Antennenzusammenlegung

Gast #407216
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Zusammenschalten über Antennenweiche. Um welche Frequenzbereiche gehts
denn? Zu dicht nebeneinander ist schwierig, und wenn eine Frequenz ein
ganzzahliges Vielfaches der anderen ist wirds auch kompliziert.
Gast #407217
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Hi, "Mr. Antenne",

Du: "Könnte man zwei getrennte Systeme mit unterschiedlichen MHz über
eine Antenne laufen lassen oder stören die sich dann?"

Da schau Dich mal bei den Amateurfunkern um. Gutes Buch: Rothammel.

Zweibandantennen gibt's. Beispielsweise auf Fernsehtürmen, die mehrere
Programme über dieselbe Antenne abstrahlen.

Mit Duplexern am Fußpunkt, damit die Energie eines Transceivers auch an
die Antenne geht und nicht in den anderen Transceiver.

Oder Kombiantennen für UKW-Rundfunk, GSM, 1800MHz-GSM.

Wenn Du selbst so was basteln willst, mußte schon Funkamateur sein mit
Erfahrung beim Antennenbasteln, aber dann hättest Du diese Frage nicht
gestellt.

Oder Du nimmst eine Breitbandantenne, führst die Signale über einen
3dB-Koppler zusammen und akzeptierst die 3dB Verlust.

Oder Du kaufst eine Standard-Lösung.


Ciao
Wolfgang Horn
Gast #407220
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Man kann so eine Weiche berechnen.
Zuerst getrennt ein Hochpassfilter für <40 MHz Grenzfrequenz und
Tiefpassfilter für >27 MHz, das am Eingang 50 Ohm und am Ausgang mit
Null Ohm abgeschlossen ist. Dann werden beide am Null-Ohm-Anschluß
verbunden, und dort die Antenne angeschlossen. Mit einem
Schaltungssimulationsprogramm kann man die Werte noch optimieren.
Programm zur Filterberechnung z.B.:
http://www.aade.com/filter.htm
Weitere Links:
http://www.mikrocontroller.net/articles/Schaltungssimulation
#407222
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Ich habe hier einen Artikel zum Thema Diplexer-Filterberechnung von
1986, mit einem BASIC-Programm, das die Bauteilwerte ausgibt. Es muß
damals in der "RF Design" erschienen sein, ich habe einen Nachdruck
in einem Sonderheft "Filter Handbook Vol.1 Applications, a Collection
from RF Design". Das Programm hatte ich irgendwann man eingescannt
oder abgetippt, müßte mal suchen wo das ist. Damit ist es einfach, eine
passende Schaltung auszuwählen. Der Abstand der beiden Frequenzen und
die gewünschte Unterdrückung der jeweils "falschen" Frequenz bestimmt
den nötigen Filtergrad, also die Anzahl der Bauteile.
Im "Saal Filterkatalog", einem Standardwerk, sind auch zwei Beispiele
zur Diplexerberechnung vorgestellt, daher habe ich auch meine Info mit
dem einseitig kurzgeschlossenen Filter.
#407227
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Ich hatte vor Jahren mal was zum selben Thema im Packet-radio-Netz
geschrieben, wundert mich, dass das nicht inzwischen im Internet zu
finden ist.
Damals gabs das AADE-Programm noch nicht, aber ein DOS-Programm auf
Begleitdiskette (ca 50 DM) zum Buch "Entwurf analoger und digitaler
Filter" ISBN 3-528-06430-7, von Otto Mildenberger. Zu dem Programm
fand Google diesen Text:
http://www.gatago.com/de/sci/electronics/10156626.html
"...Prof.Mildenberger's Programm war auch nicht kostenlos, als ich
es
kaufte. Ich glaube, heute ist es das."
Das konnte die genannten einseitig kurzgeschlossenen Filter berechnen.
Beim Versuch in AADE eine Eingangsimpedanz von Null einzugeben stürzt
es mit einer vbrun-dll Fehlermeldung ab, vermutlich wegen einer
Division durch Null. Ich würde daher zum Beispiel 1 Ohm eingeben. Die
beiden Filter dürfen am Eingang, wie hier im Schaltplan zu sehen,
keinen Kurzschluß für das andere Filter darstellen, also der Hochpass
muß mit Serien-C anfangen, nicht mit einem Parallel-L.

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