Hallo,
ich hab vor einigen Jahren mal eine Schaltung für eine aktive,
schnelle Ansteuerung von Magnetventilen entwickelt. Das Prinzip beruhte
darauf, den Ventilen beim Einschalten eine Überspannung von etwa dem 4-5
fachen der Nennspannung zu verpassen. Dadurch steigt der Strom und damit
das Magnetfeld entsprechend schneller an. Der Anker des Ventile wird
förmlich losgerissen. Wenn sich der Anker in Bewegung gesetzt hat, kann
man die Spannung auf die Normalspannung zurückfahren. Diesen Moment kann
man daran erkennnen, das es einen deutlichen Einbruch in der
Stromanstiegskurve gibt.
Für ein beschleunigtes Abschalten muss man beim Ausschalten ebenfalls
eine hohe Induktionsspannung zulassen. Das ergibt ein hohes delta-I und
eine schnelles Zusammenbrechen des Magnetfeldes. Also auf keinen Fall
die übliche Freilaufdiode einsetzen, sondern die Spannnung erst bei
einem hohen Wert von z.B. dem 5-fachen der Nennspannung begrenzen.
Eine entsprechende Spnannungsfestigkeit der Spule muss natürlich
gegeben sein.
Da gleiche Ventile bei der gleichen Spannung das gleiche Zeitverhalten
zeigen, kann man die Schaltung erheblich vereinfachen, indem man auf
die Strommessung verzichtet und die hohe Spannung einfach für eine
kurze, feste Zeit anlegt. Diese Zeit lässt sich recht einfach mit einem
Oszilloskop ermitteln.
MfG Willi