Kondensatoren auf MOBO

#410237
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Mein Board hat auch fast defekte Elkos. (Weshalb ich wohl auch den ein
oder anderen "Windows-Sicherheits-Blaubildschirm-Stopp" bekommen
habe.
Für neue Elkos kann man zwar schon nen neues Billig-Board kriegen, ist
denn ein Billig Board besser und schneller als ein früheres, teurerer
gewsenes Board?

Was spricht dagegen die Low ESR ne Nummer größer zu nehmen, wenn z.B.
ein Shop keine kleineren anbieten würde. Meiner Meinung nichts.

Und die Elkos gegen durch den Verschleiß/Temperatur kaputt. Besonders
wenn sie unter schlechter Belüftung leiden müssen.

Ich hatte mal nen Shop-Link, wo man welche bestellen hätte können,
leider hab ich den verloren :(
Persönliche Seite #410238
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Dennoch: Ganz wichtig sind sowohl der Temperaturbereich (eben bis 105°C
und nicht nur bis 85°C) und Low-ESR.
Die angegebene Kapazität muss mindestens erreicht werden, und die
Spannungsfestigkeit muss ebenfalls mindestens der der alten
Kondensatoren entsprechen.

Desweiteren wirst Du beim Löten sehr viel Spaß haben, da so ein
"Mobo" (grauenerregende Abkürzung) eine ziglagige Multilayerplatine
ist und die betreffenden Kondensatoren an großen thermischen "Lasten"
angeschlossen sind, nämlich den für die Versorgungsspannungen
zuständigen inneren Layer der Platine, die aus viel, viel Kupferfläche
bestehen.

Selbst mit einem guten 50W-Lötkolben ist da kaum was auszurichten;
werden die Lötstellen nicht ausreichend heiß, besteht beim
"mechanisch" orientierten Entfernen (Gewaltanwendung) die Gefahr der
Beschädigung der Durchkontaktierung, was irreparable Folgen hat.

Gerade bei diesen Low-ESR-Kondensatoren kommt es darauf an, daß sie mit
möglichst kurzen Anschlussdrähten ausgestattet werden, sonst könnte ja
über ein Zerstören der vorhandenen Kondensatoren und Weiterverwenden
derer Anschlussdrähte (an die dann die neuen angelötet werden)
nachgedacht werden.
Aus diesem Grund dürfen auch keine zu großen Bauformen mit langen
Anschlussdrähten "um die Ecke" bestückt werden.

Die Kondensatoren sind defekt, weil sie von der "Kondensatorenseuche"
befallen sind, das ist ein minderwertiges Elektrolyt, das wohl
gelegentlich immer noch in Low-ESR-Kondensatoren auftritt und deren
Lebensdauer ganz drastisch reduziert.
Aus diesem Grunde sollten auch alle Kondensatoren ausgetauscht werden
und die vermeintlich noch heilen auch nicht weiterverwendet werden.

Erstmalig trat dieses minderwertige Elektrolyt in Kondensatoren auf,
die in (späten) Hauptplatinen für Sockel-370-Rechner verwendet wurden,
Herstellungsdatum also in etwa um die Jahrtausendwende.
Der Effekt selbst kam natürlich erst Monate, wenn nicht Jahre später
zum Tragen ...
Gast #410240
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^Danke erstmal für euere gedanken, ich hab bei segor 2200µ in der
bauform gefunden, mit 10V anstelle von 6,3V das müsste passen. zur not
habe ich noch nen 100W, 250W und heißluft zur verfügung. die reichen,
um ein 10² kabel zu löten, da wirds an den elkos nicht scheitern. aber
rufus hat recht das saubere auslöten ist das problem. ich denke evtl
nach den seit jahren nicht genutzten entlöt-sauger mal anzuwerfen :-))

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