Masseversatz bei Sensorauswertung beheben?

Gast #408708
Lesenswert?

Hallo Leute,

ich stehe da vor einem Problem. Ich habe eine schön gefilterte
Spannungsversorgung (mit Spulen und Kondensatoren etc) für meinen AVR
erstellt, welche auch sehr gut funktioniert.

Jetzt messe ich mit dem ADC halt die Sensorwerte (Widerstand) per
Spannungsteiler aus. Leider haben 2 Sensoren baubedingt die
ungefilterte Masse. Ich kann da auch nichts machen.
Theoretisch müßte ich jetzt meine ADC/AVR-Masse (also die gefilterte
und saubere) auf den Masse vom Sensor legen, damit es keinen
Masseversatz gibt. Funktioniert auch soweit sehr gut, die richtigen
Werte werden angezeigt.

Nur leider habe ich ja jetzt meine Filterung umgangen, weil ich
ungefilterte Masse in das System mit einfließen lasse, richtig?

Wie kann ich denn diesen Masseversatz ausgleichen? Einfach die
Spannungsunterschiede messen und dazuaddieren/abziehen bei der
ADC-Auswertungsformel?

Vielen Dank
Gast #408711
Lesenswert?

Also so ganz klar ist mir das auch nicht, aber warum Filterst du die
Masse... Also egal aber ich würde das Spannungspotential von den
Sensoren auch Filtern also so als eine Art Referenz/Bezugsquelle dann
sehen. Wichtig ist das die Filter alle gleich schnell sind (also
gleiche
Laufzeit haben). Dann kannst du das Signal mit einem Differenz
Verstärker wieder auf deinen ADC normalisieren, oder du liest das
Referenz Signal auch mit dem ADC ein und subtrahierst es vom
Sensorsignal.
Bei Lambda messung im KFZ wird es ja auch so gemacht, weil die Masse am
Auspuff ja auch jeden Blödsin an Störung drauf hat.

Gruß Sascha
Gast #408712
Lesenswert?

Also ich Filtere die Masse, weil ich gelesen habe, daß auch dies
notwendig sein soll, wenn die Versorgungsspannung extrem störend (KFZ
etc) ist. Falsch von mir?
Ich habe ca 15mV Unterschied zwischen gefilterter Masse und
"normaler" Masse, einfach Abziehen/Dazuaddieren und gut ist?
Gast #426705
Lesenswert?

Habe gegoogelt, aber ausser Psyschologie oder ähnlichem nichts gefunden.
Kann mir da einer bitte einen Ansatz geben? Meine gefilterte Masse hat 
aufgrund der Spule einen Versatz von ca 15mV zur normalen Masse.
Gibt es da eine Formel zum berechnen?

Vielen Dank
Gast #426737
Lesenswert?

Masse filtert man in der Regel nicht. Die soll möglichst niederohmig 
sein und man sollte einen zentralen Masse-Sternpunkt definieren, auf den 
sich alles bezieht.

Wenn du damit nicht klar kommst, dann braucht es in der Tat einen 
Instrumentenverstärker. Bei EEG- oder EKG-Geräten macht man das z.B. so.
Gast #426920
Lesenswert?

Weil ich gelesen habe, daß auch über Masse Störungen übertragen werden 
können, die den AVR zum Absturz/Defekt führen können. Besonders im 
KFZ/Robotik-Bereich mit all den Magnetventilen/Motoren/Zündungssachen.
Stimmt das nun, oder mache ich mir da zuviel Arbeit/Gedanken?
Gast #427020
Lesenswert?

Störungen sind doch immer mit Potenzialunterschieden verbunden, die 
irgendwo wirksam werden müssen. Wenn du deine Masse durch Filter 
hochohmig machst, dann verstärkst du Potenzialunterschiede und erhöhst 
Störungen. Gegen welchen Bezugspunkt soll den ein Filter filtern, wenn 
Masse nicht mehr der Bezugspunkt ist? Was ist den dann der absolute 
Bezugspunkt, zu dem du Störungen definierst?

Ich glaube, du bist da mit deiner Masse-Filterung auf dem Holzweg.
Gast #427037
Lesenswert?

also die 56µH-Spule raus aus der Masse-Eingangsleitung zum 7805?

Wie gesagt, habe das im Netzt gelesen,daß auch auf der Masseleitung böse 
Störungen auftauchen, und das es besser ist auch eine solche Spule in 
die Masseleitung zu setzen. Und da ich kein Experte bin, es glaubwürdig 
rüber kam und auch irgendwie verständlich ist, habe ich es gemacht...

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren