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Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik symmetrische Spannung mit nur einer Sekundärwicklung


Autor: Thorsten (Gast)
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Hallo Forum,

ich habe aus einem kaputten Gerät einen Rinkerntrafo (der geht noch)
ausgebaut.

Dieser hat allerdings nur eine Sekundärwicklung.

Ist es auf irgendeine Weise möglich aus dieser einen Wicklung eine
symmetrische Spannung zu erzeugen für meinetwegen ein +-15V Netzteil
oder ähnliches.
Ansonsten hab ich für das Teil eher weniger Verwendung.

gruß

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Ja:
Man teilt die (gleichgereichtete und gesiebte) Ausgangsspannung mit
einem Spannungsteiler und gibt diese Spannung auf einen als
Impedanzwandler geschalteten OP.
An dessen Ausgang erhält man dadurch eine in gewissen Grenzen
belastbare Masse.
Für kleiner Anwendungen ist das eine praktizierte Methode.

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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Für grössere Belasteung gibt es auch eine Schaltung mit
Festspannungsreglern...

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (Gast)
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oder den Zwei weg-gleich-riecht-er ( so hieß das als er noch aus Selen
gebaut wurde).
Mit zwei Dioden einweggleichrichten

Autor: Thorsten (Gast)
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Die Idee mit nem OP kam mir auch schonmal.
Das ist dann aber wirklich nicht sonderlich stark belastbar.

Interessant würde für mich eine Lösung werden die ich z.b. auf beiden
Spannungsbereichen mit 1-2A belasten kann.

Der Trafo hat afair ~40V sekundär bei 220VA (genaueres wenn wieder zu
hause bin).

gruß

Autor: Thorsten (Gast)
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danke christoph für den denkanstoss.
hab das ganze mal in ltspice zusammengeschmissen und das tut doch ganz
okay


gruß

Autor: Stefan (Gast)
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Hallo !


Einfache Standardschaltung die auch für höhere Ströme geht.
2 Dioden, 2 Elkos :


     Eingang                          Ausgang

                 Diode
                 A   K
       ~ O---*----|>|------*-----------O  +
             |             |
             |             | +
             |            --- Elko
             |            ---
             |             |
       ~ O-----------------*-----------O  Masse
             |             |
             |             | +
             |            --- Elko
             |            ---
             |             |
             |----|<|------*-----------O  -
                 K   A
                 Diode

Autor: Thorsten (Gast)
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jup, genau die meinte ich auch.

Autor: kalledom (Gast)
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1 Wicklung, 2 Wicklungen .... Einweg, Zweiweg, Brücke, ...
http://www.domnick-elektronik.de/elekntg.htm

Autor: Profi (Gast)
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http://de.wikipedia.org/wiki/Spannungsverdoppler

Im Wiki erstellen wir gerade ein paar Beträge dazu, ist noch ein wenig
durcheinander.

Es gibt mehrere Varianten von Vervielfacher-Schaltungen:

Greinacher, Villard, Delon, Trimborn, Cockcroft und Walton sind die
richtigen Stichworte.
s.a. http://www.mikrocontroller.net/forum/read-7-415354.html

Autor: Sonic (Gast)
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Wie wär's mit einem DC-DC-Wandler? Setzt einen Gleichrichter + Siebung
voraus, ansonsten der einfachste Weg!

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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@Stefan
Die Schaltung mit je einem Einweggleichrichter für positive und
negative Spannung darf nur symmetrisch belastet werden. Anders gesagt:
Über die "Masse" darf kein nennenswerter Gleichstrom fließen, da
dieser sonst über die Trafowicklung abfließt und diesen durch
Sättigungseffekte überlasten kann.

Jörg

Autor: Stefan (Gast)
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@ Jörg

Deine Aussage ist so nicht richtig. Jeder vernünftig dimensionierte
Trafo macht eine unsymetrische Belastung problemlos mit.
Im prinzip ist diese Gleichrichterschaltung nichts anderes als zwei
unabhängige Einweggleichrichter, einer für die positive, einer für die
negative halbwelle.

mfg

Autor: Arno H. (Gast)
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Durch die zweimalige Einweggleichrichtung ist der Trafo schon wesentlich
besser symmetriert als bei einer.
Einweggleichrichtung ist aber wegen der hohen Restwelligkeit und der
schlechten Trafoausnutzung hier nicht sinnvoll. Von den 220VA des
Trafos kann man weniger als 70VA effektiv nutzen, deswegen ist die
Einweggleichrichtung nur bei kleinen Leistungen angebracht.
Arno

Autor: Jörg Rehrmann (Firma: Rehrmann Elektronik) (j_r)
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@Stefan:
Das stimmt schon genau so, wie ich geschrieben habe. Wenn Du jemals den
Primärstrom eines größeren stark asymmetrisch belasteten Trafos
oszillographiert hättest, wüßtest Du auch warum.

@Arno:

"Durch die zweimalige Einweggleichrichtung ist der Trafo schon
wesentlich besser symmetriert als bei einer"

Aber nur dann, wenn auch die Belastung symmetrisch ist und das ist in
den meisten Fällen nicht einmal ansatzweise der Fall, zumal man ja
immer für den "worst case" dimensionieren muß.

"Einweggleichrichtung ist aber wegen der hohen Restwelligkeit und der
schlechten Trafoausnutzung hier nicht sinnvoll"

Das stimmt so nicht. Die Restwelligkeit ist das geringere Problem. Die
läßt sich durch größere Elkos ausgleichen. Das ist meistens billiger
als die Spezialanfertigung eines passenden Trafos. Bei symmetrischer
Belastung (Delon-Schaltung) wird der Trafo genauso gut ausgenutzt wie
mit einem Brückengleichrichter. Durch einfache Einweggleichrichtung
würde sich der Effektivstrom nur um den Faktor 1,41 erhöhen. Das würde
nur einen Trafo-Nutzungsgrad von 50% erklären.

"Von den 220VA des Trafos kann man weniger als 70VA effektiv nutzen,
deswegen ist die Einweggleichrichtung nur bei kleinen Leistungen
angebracht"

70VA dürften sehr hoch gegriffen sein, ich tippe eher auf ca. 30VA, je
nach Trafobauart. Schließlich kommt zu der deutlich höheren
Effektivstrombelastung einer Einweggleichrichtung noch die periodische
Stromspitze durch die Kernsättigung dazu, die die Trafoverluste
vervielfacht.

Jörg

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