Forum: Projekte & Code Bidirektionale DI-Box für Mobiltelefone/Notebooks


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von Georg A. (georga)


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Hi,
"Projekt" ist arg übertrieben, aber offensichtlich ist der 
bidirektionale Anschluss eines Mischpults an die kombinierte 4polige 
3.5mm Kopfhörer/Mikrofon- Klinkenbuchse von Notebooks und Mobiltelefonen 
wohl eine Geschichte voller Missverständnisse. Daher hier mal ein 
Beispiel, wie das zuverlässig auch für Apple-Geräte geht. Es überträgt 
Stereo zum Mischpult und Mono zum Notebook/Mobiltelefon.

Getreu dem Motto "wer 3.5mm-Klinkenstecker nutzt, hat ohnehin die 
Kontrolle über seine Studiotechnik verloren", geht es nicht um High-End 
HiFi, sondern rein um die Funktionalität. Als Trenntrafos werden die 1:1 
Würfelzuckertrafos von ebay/Ali genutzt (nominell 600R Impedanz, ca. 
120-130 Ohm Gleichstromwiderstand). Die kosten so 1EUR pro Stück.

Die "geheime" Zutat liegt in den 4.7k in Serie für die Mikrofonerkennung 
am 4poligen Klinkenstecker. Es sagen die üblichen Vorgaben 1.5k 
Widerstand gegen Masse zur Mikroerkennung. Was aber keiner sagt, ist, 
dass Apple-Geräte (insb. iPhones) das nach dem Einstecken so schnell 
messen, dass jegliche Aufladung von sinnvoll dimensionierten Koppel-Cs 
das weit unterschreitet und damit kein Mikro erkannt wird. Mit den 4k7 
wird das unterbunden und die Erkennung geht zuverlässig.

Das Poti dient zum Anpassen des Eingangspegels. Handies haben zwar eine 
AGC am Eingang, aber wenn da zuviel Pegel drauf ist, geht oft die 
Rückkanalunterdrückung in der SW nicht mehr gut. Diese Unterdrückung ist 
auch trotz Cleanfeed nötig, weil meiner Erfahrung nach durch die 
gemeinsame (dünne) Masse für Kopfhörer und Mikros eine gewisse 
Rückkopplung vorhanden ist, d.h. das Kopfhörersignal geht wieder schwach 
in den Mikroeingang.

Ich habe das ganze jetzt schon mehrfach verbaut, es sitzt an 
dhd-Mischpulten (genauer der 52-1335 Multi IO-Box). Die linke Seite 
eines 1335-Kopfhörerausgangs und zwei Analog-Eingänge gehen dann zur 
Trafoplatine.

Analoge Pegel- und Frequenzganganpassungen sind mir auch egal, das lässt 
sich alles im Mischpult machen (typischerweise EQ, Expander und AGC). 
Wenn man dann im Mischpult noch einen Cleanfeed für den Kanalzug 
konfiguriert, kann man damit völlig echofreie Gespräche führen (auch 
wenn ein gestandener Tontechniker aufgrund der "Trafos", den ganzen 
Verzerrungen und der fehlenden Mu-Metall Abschirmung schon längst einen 
Herzinfarkt bekommen hätte ;) ).

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