@Stefan:
Das stimmt schon genau so, wie ich geschrieben habe. Wenn Du jemals den
Primärstrom eines größeren stark asymmetrisch belasteten Trafos
oszillographiert hättest, wüßtest Du auch warum.
@Arno:
"Durch die zweimalige Einweggleichrichtung ist der Trafo schon
wesentlich besser symmetriert als bei einer"
Aber nur dann, wenn auch die Belastung symmetrisch ist und das ist in
den meisten Fällen nicht einmal ansatzweise der Fall, zumal man ja
immer für den "worst case" dimensionieren muß.
"Einweggleichrichtung ist aber wegen der hohen Restwelligkeit und der
schlechten Trafoausnutzung hier nicht sinnvoll"
Das stimmt so nicht. Die Restwelligkeit ist das geringere Problem. Die
läßt sich durch größere Elkos ausgleichen. Das ist meistens billiger
als die Spezialanfertigung eines passenden Trafos. Bei symmetrischer
Belastung (Delon-Schaltung) wird der Trafo genauso gut ausgenutzt wie
mit einem Brückengleichrichter. Durch einfache Einweggleichrichtung
würde sich der Effektivstrom nur um den Faktor 1,41 erhöhen. Das würde
nur einen Trafo-Nutzungsgrad von 50% erklären.
"Von den 220VA des Trafos kann man weniger als 70VA effektiv nutzen,
deswegen ist die Einweggleichrichtung nur bei kleinen Leistungen
angebracht"
70VA dürften sehr hoch gegriffen sein, ich tippe eher auf ca. 30VA, je
nach Trafobauart. Schließlich kommt zu der deutlich höheren
Effektivstrombelastung einer Einweggleichrichtung noch die periodische
Stromspitze durch die Kernsättigung dazu, die die Trafoverluste
vervielfacht.
Jörg