hatten die Teile gar nicht),
sondern für Sektorheader etc.

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