Neue Erfahrung mit Dioden

Gast #401023
Ich habe auf einer meiner Platinen einen NiCad Akku gegen einen Supercap
1,5uF ausgetauscht. Wird geladen über eine Diode und
Strombegrenzungswiderstand von 100 Ohm gegen +5V.
Von 10 Platinen ging bei 2 die Spannung am Kondensator relativ schnell
runter. Ergebnis: die Diode hat in Sperrrichtung 3 bis 9 mV
durchgelassen und den Kondensator damit belastet.
Weiteres Ergebnis: Von spasseshalber 20 weiteren getesteten Dioden
haben 5 auch Spannungen im mV Bereich durchgelassen.
Was lernen wir daraus? Dioden müssen selektiert werden für diese
Anwendung.
Vielleicht hilfts ja einem weiter.
Gast
Spannungen durchlassen ? interessane Formulierung. Waren es nicht doch
Milliampere Strom ? Dann dürften die Dioden defekt sein.
Gast
Klar haben die Strom durchgelassen. Aber es ist einfacher Spannung als
Strom zu messen. Zieh dich nicht daran hoch.
Es sind alles neue Bauteile, Defekt würde ich ausschliesse. Ich habe
auch verschiedene Diodentypen getestet, war immer eine dabei die diesen
Verhalten hatte.
@Peter

>Aber es ist einfacher Spannung als Strom zu messen.

Sachlich richtig.


>Zieh dich nicht daran hoch.

Schau mal, Du hast eine Erkenntnis in Deinem Leben gemacht und möchtest
uns gern davon Berichten.

Wir lesen sogar Deinen Beitrag und erlauben uns, zum besseren
Verständnis, Fragen zu stellen.
Gast
@Peter

Irgendwo fehlt mir eine wichtige Information: Welche Diode hast du
denn genommen? Bei einer 1N400X würde mich das nicht wundern, bei einer
1N4148 schon mehr und bei einer low leakage diode wie BAS45A würde ich
mit dem schimpfen, der das Ding eingelötet und vermutlich überhitzt
hat.
Gast
Das ist eine RS1AB im SMB Gehäuse. Laut Datenblatt Reverse Current von 5
uA bei Raumtemperatur.
Aber wenn ich rückrechne : I=U/R wobei R = 100R
Strombegrenzungswiderstand ist.
I = .009 / 100 = 90uA, also der 18-fache Wert.

Ich habe die Erkenntnis gemacht, dass entweder ich einen Fehler gemacht
habe den ich auf Anhieb nicht erkenne, oder die Dioden gegenteilig zum
Datenblatt eine hohe Streuung haben.

BTW, eine 1N4001 hat auch nur 5uA laut Datenblatt
Gast
Man soll nicht schreiben ohne nachzudenken, gelobe Besserung.
Mit dem Ohmmeter gemessen ist der Widerstand der Schaltung im
ausgeschalteten Zustand ca. 300 Ohm von +5V gegen GND. Der
Ladewiderstand ist 100 Ohm in Reihe mit der Diode.
Die 9mV fallen an den 300 Ohm ab, ergibt immer noch einen Strom von
30uA.
Ehrlich gesagt habe ich darüber nachgedacht. In allen Musterschaltungen
die ich bis jetzt gesehen habe wird immer eine Wald- und Wiesendiode
genommen.
> ist der Widerstand der Schaltung im
> ausgeschalteten Zustand ca. 300 Ohm von +5V gegen GND

Soll jetzt keine Nörgelei sein, nur etwas zum nachdenken ;)

Ich vermute, dass der Widerstand Deiner Schaltung nicht linear ist.

D.h. der Widerstand ist nicht bei allen Spannungen konstant.

Sobald Du Halbleiterbauelemente (µC,Transistoren usw.) verwendet hast,
ist im unteren Spannungsbereich der Widerstand der Schaltung
hochohmiger als bei höheren Versorgungsspannungen (z.B. 3V).

Wiederhole mal den Versuch indem die Schaltung durch einen ohmischen
Widerstand (1...10k) ersetzt wird.

Wie verhalten sich dann die Werte?

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