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Forum: Offtopic Hartz IV


Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,druck-439588,00.html

Ich bin wirklich entsetzt. Jetzt werden schon berufstätige aus ihrem
Job geholt, um andere Arbeitslose zu finanzieren. Somit ist klar, das
Hartz IV ein Jobkiller ist und nie wirklich zur Bekämpfung der
Arbeitslosigkeit geschaffen wurde sondern nur als rein Sparmaßnahme.
Dumm nur, dass der Schuß gewaltig nach hinten los ging.

Autor: Versteher (Gast)
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Was erwartest Du denn???

Sinn und Verstand? Logik und Gerechtigkeit?

Wann gabs denn das schon mal hier in D???

Es läuft doch alles so wie immer!

Autor: inoffizieller WM-Rahul (Gast)
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>Sinn und Verstand? Logik und Gerechtigkeit?
Naja, es handelt sich ja immer noch um eine Behörde, und Leute, die in
einer Behörde "arbeiten", haben mit den o.g. Eigenschaften nicht viel
am Hut.

>Wann gabs denn das schon mal hier in D???
Gibt's, aber nicht in öffentlichen Verwaltungen.

Autor: Versteher (Gast)
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Wo wir gerade bei Arbeit sind:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,439714,00.html

Wie schaffen die das blos? Mit welchen Schiebereien arbeitet die ARGE
bei anhaltenden Massenentlassungen?

Eine gekonnte Leistung bei so viel Gegenwind!

Autor: Unbekannter (Gast)
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Das ist der ganz normale HartzIV-Wahnsinn. Das kann man alles gar nicht
mehr ernst nehmen.

Autor: Aufreger deluxe (Gast)
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> Das kann man alles gar nicht mehr ernst nehmen.

Sollte man aber unbedingt, schließlich kann es jeden von uns mal
treffen. Diese Machenschaften erfordern ganz klar konsequentes Handeln
be der nächsten Wahl.

Autor: Smörre (Gast)
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Diese Machenschaften erfordern ganz klar konsequentes Handeln
be der nächsten Wahl.
-> Pünktlich vor der nächsten Wahl geht dann wieder das Gejaule los,
das man bloß aufpassen soll, was man wählt und seine Stimme bitte nicht
verschenken soll (5% Klausel)
Dieser Psychotrick greift offenbar immer.
Ich glaube selbst wenn nur noch 10% Prozent zur Wahl gehen würden, die
beiden großen Volksparteien würden sich immer noch als legitimiert
empfinden.

Autor: Hmm... (Gast)
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Die SPD leitet mit einem knappen Vorsprung genauso einen klaren
Wählerauftrag aus dem Wahlergebnis ab wie eine Wahl später mit einem
knappen Rückstand.Da hatte die CDU einen vergleichbar minimalen
Vorsprung.Iss aber egal,der Gerd will regieren,basta.

Weil das aber nach den Gesetzen nich geht,mag der kleine Gerd nicht
mehr mitspielen und geht wohin wo, er mehr Sandförmchen bekommt.Und
alle anderen wollen möglichst einen prima Platz zum spielen abbekommen
bzw ihren alten behalten und deshalb wird gross koaliert.Nun kann jeder
irgendwie mit regieren und heraus kommt noch weniger als vorher.

Und weil es im Grunde egal iss,wer das Ruder grad in der Hand hält,kann
man es auch gleich einer Frau überlassen.Aus Ostdeutschland.Besser als
wenn sie arbeitslos ist,gelle?

Und spätestens wenn wieder bei der nächsten Wahl die Sandförmchen
getauscht werden,kommen alle die keinen Bock mehr auf den ganzen gut
bezahlten Irrsinn haben,als noch besser bezahlte Vorstände unter.

Angst haben braucht keiner,die Roten und die Schwarzen wechseln munter
hin und her und etwas Gelb oder Grün komplettiert das ganze.Alle
anderen Parteien sind eh nicht in der Lage eine Regierung auf die Beine
zu stellen,egal wie die Wählerstimmen ausfallen.Und falls doch,lassen
wir sie´s einfach mal ein Jahr lang probieren,die werden sich schon
lächerlich machen.Und wie der Versuch das letzte mal ausgegangen ist
kommt dann das nächste mal.

Autor: Aufreger (Gast)
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Das Prinzip der Bedarfsgemeinschaft wird hier überzogen angewendet. Es
gibt bestimmt auch einen Ermessensspielraum mit dem man hier anders
hätte entscheiden können. So ein Unsinn kann kaum im Sinne des Gesetzes
sein (sicheren Arbeitsplatz gegen Wage Hoffnung aufgeben. Schließlich
hat die BFA ein ureigenes Interesse an einer guten Statistik).

Mein Eindruck ist, mit Einführung des Gesetzes hat sich auch verstärkt
Willkür bei der Betreuung breitgemacht und wehe dem, der Vermittler mag
einen nicht. Der Druck auf Vermittler das Budget knapp zu halten ist
wohl extrem groß. Ich Wette, wenn dieses Beispiel in einem
Politiker-Talk zur Sprache käme, würde der Verantwortliche (wie heißt
er noch gleich?) sagen "so was gibt's ja gar nicht, Frau
Christiansen!" vermutlich noch mit einem breiten Grinsen auf der Wange
(Wolfgang Klement hatte in der Vergangenheit immer so reagiert, wenn ihm
absurde Auswirkungen der Gesetzgebung vorgehalten wurde (gerade auch bei
Anrechnung von Lebensleistungen).

Der gute Mann aus dem Spiegel-Bericht sollte Widerspruch einlegen oder
zusammen mit seiner Partnerin die Zeit mit niedrigerem Einkommen
bestreiten (auch wenn es schwer fällt). Eine für sich als sinnvoll
erachtete Tätigkeit auszuüben ist tausendmal besser als etwas
"blödes" machen zu müssen nur weil es mehr Geld bringt.

Alternativ bleibt ihm die (örtliche) Trennung von seiner Partnerin,
auch wenn das hart klingt. Wenn der Gesetzgeber das so möchte, dann
soll er es halt bekommen. Punkt! Sehen kann man sich auch in getrennten
Wohnungen (vielleicht sogar ein besseres Lebensmodell für genervte und
gestresste Partner). Was das aber für ein Familienleben im Hinblick auf
die Kinder bedeutet, das soll dann mal die Partei die sich das Thema
Familienpolitik auf die Fahnen geschrieben hat verantworten.

Übrigens, weil es hier ja primär um Steuermittel, sprich um Geld, geht.
Monitor hat heute einen interessante Beitrag zum Thema "Wieviel Steuern
zahlen Unternehmen in D-Land" gebracht (Ja, das hat sehr wohl mit
Hartz-4 zu tun!). Nominal (das heißt auf dem Papier) wird sicherlich zu
viel bezahlt. Aber wie schaut es mit den wirklich gezahlten Steuern aus?


Real war das bisher für die gesamte Unternehmerschaft d.h. deren
gesamtes Steueraufkommen schwer bis gar nicht feststellbar (laut
Bericht). Nun liegen Zahlen aus einer Studie von Finanzwissenschaftler
Prof. Lorenz Jarass vor, nach dessen Berechnungen sich eine Steuerlast
von sage und schreibe 16 Prozent für das Jahr 2005 ergab.

DEUTSCHE UNTERNEHMEN ZAHLTEN 16 (SECHZEHN!) PROZENT STEUERN IM LETZTEN
JAHR. Das ist im Ranking gaaanz weit unten!

Vor ein paar Jahren waren es noch real 24 Prozent (nominal natürlich
viel mehr). Der deutsche Fiskus (der deutsche Dödel!) lässt sich die
Steuern hierzulande durch Verlustabschreibungen drücken dass die
Schwarte kracht.

So gesehen bekommen die Hartz-Gesetze doch sofort einen Sinn. Das
fehlende Geld wird bei den Bürgern durch Einsparung zurückgeholt. Die
viel zu üppige Vollumsorgung Arbeitsloser nach altem Gesetz wird extrem
zusammengestrichen (ALG-II), die eingesparten Milliarden als
Steuerabschreibungen den Unternehmern geschenkt. Die bedanken sich
prompt mit Arbeitsplatzabbau und als Bonbon obendrauf wird mit weiterer
Verlagerung und Abwanderung gedroht, falls nicht noch ein bißchen
nachgelegt werde. Schließlich sei D-Land Hochlohnland .. und bla bla
bla .. und .. im internationalen Vergleich .. und bla bla bla .. da
muss reformiert werden .. bla bla .. Sie wissen schon, Frau
Kandesbunz.

http://www.wdr.de/tv/monitor/beitragsuebersicht.phtml

(weiß nicht, wann das PDF eingestellt wird)

Autor: Drei Newton (3_newton)
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Der Beitrag ist so geil eins A! Den nehm ich, mal den ganze
CDU-wählenden Jammerkollegen mit auf Arbeit...

rult!

Autor: Cinderella (Gast)
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> Schließlich sei D-Land Hochlohnland

Und Hochpreisland. Ich verstehe die ganze Aufregung um hohe Löhne
nicht. Wenn ich in der Stadt für einen Milchkaffee EUR 3,80 bezahle so
kann ich umgekehrt nicht für EUR 5,00 pro Stunde arbeiten. Wenn ich EUR
10,00 pro  Stunde bekomme, kann ich mich schon freuen. Es reicht aber
dennoch nicht, um mir einen TFT-Bildschirm in einem Fachgeschäft mit
kompetenter Beratung zu kaufen. Bei Mediamarkt spare ich locker zw. EUR
50-100 daher ist das ständige Gejammer an der "Geiz ist
Geil"-Mentalität völlig unangebracht. Wenn man kein Geld hat (und
vielen von uns geht es so), kann man nict mit den Großen pissen gehen.

Autor: Sonic (Gast)
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Die 16%, die deutsche Unternehmen an Steuern gezahlt haben ist wohl der
Sollwert! SIEMENS z.B. zahlt so gut wie gar keine! Hat damals mit die
Regierung mit Massenentlassungen erpresst.
Den Hauptanteil zahlt der kleine Bürger.

Autor: Versteher (Gast)
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>>Den Hauptanteil zahlt der kleine Bürger.
Und nächstes Jahr darf er noch mehr drauflegen. Wurde die
Mehrwertsteuererhöhung eigentlich begründet?

Ich hab mir mal einen Multiplikator hergeleitet: Wer wissen will, was
sein Produkt nächstes Jahr kostet, der muß den alten Preis mit 1.026
multiplizieren.

Autor: Aufreger (Gast)
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Die Jammerei der Großunternehmen über zu hohe Steuerbelastungen steht
synonym für die Jammerei der Musikindustrie über angeblich hohe
Verluste durch sog. illegale Downloads. Ich will einen gewissen Verlust
der MI durch Tauschbörsen gar nicht bestreiten, aber wer glaubt schon
ersthaft, dass Zeug was sich da alles auf die Platte geklickst wird,
wäre stattdessen auch gekauft worden?

Merke: Was du umsonst bekommen kannst, verteitet einen noch lange nicht
dazu wirklich Geld auszugeben! :)

Ganze 2,6 Prozent tragen laut Monitor Unternehmen in Deutschland noch
zum Steueraufkommen bei. In Zahlen wahrgenommen mag das ein hübsches
Sümmchen darstellen, aber an der Vergangenheit bemessen ist es
mittlerweile ein geradezu erbärmlicher Wert.

PDF auf Monitorseite lesen! (warum geben die keinen Link an?)

Nicht, dass ich falsch verstanden werde. Ich wünsche durchaus
Großunternehmen einen Steuersatz der mit anderen (europäischen)
Standorten konkurrieren kann (man will die Konzerne ja nicht ernsthaft
verschrecken :)). Was aber nicht geht, ist immer wegen hoher
Steuersätze auf dem Papier den Standort schlechtzureden, Reformen
einzuklagen und gleichzeitig insgeheim schon lange mit den realen
(niedrigen) Steuersätzen gute Geschäfte und hohe Gewinne zu machen und
Verluste sowie Investitionen zu sozialisieren, sprich unbemerkt von der
Allgemeinheit bezahlen zu lassen (und zu guter letzt auch noch mit dem
ganzen Laden abzuhauen).

Da hat dann die aktuelle Entwicklung um BenQ und die
Siemens-Handysparte auch ihr (wenig) Gutes. Solche infarmen Beispiele
tragen dazu bei, dass immer mehr Menschen die Machenschaften der
Großkonzerne durchschauen und sich darüber aufregen. Genau diese
Aufregung ist notwendig, um die Politik dazu zu bringen, wieder die
"richtigen" Entscheidungen zu fällen, d.h. ein für alle Seiten
(Bürger und Unternehmen) faires Wirtschaftssystem anzustreben (bei uns
ist es mittlerweile "außer ordentlich" = "außerhalb der Ordnung")
und der Globalisierung endlich einen geeigneten Rahmen, eine Ordnung zu
geben und nicht einfach nur ständig als Erfüllungsgehilfe den gierigen
Neuforderungen nachzugeben.

Der beste Weg dahin wäre eine gescheite Steuerreform (das nächste große
Projekt nach der Gesundheitsreform), bei der dieser gesamte
Abschreibungsmurks endlich abgeschafft und Mindeststeuersätze
eingeführt werden. Autsch! Dazu fällt einem irgendwie spontan Paul
Kirchhof ein, nicht wahr (den hatte ich selbst stark kritisiert, aber
mit den Vorstellungen der ehemaligen CDU mache ich mich nicht gemein,
da lag zuviel im Argen)?!

Dennoch, sowohl über einen Mindeststeuersatz als auch einen Mindestlohn
(zur Wahrung der Menschenwürde) muss endlich ernsthaft nachgedacht
werden. Über Mitnahmeeffekte bei Sozialsystemen und deren Einschränkung
via Hartz-4 ist genug palavert worden. Jetzt muss langsam mal verstärkt
über Mitnahmeeffekte der Großkonzerne geredet werden. Sonst wird das
kommende Kombilohnmodell der CDU zur Subventionitis par excellence.

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