Bandpass für 5,7 MHz Signal

Gast #418649
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Hi @ all

Ich muss ein Signal mit einem DSP auswerten. Zuerst muss das Signal
digitalisiert werden. Anschließend muss ein Bandpass über das Signal
gelegt werden. Der Bandpass ist ein IIR-Filter 30. Ordnung.

Die Frequenz, die aus dem Signal gefiltert werden soll beträgt ca.
5,7MHz.

Nun zu meiner Frage:

Wie groß muss die Abtastrate sein, damit ich aus dem Signal, die 5,7MHz
herrausfiltern kann?
#418650
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Also nach Nyquist sollte die Abtastung mindestens die doppelte Frequenz
also 11,4 MHz sein, sonst geht nichts. Es sei denn, Unterabtastung sei
zugelassen, wenn sicher ist, dass störende Frequenzen unterhalb 5,7 MHz
nicht vorkommen. Wenn das Filter 30.Ordnung einen Sinn haben soll, muß
die Abtastung vermutlich wesentlich häufiger als das Minimum erfolgen.

Wie schnell ist denn der DSP, der das erledigen soll?
Gast #418656
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Das ganze ist momentan analog aufgebaut. Der Filter muss per Software
verändert werden können. Deshalb muss der Filter dynamisch sein.

Zum Thema FPGA:
Ich arbeite schon seit langem mit FPGAs. Die FPGAs, die speziell für
DSP sachen ausgelegt sind, also der Virtex 4SX, ist auch nicht gerade
billig. Zudem sind diese Bausteine auch immer schwer zu besorgen.
Benutzt den Wizard um einen Filter zu erstellen, dann kann der Wizard
nur FIR-Filter erzeugen, bei dehnen Dämpfung zu schwach ist.

Ich habe mit Matlab einen Filter erzeugt (IIR-Bandpass 30. Ordnung) Mit
Hilfe der Matlab-Toolbox kann man einen VHDL-Code erzeugen lassen.
Diesen muss man dann wieder in ISE einbinden, das ganze copalieren und
dann mal sehen wie schnell das ganze ist. (Bis jetzt hatte ich aber
noch keine Zeit für die Realisierung)

@Christop Kessler

Deine Lösung hört sich sehr interressant an. Nur leider ist sie ein
benig kurz beschrieben und ich kann mir darunter nicht so genau was
vorstellen. Vielleicht kannst Du Deine Idee etwas genauer beschreiben.
Macht die Bauteiltolleranz nicht Probleme?
Gast #418658
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Für Kurzwellenempfänger wird in den letzten Jahren das "software
defined radio" SDR propagiert. Ein Oszillator, zum Beispiel ein DDS,
liefert Sinus und Cosinus, damit wird das interessierende Band ins
"Basisband", also auf Niederfrequenz heruntergemischt. Dort kann es
eine DSP-Software die mit der Soundkarte als (Zweikanal) -
Digitalisierer arbeitet weiterverarbeiten. Die beiden Kanäle heißen
"I" wie "in Phase" und "Q" wie "Quadratur", daher "I/Q".
#418663
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Durch das Runtermischen gehen die Informationen verloren, die man nicht
braucht, nämlich die weit genug weg von der Mittenfrequenz. Wenn man
vorher einen Bandpass brauchte, kann man im Basisband einen Tiefpass
benutzen um Außer-Band-Signale zu unterdrücken.
Aber wie Andreas schon sagte, ohne genauere Daten ist das alles etwas
schwer zu beurteilen. Wieviele kHz oder MHz soll der Bandpass
durchlassen?
Gast #418665
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Dann fällt die Bearbeitung mit der Soundkarte schon mal aus. Im letzten
"Funkamateur" ist eine einfache SDR-Schaltung, mit einem
Quarzoszillator auf der vierfachen Mittenfrequenz, das wären hier 22,8
MHz, und einem 74AC74 als Frequenzteiler mit
"sin/cos"-Rechteckausgängen. Die Mischer sind zwei Analogschalter von
Maxim. Das ganze soll als Bausatz angeboten werden. Damit müßte der
anschließende DSP zwei 200 kHz breite Signale bearbeiten, denn durch
die Mischung mit der Mittenfrequenz wird das Band auf die halbe Breite
zusammengemischt, das sind quasi positiv und negativ 200 kHz. Der DSP
muß das wieder über die Phasenbeziehungen auseinanderdividieren.
#418667
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Das hier gibts als Bausatz zu kaufen, es müßte natürlich einen
22,8MHz-Oszillator bekommen, und die beiden Operationsverstärker durch
schnellere Typen ( AD812 o.ä.?) ersetzt werden. Die 22nF-Kondensatorern
und eventuell die 100pF passend verkleinert und ein DSP mit zwei
AD-Wandlern mit mehr als 400 kSamples/sec dahinter. Die ganze
Bauanleitung steht im aktuellen Heft Seite 1040-1041.
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