Monitor Signal abgreifen

Gast #409747
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Hallo,
ich habe eine Idee, will das Monitorsignal (analog oder digital?) vor
einem Monitor abgreifen und dann in einem AVR/ARM verarbeiten laßen und
diesen dann ein Bild (bmp) an einen anderen PC schicken (seriell, usb)
laßen, der den Inhalt bzw. das Bild in einem Programm anzeigt.
Mit wieviel Aufwand wäre solch ein Monitor mitleser realisierbar? Sind
Mikrocontroller dafür unterdimensioniert?


Danke schonmal!
Gast #409748
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Vergiss die Idee schnell wieder.
Begründung: Rechne mal aus mit wieviel Hz ein Monitor läuft, diesen
Wert Multiplizierst du mit der Auflösung in X und Y Richtung.
Das ist die Datenrate in MByte/s für ein Graustufenbild.
Persönliche Seite #409750
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Nein, die Chips auf den Graphikkarten erzeugen solche Signale und
digitalisieren sie nicht.

Prinzipiell gibt es diese Technik, sie wird jedoch für sehr viel
Geld in Form von KVM-over-IP-Geräten vertrieben. Das sind
KVM-Umschalter (Monitor, Tastatur, Maus), die das digitalisierte Bild
via TCP/IP zu einem entfernt stehenden Rechner weiterleiten.

Sowas kostet gut im vierstelligen Euro-Bereich:

http://shop.leunig.de/html/1/gid/__21907909990/content.html
Persönliche Seite #409753
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Mit einem ausreichend schnellen und großen wohl schon, Du benötigst dazu
nur noch die analoge Signalaufbereitung, wie sie in jedem analog
angesteuerten TFT-Monitor enthalten ist.
Es dürfte sehr viel Aufwand einsparen, wenn Du dafür eine entsprechende
Ansteuerungselektronik* zweckentfremdest und Dein FPGA an die
LVDS-Schnittstelle anschließt, an die eigentlich das TFT-Panel
angeschlossen wird.
Wenn Dein FPGA keine LVDS-Eingänge aufweist, benötigst Du noch
LVDS-Deserializer, die aus den seriellen Daten wieder einen parallelen
Datenstrom erzeugen.

Trotzdem solltest Du Dir mal Gedanken über die zu verarbeitenden
Datenmengen machen - das sind 24 Bit pro Pixel, die bereits bei
XGA-Auflösung mit einem Pixeltakt von etwa 50 MHz 'reinrauschen, also
eine Datenrate von 150 MByte/sec.
Bei SXGA sind es bereits etwa 80 MHz Pixeltakt und eine resultierende
Datenrate von 240 MByte/sec.

Immerhin würde die TFT-Ansteuerungselektronik Dir einen sauber
aufbereiteten Pixeltakt sowie die erforderlichen Zeilen- und
Bildsynchronsignale liefern und auch verschiedene Auflösungen
skalieren; wenn der angeschlossene Rechner beispielsweise im
"Textmodus" arbeitet.

Dein FPGA sollte also mit derartigen Taktraten klarkommen, und auch das
vom FPGA angesteuerte RAM sollte dafür ausreichend schnell sein.

Um den Inhalt des RAMs auszulesen und an einen PC zu übermitteln,
kannst Du dann im Grunde genommen jeden beliebigen µC verwenden, der
entweder über ausreichend Adress- und Datenleitungen verfügt oder aber
eine Adresszählerlogik im FPGA ansteuert ...

Fazit: Mit sehr viel Aufwand realisierbar.

Nur: Rechtfertigt das Ziel den Aufwand?


*) Ein Beispiel für solch eine Elektronik zu einem günstigen Preis
ist das hier
http://www.aaronn.de/shop/pd-667281847.htm?defaultVariants=search0_EQ_CRTtoLCD-5-LVDS_AND
Nettopreis, der Lieferant verkauft aber auch an nichtgewerbliche
Abnehmer.

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