Martin schrieb:> Warum Amateurfunk? Um das Staatsversagen kenntlich zu machen?
Immerhin war wohl die ersten Tage der Digitalfunk der Rettungskräfte ein
völliges Desaster - so dass viele nur mit ihren privaten Handies nutzen
konnten - zumindest dort, wo die Mobilfunknetze nicht zusammen gebrochen
waren!
Wenn man bedenkt mit wieviel Jahren Verzögerung und mit wieviel Tam-Tam
und Trallala der Digitalfunk kam …
Unglaublich!!!
Ich glaube, der Thread entspringt dem Wunsch eines Amateurfunkers
endlich mal zu etwas Nützlichem da sein zu können.
Aber njente, wozu hätte der Amateurfunk in diesem fall nützlich sein
können?
Die ausgefallenen Funkdienste sind nicht kompatibel zum Amateurfunk und
außerhalb der AFu-Bänder darf ein Funkamateur nicht senden.
Nochnichteinmal die funktionierenden Dienste, wie Rundfunk haben etwas
Nützliches zur Katastrophenbewältigung beigetragen.
....und Sirenen wurden bewußt nicht eingesetzt, weil man die Bevölkerung
nicht in Panik versetzen wollte.
Na, dann muß man sich doch fragen, wozu es selbige überhaupt gibt und
weiters, wofür der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und
Katastrophenhilfe (BBK) sein üppiges Gehalt kassiert.
Das kommt davon, wenn man zu voreilig den 4 m und 2 m BOS Funk abbaut
und nur noch auf den Digitalfunk setzt.
Aber generell hab ich noch nirgend wo gehört oder gelesen das der AFU
Notfunk hier in Deutschland so noch nie aktiv zum Einsatz kam.
Wäre ja jetzt die Gelegenheit das Ganze in den Hochwassergebiete real zu
testen.
Blödsinn von wegen Staatsversagen. Ich wohne in Berlin und habe zwei
Tage vorher gewusst, daß es dort brenzlig werden könnte wegen Wasser von
oben.
Das liegt einfach mal daran, daß sich niemand mehr für Warnungen des DWD
interessiert - schließlich passiert ja doch nie was und hier wo ich
wohne ja schon gar nicht, ist ja immer nur woanders - und dann
interessieren sich die Leute auch untereinander nicht mehr füreinander.
Wenn der Nachbar absäuft ach herrje... ist doch nicht mein Problem,
endlich Ruhe hinter'm Gartenzaun. Wenn man mehr miteinander sprechen
würde und es heute noch sowas wie ein Dorfleben geben würde, dann hätte
sich zumindest die Warnung des DWD besser herumgesprochen.
Und sonst müsste man mal fragen wer die ganzen guten E-57 und DS-977
abgeschraubt hat, mit denen man die ganzen "uns wird schon nichts
passieren"-Träumer mal hätte aufscheuchen können.
Amateurfunk halte ich dafür heute für veraltet. Erstens gibts nur noch
'ne Handvoll Leute, die sowas betreibt und zweitens finde ich, die
machen sich da schon wieder wichtiger als sie sind. Die Technik ist
einfach mal seit der Erfindung des Handys überflüssig was die
"notwendige Kommunikation" angeht. Paar mobile Handymasten und/oder ein
Handynetz, was einen tagelangen Stromausfall wegsteckt, lösen das
Problem wesentlich effektiver.
Danke Ben,
ich kann das Kindergartengejammer wegen Staatsversagen nicht mehr hören.
Mal gespannt wann die ersten Spinner erwarten, dass Merkel das KLopapier
bringt, wenn es mal wieder im Häuschen fehlt
Ben B. schrieb:> Blödsinn von wegen Staatsversagen. Ich wohne in Berlin und habe zwei> Tage vorher gewusst, daß es dort brenzlig werden könnte wegen Wasser von> oben.
Also ich möchte mir nicht vorstellen, welche Auswirkungen solch eine
Naturkatastrophe z.B. im Raum Berlin hätte!
Wenn das übertreten von kleinen Bächen und Flüsschen in einem der
dünnbesiedelsten Gebiete der BRD knapp 200 Tote bringt - was würde dann
in einem ballungsraum passieren?
Und selbstverständlich war es Staatsversagen!
Tom schrieb:> ..und postet Bild als Quelle. Da kann man auch nur noch gratulieren und> den Kopf schütteln zu so wenig Medienkompetenz
Dann lies Du mit Deiner Kompetenz mal weiter den Spiegel - dort
schreiben dann so Koryphäen wie:
Claas-Hendrik Relotius
LOL
Helfen kann nur der Amateurfunker, der in der unmittelbaren Nähe wohnt,
dessen Anlage noch funktioniert und ausreichende Solar-Akku-Anlage zur
Pufferung hat um Verbindung zur Außenwelt zu halten.
Verbindung zur Außenwelt
Welche Außenwelt? Wenn das haus auf einer Insel mittem im Wasser steht
oder wie ist das gedacht?
https://www.darc.de/der-club/referate/notfunk/news/nachricht/news/update-zur-hochwassersituation-18072021/
Auch von Betroffenen erhalten wir mehr und mehr Rückmeldung aus 1. Hand,
welche uns alle bestätigen, dass aktuell kein Amateurfunk vor Ort
benötigt wird. Hierzu schrieb unser HF-Referent Tom Kamp (DF5JL)
[]
Bis zu meiner Evakuierung und danach hätte mir z. B. der Amateurfunk in
keinem Punkt geholfen. Auch nicht den Blaulichttruppen."
Phasenschieber S. schrieb:> Na, dann muß man sich doch fragen, wozu es selbige überhaupt gibt und> weiters, wofür der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und> Katastrophenhilfe (BBK) sein üppiges Gehalt kassiert.
Das BBK ist primär nicht für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten
verantwortlich, das ist vielmehr Länderaufgabe (Art. 70 i. V. m. Art. 30
GG). Die Sirenen wurden - wenn ich mich recht erinnere - seinerzeit den
Ländern kostenlos angeboten, aber nur teilweise übernommen. Nach meiner
Erinnerung eher in kleineren Kommunen, in Großstädten eher selten.
Sein wir mal ehrlich: Die Notfunkamateure können in DE erst dann einen
sinnvollen Beitrag leisten wenn es hier so aussieht wie bei "The Walking
Dead".
Von daher stelle ich die Herren mit Preppern gleich.
Tom schrieb:> Bis zu meiner Evakuierung und danach hätte mir z. B. der Amateurfunk in> keinem Punkt geholfen. Auch nicht den Blaulichttruppen."
Wenn letztere keine Geräte mehr haben um mit diesen einfachen
Modulationsarten auf diesen Frequenzbändern zu kommunizieren, hilft das
nichts mehr. Es können aber Amateurfunker außerhalb des Gebietes
erreicht werden, die noch Möglichkeiten haben Informationen oder
Alarmierungen weiterzugeben.
Das Ahrtal ist von den Ausbreitungsbedingungen im UKW-Bereich nicht
leicht zu beherrschen. Aus manchen Ecken bekommst du ein
Amateurfunk-Relais empfangen, z.B. Koblenz oder den Ölberg. Hierüber
haben sich auch dort wohnende betroffene Amateurfunker gemeldet.
Häufig ist eben im Ahrtal nur Funkschatten. Das gilt für alle Betreiber
oder Nutzer. Der THW und alle weiteren Einsatzkräfte wurden über deren
mobilen Leitwarten über Funk versorgt. Die Leitwarten sind autark und
können sich untereinander vernetzen, sodaß weite Gebiete oder
verwinkelte Täler gut ausgeleuchtet werden können; und derzeit auch
sind!
Und wenn selbst das Mobilfunknetz zusammenbricht:
Satellitentelefon!
Da kannst sogar jemanden anrufen, anstatt dem anderen Funker zu sagen:
"Ruf den mal an uns sag ihm .."
Das Gespräch kostet auch nicht mehr, als das was heutzutage ein
Automechaniker als Stundensatz nimm.
Statt Amateurfunk hat man zumindest eine Organisationen aus dem UN
Emergency Telecommunication Cluster aktiviert, Télécoms Sans Frontières:
https://www.tsfi.org/en/our-missions/disaster-response/western-europe-flooding?set_language=en
Die erwähnte Satellitentechnik sieht so aus wie http://emergency.lu/
Ist halt 'ne andere Nummer als Rollator Karl-Heinz der das Letzte aus
seinem Vorkriegs-Röhrensender raus quetscht um der Welt streng nach
Vorschrift Dinge mitzuteilen.
Für Notfälle sollten in Deutschland endlich personengebundene PLBs
erlaubt werden, wie es nahezu in allen anderen Ländern schon üblich ist.
Hierzuland ist es aber erlaubt, wenn es für ein Schiff bzw. Flugzeug
registriert wird.
Tom schrieb:> Wir haben hier keine Distanzen wie in Sibieren oä zu überbrücken.
Schweres Unwetter vor rund 15 Jahren. Da waren eine Dörfer nördlich der
Lahn von der Außenwelt abgeschnitten. Bei einem Dorf hat es fast eine
Woche gedauert, bis die Katastrophenkräfte es mitbekommen haben. Ein
anderes Dorf hatte einen Amateurfunkter, der einen Bekannten mit Bezug
zur Feuerwehr erreichte.
Dieser rief auch die Hotline des Stromversorgers an. Diese wollten ihm
nicht glauben, weil er nicht aus dem Ort anrief. Erst beim dritten
Anruf, als er überdeutlich wurde und den Chef verlangte, klappte es.
seventeen schrieb:> Und wenn selbst das Mobilfunknetz zusammenbricht:>> Satellitentelefon!>> Da kannst sogar jemanden anrufen, anstatt dem anderen Funker zu sagen:> "Ruf den mal an uns sag ihm ..">> Das Gespräch kostet auch nicht mehr, als das was heutzutage ein> Automechaniker als Stundensatz nimm.
Nach einem Atomschlag nebst intensiven EMP kannst Du Dein
Satellitentelefon auch in die Tonne kloppen !
Und nein - es wird nicht so sein, dass dann keiner mehr lebt und oder
Hilfe braucht!
Walter K. schrieb:> Nach einem Atomschlag nebst intensiven EMP kannst Du Dein> Satellitentelefon auch in die Tonne kloppen !> Und nein - es wird nicht so sein, dass dann keiner mehr lebt und oder> Hilfe braucht!
Ach, das Lieblingsszenario der Amateurfunker. PENG, fast alle tot und
Amateurfunker übernehmen die Welt.
> Und nein - es wird nicht so sein, dass dann keiner mehr lebt und oder> Hilfe braucht!
Super, ja dann baue ich mit einer Röhre und etwas Draht mir ein
Funkgerät um gerettet zu werden...
Was ist eigentlich aus dem ganzen CB-Funk Geraffel geworden, daß vor 2
Jahrzehnten noch jeder Spinner in seinen verrosteten Golf/Corsa
geschraubt hatte?
Das war doch schon damals DIE Lösung für hohles, geistloses Gequatsche.
Wie geschaffen für Querlenker...
Ich denke, es gibt zu wenige Amateurfunker, um flächendeckend helfen zu
können. Die mir bekannten Tetra-Geräte brauchen eine Zentrale (OK kenne
nur ein paar). Auch der 4m BOS war auf eine Zentrale angewiesen.
Innerhalb eines Ortes kann man sich vielleicht mit PMR446 behelfen. Zum
Nachbarort gehts eventuell mit CB-Funk, davon verstauben noch genug
geräte aufm Dachbden. Braucht aber auch Antenne und Strom, wenn zuviel
weg ist, doof.
In Dschland funktioniert doch im Prinzip garnichts, nichts , garnichts
funktioniert!
Weder Corona-Warn-App, noch digitaler Impfpass, noch digitale
Registrierung bei den Gesundheitsämtern, auch gibt es keine bundesweite
Datenbank für Kriminalitätsdelikte....was zum Teufel funktioniert
überhaupt in Dschland?
Die betroffenen Orte liegen ja nicht im Nirgendwo und sind den
Einsatzkräften bekannt. Die müssen sich dann eben durch die Täler
hangeln, das braucht niemand extra anzufordern. Auch bei dringenden
Notfällen wäre es Zufall wenn noch ein Funkamateur im Ort wohnt und
betriebsbereit ist. Ein seriöser Katastrophenschutz sollte nicht von
Zufällen abhängig sein.
Phasenschieber S. schrieb:> was zum Teufel funktioniert überhaupt in Dschland?
Steuereintreibung, GEZ, Sprachregelungen usw., ist jetzt aber Offtopic.
CB Funk hatte wohl eine kleine Rolle beim Oderhochwasser gespielt, ist
aber auch schon fast 20 Jahre her.
Walter K. schrieb:> Nach einem Atomschlag nebst intensiven EMP kannst Du Dein> Satellitentelefon auch in die Tonne kloppen
Und dann gibt es keine Infrastruktur mehr ausser den Funkwagen der
BNetzA und ich werde eingesperrt weil ich mir ein Funkgerät baue oder
auf dem falschen Band sende.
Der Freitag ist mal wieder recht lang.
leser klasse 5 schrieb:> Was ist eigentlich aus dem ganzen CB-Funk Geraffel geworden, daß vor 2> Jahrzehnten noch jeder Spinner in seinen verrosteten Golf/Corsa> geschraubt hatte?
Fest in Osteuropäischer Hand.
>Super, ja dann baue ich mit einer Röhre und etwas Draht mir ein>Funkgerät um gerettet zu werden...
Genau. Dann erreiche ich auf 80m eine OM in der Bretagne und sage dem:
"Du," ... ich meine "Tu" ... "hier hat grad ne Atombombe eingeschlagen
und mein Satellitentelefon ist kaputt, ich brauche aber dringen Hilfe,
weil mein Bein ist eingeklemmt. Kannste jemand schicken?"
Helge schrieb:> Ich denke, es gibt zu wenige Amateurfunker, um flächendeckend> helfen zu> können. Die mir bekannten Tetra-Geräte brauchen eine Zentrale (OK kenne> nur ein paar). Auch der 4m BOS war auf eine Zentrale angewiesen.> Innerhalb eines Ortes kann man sich vielleicht mit PMR446 behelfen. Zum> Nachbarort gehts eventuell mit CB-Funk, davon verstauben noch genug> geräte aufm Dachbden. Braucht aber auch Antenne und Strom, wenn zuviel> weg ist, doof.
Tetra BOS kann afaik auch direkt Funke zu Funke.
>ich würd's mal mit Funkamateuren probieren
So spießig sind sie heute auch nicht mehr.
Ich bezeichne mich gerne als Amateurfunker. Bin kein Profi, der mit Funk
Geld verdient und habe die A-Klasse abgelegt aus Hobbygründen. Deshalb
bin ich ein Amateur, der aus Spaß funkt
Tom schrieb:> So spießig sind sie heute auch nicht mehr.
Nimm's nicht so ernst, das Amateurfunkgesetz kennt eben nur
Funkamateure.
Ist eben mein Beitrag zu diesem sinnlosen Thread. Warum sinnlos? Es gibt
hier mehrere Fraktionen. Einige hier sind Funkamateure, einige machen
sich über den Amateurfunk lustig, einige wollen nur stänkern, andere
meinen, sie wüssten alles besser und und und... Eigentlich wie immer
(leider) in diesem Forum.
Daher ist es sinnlos, eine ernsthafte Diskussion hier zu führen...
Schmierlappen schrieb:> Nimm's nicht so ernst, das Amateurfunkgesetz kennt eben nur> Funkamateure.
Das solltest du mal genauer erklären1
Ich habe hier eine Genehmigung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst, also
bin ich was?
Als Prepper würde ich Amateurfunker nun nicht gleich beschreiben, aber
viele sehen sich viiieeel wichtiger als sie sind. Das klingt dann immer
gleich nur die elitären Amateurfunkter könnten die Kommunikation
sicherstellen. Das stimmt so natürlich nicht... aber Prepper? Nee. Ist
heute ein Hobby, aber eben auch nicht mehr als das.
Außerdem brauche ich in so einem Fall Kommunikation, die ich als
Einzelner nutzen kann. Ich hab keine Ahnung welche Frequenz gerade für
Notsituationen zu benutzen ist und mag auch keinen Antrag ausfüllen
bevor ich sie benutzen darf, nur damit dann in meiner Reichweite sowieso
niemand drauf hört oder helfen kann.
Ich wüsste auch nicht welchen Amateurfunker ich hier fragen sollte. Hier
hat nicht jeder zweite 'ne Sammlung großer Antennen im Garten. Die
einzigen, die ich "kenne" sind jeweils etwa 10km entfernt. Wenn ich mich
bis dahin durchschlagen kann, kann das zugrunde liegene Problem nicht so
schlimm sein.
Wie würde so ein Starkregenereignis in Berlin aussehen... Alles rein
hypothetisch, aber Berlin hat große Wasserflächen im Osten und im
Westen, wohin viel Wasser abfließen könnte. Dazu ist die Gegend recht
flach, es gibt keine engen Täler wo die ganze Flutwelle in kurzer Zeit
durch muss. Daher würde sich das Wasser an tiefer gelegenen Stellen
sammeln, bedeutet punktuell Schäden an der Einrichtung von Wohnungen und
Geschäften im Erdgeschoss, sowie ein paar überflutete Straßen,
Unterführungen und schlimmstenfalls läuft die U-Bahn voll. Das Wasser
würde allerdings nur sehr langsam fließen, es kann so gut wie keine Erde
bewegen und es würde nur sehr wenig Schlamm und kein Geröll mit sich
führen. Die Schäden an der Infrastruktur wären auch entsprechend gering,
also es würde mich wirklich wundern, wenn hier Brücken beschädigt
würden. Im Bereich der Schleusen gibts vielleicht Bilder wie bei anderen
großen Hochwassern z.B. an der Mosel, aber keine Schleuse hier hat eine
wirklich große Fallhöhe. Talsperren oder Dämme/Deiche haben wir auch
keine. Im großen und ganzen denke ich, daß es durch die Masse an
Bevölkerung auf dichtem Gebiet schon zu hohen Schäden kommen wird, evtl.
auch einige Tote die trotz der Gefahr wieder in irgendwelchen Kellern
herumkrauchen müssen, aber keine Zerstörung und so viele Tote wie in den
aktuell betroffenen Gebieten.
Schmierlappen schrieb:> Ist eben mein Beitrag zu diesem sinnlosen Thread. Warum sinnlos? Es gibt> hier mehrere Fraktionen. Einige hier sind Funkamateure, einige machen> sich über den Amateurfunk lustig, einige wollen nur stänkern, andere> meinen, sie wüssten alles besser und und und... Eigentlich wie immer> (leider) in diesem Forum.>> Daher ist es sinnlos, eine ernsthafte Diskussion hier zu führen...
Leider wahr.... vermutlich einfach Leute, die durch die Prüfung
gerasselt sind und andere dafür veranwortlich machen. Und ansonsten ist
Amateurfunk eben ein Hobby.
DMO bei Tetra ist in der Gegend auch kaum nutzbar, da im 70cm Bereich,
mit allen Nachteilen bezüglich Reichweite, Abschattung usw. Dazu müsste
man schon Relais oder Gateways schalten.
Stell dir nur vor, alle Tagebaue laufen voll und die pumpen alle
zugleich ab. Dazu überleufende Flüsse. Ein langsam fließendes Gewässer
hat feinere Sedimente, die werden schneller mitgerissen.
Von den Tagebauen im und um das Katastrophengebiet wurde berichtet, daß
die in die überlaufenden Flüsse rein abgepumpt haben.
Für Berlin haißt das viel rotes Wasser mit Schwermetallanteil und viel
Schlamm. Und alles das fließt seeehr langsam ab. Bis der Strom überall
wieder funktioniert, vergehen vielleicht 2 Wochen.
Schmierlappen schrieb:> Angehöriger der Fraktion Stänkerer
Du hast Definitionsprobleme.
Wo hat meine Frage etwas mit Stänkern zu tun?
Ich bin Amateurfunker und Funkamateur, so was?
Du gehörst anscheinend zu der Fraktion überheblich, möchtest dich gerne
abgrenzen und erhaben erscheinen, genau das, was den gestandenen
Funkamateuren/Amateurfunkern oft vorgeworfen wird.
Komm mal runter auf die Erde.
Naja mit den Tagebauen ist das aber auch nicht ganz unkompliziert wenn
die volllaufen. Erstens kriegt man das schwere Gerät nicht raus und
dafür gibts da drin keinen Ersatz. Wenn richtig kaputt, dann großes
Problem. Und zweitens brennt nasse Braunkohle nicht besonders gut. Wenn
so ein Tagebau nur wenige Tage keine brauchbare Kohle liefern kann,
müssen die angeschlossenen Kraftwerksblöcke vom Netz. Die verbrauchen ja
auch nicht gerade wenig.
Ben B. schrieb:> Wenn> so ein Tagebau nur wenige Tage keine brauchbare Kohle liefern kann,> müssen die angeschlossenen Kraftwerksblöcke vom Netz. Die verbrauchen ja> auch nicht gerade wenig.
Ist das jetzt gut, oder schlecht?
Die Stinker auf diesem Weg abzuschalten, halte ich für gut.
Peter schrieb:> Die Sirenen wurden - wenn ich mich recht erinnere - seinerzeit den> Ländern kostenlos angeboten, aber nur teilweise übernommen.
Dar Grund für das Abschalten der Sirenen war, das die damalige
Bundespost die Gleichstromübertragung über Standardfestverbindungen
außer Betrieb genommen hatte. Die Aufschaltung über WT-Geräte erschien
dann zu teuer. Man wollte ja an die Börse.
Auf der WEB-Seite der Zeitschrift Funkamateur befindet sich ein Artikel
zu oben genannten Thema.
In der DDR gab es in jedem Landratsamt ein Kurzwellenfunkgerät mit
Antenne und Mitarbeitern, die diese bedienen konnten (sogar in CW).
Einige mal im Jahr wurde das in einem Funknetz getestet.
Die Funkamateure haben zwar viel Technik und schreiben Notfunk darauf,
aber die Zusammenarbeit mit den Behörden steckt in den Kinderschuhen. Im
Notfall CQ rufen und hoffen das jemand zufällig hört und den Kontakt mit
den Behörden herstellen kann kann klappen oder auch nicht.
Man sollte einen Blick über den großen Teich werfen, nein nicht in die
USA sondern nach Kuba. Die beziehen die Funkamateure bei Havarielagen
mit ein und haben sich seinerzeit für die Zulassung des 60m -Bandes als
Amateurfunkband stark gemacht. Übrigens mit einer Sendeleistung die die
Funkgeräte in den östlichen Landratsämtern hierzulande gehabt hatten.
Die Aufnahme des Funkbetriebes der Funkamateure in einem Funknetz,
Leitstation beim DARC in Baunatal kann durch eine entsprechende Meldung
in den Nachrichten des Rundfunks initiirt werden.
Das Prozedere sollte den Beteiligten bekannt sein und natürlich auch ab
und zu geübt werden.
Hallo om, Phasenschieber S., Ben B., Tom, Christian F., Schmierlappen
und "Die Natur rächt sich"
om schrieb:> https://www.darc.de/der-club/referate/notfunk/news/nachricht/news/update-zur-hochwassersituation-18072021/>> Was nützt ein Karl-Heinz, wenn er mit dem Rollator später selbst> gerettet werden muss--überspitzt formuliert
Richtig. In der Tat ist diese Hobbygruppe gnadenlos überaltert.
Übrigens war auf den Relaisfunkstellen in den entsprechenden Gebieten,
soweit ich sie hier hören konnte, absolut nichts los..... Den Unterlauf
der Ahr kenne ich nicht gut (die Gegend ist mir zu "Weinseelig"), und
kann daher nicht sagen, wie gut er mit Relaisfunkstellen abgedeckt ist.
Aber im Erftbereich sind im allgemeinen DB0XO und einige andere gut
erreichbar. Wuppertal und Solingen sind im westlichen Bereich mit DB0CA
und DB0GWG gut abgedeckt.
Phasenschieber S. schrieb:> Ich glaube, der Thread entspringt dem Wunsch eines Amateurfunkers> endlich mal zu etwas Nützlichem da sein zu können.
Nützlich sein wollen nur unreife Jugendliche.
"Wer eine Sache ganz und dar durchdringen will, der muss sie um ihrer
selber willen tun"
Keine Ahnung, von wem das ist, aber eine Goggle Suche findet sie nicht,
und im Gegenzug schlägt Google nur religiösen Schwachsinn vor.
>> Aber njente, wozu hätte der Amateurfunk in diesem fall nützlich sein> können?> Die ausgefallenen Funkdienste sind nicht kompatibel zum Amateurfunk und> außerhalb der AFu-Bänder darf ein Funkamateur nicht senden.
Er muss ja auch nicht kompatibel sein. Es langt, wenn Du eine Verbindung
in das Gebiet hinein bekommst. Der Funkamateur im Katastrophengebiet
bekommt seine Meldung mündlich oder schriftlich und der Funkamateur
ausserhalb gibt sie ebenso mündlich oder schriftlich weiter. Alles
andere ist "Luxus", wenn Du sonst nichts mehr hast.
Allerdings wurde im Notfunk vor einigen Jahren auch viel mit PSK31,
Packet und HamNet gemacht. Da sind, Bandbreiten/Zeitbedarf
vorausgesetzt, beliebige Dateien oder sogar Streams möglich.
Es ist einfacher eine einfache kleine Funkstation in so ein Gebiet zu
bekommen und dort 5W-15W an elektrischer Leistung bereit zu stellen, als
einen mobilen Netzknoten. Der braucht wesentlich mehr an Infrastruktur
und ist viel komplexer.
> Nochnichteinmal die funktionierenden Dienste, wie Rundfunk haben etwas> Nützliches zur Katastrophenbewältigung beigetragen.
In der Tat. Mittlerweile wird journalistisch zuviel Arbeit in die
Aufbereitung einer Meldung gesteckt, als Meldungen zusammengetragen und
abgeklopft werden. Was auch das Problem einer journalistischen
Ausbildung beschreibt: Die können wie Pädagogen alles hervorragend
erklären, aber es fehlt ihnen der fachlich/technische Hintergrund und
selber zu verstehen, was sie da verbreiten wollen. Dabei können sie
schlecht auch etwas hinterfragen.
Im politisch/sozialen Bereich funktioniert das deutlich besser als im
technischen Bereich.
Ben B. schrieb:> Blödsinn von wegen Staatsversagen. Ich wohne in Berlin und habe zwei> Tage vorher gewusst, daß es dort brenzlig werden könnte wegen Wasser von> oben.>
Richtig. Nicht nur der DWD hat getrommelt, auch die Nina-Warnapp hat
gewarnt.
Ich habe da durchaus drauf geachtet, weil ich im betroffenen Gebiet
wohne.
Allerdings oben auf einem Berg, was zumindest bei Hochwasser ganz
praktisch ist.
Anmerkung: Von der Nina-App habe ich immer nur etwas mitbekommen, wenn
ich auf mein Smartphon geschaut habe. Vibrationsalarm und "Klingel" auf
maximal sind immer noch zu deszent, um etwas zu bemerken, wenn ich das
Teil in der Tasche habe.
> Das liegt einfach mal daran, daß sich niemand mehr für Warnungen des DWD> interessiert - schließlich passiert ja doch nie was und hier wo ich> wohne ja schon gar nicht, ist ja immer nur woanders -
Tja, die ganzen positiv Denker....das ändert sich aber mit zunehmender
Lebenserfahrung sprich auf die Nase gefallen sein. ;O)
> und dann> interessieren sich die Leute auch untereinander nicht mehr füreinander.
Das nennt man "Stalken". ;O)
Ja, ich weiss, ich kippe das Kind mit dem Bade aus, aber das ist halt
so, dass man schon sozial sehr ausgefuchst sein muss, um die diffizielen
Unterschiede im realen Leben mit zu bekommen. Aber Feingefühl ist nunmal
nicht jedem gegeben.
> und es heute noch sowas wie ein Dorfleben geben würde, dann hätte> sich zumindest die Warnung des DWD besser herumgesprochen.
Wenn ich von der Arbeit komme, bin ich für soziale interaktionen zu
erschöpft. Insbesonders, wenn Feingefühl erwartet wird.
Und wenn ich was vom DWD erzählt hätte......"ach der olle Opa mit seinem
Kriegstrauma und seinen fixen Ideen...."
>> Und sonst müsste man mal fragen wer die ganzen guten E-57 und DS-977> abgeschraubt hat, mit denen man die ganzen "uns wird schon nichts> passieren"-Träumer mal hätte aufscheuchen können.
Die gibt es hier in der Kleinstadt durchaus noch. Weil die wird zur
Alarmierung der freiwilligen Feuerwehr verwendet. Zusätzlich zum Pager.
Aber: Auch wenn die hier nur 100m entfernt ist, höre ich die wegen
schallgedämpfter Fenster nicht, und wenn ich schlafe, krieg ich eh
nichts mit, auch nicht wenn das Fenster auf ist.
An meiner Arbeitsstelle bin ich in einem Gebiet zimlich in der Mitte
zwischen drei solchen Sirenen. Alle ca. 1,5-2 km entfernt. Im Gebäude
keine Chance was zu hören, und im Freien.....leise. Man kann gut das
zeitversetzte Signal hören. Es ist mehr Zeitversatz, als aus
Entfernungsdifferenz und Schallaufzeit zu erwarten ist. D.h. die Teile
werden auch nicht wirklich gleichzeitig eingeschaltet. Da sind
Zeitdifferenzen von 10-30 s.
E-57 und DS-977 sind Motorsirenen. Die neuen sind alles "elektronische"
mit zig rechteckigen Hörnern auf einem Mast.
Zum Punkt Sirenensignale: In Duisburg wurde vor einigen Jahren (2015?)
eine Sirenenwarnung für die Bevölkerung wegen eines Großbrandes im Hafen
(Eine Halde Schrottautos brannte qualmend) geschaltet. Eine Warnung mit
langanhaltendem auf und abschwellendem Heultin, und nicht mit drei
kurzen an und abschwellenden Heulen wie für die freiwillige Feuerwehr.
Man hat aber vergessen, anschliessend Entwarnung (langer
gleichbleibender Heulton) zu Schalten. Irgendwie ließ sich dann das
System aber darum nicht mehr in den Ursprungszustand zurücksetzten.
Darum musste dann am nächsten Tag, als das Feuer schon lange "aus" war,
erstmal eine Entwarnug gegeben werden. Da dass aber kaum einer als
Entwarnung interpretieren konnte, war die Aufregung wieder groß.
Zumindest bei denen, die das Signal überhaupt gehört haben.
> ....und Sirenen wurden bewußt nicht eingesetzt, weil man die Bevölkerung> nicht in Panik versetzen wollte.
Besser tot als in Panik leben? ;O)
> Amateurfunk halte ich dafür heute für veraltet.
Veraltet wohl nicht. Eigentlich wird ein breites Spektrum an durchaus
modernen Möglichkeiten verwendet.
> Erstens gibts nur noch> 'ne Handvoll Leute, die sowas betreibt
Das ist ein viel größeres Problem, zusammen mit der Überalterung.
> und zweitens finde ich, die> machen sich da schon wieder wichtiger als sie sind.
Das ist wohl oft so. Ja.
> Die Technik ist> einfach mal seit der Erfindung des Handys überflüssig was die> "notwendige Kommunikation" angeht.
Handy braucht mehr Infrastruktur und zumindest bei den Basisstationen
deutlich mehr Leistung.
Die Infrastruktur ist der Knackpunkt. Es ist einfacher, eine kleine
Funkstation in einem Rucksack zu transportieren und demjenigen jemand
mit Solarzellen und Handkurbelgenerator beiseite zu stellen oder täglich
eine Packung frisch geladener Akkus in einem Rucksack hinterher zu
schicken, als eine Mobilfunk Basisstation mit einem Hubschrauber
einzufliegen weil da kein LKW mehr fahren kann, und täglich einige
Benzinkanister für den Generator hinterher. Und dann will eine spontan
aufgebaute Mobilfunk Basisstation ja auch mit dem Netz per Richtfunk
oder Kabel verbunden werden.
Übrigens von wegen veraltet: Es gibt mittlerweile auch Autos. Trozdem
laufen noch Leute zu Fuß oder setzten sich auf ein Pferd. ;O)
> Paar mobile Handymasten und/oder ein> Handynetz, was einen tagelangen Stromausfall wegsteckt, lösen das> Problem wesentlich effektiver.
Das alte gelbe Draht Postnetz hatte Akkus für eine Woche. Die alten
Mobilfunknetzte auch, bis zum C-Netz. Später wurde die Woche auf drei
Tage reduziert, und dann auf wenige Stunden.
Tom schrieb:> Vielleicht bietet die Erkentniss die Chance das ganze Hobby und Getue> einwenig unverkrampfter anzugehen. Weniger elitär, mehr Spaß am> "Nutzlosen"
und:
Tom schrieb:> Ich bezeichne mich gerne als Amateurfunker. Bin kein Profi, der mit Funk> Geld verdient und habe die A-Klasse abgelegt aus Hobbygründen. Deshalb> bin ich ein Amateur, der aus Spaß funkt
Richtig. "Wer eine Sache ganz und dar durchdringen will, der muss sie um
ihrer selber willen tun"
Das gilt so eigentlich für alles.
> Das BBK ist primär nicht für den Katastrophenschutz in Friedenszeiten> verantwortlich, das ist vielmehr Länderaufgabe (Art. 70 i. V. m. Art. 30> GG).
Und abgesehen von der Größenordnung auch sinnvoll. NRW hat z.B. weder
Hochgebirge wie Bayern oder Meeresküste wie Schleswig-Holstein. Da ist
eine gewisse Spezialisierung schon sinnvoll.
Wichtig sind auch z.B. lokale Kenntnisse, und die hast Du meistens am
unteren Ende der Entscheidungskette.
> Die Sirenen wurden - wenn ich mich recht erinnere - seinerzeit den> Ländern kostenlos angeboten, aber nur teilweise übernommen. Nach meiner> Erinnerung eher in kleineren Kommunen, in Großstädten eher selten.
Weil die in kleineren Kommunen immer noch für die notorisch klammen
freiwilligen Feuerwehren verwendet werden.
Was direkt zum nächsten Punkt überleitet:
Christian F. schrieb:> tetra(pack) schrieb:>> Tetra BOS kann afaik auch direkt Funke zu Funke.>> Ja. Das heißt da DMO bzw 'Direct Mode'
Tetra ist deutlich verbessert worden. Was an Problempunkten bleibt, ist
der Rattenschwanz an Infrastruktur und Komplexität.
Ich habe übrigens für eine befreundete freiwillige Feuerwehr bis 2014
Reparaturen und Wartung an Teleport VI gemacht, obwohl es die offiziell
schon lange nicht mehr gab......aber Digitalfunk hatten nicht alle
Fahrzeuge.
Tom schrieb:>>ich würd's mal mit Funkamateuren probieren>> So spießig sind sie heute auch nicht mehr.
Man muss kein Rechtschreibnazi und Grammatikfaschist sein, um
Amateurfunker zu werden. ;O) Auch wenn die versuchen, das einem
Einzureden.
Schmierlappen schrieb:> Ist eben mein Beitrag zu diesem sinnlosen Thread. Warum sinnlos? Es gibt> hier mehrere Fraktionen. Einige hier sind Funkamateure, einige machen> sich über den Amateurfunk lustig, einige wollen nur stänkern, andere> meinen, sie wüssten alles besser und und und... Eigentlich wie immer> (leider) in diesem Forum.
Das ist doch ganz normales menschliches Verhalten? Ok, gelegentlich kann
das nerfig sein, aber ohne wird es kaum gehen.
> Daher ist es sinnlos, eine ernsthafte Diskussion hier zu führen...
Du legst zuviel Wert auf "Sinn".
Die Natur rächt sich schrieb im Beitrag #6767640:
> Ant Wort schrieb:>> wenn es hier so aussieht wie bei "The Walking> Dead".>> beschreie es nicht!!
Na, irgendwie betrachte ich "Querdenker" schon als eine Art "Zombie".
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Nautilus.
Nautilus schrieb:> Die Funkamateure haben zwar viel Technik und schreiben Notfunk darauf,> aber die Zusammenarbeit mit den Behörden steckt in den Kinderschuhen.
Richtig. Und das wird aus beiden Richtungen auch so bleiben. Weil sich
die Funkamateure nur ungerne so mit Beschlag belegen lassen, wie das
Behörden gerne hätten, und umgekehrt den Behörden viele Funkamateure zu
unzuverlässig sind.
Selbst aktuelles Material für die Katastrophenschutzausbildung wird
nicht veröffentlicht. Als Grund wurde "Geheimhaltung" genannt.....
> Im> Notfall CQ rufen und hoffen das jemand zufällig hört und den Kontakt mit> den Behörden herstellen kann kann klappen oder auch nicht.
Das wäre ja auch nur in akuten Notlagen so. Für folgenden "echten"
Notfunk braucht es eben auch eine Ausbildung, um den ganzen Formalkram
für die Zusammenarbeit mit Behörden richtig hinzukriegen, und das muss
auch noch regelmäßig geübt werden, damit es im Notfall auch
funktioniert.
Was man in dieser Katastrophenfällen gelegentlich im Ausland macht, ist
unterstützende Arbeit. Funkamateure senden lange Namenslisten mit dem
Zustand der Leute, damit die Angehörigen Bescheid wissen, ob die noch
leben und wie es ihnen geht. Der Katastrophenschutz hat dabei aber
wichtigeres und dringenderes zu tun und nicht wirklich Zeit und Manpower
dafür über. In Deutschland wäre aber ein solches Vorgehen schon aus
Datenschutzgründen unerwünscht.
> Man sollte einen Blick über den großen Teich werfen, nein nicht in die> USA sondern nach Kuba. Die beziehen die Funkamateure bei Havarielagen> mit ein und haben sich seinerzeit für die Zulassung des 60m -Bandes als> Amateurfunkband stark gemacht. Übrigens mit einer Sendeleistung die die> Funkgeräte in den östlichen Landratsämtern hierzulande gehabt hatten.
Das wird in Cuba der schiere ökonomische Druck sein......
In den USA ist das ganze wohl sehr kirchlich oder aber paramilitärisch
durchorganisiert. Auf der einen Seite die Heilsarme mit der SATERN
Organisation und auf der anderen Seite das Militär mit der MARS
Organisation.
SATERN:
https://de.wikipedia.org/wiki/Salvation_Army_Team_Emergency_Radio_Network
MARS: https://de.wikipedia.org/wiki/Military_Auxiliary_Radio_System
Ich könnte mir vorstellen, dass sich die Situation in Cuba bei
detailierterer Betrachtung sehr ähnlich zum MARS System in den USA
darstellt.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hallo Helge.
Helge schrieb:> Stell dir nur vor, alle Tagebaue laufen voll und die pumpen alle> zugleich ab. Dazu überlaufende Flüsse. Ein langsam fliessendes Gewässer> hat feinere Sedimente, die werden schneller mitgerissen.
Es wurde mal ein Szenario diskutiert, einen Tagebau nach Stilllegung mit
Rheinwasser zu fluten, weil es sonst Jahre dauert. Wenn Du dem Rhein
eine "unbedenkliche" Wassermenge von 1% ableiten würdest, würde es
mehrere Monate dauern......
Auch eine Hochwasser führende Inde ist immer noch klein gegenüber dem
Rhein.
Allerdings muss ein Tagebau nicht komplett volllaufen. Schon sehr viel
geringere Wassermengen führen zu ernsthaften Betriebsstörungen.
> Von den Tagebauen im und um das Katastrophengebiet wurde berichtet, daß> die in die überlaufenden Flüsse rein abgepumpt haben.
Ich meine mich zu erinnern, dass die über ein eigenes System in den
Rhein ableiten. Das war zumindest vor zwanzig Jahren oder so mal der
Fall.
Das ist auch nicht nur der Tagebau selber sondern auch die
Brunnengalerien drumherum, die den Grundwasserspiegel niedrig halten.
>> Für Berlin haißt das viel rotes Wasser mit Schwermetallanteil und viel> Schlamm. Und alles das fließt seeehr langsam ab. Bis der Strom überall> wieder funktioniert, vergehen vielleicht 2 Wochen.
Vermutlich würde ein gut vollgelaufener Tagebau den Kohleausstieg
erheblich beschleunigen, weil es eine Ewigkeit dauern würde und Unsummen
kosten würde, den leer zu pumpen. Ob sich das Auspumpen lohnen würde,
das würde man sich dreimal überlegen.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Hi,
Nautilus schrieb:> Die Funkamateure haben zwar viel Technik und schreiben Notfunk darauf,> aber die Zusammenarbeit mit den Behörden steckt in den Kinderschuhen. Im> Notfall CQ rufen und hoffen das jemand zufällig hört und den Kontakt mit> den Behörden herstellen kann kann klappen oder auch nicht.> Man sollte einen Blick über den großen Teich werfen, nein nicht in die> USA sondern nach Kuba. Die beziehen die Funkamateure bei Havarielagen> mit ein und haben sich seinerzeit für die Zulassung des 60m -Bandes als> Amateurfunkband stark gemacht. Übrigens mit einer Sendeleistung die die> Funkgeräte in den östlichen Landratsämtern hierzulande gehabt hatten.>> Die Aufnahme des Funkbetriebes der Funkamateure in einem Funknetz,> Leitstation beim DARC in Baunatal kann durch eine entsprechende Meldung> in den Nachrichten des Rundfunks initiirt werden.> Das Prozedere sollte den Beteiligten bekannt sein und natürlich auch ab> und zu geübt werden.Bernd W. schrieb:>> Aber njente, wozu hätte der Amateurfunk in diesem fall nützlich sein>> können?>> Die ausgefallenen Funkdienste sind nicht kompatibel zum Amateurfunk und>> außerhalb der AFu-Bänder darf ein Funkamateur nicht senden.>> Er muss ja auch nicht kompatibel sein. Es langt, wenn Du eine Verbindung> in das Gebiet hinein bekommst. Der Funkamateur im Katastrophengebiet> bekommt seine Meldung mündlich oder schriftlich und der Funkamateur> ausserhalb gibt sie ebenso mündlich oder schriftlich weiter. Alles> andere ist "Luxus", wenn Du sonst nichts mehr hast.
Genau diese Vorstellung von Notfunk ist ein großes Problem was ich bei
der Sinnhaftigkeit von entsprechenden Bemühungen von Amateurfunkseite
zwecks Mitwirkung in entsprechenden Einsatzlagen sehe.
Es mag nicht für alle gelten, aber viele der "Notfunker" stellen sich
vor das es irgendwie eine sinvolle Anwendung für sie gäbe wo sie über
größere Entfernung Nachrichten für die Behörden zwischen den Behörden
weitergeben müssten.
Aber, vielleicht mit Ausnahme von kleinen Bergdörfern, die durch Lawinen
die auch noch die Telefonverbindung inkl. Zubringerleitungen für die
Mobilfunkbasisstationen gekappt haben, unzugänglich geworden sind und wo
man nun Nachrichten nach "draussen" bringen muss gibt es diese
Anwendungen im DACH Raum einfach nicht!
Und selbst diese wenigen Nischenfälle werden immer weniger dadurch das
es ein immer dichteres Satellitenfunknetz mit kompakten und bezahlbaren
Zugangsgeräten gibt wo die Kommunikation immer öfter auch aus dem Tal
heraus funktioniert.
Da wo es vor 10-20 Jahren z.b. in Österreich bei größeren
Lawinenereignissen tatsächlich noch (im Dorf ansässige) Amateurfunker
waren die die ersten Sicheren Kommunikationsverbindungen nach Aussen
hergestellt haben - bis sich KatS und/oder Militär bis zum Dorf
vorgearbeitet hatte, da liegen heute einfach ein Satellitentelefon im
Dorfrathaus und vielleicht ein zweites zur Reserve im
Feuerwehrgerätehaus bzw. ELW...
Diese NAchrichtenübermittlung untereinander können die Behörden schon
gut selbst. Wo es mit Tetra in solchen Einsatzlagen manchmal hakt ist
die Verbindung Leitstelle-Einsatzfahrzeug. Weil dazu braucht es TMO
und... (Aber da hilft ein AFU auch nicht weiter. Das diese Probleme mit
Tetra zu befürchten sind wusste man auf vielen Ebenen schon bei der
Einführung. Das Netz ist halt für den Normalen Dienstalltag konzipiert
und nur begrenzt Spitzenlastfähig. Gibt ja schon bei Castortransporten
öfter Probleme. Aber die Politik wollte es so, gab ja sogar einen
"Maulkorberlass" der es nachgeordneten Dienststellen verbot öffentlich
über die Probleme zu reden. Genauso wie man wusste das die als so toll
angepriesenen Zusatzanwendungen wie Datenübertragung oder
Direktdurchwahl ind Telefonnetz für die allermeisten Anwender alleine
schon aus Kapazitätsgründen nie realität werden würden - Aber das ist
OT)
Das WO Funkamateure hingegen im Sinne von Notfunk eine sinnvolle
Ergänzugn wären, das wollen viele nicht, weil nicht Spannend genug! Habe
solche Diskussionen durchaus mehr als einmal als jemand aus der
Behördenstruktur geführt.
Diese Anwendung wäre, habe ich hier an anderen Stellen schon mehrfach
geschrieben, in Fällen wo der Notruf inkl. Alternativen (aus welchen
Gründen auch immer) in einem Gebiet nicht mehr funktioniert die
überbrückung der Letzten Meile als Bindeglied zwischen der Bevölkerung
und der Polizei damit über diesen Weg hilfe angefordert werden kann.
Nicht speziell mit Bezug zum Ereignis sondern alle Fälle. Wenn der Opa
mit Brustschmerzen zusammenklappt, die Tankstelle überfallen wurde oder
das Lagerfeuer zum Aufwärmen doch etwas zu groß wird.
Solche Fälle wo der Durchschnittsbürger von allen Notrufmöglichkeiten
abgeschnitten ist gibt es ja durchaus. Dazu reicht schon ein
Mehrstündiger Stromausfall wenn das Gebiet groß genug ist. Wie
beispielsweise 2005 im Münsterland passiert.
Und es gibt für solche Fälle auch seit Jahrzehnten ein Standardvorgehen
der BOS Organisationen was dann angewandt wird um zumindest die Chance
zu bieten hilfe zu rufen.
Kommt es zu so einem großen und länger andauernden Ausfall der Mobil-
und Festnetzverbindungen in einem größeren Raum ist vorgesehen das je
nach Verfügbaren und nicht anderweitig benötigten Ressourcen möglichst
viele mit Funk ausgestattet Fahrzeuge besetzt werden die sich an
Strategischen Punkten als Anlaufstelle hinstellen.
Der Nachteil ist aber, das dies zum einen Personal und Material bindet
und das zum anderen trotzdem noch nur wenige Anlaufpunkte vorhanden
sind.
Hier wäre aber m.E.n. eine natürlich vorher geplante, geübte und mit
einer gewissen Zuverlässigkeit im tatsächlichen Fall auch ausgeübte
Beteiligung der Funkamateure möglich und WIRKLICH SINNVOLL!
Es gibt dann ein kleines Team von Funkamateuren, vielleicht zwei
Personen, idealerweise mit BOS Erfahrung oder zumindest gut geschult,
die tatsächlich im oder am Gebäude der Leitstelle sitzen und wie die
anderen Fernmelder am Funk auch Nachrichten Aufnehmen und weiterleiten.
Nur halt statt mit BOS Geräten und anderen BOS stationen als Gegenstelle
mit AFu Geräten und AFUs als Gegenstelle.
Die Anderen beteiligten AFUs hingegen positionieren sich an vorher
ausgesuchten und mit den Kreisbehörden (Pol/FW) abgesprochenen Stellen
in der Öffentlichkeit um als Ansprechpartner bereit zu sein einen
Hilferuf (z.b. RTW wegen der Brustschmerzen beim Großvater)
weiterzuleiten. Im einfachsten Fall mit Handfunkgerät über ein
Amateurfunkrelais.
Solche Ansprechpunkte können dann gut gelegene Gaststätten sein,
Tankstelle o.ä. wo am besten darauf hingewiesen wird und man warm sitzen
kann, aber auch einfach ein Privatpkw auf dem Marktplatz, neben der
Hauptkreuzung oder was auch immer mit dickem Pappschild vorne und
hinten.
Vielleicht kann da im Einzelfall auch mal tatsächlich ein kleineres
Rathaus o.ä. dranhängen wenn wirklich BOS Einsatzpersonal knapp ist.
Das wäre etwas wo wirklich ein sinnvoller Beitrag geleistet würde. Wo
das Netz der Notrufmöglichkeiten verdichtet werden würde und im
Idealfall, bei ausreichender Beteiligung sogar andernorts dringender
benötigtes Einsatzmaterial und Personal mit Einsatzausbildung
freigemacht würde.
Und ja, auch der oben erwähnte "Karl Heinz mit Rollator" würde da in
einem Ansprechpunkt einen sinnvollen Beitrag leisten können
Nautilus schrieb:> In der DDR gab es in jedem Landratsamt ein Kurzwellenfunkgerät mit> Antenne und Mitarbeitern, die diese bedienen konnten (sogar in CW).> Einige mal im Jahr wurde das in einem Funknetz getestet.
Zu der Zeit als es die DDR noch gab, da gab es so etwas und noch viel
mehr auch im Westen. Das ist erst nach der Wende alles abgebaut worden,
denn es gab ja keinen Kalten Krieg mehr. Und es gab nicht nur die
Kurzwellenfunknetze (ja Netze!) sondern auch noch die speziellen
Telefonnetze der Warnämter mit Verbindungen zu entsprechenden Behörden
und größeren Luftschutzbunkern usw.
Warnämter gab es übrigends 10 Stück und von denen konnten alle
Luftschutzsirenen im Bundesbesitz über Standleitung ausgelöst werden.
Notfalls alles gleichzeitig. (Wobei die Sirenen dann teilweise
ZUSÄTZLICH noch weitere Auslöseeinrichtungen haben konnten. Z.B.
Handschalter in der Einsatzzentrale oder Fünftonempfänger für die
Auslösung über Funk.)
Gab aber auch Fälle wo auf einem Hausdach die Luftschutzsirene E57 stand
die nur vom Warnamt ausgelöst werden konnte und zwei Dächer weiter die
von der Stadt selbst beschaffte Feuerwehrsirene E57 die nur von der
Feuerwehr ausgelöst werden konnte.
Nach dem die Warnämter dann Anfang der 90er Jahre aufgelöst wurden
konnten die Gemeinden die es wollten die Sirenen einfach übernehmen.
Manche haben es gemacht, andere nicht. Einige die es gemacht haben haben
die Fernauslösung über zweidraht beibehalten (nur andere Endstelle),
andere haben auf reine Handauslösung vor Ort oder Auslösung über Funk
umgestellt.
Wobei das mit der Umstellung auf Funk so eine Sache ist/war: Es gab
Auslöse-/Steuergeräte die nur einen Alarm (feueralarm) und Entwarnung
konnten und es gab Geräte womit selektiv auch die anderen Sirenenalarme
gegeben werden können.
Nur letztere waren teurer...
Soweit mein Beitrag zu den zwei Punkten...
Gruß
Carsten
AFU und ehemaliger
Sachgebietsleiter IuK im Katastrophenschutz (S6)
(>10 Jahre in der Funktion)
Da ist das meiste beweglich, bis auf Gleise und Großbagger und die
Bänder. Der ganze Kram ist auf aggressiven Staub ausgelegt. Wenns da 1m
volläuft, geht nicht viel kaputt. Im Stromnetz gibts Reserven. In den
Nachrichten war zu lesen, daß durch verstärktes Abpumpen die
Überschwemmungen noch verstärkt wurden. Das macht nur
einzelwirtschaftlich Sinn, für die Gesamtheit ist das schädlich.
Mir gings aber darum, daß auch eine Großstadt im Flachland wie Berlin
nicht vor so einer Katastrophe sicher ist.
Ich versteh nicht warum ihr 'ne Motorsirene nicht hört. Wir haben im
Dorf leider keine mehr, aber ich kann die aus den Nachbardörfen bei
guten Bedingungen nachts recht gut hören. Mal kurz schauen wie weit die
weg sind (5 Minuten später) eine ist 2,6km entfernt, die andere 3,3km.
Diese "Hochleistungssirenen" mag ich nicht, da ist mir schon wieder zu
viel unzuverlässige Technik drin und die Dinger gehen mir zu oft kaputt.
Da profitieren mal wieder nur die Kackfirmen von, diesen Elektroschrott
installieren und hinterher reparieren dürfen. Es geht nichts über eine
anständige Motorsirene, alte bewährte Technik.
Handy-Funkzellen mit höherer Leistung macht nicht so viel Sinn. Die
Funkzellen senden mit etwa 10W am Ausgang des Verstärkers und damit
kommt man schon ein Stück weit. Bringt aber nichts, wenn das Handy mit
seinen 1..2W-Bursts und der deutlich schlechteren ggf. auch noch
schlecht ausgerichteten Antenne nicht mehr zurück zur Station kommt.
Ben B. schrieb:> Wie würde so ein Starkregenereignis in Berlin aussehen...
Fuer dia anderen Bundesländer nur positiv, wenn danach sich eine
berlinfreie Ära anschliessen würde.
Meinte mal vor wenigen Jahren gelesen zu haben, dass die BRD bei der
Netzauschreibung etwas drinnen hatte, so dass die vielen Firmenweiten
aktiven Extender mit eigenem Unternetz zum Elektronikschrott wurden.
Bei der Suche im Netz habe etwas gefunden, da Mobilnetze koennte von der
Firma blacknet:
https://www.afcea.de/fachausstellung/fachausstellung-2017/ausstellung-2017/saal-maritim/stand-m-31.html
Carsten S. schrieb:> Diese NAchrichtenübermittlung untereinander können die Behörden schon> gut selbst.
Das ist nämlich der erste Fehler der Funkamateurfunker (man, einigt euch
mal auf einen Namen ...). Zu glauben dass Behörden und echte
Katastrophenschutz-Organisationen gar nichts können und man nur auf die
Funkamateurfunker warten würde.
Nochmal, was glaubt ihr, warum Télécoms Sans Frontières in Ahrweiler und
Euskirchen im Einsatz ist, Funkamateurfunker aber nicht?
Die Antwort ist trivial: Weil die was können was Funkamateurfunker nicht
können.
> überbrückung der Letzten Meile als Bindeglied zwischen der Bevölkerung> und der Polizei damit über diesen Weg hilfe angefordert werden kann.> Nicht speziell mit Bezug zum Ereignis sondern alle Fälle. Wenn der Opa> mit Brustschmerzen zusammenklappt, die Tankstelle überfallen wurde oder> das Lagerfeuer zum Aufwärmen doch etwas zu groß wird.
Da würde ich notfalls noch eher auf den lokalen Taxifunk setzen als auf
Funkamateurfunker.
> Nur halt statt mit BOS Geräten und anderen BOS stationen als Gegenstelle> mit AFu Geräten und AFUs als Gegenstelle.
Es geht doch viel einfacher. Hast du doch vorgemacht. Werdet Mitglied im
THW, der freiwilligen Feuerwehr, DRK, ... statt auf einer Sonderlocke zu
bestehen. Nur bitte, nicht am ersten Tag ankommen und allen erklären wie
man es richtig macht.
Wenn die Knochen nicht mitmachen (Grüße gehen an Rollator Karl-Heinz),
wie wäre es mit einer fördernden Mitgliedschaft?
Schmierlappen schrieb:> Solch ein Verhalten könnte man schon fast Schizophrenie nennen, belasse> es aber mal mit der Fraktion Stänkerer.
Du hast tatsächlich ein Problem....das soll auch deines bleiben.
Hannes J. schrieb:> Wenn die Knochen nicht mitmachen (Grüße gehen an Rollator Karl-Heinz),
Apropos, hat jemand eine Idee wie man eine Groundplane an einem Rollator
befestigen kann?
Hannes J. schrieb:> Da würde ich notfalls noch eher auf den lokalen Taxifunk setzen als auf> Funkamateurfunker.
sag mal Du gehörst wohl zu der Fraktion die Das Hobby Amateurfunk als
das überflüssigste Hobby überhaupt ansehen?
Oder woher kommt deine abgrundtiefe Ablehnung gegenüber alle die mal
eine Lizenz erworben haben?
Man könnte das schon fast als Arroganz deinerseits gegenüber
Funkamateure ansehen.
Nebenbei bemerkt ich zähle auch zu der ( in deinen Augen scheinbar
absolut überflüssigen und unerwünschten ) Gruppe, welche sich
Funkamateur zählt.
Ralph Berres
Danke für deine langen und sachlichen Ausführungen, Bernd Wiebus.
Leider gibt es es bei dem Thema 'Amateurfunk und Spaß an Elektronik'
nicht irgendeine klare Richtung. Es gibt eher viele Probleme für die
Organisationen wie der DARC offensichtlich keine Lösung sind.
Die einen, eher älteren, denken sie wären die Elite weil sie eine
Prüfung, die absolute Grundlagen abhakt und mit ein paar Tagen
Vorbereitung von jedem mit Vorbildung in E-Technik schaffbar ist,
bestanden haben.
Die anderen, eher jüngeren, haben echt Spaß an Elektronik und wollen gar
nicht groß Funken oder Postkarten sammeln. Diese Leute würden vielleicht
weiter in dem Hobby aufgehen und die Gemeinschaft stärken, werden aber
von ersteren verschreckt.
Diese ganze Diskussion hier ist ein Symptom davon. Es wird in
Deutschland deswegen nie einen relevanten Notfunkdienst durch
Funkamateure geben.
Christian F. schrieb:> Es wird in> Deutschland deswegen nie einen relevanten Notfunkdienst durch> Funkamateure geben.
weis man noch nicht so genau.
Es gibt schon vereinzelt erfolgreiche Ansätze, bei welche Funkamateure
und Behörden diesbezüglich offenbar erfolgreich eng zusammenarbeiten.
in einer der Letzten CQDL ( ist die Clubzeitschrift des deutschen
Amateur Radio Dienstes ) wurde darüber berichtet, wie sich das
entwickelt hat.
Aber das muss wachsen , wie so viele Dinge. Das braucht Zeit auf beiden
Seiten.
Ralph Berres
Phasenschieber S. schrieb:> Du hast tatsächlich ein Problem....das soll auch deines bleiben.
Ja? Das sagt jemand, der eine Frage stellt, dessen Antwort er schon
selbst gegeben hat und dann noch mit Nachdruck die Antwort von jemand
anders nochmal hören will?
Du ärgerst dich doch nur, weil man dir mit einfachsten Mitteln auf die
Schliche gekommen ist.
Gute Besserung!
Ben B. schrieb:> Ich versteh nicht warum ihr 'ne Motorsirene nicht hört. Wir haben im> Dorf leider keine mehr, aber ich kann die aus den Nachbardörfen bei> guten Bedingungen nachts recht gut hören. Mal kurz schauen wie weit die> weg sind (5 Minuten später) eine ist 2,6km entfernt, die andere 3,3km.
Ich höre die auch, auch über größere Entfernung. Aber nicht nachts, wenn
ich schlafe. Obwohl ich eine gute Beziehung zu Sirenen habe.
Ben B. schrieb:> Diese "Hochleistungssirenen" mag ich nicht, da ist mir schon wieder zu> viel unzuverlässige Technik drin und die Dinger gehen mir zu oft kaputt.
Die alten E57 sind meist vom öffentlichen Stromnetz abhängig und ich
glaub nicht, dass viele davon mit ihren 4 kW Leistung an einer
Notstromversorgung hängen. Elektronische Sirenen dürften mit aktueller
Technik wie Klasse D Verstärker und modernen Akkus leichter
netzunabhängig machbar sein.
Die Hochleistungsirenen waren aber in der Tat sehr aufwändig.
Hallo Carsten.
Carsten S. schrieb:> Genau diese Vorstellung von Notfunk ist ein großes Problem was ich bei> der Sinnhaftigkeit von entsprechenden Bemühungen von Amateurfunkseite> zwecks Mitwirkung in entsprechenden Einsatzlagen sehe.
Ja. Das war schon um 1990 ähnlich.
Das Problem ist eher ein soziologisches......
> Das WO Funkamateure hingegen im Sinne von Notfunk eine sinnvolle> Ergänzugn wären, das wollen viele nicht, weil nicht Spannend genug! Habe> solche Diskussionen durchaus mehr als einmal als jemand aus der> Behördenstruktur geführt.> Diese Anwendung wäre, habe ich hier an anderen Stellen schon mehrfach> geschrieben, in Fällen wo der Notruf inkl. Alternativen (aus welchen> Gründen auch immer) in einem Gebiet nicht mehr funktioniert die> überbrückung der Letzten Meile als Bindeglied zwischen der Bevölkerung> und der Polizei damit über diesen Weg hilfe angefordert werden kann.> Nicht speziell mit Bezug zum Ereignis sondern alle Fälle. Wenn der Opa> mit Brustschmerzen zusammenklappt, die Tankstelle überfallen wurde oder> das Lagerfeuer zum Aufwärmen doch etwas zu groß wird.
"Nicht Spannend genug" ist eine eigenwillige Interpretation des
Sachverhaltes.
Vieleicht ist es eher "zu spannend", weil dann versucht wird,
Funkamateuren als typischen Technik-Nerds
die Aufgaben eines Sozialarbeiters zu übertragen. Das wird eher nicht
klappen.
Ich nehme mich dabei selber nicht aus.
Da kann man dann wirklich besser ein Satellitentelephon beim Pastor, der
DRK-Sozialstation, dem Hausmeister des Sportvereinsheims oder sonst
einer sozial gut integrierten Person hinterlegen. Vermutlich gibt es
noch andere Möglichkeiten, einen Sozialarbeiter mit einer zuverlässigen
Kommunikationstechnik zu ertüchtigen.
> Solche Fälle wo der Durchschnittsbürger von allen Notrufmöglichkeiten> abgeschnitten ist gibt es ja durchaus. Dazu reicht schon ein> Mehrstündiger Stromausfall wenn das Gebiet groß genug ist. Wie> beispielsweise 2005 im Münsterland passiert.
Ja, das kommt öfter vor als man denkt. Da muss noch noch nicht einmals
ein großflächiger Stromausfall sein. Dazu kommt im Rundfunk zu oft die
Meldunf: "In xyz ist die Notrufnummer der Feuerwehr/Polizei nicht
erreichbar" oder die "Amtsleitung gestört" wie es in Nina heisst.
Allein in Oberhausen und Mülheim mehrmals die letzte Woche. Keine
Ahnung, vieleicht sind da auch einfach nur Umbauarbeiten.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
In manchen Ecken (wie hier) willst du nicht als Besitzer eines
Funkgerätes gefunden werden. Die ganzen Gläubigen der
5G-Virus-Weltverschwörung haben das Problem noch extra aufgeblasen. Aufm
Auto hab ich für 11m nur mehr die Kurzantenne drauf, nach paar wüsten
Beschimpfungen.
Hallo Ben b.
Ben B. schrieb:> Ich versteh nicht warum ihr 'ne Motorsirene nicht hört. Wir haben im> Dorf leider keine mehr, aber ich kann die aus den Nachbardörfen bei> guten Bedingungen nachts recht gut hören. Mal kurz schauen wie weit die> weg sind (5 Minuten später) eine ist 2,6km entfernt, die andere 3,3km.
Ja klar, nachts wenn es ruhig ist......aber stehe mal draussen neben
einem Feld, das maschinell landwirtschaftlich bearbeitet wird, oder
Waldarbeiter kippen gerade Bäume um. Oder neben einer halbwegs
befahrenen Landstrasse oder Autobahn
> Diese "Hochleistungssirenen" mag ich nicht, da ist mir schon wieder zu> viel unzuverlässige Technik drin und die Dinger gehen mir zu oft kaputt.
Ich kann mir aber schon vorstellen, dass man solche Anlagen sehr robust
bauen kann. Ob es tatsächlich auch gemacht wird steht auf einem anderen
Blatt.
Auch der größere Umfang an Möglichkeiten die solche Anlagen potentiell
haben führen zu mehr Komplexität und damit zu einer höheren
Fehleranfälligkeit durch "humane" Ursachen. Sprich falsche Planung,
falsche Ausführung, falsche Wartung und natürlich Fehlbedienung.
Wir kommen mit unserer Technologie immer näher an Grenzen, wo sie
alleine auf Grund ihrer Komplexität nicht mehr beherrschbar ist. Viele
Probleme stellen sich erst viel später heraus. Bei den CO2 Emissionen
merken wir z.B. erst jetzt, dass die industrielle Revolution eine
Fehlentscheidung war. Also Fehlentscheidungen von vor 250-300 Jahren.
Das ist für Organismen mit einer Lebenserwartung von gut 75 Jahren schon
entschieden zu viel, da können individuelle Lernprozesse kaum noch
schnell genug greifen.
> Da profitieren mal wieder nur die Kackfirmen von, diesen Elektroschrott> installieren und hinterher reparieren dürfen.
Technische Fehler sind von soziologischen und politischen Fehlern
ersteinmal zu trennen. Und ja, es gibt zu viel Korruption und zu wenig
Transparenz, und die meisten Leute, die einen "starken Staat" fordern,
öffnen der Verschleierung und Intransparenz Tür und Tor.
> Es geht nichts über eine> anständige Motorsirene, alte bewährte Technik.
Aus meiner Praxis als Betriebselektiker und Motorsirenen für
betriebliche Zwecke: Wasser dringt in Lager und die Teile rosten fest.
Bei den Kollektormotortypen kann ein Wicklungsstrang unterbrochen sein.
In einer bestimmten Position laufen sie dann nicht mehr an. Das Teil
wird dann abgebaut, getestet und für gut befunden (weil bei Demontag und
Transport der Kollektor gedreht wurde) und achselzuckend wieder
montiert. Der Fehler wird dann mit der Hysterie des Bedieners oder einem
Wackelkontakt anderswo erklärt.
In den Sirenen Lüftern bauen Vögel Nester, weil irgendwie das
Drahtgitter "weg" ist. Beim Anlauf verkeilen die Zweige.....
Mechanik ist also auch nicht ohne......
Bei Elektromechanik können mehr Fehler aus dem Augenschein heraus
erschlossen werden und repariert werden (Vogelnest herauspolken). Im
Gegensatz dazu wird dann bei Elektronik die Dokumentation der Schaltung
essentiell. Ohne Dokumentation ist die Reparatur unmöglich oder dauert
unrealistisch lange. Daher ist auch bei Elektronik, sofern sie im
öffentlichen Raum eingesetzt wird, eine offene Dokumentation nötig,
vergleichbar mit "open Source" für Software. Aber so etwas existiert
meines Wissens nicht.
> Handy-Funkzellen mit höherer Leistung macht nicht so viel Sinn. Die> Funkzellen senden mit etwa 10W am Ausgang des Verstärkers und damit> kommt man schon ein Stück weit. Bringt aber nichts, wenn das Handy mit> seinen 1..2W-Bursts und der deutlich schlechteren ggf. auch noch> schlecht ausgerichteten Antenne nicht mehr zurück zur Station kommt.
Mal abgesehen davon, dass die Zellenzahl ein Limit darstellt, und wenn
du das heraufsetzten willst, musst Du die Zellen verkleinern, was in
letzter Konsequenz. wenn die Kanäle, Zeitschlitze und Sektoren nicht
mehr langen, zu einem räumlich dichteren Netz mit mehr Basisstationen,
kürzeren Abständen dazwischen und adaequater Infrastruktur führen muss.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Christian F. schrieb:> Danke für deine langen und sachlichen Ausführungen, Bernd Wiebus.> Leider gibt es es bei dem Thema 'Amateurfunk und Spaß an Elektronik'> nicht irgendeine klare Richtung.
Die gibt es ja anderswo, z.B. beim Fußball, auch nicht.
> Es gibt eher viele Probleme für die> Organisationen wie der DARC offensichtlich keine Lösung sind.> Die einen, eher älteren, denken sie wären die Elite weil sie eine> Prüfung, die absolute Grundlagen abhakt und mit ein paar Tagen> Vorbereitung von jedem mit Vorbildung in E-Technik schaffbar ist,> bestanden haben.
"Alte weisse Männer" eben.....
> Die anderen, eher jüngeren, haben echt Spaß an Elektronik und wollen gar> nicht groß Funken oder Postkarten sammeln. Diese Leute würden vielleicht> weiter in dem Hobby aufgehen und die Gemeinschaft stärken, werden aber> von ersteren verschreckt.
Ich lebe zimlich "Schratig" ohne Fernseher und Kühlschrank. Darum kann
ich mich in viele Probleme meiner Mitmenschen eher schlecht
hineindenken, weil sie mich nicht wirklich betreffen.
>> Diese ganze Diskussion hier ist ein Symptom davon. Es wird in> Deutschland deswegen nie einen relevanten Notfunkdienst durch> Funkamateure geben.
Ohne Diskussion wirst Du das Problem nicht lösen können. Du kannst zwar
nicht erwarten, dass Deine direkten Diskussionsgegner auf Deine Position
umschwenken. Ab einem gewissen Alter habe ich möglicherweise noch eine
gewisse kognitive Lernfähigkeit, aber die emotionale Lernfähigkeit lässt
soweit nach, dass damit praktisch nichts mehr anzustellen ist, weil es
für alle Probleme zu lange dauert. Aber an einer Diskussion beteiligen
sich auch - durchaus schweigende - andere Beobachter. Und auf diese hast
Du möglicherweise Einfluss.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
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Hallo "Die Natur rächt sich"
Die Natur rächt sich schrieb im Beitrag #6768512:
> Nur mal so aus Interesse. Wie sieht das eigentlich rechtlich aus, wenn> das ganze Haus davonschwimmt? Eine Immobilie ist ja nicht mobil, also> ortsgebunden. Beim davonschwimmen nimmt man ja irgendwie am öffentlichen> "Verkehr" teil. Gut, eine KFZ-Steuer wird wohl nicht fällig, da kein> eigener Antrieb, aber man nutzt eine öffentliche Wasserstraße, wie mit> einem Hausboot. Also irgendeine Art Sportbootführerschein sollte schon> machbar sein, natürlich mit entsprechenden Gebühren. Außerdem noch> bußgeldbewehrt, weil die Hütte ja unbeaufsichtigt durch die Gegend> dümpelt.
Bei solchen Fragen ist es wichtig zu wissen, ob Deine oder irgendeines
anderen Absicht (nicht Wunsch) dahintersteht, dass da Dein Haus den
Fluss hinuntertreibt, und ob Du es hättest verhindern können.
Beides muss wohl in den meisten Fällen verneinend beantwortet werden.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Die Natur rächt sich schrieb im Beitrag #6768512:
> Wie sieht das eigentlich rechtlich aus, wenn> das ganze Haus davonschwimmt? Eine Immobilie ist ja nicht mobil, also> ortsgebunden. Beim davonschwimmen nimmt man ja irgendwie am öffentlichen> "Verkehr" teil.
Also, das ist eine genehmigungspflichtige Sondernutzung.
> Außerdem noch bußgeldbewehrt, weil die Hütte ja unbeaufsichtigt> durch die Gegend dümpelt.
Auf jeden Fall. Wie längst unsere Stadt im Mitteilungs-Blatt darauf
hingewiesen hat: Wer auf dem Gehweg etwas hinstellt um es zu
verschenken, muss mit einem Bußgeld rechnen weil das eine Sondernutzung
ist. Außerdem wird er für alles haftbar, was da so auf dem Gehweg und
Straße passiert.
D.h. wenn etwas zu verschenken eine Sondernutzung ist, und ein
Ordnungsgeld nach sich zieht, ist das rumschwimmen von Häusern auf jeden
Fall ein äquivalentes Vergehen.
Außerdem dürfte es auch baurechtlich kritisch sein, denn da wo das Haus
strandet, fehlt die Baugenehmigung dafür. Also Schwarzbau. Und
Schwarzbauten müssen abgerissen werden.
Zusätzlich kommt natürlich noch der "Abriss" am ursprünglichen Standort.
Dort steht es nicht mehr. Und das auch ohne Genehmigung.
Nicht zu vergessen, der Beseitigungsanspruch des Strand-Grundstückes.
Also, würde auf meiner Gartenlauben-Parzelle so ein Haus angeschwemmt
werden, würde ich unter Fristsetzung (2 Wochen) die Entfernung dessen
anmahnen.
Flachländer schrieb:> Phasenschieber S. schrieb:>> was zum Teufel funktioniert überhaupt in Dschland?> Steuereintreibung, GEZ, Sprachregelungen usw., ist jetzt aber Offtopic.Korruption vergessen!
aber immer noch OT hihihi
> Die alten E57 sind meist vom öffentlichen Stromnetz abhängig und> ich glaub nicht, dass viele davon mit ihren 4 kW Leistung an einer> Notstromversorgung hängen.
Sind sie. Aber üblicherweise sollten sie vor einer sich anbahnenden
Gefahr warnen und nicht erst hinterher, also zu einer Zeit, wo das
Stromnetz mit hoher Wahrscheinlichkeit noch steht. Wenn erstmal der
halbe Ort mitsamt Straßen und Stromnetz weggespült ist, ist's für eine
Warnung etwas spät.
> Elektronische Sirenen dürften mit aktueller Technik wie Klasse D> Verstärker und modernen Akkus leichter netzunabhängig machbar sein.
Da würde ich Dir Recht geben. Aber wie gesagt, wie oft solche Technik
genau dann abraucht wenn man sie braucht... wie das mit der Wartung und
regelmäßigem Austausch von Akkus in USV-Anlagen aussieht, wissen wir
auch alle. Vielleicht bin ich da etwas konservativ eingestellt, bei
sowas vertraue ich lieber auf altbewährte Technik als auf modernen
Schnickschnack.
> aber stehe mal draussen neben einem Feld,> das maschinell landwirtschaftlich bearbeitet wird
Naja neben einem Mähdrescher oder ähnlichem Großgerät hörst Du keine
Sirene auf 100 Meter Entfernung. Ich bin auch der Meinung, daß die
Entfernungen hier zu groß sind, ich hätte lieber wieder eine gute alte
DS977 hier im Dorf.
Hannes J. schrieb:> Carsten S. schrieb:>> überbrückung der Letzten Meile als Bindeglied zwischen der Bevölkerung>> und der Polizei damit über diesen Weg hilfe angefordert werden kann.> Da würde ich notfalls noch eher auf den lokalen Taxifunk setzen als auf> Funkamateurfunker.
Die Taxis müssen aber zum einen als kommerzielle Einrichtung fahren und
Geld verdienen. Aber einfach von Behördenseite sagen das die jetzt Geld
fürs "stehen" bekommen damit sich jemand dort melden kann funktioniert
auch nicht, denn es gibt Leute die sind auf die Taxis wirklich
angewiesen.
(Arztbesuche, Dialysefahrten usw... Mal abgesehen vom sonstigen Bedarf
mit geringerer Priorität)
Und selbst wenn das nicht das Problem wäre: Der Taxifahrer kann seine
Nachricht über Funk an die Zentrale weitergeben -wenn er denn überhaupt
noch Betriebsfunk hat, viele stellen ja rein Handy um-
Und wie bekommt die Zentrale die Nachricht jetzt zur Kreisleitstelle?
Da müsste man dann schon dort auch ein Taxi hinstellen, was aber in
vielen Flächenkreisen daran scheitert das Taxifunk nur Simplex ist und
das Taxi aus dem anderen Ort dort keine Verbindung zur "Zentrale" mehr
hat.
Ausserdem müsste ja von jedem Taxibetreiber ein Taxi stehen, denn die
verwenden ja meist unterschiedliche Frequenzen und können die Frequenz
am Gerät nicht umstellen. Da wo Gemeinschaftsfrequenzen genutzt werden
ist dann öfter CTCSS im Betrieb damit man sich nicht stört.
( OK, es gibt natürlich auch die Fälle wo tatsächlich mehrere Betreiber
eine Frequenz teilen und kein CTCSS bzw. Selektivruf nutzen bzw. das am
Gerät abschaltbar ist. Oder auch wo mehrere kleine Betriebe die Frequenz
anderer Betriebe schalten können weil man z.b. im Rahmen eines
Wechselseitigen Nachtdienst der Zentralen zusammenarbeitet)
Was natürlich Sinnvoll wäre: In einer Lage wo HAMs ;-)
(Hochfrequenzamateure) die Letzte Meile sicherstellen auch einen
Funkamateur entweder in die Taxizentrale zu setzen oder sofern der
Taxiunternehmer ein tragbares Gerät hat (einige haben das z.b. als
reserve im Koffer wenn das in einem Fahrzeug eingebaute an ungünstigen
Tagen probleme Macht) dieses einem AFU auszuhändigen.
(Oder halt noch viel einfacher... ;-) )
Hannes J. schrieb:> Carsten S. schrieb:>> Nur halt statt mit BOS Geräten und anderen BOS stationen als Gegenstelle>> mit AFu Geräten und AFUs als Gegenstelle.>> Es geht doch viel einfacher. Hast du doch vorgemacht. Werdet Mitglied im> THW, der freiwilligen Feuerwehr, DRK, ... statt auf einer Sonderlocke zu> bestehen. Nur bitte, nicht am ersten Tag ankommen und allen erklären wie> man es richtig macht.
Ja, das habe ich habe auch immer allen gesagt denen es darum ging wie
eine Einsatzkraft eingebunden zu werden. Zumal alle diese Organisationen
nicht nur mit Funk arbeiten sondern auch eigene Fernmeldeeinheiten
haben.
Natürlich nicht an jedem Standort.
Aber dazu gehört halt auch das man bereit ist ohne Einsatzaktion einen
gewissen Teil seiner Freizeit für Dienstabende, Ausbildung und Übungen
zu opfern, mit einem gewissen Pflichtbewustsein und hoher
Zuverlässigkeit sowie im Einatzfall mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit
ohne wenn und aber zu Verfügung zu stehen. (gut Familliärer Notfall oder
Krankheit kann immer sein, aber sonst...)
Einsatzkraft "an der Front" zu sein ohne gründliche Ausbildung und
regelmäßige Auffrischung ist halt nicht.
Aber es gibt halt auch diejenigen denen es nicht wirklich um das
"Einsatzdingen" geht sondern die sich wirklich Fragen wie Sie in einer
echten Notlage mit dem helfen können was sie können bzw. was Sie haben.
Die vielleicht gesundheitlich oder zeitlich auch gar keine aktive
Mitwirkung in einer Einsatzorgansisation leisten können.
Und da wäre "die Kommunikation der letzten Meile" durchaus eine
Sinnvolle option die mit einem überschaubaren Maß an Vorbereitung und
Selbstorgansisation geleistet werden könnte.
Wirklich intensiv ausgebildet müssten nur diejenigen Sein die
tatsächlich in/an der Leitstelle mitarbeiten. Idealerweise haben die das
Hintergrundwissen durch ehemalige mitwirkung in einer BOS Organisation,
der Joker wäre Fernmelde- oder Führungseinheit, was die z.b. aus
gesundheitlichen, familiären oder beruflichen Gründen aufgeben mussten.
(Ich selbst habe meine Mitwirkung ja auch aus beruflichen Gründen
absolut minimiert bzw. zeitweise ganz pausieren müssen. Im Regeldienst
den "großen Streifenträger" spielen, aber bei Einsätzen nicht können
geht halt nicht!)
Das Problem ist nur das auch diese "Kommunikation der letzten Meile"
organisiert und vorher geplant werden muss. Die Mitwirkenden müssen
einigermaßen verläßlich sein und wissen was zu tun ist.
Die Organisierenden müssen sich mit den Behörden tatsächlich abstimmen
und haben dann auch etwas mehr ohne "Einsatz" zu tun.
Da muss es dann klare Regeln geben, wie wenn das und das Ereignis
eintrifft solltet ihr dauerhaft auf dem Relais (ein notstromversorgtes)
mithören um ggf, Aktiv werden zu können wenn Bedarf ist usw.
Ansprechpunkte müssen vorher festgelegt werden und Material mit dem man
vom Ansprechpunkt sicher das Relais erreicht muss einfach Griffbereit
und die Stromversorgung sichergestellt sein (akkus geladen!)
Viele von denen die ich bisher mit Notfunkideen erlebt habe und die dann
etwas in dieser Richtung aufziehen wollten, die dann vielleicht auch so
etwas Organisieren könnten, haben aber den tatsächlich "Einsatz in der
Behördenstruktur" wo sie mit ihrer ach so tollen Technik die Welt retten
können im Kopf. Am besten noch mit Anspruch auf Sondersignalanlage in
deren Privat-PKW
(Ich will hier nicht alle über einen Kamm scheeren. Es gibt auch sehr
positive Ausnahmen. Aber von denen die ICH erlebt habe war das o.g. die
Mehrheit. Wenn auch vielleicht etwas überspitzt dargestellt)
Daher fehlt es dann an denen die so eine sinnvolle Anwendung zuverlässig
koordinieren können. Es macht aber nur Sinn wenn es eine sinnvolle
Vorbereitung, koordination gibt und natürlich vor allem wenn auch GENUG
ZUVERLÄSSIGE TEILNEHMER dabei sind das man entsprechend viele
Ansprechpunkte auch wirklich besetzen kann.
Gruß
Carsten
Hi,
Bernd W. schrieb:> Das Problem ist eher ein soziologisches......>> Carsten S. schrieb:>> Das WO Funkamateure hingegen im Sinne von Notfunk eine sinnvolle>> Ergänzugn wären, das wollen viele nicht, weil nicht Spannend genug! Habe>> solche Diskussionen durchaus mehr als einmal als jemand aus der>> Behördenstruktur geführt.>> Diese Anwendung wäre, habe ich hier an anderen Stellen schon mehrfach>> geschrieben, in Fällen wo der Notruf inkl. Alternativen (aus welchen>> Gründen auch immer) in einem Gebiet nicht mehr funktioniert die>> überbrückung der Letzten Meile als Bindeglied zwischen der Bevölkerung>> und der Polizei damit über diesen Weg hilfe angefordert werden kann.
[...]
>> "Nicht Spannend genug" ist eine eigenwillige Interpretation des> Sachverhaltes.
Naja, es ist halt der Eindruck den ich von einigen Gesprächspartnern
gewonnen habe wenn es um das Thema ging.
(Wie gesagt: Zu der Zeit wo ich Sgl. IuK war)
Bernd W. schrieb:> Vieleicht ist es eher "zu spannend", weil dann versucht wird,> Funkamateuren als typischen Technik-Nerds> die Aufgaben eines Sozialarbeiters zu übertragen. Das wird eher nicht> klappen.> Ich nehme mich dabei selber nicht aus.
Verstehe ich nicht?
Was hat es denn mit Sozialarbeit zu tun das sich jemand der über die
technische Möglichkeit verfügt eine Nachricht an den Rettungsdienst oder
die Polizei zu übermittelt an einem bestimmten Punkt ansprechbar macht
um genau das im Notfall auch zu tun?
> Da kann man dann wirklich besser ein Satellitentelephon beim Pastor, der> DRK-Sozialstation, dem Hausmeister des Sportvereinsheims oder sonst> einer sozial gut integrierten Person hinterlegen. Vermutlich gibt es> noch andere Möglichkeiten, einen Sozialarbeiter mit einer zuverlässigen> Kommunikationstechnik zu ertüchtigen.
Ja, natürlich kann man so eine Struktur auch ganz ohne AFU aufbauen.
Dazu müsste man aber zum einen die Technik erst beschaffen (die in dem
Fall tatsächlich nur Sat-Telefon sein kann) und zum anderen eine Art
Netzwerk (sozialer Art) zwischen den Teilnehmern etablieren.
Zudem reicht es ja nicht das man für einen Punkt eine Person hat. Man
sollte sich bei längeren Lagen schon abwechseln können.
Und wozu die Person gut sozial integriert sein muss erschliesst sich mir
überhaupt nicht. Die Person muss an einem strategisch günstigen Ort
(Möglichst kurzer Weg für viele Leute, einfach zu erreichen, gut zu
sehen. Idealerweise irgendwie Bekanntgemacht über
Radio/Lautsprecherdurchsagen oder ein Ort wo jemand Hilfe holen würde -
Rathaus o.ä.) stehen und verständlich Nachrichten weitergeben. Sonst
nichts.
Vorteilhaft wäre es natürlich wenn z.B. in Ortsteilen mit einem hohen
Migrantenanteil auch jemand im Team zumindest die häufigsten anderen
Sprachen sprechen könnte.
Wie ja schon geschrieben: Die Alternative dazu die tatsächlich
Praktiziert ist das sich Einsatzräfte (Pol./FW usw.) in die mit Funk
ausgestatteten Fahrzeuge setzen und sich damit an öffentlichen Orten
hinstellen.
Und Vergessen wir nicht: Hier ging es ja nicht um die Frage wie man so
etwas anders hinbekommen kann sondern wo sich eine Gruppe die bereits
über gewisse von der Infrastruktur unabhängige Kommunikationsmittel
verfügt und einen gewissen Organisationsgrad besitzt fragt welchen
sinnvollen Beitrag sie leisten könnte!
>>> Solche Fälle wo der Durchschnittsbürger von allen Notrufmöglichkeiten>> abgeschnitten ist gibt es ja durchaus. Dazu reicht schon ein>> Mehrstündiger Stromausfall wenn das Gebiet groß genug ist. Wie>> beispielsweise 2005 im Münsterland passiert.>> Ja, das kommt öfter vor als man denkt. Da muss noch noch nicht einmals> ein großflächiger Stromausfall sein. Dazu kommt im Rundfunk zu oft die> Meldunf: "In xyz ist die Notrufnummer der Feuerwehr/Polizei nicht> erreichbar" oder die "Amtsleitung gestört" wie es in Nina heisst.> Allein in Oberhausen und Mülheim mehrmals die letzte Woche. Keine> Ahnung, vieleicht sind da auch einfach nur Umbauarbeiten.
Naja, DAS ist aber noch etwas anderes!
Da geht es dann darum das EIN TEIL der bekannten Kommunikationswege
gestört sind. Aber andere Funktionieren noch. In der Regel werden bei
solchen Meldungen auch schon Alternative Rufnummern mitgenannt. Oft ist
auch "Nur" die Notrufnummer gestört, aber die "normalen" Festnetznummern
der örtlichen Wachen funktionieren noch und die können dann einfach in
die Leitstelle durchstellen. Oder nur der Notruf 110 der Polizei fällt
aus, die 112 der Feuerwehr funktioniert aber noch und die können
weiterleiten.
(Oder umgekehrt)
Oder es fällt der Notruf über Festnetz aus, über Mobilfunk geht es aber
noch bzw. geht es schnell wieder weil die Netzbetreiber zur
Nachbarleitstelle umrouten die dann die Infos weiterleiten.
(Oder umgekehrt)
Alles keine Szenarien für die das oben von mir geschilderte Konzept der
Unterstützung in der Kommunikation auf der "letzten Meile" irgendeine
Relevanz hätte. Da bräuchte man es nicht.
Selbst wenn Notruf nur noch über Festnetz geht, das so einige für
Telefonie ja gar nicht mehr haben, dann geht man ja nicht "irgendwohin"
sondern klingelt beim nächsten NAchbarn. (Bzw. dem nächsten von dem man
weiß das der Festnetz hat)
Das ist wirklich nur für Fälle wo weiträumig jegliche Notrufmöglichkeit
über Festnetz und Mobilfunk wegfällt.
Wie z.B. 2005 in einigen (kleinen) Teilen des Münsterlandes passiert
Gruß
Carsten
Ich werfe mal einen ganz anderen Aspekt in die Runde:
Amateurfunker als Notfunk-Helfer.
Gedacht sind sicherlich Kommunikationslücken der professionellen Dienste
aufzufüllen mit freiwilligen, sich anbietenden Helfern.
Kommunikation würde in diesem Fall bedeuten, wichtige Informationen zum
strategischen Vorgehen bei der Nothilfe zu übermitteln.
Da melden sich jetzt einige Amateuerfunkamateure (die Bezeichnung habe
ich von jemanden hier im Forum aufgeschnappt und gefällt mir) und bieten
sich für diese Dienste an.
Der Typ macht sich jetzt aber einen Spaß daraus, die Dienste total in
die Irre zu führen und richtet ein komplettes Chaos an, nur so zu seinem
Spaß.
Solche Typen gibt es mittlerweile zu Hauf in Dschland. Da werden sogar
ganz gezielt Rettungskräfte angegriffen.
Jetzt stellen sich einige Fragen: Sollen diese Notfunkhelfer sich im
Vorhinein eine Akkreditierung bei den Hilfsorganisationen besorgen?
Somit nur verifizierte "Hilfsfunker" helfen dürfen?
Sollen diese kommerziellen Dienste jedem Hilfsangebot eines
Amateurfunkamateurs blind vertrauen und sich auf die durch selbigen
übermittelten Informationen verlassen?
Wer wäre verantwortlich dafür, wenn solch ein Idiot die Hilfskräfte
durch sein angebliches Hilfsangebot total an der Nase herum führen
würde?
Whattayathinkabout?
Phasenschieber S. schrieb:> Wer wäre verantwortlich dafür, wenn solch ein Idiot die Hilfskräfte> durch sein angebliches Hilfsangebot total an der Nase herum führen> würde?
Der Idiot selber, wer sonst? ThatsWhattayamthinkabout
Hi,
Phasenschieber S. schrieb:> Ich werfe mal einen ganz anderen Aspekt in die Runde:>> Amateurfunker als Notfunk-Helfer.>> Gedacht sind sicherlich Kommunikationslücken der professionellen Dienste> aufzufüllen mit freiwilligen, sich anbietenden Helfern.>> Kommunikation würde in diesem Fall bedeuten, wichtige Informationen zum> strategischen Vorgehen bei der Nothilfe zu übermitteln.>> Da melden sich jetzt einige Amateuerfunkamateure (die Bezeichnung habe> ich von jemanden hier im Forum aufgeschnappt und gefällt mir) und bieten> sich für diese Dienste an.>> Der Typ macht sich jetzt aber einen Spaß daraus, die Dienste total in> die Irre zu führen und richtet ein komplettes Chaos an, nur so zu seinem> Spaß.
Nun ja...
Egal wie: ein EINZELNER HochfrequenzAmateurFunkAmateur wird, egal
welches Szenario niemals irgend wichtigere Rolle spielen können als
jeder andere X-Beliebige Bürger.
Was will man mit dem Anfangen? Mal Ehrlich: Von dem Funkverkehr der BOS
hat er keine Ahnung, geschweige den von den Abläufen irgendwo in einer
Fernmeldezentrale. (Aufnahme von Nachrichten, Weiterleiten von
NAchrichten, Stabsarbeit, Meldezettel/4Fachvordruck bzw. das
elektronische Gegenstück, wer ist Empfänger usw. Er wäre ein Störfaktor
sonst nichts) Er könnte ja nicht mal die Geräte bedienen.
Sinn kann so etwas überhaupt nur machen wenn man die AFU Fraktion als
eine Art abgeschlossene Einheit mit eigener Technik und Zuständigkeit
betrachtet. Also als ganzes wie jede anderen Zug/Fachgruppe usw. auch
betrachtet. Mit definierten Schnittstellen zu den Einsatzeinheiten.
Das kann eine Fachfremde Einzelperson aber nie sein.
Also bliebe nur eine Person in einer Personengruppe die eine vorher
definierte Tätigkeit übernimmt. Egal was los ist, irgendwelche
"dahergelaufenen" werden nicht für kritisches eingebunden - PUNKT!
Die werden Ausnahmslos an die, sofern vorhanden, Sammelstellen für
Freiwillige verwiesen zum Sandsäcke befüllen o.ä.- Andernfalls nach
Hause geschickt.
Ist es aber eine Personengruppe zu der vorher schon Kontakte bestanden
haben, dann kennt man zumindest die Organisierenden Kräfte. Und diese
Organisierenden Kräfte kennen ihre Leute. Da würde jemand der so etwas
vor hat vermutlich schon früher auffallen. Und wenn nicht, dann würden
die anderen ja merken was los ist und diesen Stoppen/unmittelbar vor die
Tür setzen.
Was natürlich immer möglich ist, das ist das ein Amateurfunker, genau
wie jede andere Person es auch könnte, ohne aktive Einbindung ins
geschehen als Nachrichtenüberbringer auftritt. Er wie jeder andere
Bürger auch in der Leitstelle anruft (oder mit dem Auto hinfährt und an
der Tür klingelt) und angibt er habe einen Hilferuf über Funk erhalten.
Dann wird das behandelt wie jeder andere Hilferuf über Telefon auch.
Von denen es ja auch immer falsche gibt. Und es hat genau dieselben
Auswirkungen.
In einem solchen Fall wo ein AFU behauptet er habe einen Hilferuf
erhalten und es stellt sich heraus der war falsch wird natürlich ggf.
ein Ermittlungsverfahren eingeleitet werden. Wie auch bei einer
Falschmeldung über Telefon.
(Wie ernst das betrieben wird hängt natürlich etwas von den
Umständen/Folgen ab. Von StaA sagt lohnt nicht bis zu intensiven
Zeugenbefragungen und Auswertungen technischer Daten wie der
Aufzeichnung des Notrufes oder im Falle eine angeblichen Funkspruchs
Prüfungen der Daten der näheren Funkkontrollmessstellen ob da vielleicht
zeitgleich gerade was auf der Frequenz mitgeloggt wurde ist alles
möglich)
Je nachdem ob dann herausgefunden werden kann das der AFU relativ sicher
der Urheber der Falschnachricht ist und nicht nur ahnungsloser
Überbringer kommt es dann zu strafrechtlichen Folgen oder nicht.
Es könnte natürlich auch Fälle geben wo Personen die innerhalb der
Organisation tätig sind bewusst Falschinformationen in die
NAchrichtenkette einspeisen (egal ob zufällig AFU oder nicht). Das
könnte auch etwas größeren Schaden anrichten da natürlich bei der Frage
wie auf eine Information reagiert wird die Quelle auch immer einer Rolle
spielt.
Aber diese Person würde zum einen ziemlich schnell entfernt und die
strafrechtlichen Folgen wären durchaus heftiger als bei falschen
Feueralarm via Telefon.
Gruß
Carsten
Phasenverschiebungs-Kompensator schrieb im Beitrag #6768967:
> Viel zahlreicher sind Idioten vertreten, die hier unhaltbare Parolen> ausgeben und Leute verunglimpfen. Ein Exemplar davon kannst Du morgen> früh beim Rasieren in Deinem Bad-Spiegel betrachten.
Allerliebst 😍
Was kümmert es die deutsche Eiche, wenn sich die Sau an ihr reibt 😎
Flachländer schrieb:> Der Idiot selber, wer sonst? ThatsWhattayamthinkabout
Nö, sehe ich anders. Wenn Verantwortliche für die Koordination es
zulassen, daß Idioten in die Kommunikationskette aufgenommen werden
ohne, daß deren Integrität überprüft wird, dann sind die Koordinatoren
in der Pflicht.
@Carsten,
alles gut und schön, eine strafrechtliche Verfolgung wäre ja nur
möglich, wenn der Idiot eine Identität preis gegeben hätte. Im Wirrwarr
einer Katastrophe wird sich da aber niemand wirklich drum kümmern.
Funkgeräte kann sich jeder kaufen und sowie auch hier im Forum jeder
eine beliebige Identität annehmen kann, um dann unter einem Pseudonym
sein Unwesen zu treiben.
Letztes Jahr war in Innsbruck, wo alle Leitstellen für Tirol sitzen, ein
Netzknoten ausgefallen. 11 Stunden ging kein Telefon (mobil), häufig
auch kein Internet. Kaum jemand außer Behörden hat noch Festnetztelefon,
weil mobil billiger ist. Und auch das war die meiste Zeit gestört. Die
Tetra Vermittlung ist auch zentral und ohne eigenes Netz. Zum Glück gabs
in den Feuerwehrstationen noch analoge Technik, aber für einen Notruf
mußte man da hinfahren. Da wurde in jedem Dorf einer hingesetzt. Übers
Radio wurde gewarnt, daß es keine Rettung gibt, man solle besonders
vorsichtig sein.
Infrastrukturapokalypse geht also auch ganz ohne Naturkatastrophe.
Phasenschieber S. schrieb:> @Carsten,> alles gut und schön, eine strafrechtliche Verfolgung wäre ja nur> möglich, wenn der Idiot eine Identität preis gegeben hätte.
Nun ja - Oben hast du doch geschrieben:
Phasenschieber S. schrieb:> Kommunikation würde in diesem Fall bedeuten, wichtige Informationen zum> strategischen Vorgehen bei der Nothilfe zu übermitteln.>> Da melden sich jetzt einige Amateuerfunkamateure (die Bezeichnung habe> ich von jemanden hier im Forum aufgeschnappt und gefällt mir) und bieten> sich für diese Dienste an.
Wenn jemand seine Dienste anbietet und ich setze den auch tatsächlich
ein (was aber so bei einem hergelaufenen Irgendjemand nie als Teil der
Kommunikationskette passieren würde) dann wird der natürlich als erstes
"Erfasst". Alleine schon um im Fall das z.B. aus irgendeinem Grund der
jeweilige Standort evakuiert werden soll sicher zu gehen das wirklich
alle raus sind. Dann für den Fall eines Unfalles usw. Da muss natürlich
auch ein glaubhaftes Dokument vorgelegt werden. Mind. Führerschein oder
KK-Karte mit Foto. Besser Perso.
Also von jedem "Innerhalb" der amtlichen Kommunikationskette HABE ich
die Daten.
Phasenschieber S. schrieb:> Im Wirrwarr> einer Katastrophe wird sich da aber niemand wirklich drum kümmern.
Im Wirrwarr der Katastrophe nicht.!
Aber zumindest wenn dadurch echte Schäden über zwei drei Liter unnötig
verfahrener Diesel hinaus entstanden sind wird man das hinterher prüfen.
Udn du glaubst gar nicht was da alles wie genau erfasst wird. Da wird
jede Bewegung, jeder Funkspruch dokumentiert.
(Nicht unbedingt an der Einsatzstelle was der Baggerfahrer
Einheitsintern mit seinem Einweiser spricht, aber über den Führungskanal
kommt auf jeden Fall. Teilweise selbst innerhalb von Zügen was vom
Zugführer an die einzelnen Gruppen geht.)
Was meinst du warum der 4-Fach Vordruck für die Aufnahme und Weitergabe
von Funksprüchen wohl VIERFACH Vordruck heisst ;-) Dazu Tonmittschnitte
usw.
Innerhalb der Einsatzstruktur ist auch Wochen später noch genauestens
Nachvollziehbar wann und wie etwas in das System gekommen ist und wer
ggf. eine NAchricht verfälscht hat.
Phasenschieber S. schrieb:> Funkgeräte kann sich jeder kaufen und sowie auch hier im Forum jeder> eine beliebige Identität annehmen kann, um dann unter einem Pseudonym> sein Unwesen zu treiben.
Das wäre aber dann nicht dein Szenario mit "Behörden bei der
Kommunikation unterstützen" sondern einfach ein "bösartiger/falscher
Notruf" von ausserhalb der Strukturen.
Natürlich kann sich jemand problemlos ein Funkgerät kaufen, dann darüber
einen Notruf absetzen, hoffen das ein anderer AFU diesen Aufnimmt und
als glaubwürdig einstuft und den an die örtlich zuständige Leitstelle
weiterleitet. (Wobei ich z.b. bei einem mir unglaubwürdigen Notruf, den
ich aber nicht ganz sicher als Bösartig identifizieren kann, trotzdem
die zuständige Leitstelle Pol. / FW. informieren würde, aber
ausdrücklich auf das "halt ich für unglaubwürdig" hinweisen würde)
Genauso wie jemand einfach an eines der (wenigen) öffentlichen
Telefone/Münzfernsprecher gehen kann und einen falschen Notruf absetzen
kann. Oder an einer Autobahnnotrufsäule. Oder mit einem alten auf dem
flohmarkt gekauften Handy wo noch eine PP-Karte eingelegt war. Oder das
mit einer PP Karte bestückt ist die gar nicht auf einer echten Identität
läuft.
In allen Fällen ist das Ergebnis dasselbe und es spielt dafür überhaupt
keine Rolle ob da irgendwo etwas mit Amateurfunk im Spiel war.
Die Frage ob man dem Täter dann habhaft werden kann hängt von vielem ab.
Das kann beim Funk dadurch sein das jemand die Stimme erkennt, das
zufällig gerade eine Funkkontrollmesstelle diesen Frequenzbereich
überwacht hat und sich aus den Daten eine Position ermitteln lässt, das
vielleicht ein AFU gerade auf der Sendefrequenz mitgehört hat und
nachher sagen kann das es ganz bei ihm in der Nähe war usw. Wenn das
Rufzeichen von jemanden Missbraucht wurde könnte man prüfen ob das
Zufall war oder ob hier jemand dem Inhaber ganz bewusst schaden wollte.
Je nach Folgen könnte man im letzteren Fall sich dann die Leute
Anschauen die diesem vielleicht was wollten, bis hin zu
Forenbeteiligungen usw.
Genau so wie es bei der Telefonzelle an der Stimme (z.b.
Veröffentlichung der Aufzeichnung des Notrufes wenn es mehr als ein
böser Scherz war) oder an zufälligen Zeugen oder Kameraaufnahmen liegen
kann.
Oder bei der Variante mit nicht auf einem laufender PP Karte weil der
Verkäufer des Handys evtl. hilfreiche angaben machen kann, man bei
selbst gekaufter Karte dummerweise bargeldlos bezahlt hat oder
dummerweise mal von diesem Handy die Freundin angerufen hat usw.
Aber wie gesagt: Ich sehe in dem Fall wo jemand ansonsten unbeteiligtes
falsche Notrufe auslöst nichts was irgendwie im Zusammenhang mit
Amateurfunk besonders relevant wäre.
Gruß
Carsten
Helge schrieb:> Infrastrukturapokalypse geht also auch ganz ohne Naturkatastrophe.
Definitv!
Der Witz ist ja z.b. das die Stabilitätsanforderungen an das Festnetz
mit dem Argument das ja heute eine Ausweichmöglichkeit über Mobilfunk
existiert nicht mehr so hoch gehalten werden.
Wo aber dann sowohl die Zubringer für den Mobilfunk als auch
Festnetztelefonie manchmal über die selbe Infrastruktur laufen.
Genau so wie die Fälle wo es früher feste und relativ ausfallsichere
Standleitungen gab die Teilweise auch für die Anbindung von BOS
Relaisstellen dienten diese nun Hardwaremäßig eben nicht mehr fest
mittels Drahtbrücke geroutet werden sondern durch die dieselbe
Datenwolke müssen wie der Rest auch und bei Ausfall des Netzknotens
ebenfalls weg sind.
Auswirkungen hat das dann auch auf das TETRA Behördennetz, den die
meisten Tetra-BTS sind ebenfalls über solche Pseudo-Standleitungen
angebunden.
Ich weiß zwar noch aus meiner aktiven Zeit (ist jetzt auch schon über 10
Jahre her) das die Planer der LZPD die Basisstationen gerne mit zwei
unabhängigen Anbindungen versorgen wollten, am liebsten Richtfunk UND
Zwei-bzw. Vierdraht, mindestens aber Draht von zwei Seiten kommen, aber
das ist natürlich ein wesentlicher Kostenfaktor und was bei der Masse
der Basisstationen wirklich daraus geworden ist...
Ja, ich habe auch das Gefühl das wir immer mehr dahin kommen das wir bei
vielen wichtigen Dingen wieder eine echten "Single Point of Failure"
haben, aber durch die Zersplitterung der Zuständigkeiten ist das nur
nicht mehr so offensichtlich und lässt sich leicht von denen die es
nicht wahrhaben wollen verdrängen.
Gruß
Carsten
Carsten S. schrieb:> Das wäre aber dann nicht dein Szenario mit "Behörden bei der> Kommunikation unterstützen" sondern einfach ein "bösartiger/falscher> Notruf" von ausserhalb der Strukturen.
Nein, mein Einwurf dreht sich nicht um falsche Notrufe, sondern um
falsche Helfer, welche sich dauerhaft in der Übermittlungskette
einschleichen und auch dauerhaft Ungemach veranstalten.
Meine Vorstellung ist, da meldet sich ein angeblicher AmateurFunkamateur
bei den Einsatzkräften und bietet sich als "Lückenschließer" im Funk an.
Wenn solche Hilfsangebote dann akzeptiert werden, beginnt der Reigen.
Das war jetzt von mir nur eine Hypothese, nichts weiter.
So wie du schreibst, kennst du dich mit der Infrastruktur dieser
behördlichen Dienste gut aus und wenn du schreibst, daß solche Szenarien
nicht möglich sind, dann nehme ich das so hin und mein Einwurf hat sich
erledigt.
Hi,
Phasenschieber S. schrieb:> So wie du schreibst, kennst du dich mit der Infrastruktur dieser> behördlichen Dienste gut aus und wenn du schreibst, daß solche Szenarien> nicht möglich sind, dann nehme ich das so hin und mein Einwurf hat sich> erledigt.
Ich war, wie weiter oben schon unter einem Betrag geschrieben, mehr als
10 Jahre Sachgebietsleiter IuK im KatS.
Und auch bei einigen Bundesweit bekannten Ereignissen dabei. Zudem noch
mit privaten Interesse an der Sache was dazu führt das man beim treffen
mit den Vertretern der anderen Behörden in der Kaffeepause auch mal
etwas tiefer in die Materie einsteigt.
Ja, ich würde sagen das mich "etwas" auskenne ;-)
Man soll niemals nie sagen, aber ich kann mir wirklich überhaupt keine
Konstellation vorstellen wo eine vorher unbekannte Person ohne zu den
eingesetzten Einheiten zu gehören an der internen
Nachrichtenübermittlung beteiligt werden könnte. Und das dann auch noch
dauerhaft... Nee!
Es ist ja sogar so das Dinge wie das jemand der privat (z.B. wegen
Urlaub) in einer Unglücksregion ist und dann bei ankommenden Einheiten
seiner Fachrichtung (aber anderen Verwaltungseinheiten) mitmacht schon
äusserst selten und oft gar nicht möglich sind. Und keinesfalls ohne
Gegenprüfung und offizieller Rücksprache/Einbindung der
Heimatdienststelle. Alleine schon wegen den Versicherungsfragen.
(Wenn ganz oben in der Kette der selbe Dienstvorgesetzte steht (wie THW)
ist es auch immer noch ein wenig leichter als wenn es z.b. zwei komplett
getrennte Behörden (FW A und FW B) sind. Aber Fälle wo das geht sind
doch trotz Einsatzerfahrung und nachprüfbarer Identität sehr selten)
Gruß
Carsten
Danke Carsten, sehr gute Erklärung.
wenn das also ausgeschlossen ist, daß jemand in die Kette gerät, der da
nicht hingehört, dann stellt sich mir die Frage, in welcher Art könnten
sich dann Amateure bei einer akut auftretenden Notlage überhaupt
sinnvoll einbringen?
Zeit für umfängliche Personenkontrolle des Helfers wäre dann ja nicht
gegeben und ob und wo überhaupt eine externe Hilfe notwendig würde, wäre
im Voraus auch nicht bestimmbar, sodaß auch keine Vorabplanung möglich
wäre.
Das sind nur Gedanken die sich mir beim Lesen des Topics aufdrängen.
>in welcher Art könnten
sich dann Amateure bei einer akut auftretenden Notlage überhaupt
sinnvoll einbringen?
Vermutlich muss es dann schon sehr wild werden und die aufgezählte
Planung obsolet machen. Schwer vorstellbar, dass sich Karl-Heinz oder
Andi auf den Bergepanzer setzen, um durch das Krisengebiet zu navigieren
wie es bei der Schneekatastrophe anno dazumal zitiert wird. Da muss
vermutlich schon alles zusammen brechen
Tom schrieb:> Vermutlich muss es dann schon sehr wild werden
Das kann sehr schnell gehen, Belgien meldete schon wieder Land unter.
Wobei Bergepanzer doch Funk haben?
Für lokale Koordination bietet sich PMR446 an, Reichweite so 500m - 2km.
Mit 11m schafft man wenigstens 5-10km, das reicht zum Nachbarort.
Darüber muß BOS und AFu ran, da sind auch andere Koordinatiosaufgaben
dran.
Bei solchen Dingen fehlts auch häufig an Strom, also ist Kleinfunk z.B.
mit Autobatterie und camping-Solarpanel sinnvoll. Außerden muß das
niederschwellig (lizenzfrei) sein.
Jetzt wärs natürlich superschlau, wenn die Rettungskette auch am
lizenzfreien wenigstens mithört. diese Brücke wird blockiert, auch hier
in AT ist das große Ausnahme.
Carsten S. schrieb:> Sinn kann so etwas überhaupt nur machen wenn man die AFU Fraktion als> eine Art abgeschlossene Einheit mit eigener Technik und Zuständigkeit> betrachtet. Also als ganzes wie jede anderen Zug/Fachgruppe usw. auch> betrachtet. Mit definierten Schnittstellen zu den Einsatzeinheiten.> Das kann eine Fachfremde Einzelperson aber nie sein.
Will hier jemand die GST der DDR wieder aufbauen?
Jeder Funkamateur in der DDR war auch Mitglied der GST.
Dort gab es auch Instruktionen wie in Krisenfällen die Zusammenarbeit
mit den zuständigen staatlichen Stellen erfolgen sollte.
Dies will hier keiner mehr.
Aber auch der Ausspruch eines Politikers gilt hier:
"Auf jeden Schiff, dass dampft und segelt gibts einen, der die Sache
regelt."
Nautilus schrieb:> Dort gab es auch Instruktionen wie in Krisenfällen die Zusammenarbeit> mit den zuständigen staatlichen Stellen erfolgen sollte.> Dies will hier keiner mehr.
Genau das ist aber sinnvoll.
Wenn man sich für sowas engagieren will gibt's doch genug Möglichkeiten.
Freiwillige Feuerwehr (die hier im Ort erst heute auf ihrem Sonntag
wieder einen Baum weggesägt haben nachdem ein recht heftiges Gewitter
durchgezogen ist), THW, früher gabs auch sowas wie Zivilschutz, keine
Ahnung ob die ihre Schutzräume noch haben.
Dann kann man auch schauen, daß man im Vorfeld für solche Fälle vorsorgt
anstatt hinterher das Kind aus dem Brunnen holen zu müssen. Nicht mit
übertriebenem Preppen verwechseln, aber ich habe z.B. Möglichkeiten,
über längere Zeiträume etwas Strom zu erzeugen wenn keiner mehr aus der
Steckdose kommt. Da kann ich zur Not auch noch die Handys meiner
Nachbarn mit aufladen oder dafür sorgen, daß ihre Fische im Aquarium
nicht verrecken. Ich habe auch 'ne Kettensäge, zur Not kann ich eine
Straße alleine wieder freiräumen wenn ein Baum draufgefallen ist. Ich
finde das reicht als Einzelperson. Sicherlich würde ich im echten
Bedarfsfall gerne noch mehr können, aber dafür kann man alleine nicht
das Material oder die Finanzen bereithalten.
Die Notruffrequenzen, bzw. Kanaele, die dafuer freigehalten werden
sollen, gibt es noch.
Ein Ueberflug mit hochaufloesender Kamera und Satellitenbilder sind
heutzutage schnell beschafft. Auf verschiedenen Homepages sind solche
Bilder zu sehen.
Wenn die Zustaende so sind, das der Amateurfunker Haus und Grund auch
nicht verlassen kann, kann er auch nicht mehr beitragen als mitzuteilen
es muesse viel ueberflutet sein.
Vor der Smartphonezeit, da war der Funkamateur jener, der Kontakt hielt
mit jemanden, der Zugriff auf ein Telefon hatte oder mit
Gelaendefahrzeug kaeme, falls etwas gewesen waere. Heute verlaesst sich
jeder auf das vermeintlich sichere Mobilfunknetz.
Hallo Tom.
Tom schrieb:> ich kann das Kindergartengejammer wegen Staatsversagen nicht mehr hören.> Mal gespannt wann die ersten Spinner erwarten, dass Merkel das KLopapier> bringt, wenn es mal wieder im Häuschen fehlt
Richtig.
Bei Heise ist ein Artikel, der das in etwa thematisiert.
https://www.heise.de/hintergrund/Infrastruktur-im-Katastrophenfall-Im-Extremfall-sterben-Menschen-6142714.html
Darin höre ich auch zum ersten mal, das die Nina-App unter open Source
gestellt werden soll.
Ein guter Ansatz zur Verbesserung.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.l02.de
Ich hab in einem Amateurfunkforum (oder war es bei Facebook) gesehen wie
jemand gefragt hat wie man helfen kann. Er fragte auch einen Club (ist
es dieser Darc oder Drac?) ob man dort zentral Spenden sammeln könnte,
damit die Mitglieder es einfach gesammelt weitergeben können, wurde
abgelehnt.
Amateurfunk und die Amateurfunker sind wohl nicht mehr zeitgemäß und
unnütz.
Der Funker in dem Forum hat dann geschrieben das er sich an die lokalen
Hilfkräfte gewendet hatte damit die seine Spende weitergeben.
Also die Amateurfunker sind nicht mal in einem Verband im stande Spenden
zu sammeln und zu organisieren.
Ich schau später nach wo das war.
>Ich hab in einem Amateurfunkforum
Ohne Quelle ist das erstmal sinnlos.
Warum sollen die Mitglieder alles erst an den darc überweisen? Die
Überweisung direkt ans DRK, THW etc ist die gleiche nur, dass es
schneller geht, kein zusätzliches Geld, Verwaltung kostet. Das würde
jeder vernünftige ablehnen, der nicht eine riesen Infrastruktur hat.
Lizenz machen hatte ich damals, 90er, aufgegeben. Der OV war
verknöchert, hochnäsig.
Nun kommen die Einschläge häufiger. Gestern Weißwasser, Berlin, Lausitz,
Olmütz, Zentralschweiz, Linz, Žilina. Heute vielleicht wieder Kufstein
und wer weiß noch wo. Da müssen sich viele bewegen und eine
Grundstruktur aufbauen.
Helge schrieb:> Lizenz machen hatte ich damals, 90er, aufgegeben. Der OV war> verknöchert, hochnäsig.
Man braucht keinen Verein für Amateurfunk. Wenn Du da Spaß dran hast
kannst Du jederzeit die Prüfung machen.
sehen wir den Tatsachen ins Auge:
Man kann sich nicht für alles wappnen.
Es kann allerdings schon helfen, beim Wolkenbruch nicht gerade
in die Unterführung fahren oder in die Tiefgarage gehen zu wollen.
Und vielleicht denken Leute,
die im Keller schlafen (ist im Sommer ja so schön kühl)
evtl auch nochmal darüber nach.
Tom schrieb:>>Ich hab in einem Amateurfunkforum>> Ohne Quelle ist das erstmal sinnlos.https://www.facebook.com/groups/darcev/?multi_permalinks=4698513410158763> Warum sollen die Mitglieder alles erst an den darc überweisen?
Weil es einfacher und schneller geht! So sieht es auch ein Mitglied.
Ich kann mir vorstellen, wenn ein Spendenkonto beim Amateurfunkverband
eingerichtet wird, es leichter für die Mitglieder wäre. Auch kann der
Verband dann das Geld unter großen medialen Getöse weiterreichen und
sich als Held feiern lassen. Aber die Amateurfunker haben anscheinend eh
alle was am Sender...
Andreas schrieb:> Aber die Amateurfunker haben anscheinend eh> alle was am Sender...
LOL
Sah man sich nicht quasi schon als Retter der Welt?
Insbesondere auch beim Atomschlag?
Andreas schrieb:> Aber die Amateurfunker haben anscheinend eh> alle was am Sender...
Ja klar, ne Mordsantenne, was sonst? ;-)
...und warum sollte der DARC jetzt auchnoch Spenden sammeln? Das machen
mittlerweile soviele Organisationen, da muß nicht auch der DARC noch
mitmischen. Das sind sogar soviele, daß man sich ernsthaft fragen muß,
warum die das tun, man könnte fast meinen, die verdienen daran.
SCNR
>Weil es einfacher und schneller geht!
und warum soll das einfacher sein? Schneller sowieso nicht, da es erst
weiter geleitet werden muss. Oder denkst du wir Mitglieder haben eine
Standleitung zum darc? Ich muss genauso nach der Bankverbinung suchen
wie wenn ich direkt zum THW etwas überweise. Absoluter Unsinn.
Wäre es nicht einfacher sich mal mit einem Notfunk-Referenten eines OV
oder des DARC kurz zu schließen um dann Statements zu produzieren die
real sind bevor man hier von negativen Stimmungen geschwängerte
Ansichten produziert?
Eine Äußerung als DARC im Pressebereich in Bezug zur
Hochwasserkatastrophe
würde zumindest ich schon erwarten, fehlt aber.
Ein monatlicher Notfunk-Rundspruch wurde wohl Ende 2019 eingestellt ?
https://www.darc.de/funkbetrieb/funkaktivitaeten/#c113486
DK7SK schrieb:> Ich danke allen nichtbetroffenen und ebenso allen unqualifizierten zu> ihren dummen Stellungnahmen zu meinem Hobby. Macht mal weiter> Wisch-Gesten.
Du machst Deinem Heimatort wortwörtlich alle Ehre. :-)
Dieter P. schrieb:> Eine Äußerung als DARC im Pressebereich in Bezug zur> Hochwasserkatastrophe ...
Weil die Amateurfunker sich politisch neutral zu verhalten und zu äußern
haben, werden Artikel zu der Katastrophe nicht zu erwarten sein. D.h.
höchstens ein Satz oder ein Aufzählungsstichpunkt im Jahresbericht.
>
Weil die Amateurfunker sich politisch neutral zu verhalten und zu äußern
haben, werden Artikel zu der Katastrophe nicht zu erwarten sein. D.h.
höchstens ein Satz oder ein Aufzählungsstichpunkt im Jahresbericht.
Wäre korrektes Verhalten
Dafür hab ich bei den "spendenaktionen" zu viele Baofeng (Afu, UV5
usw...) ins Land gehen sehen...
Ganz ehrlich! Jeder der jetzt
noch seine Stimme erhebe nmöge das "Afu Geräte" auf Freenet und PMR
nichts verloren haben möge im grabe 10.000 mal rotieren!
Und zwar gegen den Uhrzeigersinn und hoffentlich mit der arschritze
voller Sand!
Irgendwie ist die Zentralisierung nicht nur in der EU ein Problem
sondern auch beim Informationsaustausch. Wenn sich alle nur noch an eine
einzige Leitung dran hängen, ist man ganz schnell komplett offline.
Motto: Digital, toll, ja machen wir...
Neulich bei einer BW Übung haben die Funker eine Funkstrecke mit Hilfe
von Handys in Betrieb genommen.... was soll man dazu sagen.... der
Feldsprecher oder der Analogfunk ist im Krisengebiet sinnvoller denn je!
Leider haben sehr viele keine Ahnung mehr von Funk, nur paar graue
Männer und die sind zur Zeit eher mit schaufeln beschäftigt.
Christian M. schrieb:> Leider haben sehr viele keine Ahnung mehr von Funk, nur paar graue> Männer und die sind zur Zeit eher mit schaufeln beschäftigt.
Nuja, so alt bin ich noch nicht.
Viel "lustiger" sind ja auch Berichte von der Bundeswehr das bei Übungen
Funkgeräte genutzt werden die von den Soldaten selbst gekauft wurden!
Oder die "Spendenaufrufe" für PMR/Freenet und CB Funkgeräte für die
Helfer.
Meiner Meinung nach war es ein übler Fehler die alten 4m Geräte aus den
Fahrzeugen zu entfernen. Die hätten in dem Fall besser funktioniert als
TETRA.
Alles in allem hat der technische Fortschritt in dem Fall die
Koordination nur noch schwieriger gemacht.
Selbst ich oller schwarzfunker hab hier alles liegen um notfalls ein 4m
Relais oder Repeater aufzubauen, beim Relais mit der Möglichkeit auf
alle Frequenzen umzusetzen die zum Afu oder Jedermannfunk gehören,
inklusive gutem exponierten standort und Notstrom für locker 48h ohne
nachladen. Danach kurz ans Auto und die zweitbatterie geladen, fertig is
der Lack.
Aber dafür wird man ja teils sogar ausgelacht!
Naja, mal sehen wie lange noch. Die Leute sehen langsam ein das Funk für
genau solche Situationen ein prima Mittel ist um trotzdem kommunizieren
zu können.
Die Menschen(Bewohner) im Überschwemmungsgebiet haben versagt.
Die vielen Toten dort sind durch Ignoranz der rechtzeitigen
Unwetternachrichten-Warnungen geschehen. Die Nachrichten über
Massenregen dort kam schon fast zwei Tage vorher.
Jetzt jammern die Menschen herum und suchen den Staat die Schuld in die
Schuhe zu schieben. Statt meckern sollen die jetzt lieber Ordnung
schaffen und besser auf die Wetternachrichten hören.
Und die Menschen die ihr Haus aus "Geiz ist geil"" noch nicht einmal in
der untersten Ebene versichert haben und weg ins Wasser ist sollen
lieber zur Miete wohnen.
Ich bin auch Funkamateur und halte es für Unsinn das wir uns als große
Katastrophen-Funk-Retter für unersetzbar halten.
Wir haben zu Helfen mit normaler Hilfe dem Menschen vor Ort wenn es
einer möchte.
peter bierbach schrieb:> Die Menschen(Bewohner) im Überschwemmungsgebiet haben versagt.> Die vielen Toten dort sind durch Ignoranz der rechtzeitigen> Unwetternachrichten-Warnungen geschehen
Immerhin haben diese Menschen mit ihrem eigenen Leben dafür bezahlt,
dass es keine Sirenen mehr gab, sie den Wetterbericht nicht stündlich
mitgeschrieben hatten, es waren ja auch uralte, einsame Mütterlein
dabei, vielleicht schon etwas dement, oder im Rollstuhl.
Vor allem aber brauchen sie jetzt Dich Lackaffen, der sich da hinstellt
und äfft:"Selber schuld, älaätsch, selber schuld! Nänänäänänääääänä!"
Tom schrieb:> und du denkst er ist so blöd seinen richtigen Namen hier zu schreiben?
Alles andere wäre wohl mit Identitätsdiebstahl vergleichbar, denn es
gibt einen Peter Bierbach, der sich übrigen auf Instagram wohl @funkheld
nennt.
Sollte er also den Namen einer fremden Person verwenden und diesen Namen
mit solchen Aussagen in Verruf bringen hat er hoffentlich einen guten
Anwalt.
P.S
Ich hab das ganze hier als PDF gespeichert... Ich werde mal mit Herrn
Bierbach schreiben und ihn darauf hinweisen was hier so unter seinem
Namen alles passiert.
Kilo S. schrieb:> peter bierbach schrieb:>> Ich bin auch Funkamateur>> Glatt gelogen würde ich jetzt behaupten.>> Siehe Bild!
Es gibt also keinen Funker Bierbach? Vielleicht ist er ja CB-Funker und
steht nicht in Deinem Buch?
Kilo S. schrieb:> Tom schrieb:>> und du denkst er ist so blöd seinen richtigen Namen hier zu schreiben?>> Alles andere wäre wohl mit Identitätsdiebstahl vergleichbar, denn es> gibt einen Peter Bierbach, der sich übrigen auf Instagram wohl @funkheld> nennt.
Jetzt wirds aber langsam kompliziert! Wer ist denn nun der
Namens-Raubkopier- Verbrecher? Der Funker Bierbach der hier vorgibt
Funker zu sein, es aber nicht ist, oder der Funkheld von Instagramm, der
ja aber ebenfalls kein Funker sein kann?
> Ich hab das ganze hier als PDF gespeichert...
Ganz toll gemacht!
> Ich werde mal mit Herrn> Bierbach schreiben und ihn darauf hinweisen was hier so unter seinem> Namen alles passiert.
Welchem Bierbach?
Dem von hier, dem von Instagram, oder gibts noch weitere?
Ich jedenfalls würde mich vorsichtshalber besser Sabine Müller oder
Andreas Schulz nennen. Von denen gibts hunderte bis tausende Kopien...
bzw. Identitätsdiebe um in Deiner Gedankenwelt zu bleiben.:-)
Tom schrieb:> Jetzt wird's interessant... Könntest du mir das pdf zufaxen?
Ohoh, wenn da mal nicht Urheberrechte des Forums, bzw. der hier
Schreibenden tangiert werden.
Möglicherweise verstößt ja bereits allein die Anfertigung des pdf und
dessen Weitergabe an Biernot gegen...
...irgendwas...
Funker Hornsby schrieb:> Wer ist denn nun der> Namens-Raubkopier- Verbrecher?
Wird werden Verbrechen dieser Art nicht weiter dulden:
Wie haben heute in einer Amateurinenfunkrunde einstimmig beschlossen,
dass Amateurfunkerinnen und Amateurfunkern es nicht gestattet ist
entsprechende Namen zu raubmordkopieren und zu faxen. Das Amateurfunk-
und Amateurinenfunk- und Amateurfunkerinen- und
Amateurinenfunkerinen-Neuland ist kein rechtsfreier Raum!
Achtung KiloS, ein weiterer Notfall:
Amateurfunkerin Angela Merkel schrieb:> Wird werden Verbrechen dieser Art nicht weiter dulden:> Wie haben heute in einer Amateurinenfunkrunde einstimmig... bla...Kilo S. schrieb:> ...Identitätsdiebstahl> ...Namen einer fremden Person verwenden...> ...Namen mit solchen Aussagen in Verruf bringen...> ...hat hoffentlich einen guten Anwalt.
Schon wieder ein gleich gelagerter Fall von mutmaßlichen
Identitätsdiebstahl!
Kilo S. schrieb:> Ich hab das ganze hier als PDF gespeichert...
Bitte ein weiteres pdf anfertigen und die betreffende Person
Kilo S. schrieb:> darauf hinweisen was hier so unter seinem> Namen alles passiert.
Danke.
> sie den Wetterbericht nicht stündlich mitgeschrieben hatten
Ich habe das bestimmt schon mal geschrieben, aber das ist doch Blödsinn.
Ich wohne in Berlin und habe satte zwei Tage vorher gewusst, daß es in
dieser Gegend wegen Starkregenfällen problematisch werden könnte. Der
DWD hatte die fette violette Warnung ganze zwei Tage vorher
ausgesprochen. Und jetzt kommst Du mit Wetterbericht stündlich
mitschreiben... halloooo? Merkste was? Da wäre genug Zeit gewesen, um
wenigstens das bewegliche Hab und Gut aus dem Weg zu räumen, warum das
so viele Menschen nicht tun und dann sogar noch dabei draufgehen...
sorry, aber verstehe ich nicht. Dann hätten aufgrund ihrer Einstellung
wirklich nicht da hin ziehen sollen - ist zwar ein Scheißargument, aber
kann man nicht von der Hand weisen.
Und ich kanns auch gerne für Dich noch ein Stück weiterdenken: Wenn ich
in so einem Flußtal wohne und mich nicht für das Wetter interessiere,
dann brauche ich mich auch nicht wundert wenn mich das Wetter mal
besuchen kommt. In solchen Gegenden muß man mit der Natur leben, nicht
ohne sie. Ich kann auch nicht verlangen, daß immer alle für mich
mitdenken oder alle damit verbundenen Probleme für mich lösen. Und wenn
so eine Warnung kommt, dann muß ich sie auch ernst nehmen. Nicht direkt
am Fluss oder im Keller schlafen reicht doch schon, damit niemand weil
er nachts vom Wasser überrascht wird. Das wäre so einfach gewesen. Aber
kann man dreimal sagen bitte schlaft bei Bekannten, bitte fahrt im
Warnzeitraum nicht in dieses Gebiet, erst interessiert's keine Sau (wird
hier schon nicht passieren, hier ist sowas noch nie passiert und MIR
passiert ja sowieso nichts, das weiß ich selbst am besten) und hinterher
ist das Geschrei groß. Die Autos, die da auf der Bundesstraße abgesoffen
sind, standen alle in Fahrtrichtung entgegend der Fließrichtung des
Wassers. Folglich muß das Wasser den Weg versperrt haben und sie sind
dann nicht mehr von dort weggekommen. Aber wenn man die Straßen in
diesem Gebiet als Vorsichtsmaßnahme gesperrt hätte oder das Autofahren
im gefährdeten Gebiet für diese/n Tag/Nacht verboten hätte - wie groß
wäre das Geschrei deswegen gewesen? Oder wer hätte sich da freiwillig
dran gehalten wenn man es nur "dringendst empfiehlt"? Keine Sau. Vor
allem wenn dann - oh welch ein Unglück - entgegen der Warnung gar nichts
Schlimmes passiert. Dann darf man sich noch anhören, die Warnung sei
ungerechtfertigt gewesen. Schönen Dank auch, genau auf so einen Job
hätte ich so richtig Lust!
Ist das gleiche wie bei Waldbränden. Dorf, rundherum knochentrockener
Wald... aber kaum einer interessiert sich für die freiwillige Feuerwehr,
nöö, da wird sich noch aufgeregt wenn die fünf Hansels mit ihren Sirenen
Lärm machen. Oder einmal in der Woche Probealarm. Man das war früher(tm)
völlig normal, daß Mittwochs um 12 Uhr oder so die Sirene losgeht. In
den gefährdeten Gebieten ist auch früher das halbe Dorf zur freiwilligen
Feuerwehr gerannt wenn's nen Waldbrand gab. Heute regt man sich auf wenn
die Sirene losgeht, die letzten fünf Hansels dann mit mehr als 30 km/h
zum großen roten Auto rennen und mit Druckluft ausrücken um diesen
Pennern ihre Scheißhäuser zu retten. Ja und wehe sie schaffen's nicht,
dann werden sie am Ende noch angegangen wieso sie das Feuer nicht
löschen konnten und leider das ganze Dorf mit Mann und Maus abgefackelt
ist. Vor allem von den piekfeinen Schnöseln, die sich vorher schon nur
für ihren eigenen Mist interessiert haben. Sorry aber geht mir der Hut
hoch, in was für einer Scheißwelt leben wir eigentlich?! Da bekomme ich
tierisch Lust, solchen Leute die Fresse zu polieren, aber wahrscheinlich
würden die es noch nicht mal dann begreifen.
Nöö, ist ein freies Land für freie Bürger... aber dann muß man ihnen
auch die Freiheit zugestehen, sich gepflegt den Arsch wegspülen zu
lassen wenn sie's gerne so hätten.
Gibt auch noch ein schönes Sprichtwort zu dem Thema: Wer sich in Gefahr
begibt, der kommt darin um. Ja, woher das wohl kommen mag, ist sicher
nichts Wahres dran.
So Ende, mir reichts.
Phasenschieber S. schrieb:> Ich glaube, der Thread entspringt dem Wunsch eines Amateurfunkers> endlich mal zu etwas Nützlichem da sein zu können.
Ich glaube, der Thread entspringt dem Wunsch eines Amateurfunk-Hasser
sich endlich wie schon so oft in anderen Beiträgen ,sich mal wieder
ausgiebig zu befriedigen...
Im übrigen laufen solche Hilfen die es auch tatsächlich gibt meist
medial recht leise ab. Ist auch gut so.
Ben B. schrieb:> Ich wohne in Berlin und habe satte zwei Tage vorher gewusst, daß es in> dieser Gegend wegen Starkregenfällen problematisch werden könnte.
Und wenn Dein Gedächtnis etwas besser wäre, wüßtest Du noch von den
letzten zwanzig Unwetterwarnungen, die massiv hochgespielt wurden in der
Presse, Rundfunk und sonstigen Medien. Danach war alles nur Pustekuchen
gewesen und sonst nichts. Das führte dazu das nicht mehr so ernst zu
nehmen, bzw. wie willst Du dann noch erkennen, wann es wirklich schlimm
wird.
Auch die echten Profis waren geblendet, denn sonst hätte man aus den
Sperren im Vorfeld bereits Wasser abgelassen (oder mehr Wasser
abgelassen) um mehr Wasser aufnehmen zu können.
Dieter schrieb:> Auch die echten Profis waren geblendet, denn sonst hätte man aus den> Sperren im Vorfeld bereits Wasser abgelassen (oder mehr Wasser> abgelassen) um mehr Wasser aufnehmen zu können.
Nein , verpennt habe das die verantwortlichen in den Kommunen.Sie
wussten Bescheid, haben aber auf ihren Stühlen eher das getan was sie
immer tun ...möglichst nichts.
Hier im Voralpenraum hat die Isar ein Hochwassser-Rückhalte-Becken,den
Sylvenstein- Speichersee. Wenn es brenzlich wird ist der immer leer.
wenn er voll ist kann man ihn ganz gezielt ablassen wie es gerade
verträglich ist. Ich denke andere Systeme funktionieren ähnlich.
Ben B. schrieb:> Die Autos, die da auf der Bundesstraße abgesoffen> sind, standen alle in Fahrtrichtung entgegend der Fließrichtung des> Wassers. Folglich muß das Wasser den Weg versperrt haben und sie sind> dann nicht mehr von dort weggekommen.
Naja, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben, in Deutschland zwar
selten, aber an dieser Stelle wird die B265 von einem Aquädukt
überquert. Also einer Brücke für Wasser. Die B265 ist an dieser Stelle
abgesenkt, also ein Graben/Becken.
Wenn auf dem Fluss, der per Aquädukt über diese abgesenkte B265 geführt
wird, eine Flutwelle runterkommt, siehst Du die als Autofahrer nicht und
die schwappt dann halt sofort auf die Bundesstraße. Bei mehr als ein,
zwei Zentimeter Wasser auf einer Straße verlangsamst Du sofort, mit
Aquaplaning halt wohl schon fast jeder Autofahrer zu tun gehabt.
Und Du bist nicht alleine auf der Straße. Da bremst einer vor Dir, macht
langsam, schon hast Du an dieser Stelle plötzlich stockender Verkehr,
ruck-zuck stehst Du da ein, zwei Minuten und in dieser Zeit steigt das
Wasser wie blöde, weil da eine 2 Meter hohe Flutwelle aus dem Aquädukt
"runter plätschert".
Da machst Du einfach gar nichts mehr. Nach einigen Minuten, wo Du dort
im schnell steigenden Wasser stehst, wird Dir klar, dass Du das Auto und
die Straße verlassen musst, was ja wohl auch alle gemacht haben.
An dieser speziellen Stelle den Autofahrern Vorwürfe zu machen, das ist
vom trockenen Sofa aus einfach...
Gut, eine Brücke für die Bundesstraße wäre augenscheinlich besser
gewesen. Warum da ein Aquädukt ist keine Straßen-Brücke, keine Ahnung.
Die Gründe dafür im Nachgang sind sicher spannend. War es wegen Geld?
War das Teil schon da? Denkmal-Schutz? Oder lebt(e) dort ein gemeiner
Wasserflow, der sich durch den Schatten der Brücke gestört hätte?
Keine Ahnung. Irgendwelche Entscheidungsprozesse haben zu diesem
Aquädukt geführt.
Hmm, ich muss mich ein wenig korrigieren:
Aus:
https://m.focus.de/panorama/welt/zeugen-schildern-drama-bei-erftstadt-autofahrer-standen-auf-den-daechern-und-schrien-drei-meter-welle-verschluckte-die-b265_id_13505243.html> Die ganze Lage eskalierte, als der Lärmschutzwall vom Marienhospital> oberhalb der B265 brach. Da oben stand ja schon alles unter Wasser,> der Wall verhinderte, dass ein Teil dieser riesigen Seelandschaft,> den die Erft um ihre Ufer gebildet hatte, nicht schon vorher auf> die B265 abgeflossen ist.
Nun ja. Das war ja dann noch dramatischer als das Wasser vom Aquädukt.
Da machst Du als Opfer einfach gar nichts mehr. Womöglich konntest Du
das drohende Unheil nicht mal sehen, da hinter der Lärmschutzwand.
Ist doch banane woher das Wasser an dieser Stelle kam. Wichtig ist nur,
daß solche Warnungen nicht ernst genommen werden "weil mir ja nie was
Ernstes passiert ist" und sich niemand entsprechend verhält. Wie gesagt,
wenn man die Straße gesperrt hätte und sie wäre dann doch leider nicht
überflutet worden - möchtest Du gerne der Idiot sein, dem sie dann für
diese vollkommen ungerechtfertigte und überflüssige Straßensperrung den
Arsch aufreißen? Da liegt doch das Problem, daß ich keine
Handlungssicherheit habe wenn ich sowas zwecks Gefahrenabwehr
entscheiden soll. Also sag ich doch lieber hey prima, macht doch was ihr
wollt, aber regt euch dann gefälligst auch nicht auf wenn eure tolle
neue AMG S-Klasse drei Meter tief im Schlamm versinkt.
Die Leute, die in solchen Gegenden nicht mit der Natur im Einklang leben
und denken, sie könnten das alles mit Leichtigkeit beherrschen, sind in
meinen Augen alle einfach zu dumm, um entsprechenden Warnhinweisen
nachzukommen. Oder sie wollen es halt nicht. Wenn sie dann absaufen...
ja tragisch, aber wundert mich nicht. 90% sind da selbst dran schuld,
daß es so eine Menge an Toten gibt. Das war vermeidbar - oder eben auch
nicht wenn der Mensch mal wieder so einen Warnschuss der Natur gebraucht
hat. Ich wette in 10 Jahren ist das vergessen und es interessiert sich
wieder niemand mehr für Warnungen für Hochwassergefahren in engen
Flusstälern. Dann kommt mal wieder so'n kleines Regengebiet und es
saufen wieder alle ab... Entschuldigung, aber was soll denn das, wie arm
ist das bitte?
Amateurfunk ist nicht veraltet, sondern allen Funkdiensten der Polizei
etc. Weit voraus. So können je nach Lizenz fast alle Bänder genutzt
werden bis zu Internet, Digital und Satelliten Funk. Alles das was
Polizei und Feuerwehr nutzt ist nur ein Bruchteil von dem, was
Amateurfunk kann.
Kilo S. schrieb:> P.S> Ich hab das ganze hier als PDF gespeichert... Ich werde mal mit Herrn> Bierbach schreiben und ihn darauf hinweisen was hier so unter seinem> Namen alles passiert.
Welcher denn? Es gibt sicher nicht nur einen.
Kilo S. schrieb:> PMRKilo S. schrieb:> Dafür hab ich bei den "spendenaktionen" zu viele Baofeng (Afu, UV5> usw...) ins Land gehen sehen...>> Ganz ehrlich! Jeder der jetzt> noch seine Stimme erhebe nmöge das "Afu Geräte" auf Freenet und PMR> nichts verloren haben möge im grabe 10.000 mal rotieren!> Und zwar gegen den Uhrzeigersinn und hoffentlich mit der arschritze> voller Sand!
Da gibts Vorschriften dazu.
Auch wenn die CB'ler Antennen selber bauen etc. Das ist afair nicht
zulässig, das bauen schon, das betreiben nicht. Nichtmal ein Funkamateur
darf das.
Blockwart schrieb:> Da gibts Vorschriften dazu.
Dann lies da mal genau nach
> Auch wenn die CB'ler Antennen selber bauen etc. Das ist afair nicht> zulässig, das bauen schon, das betreiben nicht. Nichtmal ein Funkamateur> darf das.
Wer's glaubt ...
Blockwart schrieb:> ...das bauen schon, das betreiben nicht. Nichtmal ein Funkamateur> darf das.
Ja, natürlich, sischer dat.... :-D
Nun halt' mal besser die Füße still, eh du dich hier nochmehr blamierst.
;-)
Michael
Mirko schrieb:> Amateurfunk ist nicht veraltet, sondern allen Funkdiensten der> Polizei> etc. Weit voraus
Mit dieser unbelegten Behauptung möchten sich die Amateure gerne
öffentlichkeitswirksam darstellen, unter Mißbrauch der
Hochwasserkatastrophe.
Fakt ist das Wort "Amateur" in der Bezeichnung und mir ist nichts
bekannt, was sie belegbar geleistet hätten.
Ich habe nichts gegen den lizensierten Amateurfunk und akzeptiere deren
Hobby. Vielleicht bringen sie auch Informationen aus weit entfernten
Ländern, die die offizellen Kanäle gekappt haben. Bei einer regionalen
Lage wie im Ahrtal bleibe ich dabei, dass sie keinerlei Bedeutung haben.
Ich denke nach einem Atomkrieg könnte der Amateurfunk noch eine
Möglichkeit darstellen miteinander zu kommunizieren. Vielleicht gibt es
dann noch vereinzelte Inseln, inmitten der vertrahlten Wüsten, die sich
dann über das Wetter, Radiowerte und S-Werte austauschen können :-)
Mirko schrieb:> Alles das was Polizei und Feuerwehr nutzt ist nur ein Bruchteil> von dem, was Amateurfunk kann.
Hat er leider etwas recht. Sobald der sogenannte Digitalfunk im keinen
Strom hat, sind ANDERE Verbindungen durchaus noch möglich.
Digital funktioniert nur dort gut, wo Strom und ausreichend
Rechenkapazität vorhanden ist. Wenn ich mich so an den letzten Alarmtest
erinnere, war das System wohl "etwas" überfordert wie jedes Jahr zu
Silvester die Telefonkapazitäten...
oszi40 schrieb:> Sobald der sogenannte Digitalfunk im keinen> Strom hat, sind ANDERE Verbindungen durchaus noch möglich.
Genau, da kommen dann die Amateurfunker, von denen jeder ein
Notstromaggregat im Keller hat und deren Relaisstationen ebenfalls
notversorgt sind?
Manfred schrieb:> von denen jeder ein Notstromaggregat im Keller hat
Ein billiges Baofeng mit Akku könnte nützlicher sein, als Funkmast ohne
Strom? Es funkt einige km sofern man es nicht im Keller benutzt.
Notfunker sollten sowas öfter üben um Erfahrung zu sammeln.
Na ich find trotzdem das Bereithalten eines Notstrom-Diesels mit
vielleicht 5kW weit sinnvoller. Mit 5kW kann man schon recht viel
erreichen, wie Pumpen betreiben, Kühlschränke weiterbetreiben, zur Not
auch die der Nachbarn, Handy's laden (insofern deren Infrastruktur
funktionsfähig ist) oder Akku-Lampen laden, elektrisch kochen ginge auch
(dann aber ohne die Nachbarn bzw. nur abgesprochen). Man könnte sogar
irgend wessen Funkgeräte damit betreiben oder wieder aufladen. So kann
man mit entsprechendem Diesel-Vorrat ganz schön lange durchhalten und
neuen Diesel heranzuschaffen ist einfacher als eine komplett zerstörte
Stromversorgung wieder in Gang zu bringen.
Toni schrieb:> Verzweifle nicht, wenn du kein Profi bist. Ein Amateur hat die Arche> gebaut, Profis die Titanic.
Am Untergang war aber nicht die Werft schuld.
Eher die "Bediener"
Man hätte direkt auf den Eisberg raufknacken können,
mit dem Bug voran. Das hätte das Schiff überlebt.
Nach genau dem gleich Schadensmuster
ist die CostaConcordia auch umgekippt
> Man hätte direkt auf den Eisberg raufknacken können,> mit dem Bug voran. Das hätte das Schiff überlebt.
Wenigstens war der Funk zu dieser Zeit wirklich nützlich,
dadurch haben immerhin ein paar überlebt.
Vielleicht könnte man auch schauen, wie in anderen Ländern die
entsprechenden Behörden eine Zusammenarbeit mit Funkamateuren handhaben.
Man muß ja nicht immer das Rad neu erfinden.
Helge schrieb:> Tetra war wohl eher keine gute Idee. Jedenfalls wäre wohl ohne die> eingemotteten 4m-Geräte kaum was gelaufen.
Naja, gibt auch gegenteilige Berichte wo der DMO-Modus von TETRA wohl
besser funktioniert hat.
Welche Reichweite läßt sich denn mit den Tetra-Geräten in bergigem Land
erreichen, im Direktmodus? Bei 400MHz müßte doch am nächsten Berg schluß
sein?
Wobei auch 2m-BOS eher bei Sichtverbindung funktionieren dürfte, 4m auch
noch "um die Ecke".
Thomas W. schrieb:> gibt auch gegenteilige Berichte wo der DMO-Modus von TETRA wohl> besser funktioniert hat.
Ob in jeder beliebigen Tiefgarage im 2.UG noch TETRA ohne Repeater
funktioniert??? Das glaube ich eher nicht und Repeater brauchen Strom,
der im STörfall oft fehlt.
Ich habe das immer gesagt, daß die alte Technik nicht schlecht ist und
man das nicht alles abbauen sollte nur weil man auf digital wechseln
will. Digitalfunk über ein vermittelndes Netz oder wie man das nennen
will hat ja seine Vorteile, vor allem in der Reichweite (solange beide
Gesprächspartner eine Station erreichen können) aber dann muß man die
Stationen auch so auslegen, daß sie im Katastrophenfall stehenbleiben
und nicht versagen. Offenbar hat Deutschland auch das mal wieder nicht
sonderlich gut hingekriegt.
Bei Atomkraftwerken nennt man das "Auslegungsstörfall". Das ist der
größte theoretische Unfall, den die Anlage immerhin insoweit übersteht,
daß keine große Menge Strahlung freigesetzt wird. Ein kleines bißchen
mehr, dann fliegt halt der Deckel vom atomaren Schnellkochtopf, das
berühmte Oops wenn man an irgendwas nicht gedacht hat (und z.B. seine
Notstromdiesel in Tsunami-gefährdeten Gebieten in den Keller baut).
Darauf waren wir leider nicht vorbereitet, ja so ein Pech aber auch.
Was ich immer nicht verstehe - die machen da so eine große
Geheimniskrämerei aus ihrer verdammten BOS-Funktechnik, nur damit unsere
großartige Polizei nicht mehr abgehört oder von irgendwelchen
Terroristen gestört werden kann (die werden ja ganz bestimmt die
Frequenzen nicht rauskriegen)... und dann kommen diese Dinger nicht mit
einer Überflutung oder länger andauerndem Stromausfall klar? Kann man
die nicht irgendwo aufbauen, wo sie nicht durch Flutung gefährdet sind?
Oder Strom... es muß ja nicht jede Station gleich einen Notstromdiesel
haben - aber wenigstens einen Anschluss dafür, damit irgendwer im
Extremfall einen danebenstellen und die Station am Laufen halten kann.
Bestenfalls werde ich den natürlich nie brauchen, aber es ist immer
schlecht wenn man Infrastruktur für den Katastrophenfall baut, aber
nicht an eine echte Katastrophe denkt.
Die digitalen Stationen sollen ja jetzt nicht mehr gleich neben dem Bach
stehen, sondern etwas weiter oben. Außerdem kommen Stromspeicher für 72h
dazu. Wenn aber nur Sichtverbindung möglich ist in dem Frequenzbereich,
müssen die Leitungen bzw. Glasfasern zwischen den Tetra-Stationen auch
katastrophensicher sein. Sonst ist nix gewonnen.
Wie sollen denn irgendwelche Rentner ihr Uralt Equipment in so ein
Gebiet bringen.
Die brauchen doch 2 Wochen und 4 Packungen Herztabletten um ihr
Funkgerät abzubauen. Und jetzt sollen die in einem Katastrophengebiet
mit ihrem Rollator rumrollen und irgendwas nützliches tun?
Also Leute, bleibt mal auf dem Teppich. Granufink rein und
weiterschlafen.
oszi40 schrieb:> Ob in jeder beliebigen Tiefgarage im 2.UG noch TETRA ohne Repeater> funktioniert??? Das glaube ich eher nicht und Repeater brauchen Strom,> der im STörfall oft fehlt.
BOS-Gebäudefunkanlagen (Repeater und Antennenschleifen) sind jetzt aber
nicht erst seit TETRA nötig, das gibts schon seit Urzeiten des
BOS-Funks, gerade weil jede Funktechnik hier Indoor Probleme macht.
Bei TETRA hast Du halt den Vorteil, schnell in unversorgtem Terrain mit
einer zusätzlichen Handfunke einen automatisierten Repeater
aufzustellen, dass ging früher mit den analogen Handfunkgeräten nicht so
einfach.
So oder so, wichtige Netzinfrastruktur gehört baulich gesichert. Am
tiefsten Punkt neben einem hochwassergefährdeten Bach hat so ein
Netzknoten oder Repeater nichts zu suchen. Da ist es dann scheißegal
welche Modulation gefahren wird.
VG
Thomas
direkt an den Bach gehören normalerweise aber auch keine Wohnbauten.
Sehr naturnah lebende Menschen
wussten das seit zig Jahrtausenden
und wenns nicht anders ging, hat man auf Stelzen gebaut.
Cyblord -. schrieb:> Wie sollen denn irgendwelche Rentner ihr Uralt Equipment in so ein> Gebiet bringen.> Die brauchen doch 2 Wochen und 4 Packungen Herztabletten um ihr> Funkgerät abzubauen. Und jetzt sollen die in einem Katastrophengebiet> mit ihrem Rollator rumrollen und irgendwas nützliches tun?> Also Leute, bleibt mal auf dem Teppich. Granufink rein und> weiterschlafen.
Hast Du überhaupt schon mal die Ausrüstung eines Funkamateurs aus der
Nähe gesehen?
Willi schrieb:> Hast Du überhaupt schon mal die Ausrüstung eines Funkamateurs aus der> Nähe gesehen?
Es reicht doch völlig den typischen Amateurfunker aus der Nähe gesehen
zu haben.
Auch in Bayern gab es diverse Hochwasserschäden, wenn auch nicht
in dieser Dimension.Was mir bisher nicht bewußt war, das eben Politik
irgendwo mitspielt.Das Problem könnte man so umschreiben, das
Gewässer dritter Ordnung sich nicht an behördliche Planungen gehalten
haben.
Aus einem kleinen Rinnsal wurde dann binnen kurzer Zeit ein, wo
der Wildbach rauscht, im Keller und auch im Wohnzimmer.
Ein Landwirt hatte schlicht Glück, als er samt Traktor vom Feldweg in
eine
Wiese gespült wurde, ( Fahrzeug mit 15 Tonnen Gewicht ).
Amateurfunk Notfunk Einsatz ist mir nicht bekannt, Mobilfunk und BOS
ging wohl
zum Großteil.Stromausfall war selbstverständlich, wenn der Strom im
Boden verlegt ist und nicht mehr vom Dach kommt.
Auch langjährig Ortsansässige hatten keine Erinnerung an ein solches
Ereigniss.Feuerwehr und teils THW konnten letztlich nur noch
mit aufräumen.An welcher Stelle mit wieviel Regen zu rechnen ist
war nicht vorhersehbar.Barrieren mit Sandsäcken zu errichten war
zeitlich
und örtlich gesehen nicht möglich, half nur in Einzelfällen.