Power over Ethernet 25kΩ vs PoE-Controller

#6990326
Lesenswert?

Hallo,
in den letzten Tagen habe ich mich in die PoE Technologie eingearbeitet. 
Hier im Forum viele Threads und natürlich den echt guten 
Wikipedia-Artikel.
Es soll ein Baseboard entwickelt werden für ARM Controller mit diversen 
Funktionen drauf, unter anderem PoE powered device (PD).

Soweit ich den IEEE 802.3af verstanden habe reicht für die Class 0 ein 
25kΩ an den zwei Pärchen hinter 2 Brückengleichrichter damit das PSE die 
48V frei schaltet. Dann ein DC/DC Schrittwandler der daraus 5V macht. 
Das reicht dann für bis zu 12.95W - OK für meine Zecke.

Warum soll ich denn dann noch einen PoE-Controller z.B. LTC4257 oder 
TPS237x nutzen, welchen Vorteil hat das?
#6990813
Lesenswert?

Naja, das schreibt der Chip-Hersteller in seinem Datenblatt - der will 
das Teil ja auch verkaufen. Aber diese IEEE 802.3af Class 0 ist ja eben 
genau deshalb entstanden, damit's möglichst einfach geht:

- detection: das macht der 25kΩ Widerstand
- classification: im Class 0 nicht nötig da default 0,44...12.95W ist im 
IEEE so spezifiziert
- inrushcurrent limiting: der Einschaltstrom sollte anders begrenzt 
werden, RC vielleicht, oder der DC/DC oder LDO dahinter.
- switch FET control: Das PD muß nicht einschalten bei Class 0, das 
macht der PSE indem Spannung drauf kommt nach dem Detect. Kein FET nötig

Was bei so einer einfach Lösung wirklich fehlt ist :
- UVLO: also auch wenn im Kabel zu viel verloren geht, bleibt der PD 
einfach dran
- Wall Power Adapter detection: sobald das Gerät anders versorgt wird 
sollte PoE abgeschaltet werden. Das unterstützen mache Chips, macht Sinn
- IEEE 802.3at (PoE+) oder IEEE 802.3bt (PoE++, 4PPoE): wenn mehr 
Listung gebraucht wird Class 4....8+ also bis zu 100W

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren