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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Stabilität Netzspannung


Autor: Ping Pong (Gast)
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HAllo,

hat jemand eine Idee wie stabil die Netzspannung ist ?

Wie sehr darf die Spannung (Amplitude, Sinusverlauf) vom Nennwert
abweichen ?

Ich möchte die Leistung von mehreren Verbrauchern messen indem ich
einmal die Nulldurchgänge der Spannung messe und dann pro Verbraucher
den aufgenommenen Strom sowie die Nulldurchgänge vom Strom.

Wenn ich davon ausgehe dass die Spannung "const" bleibt, muss ich
eben nur die Nulldurchgänge der Spannung bestimmen und nicht den
Verlauf bzw. die Amplitude.

Autor: Benedikt (Gast)
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Es kommt darauf an wie genau du messen.
Die Netzspannung darf um über 10% abweichen, aber das wird selten
ausgenutzt. Aber Schwankungen im Bereich von kleiner 220V bis 240V
können durchaus vorkommen.
Die Netzspannung ist übrigends kein sauberer Sinus, sondern aufgrund
der vielen Schaltnetzteile etwas verzerrt.

Autor: Horst-Otto (Gast)
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> Es kommt darauf an wie genau du messen.

Konkret korrekt, alda. Isch messen voll genau mit Fluke und so. Was du
wolle?

Autor: Unbekannter (Gast)
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> Die Netzspannung darf um über 10% abweichen

Sind glaub 15% oder so. Bin mir aber nicht mehr sicher.

Man kann allerdings getrost davon ausgehen, dass man tendenziell eher
im Plus-Bereich ist. Das hat zum einem technische Gründe, die E-Werke
müssen Leitungsverluste einrechnen damit der am Ende einer Stichleitung
auch noch 230 Volt hat, zum anderem finanzielle, denn mehr Spannung
bedeutet bei den vielen Glühlampen (ohmscher Verbraucher!) einen höhere
Strom und somit größere Leistung (quadratisch!) und somit mehr Einnahmen
für das E-Werk.

So erklärte mir das ein langjähriger Mitarbeiter der hiesigen
Stadtwerke aus meiner Verwandschaft.

Meine privaten Messungen bestätigen die Aussagen. Ich habe praktisch
noch nie unter 230 Volt gemessen; meistens knappe 240 Volt.

Autor: Theoid (Gast)
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>bedeutet bei den vielen Glühlampen (ohmscher Verbraucher!) einen
>höhere Strom und somit größere Leistung (quadratisch!) und somit
>mehr Einnahmen für das E-Werk.

Und das geht noch weiter, durch höhere Spannung verringert sich die
Lebensdauer der Lampen. 10 % Überspannung halbieren die Lebenszeit. Das
könnte man fast zu einer Verschwörungstheorie der E-Werke mit den
Lampenbauern ausbauen ;-)

Autor: senex24 (Gast)
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Hier ist es anders: eher 220..230 V, selten darüber (Breisgau).

Dafür gab es vor ein paar Monaten mal 400 V durch einen Schaltfehler;
der Versorger hat 'großzügig' die Materialschäden (aber auch nur
diese) reguliert, dabei aber immer betont, dass er das von Gesetz wegen
gar nicht müsste; zumindest von offizieller Seite wurde dem nie
widersprochen.
Erinnert mich irgendwie an die Deutsche Bahn.

Autor: Tobias (Gast)
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Schaltfehler ist ja wohl grob fahrlässig, warum sollten die nicht zahlen
müssen? Es gibt keinen vernünftigen Grund, wie sonst 400V an der
Steckdose anliegen sollten.

Autor: Frank (Gast)
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>sondern aufgrund der vielen Schaltnetzteile etwas verzerrt.

Die Verzerrung des Spannungsverlaufs kommt mitnichten von
Schaltnetzteilen, da diese meist eine PFC besitzen. Die normale
Gleicrichtung und Glättung ist dafür verantwortlich, geringe Welligkeit
erfordert einen geringen Stromflusswinkel. Ab einer bestimten Leistung
müssen Netzteile mittlerweile getaktet ausgeführt werden um dieses
Problem in Zukunft abzuschwächen.

Autor: Benedikt (Gast)
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>Die Verzerrung des Spannungsverlaufs kommt mitnichten von
Schaltnetzteilen, da diese meist eine PFC besitzen.

Aber sonst hast du keine Träume ?

Von den gesamten Geräten bei mir Haus weiß ich von einem, dass es eine
PFC hat (und zwar eine passive) und das ist mein neuester PC. Der Rest
(und auch Kleinvieh macht Mist) hat definitiv keine und wird auch so
schnell keine bekommen: Videorekorder, Monitore (v.a. TFTs), Receiver,
dutzende Steckernetzteile, TVs usw.

Autor: Frank (Gast)
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Die Verzerrungen haben aber nichts spezielles mit SNTs zu tun, sondern
entstehen durch die Spitzenwertgleichrichtung. Wenn SNTs hier genauso
schlimm (oder schlimmer) wie die Kombination Trafo-Gleichrichter-Elko
wäre, müsste man größere Netzteile wohl kaum getaktet ausführen.
Abgesehen davon ist aktive PFC heute auch kein Hexenwerk mehr.

Danke für die Beleidigung übrigens.

Autor: senex24 (Gast)
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an Tobias:
passt zwar überhaupt nicht in dieses Forum, aber schauen wir mal, was
unser Dichterfürst dazu sagt:

Schüler.
  Zur Rechtsgelehrsamkeit kann ich mich nicht bequemen.
Mephistopheles.
  Ich kann es Euch so sehr nicht übelnehmen,
  Ich weiß, wie es um diese Lehre steht.
 ...
  Vernunft wird Unsinn, Wohltat Plage;
 ...
Schüler.
  Mein Abscheu wird durch Euch vermehrt.
  O glücklich der, den Ihr belehrt!

Autor: Ping Pong (Gast)
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Nachdem ich eine Genauigkeit von jedenfalls < 5 % (besser 2-3 %)
anstrebe, muss ich dann wohl zumindest nach dem Stromzähler die
Spannung mitloggen. Ich gehe davon aus, dass eine mögliche Verzerrung
sehr klein ist und im Vergleich zur Amplitide "egal".

Danke jedenfalls.

Autor: Profi (Gast)
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Frank:
Nur haben fast alle SNTe am Eingang genau so eine Gleichrichterstufe
mit Glättungskondensator.

Man taktet sie höher, weil dadurch der Trafo und die Sekundär-Cs
kleiner werden. Und nicht, weil sie dadurch einen besseren PF haben.


"Abgesehen davon ist aktive PFC heute auch kein Hexenwerk mehr."
Das nicht, aber der Aufwand kostet, und eigene Kosten werden gerne
reduziert, egal ob dadurch Gemeinkosten steigen.

Autor: Frank (Gast)
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Die Behauptung von Benedikt, die Delle im Spannungsverlauf käme von den
vielen SNTs, ist einfach nur falsch und sonst nichts.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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Interessante Behauptung ..... wodurch wird die Delle denn verursacht ?

Autor: Benedikt (Gast)
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@Frank
Deine Behauptung fast alle Schaltnetzteile hätten eine PFC ist
definitiv auch falsch...

Autor: johnny.m (Gast)
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Die "Delle" in der Netzspannung (oder besser die Abflachung im Bereich
des Scheitelwertes) kommt von Verbrauchern, die nur im Bereich des
Scheitelwertes Strom ziehen, also den Geräten, die eine direkte
Gleichrichtung und Glättung der Netzspannung ohne
Leistungsfaktorkorrektur besitzen. Und das sind heutzutage in der Regel
tatsächlich hauptsächlich primärgetaktete Schaltnetzteile und
elektronische Vorschaltgeräte von Leuchtstofflampen
("Energiesparlampen").

Seit einigen Jahren existieren Vorschriften, die den Einsatz einer
Leistungsfaktorkorrektur bereits bei geringeren Leistungen vorschreiben
(eben weil Kleinvieh auch Mist macht). Da diese Vorschriften sich
allerdings nur auf neue Geräte beziehen, versauen die alten, die immer
noch in Betrieb sind (und das sind sicher die meisten), nach wie vor
das Netz.

Autor: da_user (Gast)
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also wir haben hier ziehmlich genau 230,0V@50Hz, solang uns keine Marder
über die Phasenschiene laufen o.O (Grillfleisch)
Könnte daran liegen, dass ich in nem Werk bin ;-)

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