Gast
#6655217
Hallo zusammen, ich versuche gerade, die Machbarkeit eines Projektes abzuschätzen. Dabei habe ich Bedarf an einem FPGA mit >= 4 schnellen Transceivern (>10 Gbit/s) auf einem selbstdesignten Board. Als FPGA habe ich mal Microchip PolarFire (https://www.microsemi.com/product-directory/fpgas/3854-polarfire-fpgas) ins Auge gefasst. Nun wird das PCB sicher mehrere Iterationen brauchen. Um den Geldbeutel zu schonen, denke ich gerade darüber nach, wie man einen FPGA für mehrere Versionen verwenden kann, ohne ihn jedes Mal durch aus- und wiedereinlöten zu gefährden, und bin bei CPU-Sockeln gelandet. Die gibt's vergleichsweise günstig (~11€ bei Mouser für einen LGA1151 als 2287402-1 von "TE") und sind in ihrer Primärrolle ebenfalls hochbitratigen seriellen transmission lines ausgesetzt (PCI-E, UPI und was moderne CPUs sonst noch so direkt sprechen). Die Idee wäre also, ich designe ein Träger-PCB, auf dessen Oberseite der FPGA normal als BGA gelötet wird, dessen Unterseite aber die PADs für den LGA-Sockel aufweist. Beim Routing muss ich natürlich insbesondere auf die Differentialleitungen der Transceiver aufpassen und sie möglichst an die 100Ω Leitungsimpedanz bringen, aber das wäre beim direkten Verlöten ja auch nicht einfacher. Dann bekommt jede Iteration des "Mainboards" 'nen Sockel + 3D-gedruckten Halter, ???, Profit Hat mit so einer Konstruktion schonmal wer Erfahrungen gemacht? Habe ich irgendeine große Hürde übersehen? TL;DR: Kann ich Intel's LGA-Sockets misbrauchen, um BGA-FPGAs auf Trägerboards zu sockeln? Gruß Hex